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Olympische Spiele 2026

Arrivederci: Die Olympischen Spiele 2026 sind beendet ++ Das war die Schlussfeier

In Mailand und Cortina sind vom 6. bis 22. Februar die Olympischen Winterspiele über die Bühne gegangen. In unserem Ticker können Sie alle wichtigen Entscheidungen nachlesen.
Gregor Deschwanden (rechts) und Felix Trunz (links) beenden den Team-Wettkampf auf Platz 7.
Bild: AP

21:09 Uhr

Sonntag, 22. Februar

Milano-Cortina 2026: Ein goldener Schlusspunkt in Verona

Arrivederci Italien, au revoir 2030 in Frankreich: Nach dem Spektakel auf Schnee und Eis haben sich die Athletinnen und Athleten bei der Schlussfeier in der fast 2000 Jahre alten Arena in Verona von den Olympischen Winterspielen verabschiedet.

Spektakuläres Finale: Ein Feuerwerk erhellt die Arena von Verona während der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2026.
Bild: Keystone

Die Lichter im antiken Amphitheater von Verona markierten das emotionale Ende einer unvergesslichen Reise: Die Olympischen Winterspiele 2026 sind Geschichte. Aus Schweizer Sicht war das Event ein voller Erfolg: Sechs Goldmedaillen, neunmal Silber und achtmal Bronze holten die Schweizer Athletinnen und Athleten.

Zum krönenden Abschluss der Spiele trug Alina Müller die Schweizer Fahne durch die Arena von Verona: Ein verdienter Ehrenplatz für die Eishockey-Stürmerin, die nach ihrem Bronze-Coup nun stellvertretend für den Schweizer Erfolg im Scheinwerferlicht stand.

Stolzer Moment in Verona: Bronze-Heldin Alina Müller als Fahnenträgerin in der Abschlusszeremonie der Winterspiele 2026.
Bild: Keystone

Die nächsten Winterspiele sind in vier Jahren in den französischen Alpen. Zuvor finden 2028 die Sommerspiele in Los Angeles statt. (phh/dpa)

16:58 Uhr

Sonntag, 22. Februar

USA gewinnen 46 Jahre nach Lake Placid wieder das Eishockeyturnier

Zum ersten Mal seit 1980 - seit dem «Miracle» von Lake Placid, als amerikanische Amateure die russische Sbornaja düpierten - holen die USA wieder Gold im Eishockey. Den packenden Final gegen Kanada gewinnen die Amerikaner mit 2:1 nach Verlängerung.

Jack Hughes schoss die USA mit seinem Tor zum 2:1 zum Olympiasieg.
Bild: Fazry Ismail

Jack Hughes, Teamkollege von Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler bei den New Jersey Devils, entschied den Final. Zach Werenski luchste Nathan MacKinnon vor dem kanadischen Tor den Puck ab, sah den mitgelaufenen Jack Hughes, der zum 2:1 vollendete.

Zuvor war es Mathew Boldy, der die USA in der 7. Minute in Führung brachte, ehe Cale Makar in der 39. Minute den Ausgleich erzielte. (sda)

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11:08 Uhr

Sonntag, 22. Februar

Alina Müller ist Schweizer Fahnenträgerin bei der Schlussfeier

Alina Müller wird an der Schlussfeier der Olympischen Spiele, an der rund 30 Schweizer Athletinnen und Athleten teilnehmen werden, die Schweizer Fahne tragen. Dies teilte Ralph Stöckli am Sonntagmorgen im Rahmen der Medienkonferenz zur Olympia-Schlussbilanz mit.

Bronze-Toschützin Alina Müller wird bei der Schlussfeier der Olympischen Spielen die Schweizer Fahne tragen.
Bild: Hassan Ammar

Die Eishockeyspielerin schoss im Bronzespiel gegen Schweden das entscheidende Tor in der Verlängerung, das der Schweiz die Medaille sicherte. Bereits an Olympia 2014 hatte Müller - ebenfalls beim Sieg im Bronzespiel gegen Schweden - getroffen. Die Eröffnungsfeier hatten die Schweizer Eishockeyanerinnen verpasst. Wegen eines Norovirus-Falls im Team nahmen alle Spielerinnen als Vorsichtsmassnahme nicht an der Feier teil.

Müller beerbt als Fahnenträgerin an der Schlussfeier Ryan Regez, der die Fahne 2022 nach Gold im Skicross getragen hat. An der Eröffnungsfeier der diesjährigen Spiele waren Fanny Smith und Nino Niederreiter die Schweizer Fahnenträger. (sda)

10:37 Uhr

Sonntag, 22. Februar

Finnland gewinnt Bronze im Eishockey

Finnland sichert sich im olympischen Eishockey-Turnier der Männer die Bronzemedaille. Das Team von Trainer Antti Pennanen gewinnt das Spiel um Rang 3 gegen die Slowakei 6:1.

30 Sekunden vor der zweiten Pause brachte Captain Tomas Tatar mit dem 1:2 die Hoffnungen für die Slowakei zurück, wie vor vier Jahren Bronze zu gewinnen. Der Stürmer des EV Zug profitierte davon, dass der Puck von der Bande vor das finnische Tor sprang und bezwang Goalie Juuse Saros herrlich.

Die Finnen lassen im kleinen Final gegen die Slowakei nichts anbrennen und sichern sich die Bronzemedaille.
Bild: Carolyn Kaster

Im Gegensatz zum Halbfinal gegen Kanada (2:3), in dem die Finnen eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatten, liessen sie diesmal nichts anbrennen. Roope Hintz im Powerplay (49.) und Kaapo Kakko (50.) erhöhten innerhalb von 42 Sekunden auf 4:1. Die Slowaken ersetzten bereits 4:49 Minuten vor Schluss Goalie Samuel Hlavaj durch einen sechsten Feldspieler, 21 Sekunden später gelang Joel Armia das 5:1 für die Nordländer. In der 59. Minute traf auch noch Doppel-Torschütze Erik Haula ins leere Gehäuse.

Finnland, das im Viertelfinal die Schweiz nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 nach Verlängerung ausschaltete, gewann zum achten Mal eine olympische Medaille bei den Männern, zum fünften Mal eine bronzene. Vier Jahre zuvor in Peking, als die NHL-Spieler nicht dabei waren, hatte es den Finnen zum bisher einzigen Mal zu Olympia-Gold gereicht. Diesmal war nur ein Spieler im Team, der sein Geld nicht in der besten Liga der Welt verdient - ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen. Allerdings kam er im gesamten Turnier nur während 7:23 Minuten zum Einsatz. (sda)

22:41 Uhr

Samstag, 21. Februar

Gold im Männer-Curling an Kanada

Auf den Shitstorm folgt Gold: Die kanadischen Männer bescheren ihrem Land dank eines 9:6-Erfolgs im Final gegen Grossbritannien zum vierten Mal nach 2006, 2010 und 2014 Olympia-Gold im Curling.

Die Entscheidung fiel im neunten End, als sich die Briten, die am Donnerstag mit einem Sieg über die Schweiz in den Final vorstiessen, zu viele Fehler leisteten. Im abschliessenden zehnten End konnten sie trotz des letzten Steins nicht mehr reagieren.

Für den kanadischen Skip Marc Kennedy war der Triumph eine besondere Genugtuung. Wegen Schummelvorwürfen war er zu Beginn des Turniers in den internationalen Fokus geraten. Der schwedische Konkurrent Oskar Eriksson warf ihm eine irreguläre mehrmalige Berührung des Steins während der Abgabe vor. Kennedy reagierte sichtlich verärgert, stritt eine Schummelei ab und rief seinem Kontrahenten sogar ein derbes «Fuck off» hinterher.

Der Curling-Weltverband verwarnte Kennedy mündlich und führte wegen mehrerer Vorfälle dieser Art bei allen Spielen eine verstärkte Überwachung der Steinabgaben ein. Auch das Netz schaute genauer hin: Lustige Memes der angeblichen Schummelei Kennedys eroberten die sozialen Medien. (sda)

21:51 Uhr

Samstag, 21. Februar

Diplome für Hasler/Pasternack und Annen/Kor im Zweierbob

Melanie Hasler und Nadja Pasternack schaffen den Vorstoss in die Medaillenränge am zweiten Tag des Zweierbob-Wettkampfs nicht mehr. Als Sechste sichern sie sich ein Olympia-Diplom - wie auch Debora Annen und Salomé Kora, die noch auf den 7. Platz klettern.

An der Spitze feierten die Deutschen einen Doppelsieg durch Laura Nolte/Deborah Levi und Lisa Buckwitz/Neele Schuten. Bronze ging an die Amerikanerinnen Kaillie Armbruster Humphries/Jasmine Jones. Nolte hatte schon 2022 in Peking triumphiert. (sda)

18:10 Uhr

Samstag, 21. Februar

Deutsche toben wegen Skicrosser Ryan Regez

Zwar startete der Schweizer Skicrosser Ryan Regez im Halbfinal als Schnellster, verlor nach einem Sprung aber Tempo. Zuerst zog der Bronzemedaillen-Sieger Alex Fiva an ihm vorbei, danach versuchte es der Deutsche Tim Hronek das gleiche. Doch Regez blockierte den Deutschen mit seinem Arm. Beide verloren Tempo und schieden damit aus.

Tim Hronek liess keine netten Worte für Ryan Regez übrig.
Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Regez wurde anschliessend mit einer Gelben Karte bestraft und durfte im kleinen Final nicht mehr um ein Olympiadiplom mitfahren. Der Titelverteidiger beendet seine Olympischen Spielen auf Rang acht. Im Interview gegenüber SRF zeigt der Schweizer Reue: «Meine Aktion war unsportlich. Ich nahm ihn voll aus dem Rennen. Das tut mir mega leid. Wenn ich könnte, würde ich es gerne rückgängig machen.»

Die Deutschen sind trotz der Entschuldigung weiter wütend. «Das bringt mir am Ende des Tages genau gar nichts. In meinen Augen war seine Aktion ziemlich unsportlich», sagt Hronek. Auch der andere Deutsche Skicrosser, Renn Cornel, sagt: «Das hatte nichts mehr mit Skicross zu tun!» (sos)

17:54 Uhr

Samstag, 21. Februar

Berichte: Trump kommt wohl doch nicht

US-Präsident Donald Trump kommt italienischen Medienberichten zufolge wohl doch nicht für einen Kurzbesuch der Olympischen Winterspiele nach Italien. Die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete, dem US-Konsulat in Mailand sei eine Absage mitgeteilt worden. Zuvor gab es Gerüchte, Trump wolle am Sonntag nach Mailand reisen, um das Eishockey-Finale der Männer zu verfolgen. Dort treffen die USA auf Kanada.

Italienische Medien berichteten Anfang der Woche, die lokalen Sicherheitsbehörden hätten sich auf eine mögliche Visite des US-Präsidenten vorbereitet. Nach Angaben des «Corriere della Sera» bleiben die bislang vorbereiteten Sicherheitsmassnahmen jedoch vorerst bestehen - «auch für einen möglichen und plötzlichen Kurswechsel», meldete das Blatt nun weiter.

Vor wenigen Tagen hiess es noch, Trump wolle bei einem Einzug des US-Teams ins Eishockey-Finale nach Mailand reisen und anschliessend an der Abschlussfeier in Verona am Sonntagabend teilnehmen. Eine offizielle Bestätigung aus den USA für solche Pläne gab es jedoch nicht. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hielt sich bedeckt. Ein Sprecher sagte damals, das IOC äussere sich nicht zu Reisen von Staatsoberhäuptern. (dpa)

17:24 Uhr

Samstag, 21. Februar

Eisschnelllauf: Kaitlyn McGregor holt Diplom

Die Chancen standen für die beiden Schweizerinnen Ramona Härdi und Kaitlyn McGregor gering, dass sie beim Massenstart Medaillen abräumen - aber nie ganz unmöglich. Beide Eisschnellläuferinnen qualifizierten sich für das Final.

Kaitlyn McGregor holt das olympische Diplom.
Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

Dort war bei so vielen Athletinnen alles möglich. Gleich 16 Frauen kämpften um die drei begehrten Edelmetalle. Während den zwischen Sprints konnten die Eisschnellläuferinnen jeweils Punkte holen. McGregor holte sich in den Zwischensprints insgesamt fünf Punkte, Härdi zwei Punkte. Am Schluss müssen sich die Schweizerinnen geschlagen geben.

Gold geht an die Niederländerin Renate Groenewold, Silber an die Kanadierin Ivanie Blondin und Bronze holt die US-Amerikanerin Mia Manganello. Die Schweizerin Kaitlyn McGregor wird Sechste und holt sich damit das olympische Diplom. Ramona Härdi wird Elfte. (sos)

15:52 Uhr

Samstag, 21. Februar

Das Schweizer Aerials Team schneidet die Haare

Nach der Silbermedaille von Noé Roth liess sich das Schweizer Aerials Team vom Konditionstrainer frisieren. Nun sollen auch Lina Kozomaras Haare nach Teamsilber drankommen.

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15:43 Uhr

Samstag, 21. Februar

Livio Wenger scheidet in den Halbfinals aus

Der Traum von der Olympia-Medaille platzt für Livio Wenger bereits in den Halbfinals des Massenstart-Rennens. Der Luzerner kommt drei Runden vor Schluss selbstverschuldet zu Fall.

Livio Wenger fällt im Halbfinal.
Bild: Luca Bruno

Der 33-jährige Eisschnellläufer, WM-Dritter 2024, scheint auf Kurs zu sein. Er geht zunächst nicht auf Punktejagd und setzt auf den Schlussspurt, um in die Top 3 zu fahren. Alles läuft nach Plan, ehe er stürzt. 2018 wurde Wenger in Pyeonchang Vierter, 2022 in Peking Siebenter. (sda)

15:41 Uhr

Samstag, 21. Februar

Schweizer Biathletinnen verfehlen die Top 20

Die junge Französin Océane Michelon gewinnt zum Abschluss der Biathlon-Wettkämpfe den Massenstart über 12,5 km. Die Schweizer Frauen verpassen die Top 20.

Die 23-jährige Französin war im Sprint bei ihrem Olympia-Debüt zum Schluss noch auf Platz 2 verwiesen worden. Diesmal drehte sich den Spiess um und lief nach dem letzten Schiessen von Platz 4 an die Spitze. Silber ging an Landsfrau Julia Simon, Bronze an Tereza Vobornikova, die Überraschungsfrau aus Tschechien.

Amy Baserga wird 21. und damit beste Schweizerin.
Bild: Martin Metelko

Amy Baserga hatte als Nummer 14 im Weltcup-Zwischenklassement einen Fixplatz im Feld der Top 30 auf sicher, Lea Meier qualifizierte sich über die Resultate in Antholz, primär mit dem starken 7. Rang im Einzel. Die Zentralschweizerin geriet bereits nach dem ersten Schiessen ins Hintertreffen, die Bündnerin hingegen traf die ersten zehn Scheiben und lief in der Spitzengruppe. Stehend hingegen verfehlte Lea Meier noch vier Scheiben und wurde auf Platz 24 durchgereicht. Auch Amy Baserga überholte ihre Teamkollegin und lief als 21. durchs Ziel. (sda)

13:35 Uhr

Samstag, 21. Februar

Bobteam mit Vogt arbeitet sich nach vorne

Bei Halbzeit des Viererbob-Wettbewerbs haben zwei Schweizer Schlitten die Medaillen im Visier. Michael Vogt auf Rang 4 fehlen derzeit zwölf Hundertstel auf Bronze, beim sechtklassierten Cédric Follador sind es zwei Zehntel.

Michael Vogt auf Rang 4 fehlen derzeit zwölf Hundertstel auf Bronze.
Bild: Daniel Dal Zannaro

In Führung liegen die drei deutschen Bobs. Johannes Lochner hat 43 Hundertstel Vorsprung auf Francesco Friedrich und 59 Hundertstel auf Adam Ammour. (watson)

13:08 Uhr

Samstag, 21. Februar

Kläbo gewinnt auch die sechste Goldmedaille

Johannes Hösflot Klaebo gewinnt auch die sechste Langlauf-Goldmedaille der Winterspiele 2026. Der Norweger siegt im Rennen über 50 km in klassischer Technik samt Massenstart. Er bezwingt Teamkollege Martin Nyenget im Schlussspurt. Dritter wird Emil Iversen.

Johannes Hösflot Kläbo holt seine sechste Goldmedaille an den Olympischen Spielen 2026.
Bild: Lise Aserud

Somit wiederholt der 29-jährige Klaebo den Coup anlässlich der Heim-WM 2025 in Trondheim und baut seinen Leaderthron in der Statistik der erfolgreichsten Olympioniken auf 11 Goldmedaillen aus. Auch sechs Goldmedaillen an denselben Spielen sind ein Rekord.

Beda Klee und Nicola Wigger mussten früh abreissen lassen. Nach zwei von sieben Runden, auf denen es insgesamt knapp 2000 Höhenmeter zu bewältigen gab, betrug ihr Rückstand 1:15 Minuten. Klee teilte sich das Rennen gut ein und lief als 14. 7:38 Minuten nach Klaebo ein. Auch Wigger schaffte als 19. (8:30) ein Top-20-Resultat. (sda)

11:39 Uhr

Samstag, 21. Februar

Bob: Follador überraschend vorne dabei

Dem Schweizer Viererbob-Pilot Cédric Follador gelingt im ersten von vier Läufen eine starke Leistung. Er belegt mit seiner Crew Rang 4, eine Zehntelsekunde hinter dem Podest. Michael Vogt und Timo Rohner liegen auf den Rängen 6 und 13.

Das Schweizer Bobteam mit Cédric Follador fährt vorne mit.
Bild: Alessandra Tarantino

Am schnellsten waren erwartungsgemäss zwei deutsche Schlitten: Johannes Lochner führt mit bereits 39 Hundertstel Vorsprung auf Francesco Friedrich. Derzeit auf dem Bronze-Platz liegt Grossbritannien I mit Brad Hall an den Steuerseilen. (watson)

21:34 Uhr

Freitag, 20. Februar

Melanie Hasler bei Halbzeit auf Rang 6

Die Schweizer Zweierbobs in der Frauenkonkurrenz liegen bei Halbzeit deutlich hinter den Medaillenrängen. Melanie Haslers Rückstand auf den Bronzeplatz beträgt 0,67 Sekunden.

Nach dem ersten von insgesamt vier Durchgängen betrug die Differenz des besten Schweizer Schlittens mit Hasler und Nadja Pasternack auf Platz 3 lediglich 17 Hundertstel. Im zweiten Lauf schlichen sich bei den Europameisterinnen jedoch zu viele Fehler ein. Zwar gab es einen Ranggewinn, doch der zeitliche Abstand zu den Topfahrerinnen vergrösserte sich. Der Rückstand auf die Spitze beträgt im 6. Zwischenrang 0,9 Sekunden.

Pilotin Debora Annen und Salomé Kora im zweiten Schweizer Bob belegen nach dem ersten Wettkampftag Zwischenrang 9, zwei Zehntel hinter ihren Landsfrauen. Historisch war der Auftritt trotzdem: Die Anschieberin Kora schrieb Olympia-Geschichte. Sie ist die erste Schweizer Sportlerin, die an Olympischen Sommer- und Winterspielen teilnahm.

Die Medaillen dürften am Samstag wie erwartet unter den deutschen und den amerikanischen Schlitten verteilt werden. Die besten Karten hat dabei Laura Nolte. Die Olympiasiegerin von 2022 führt 18 Hundertstel vor ihrer deutschen Landsfrau Lisa Buckwitz und 0,23 Sekunden vor Kaillie Humphries Armbruster aus den USA. (sda)

20:57 Uhr

Freitag, 20. Februar

Eishockey: Frauen-Trainer Colin Muller dankt ab

Colin Muller, der Eishockey-Nationalcoach der Frauen, nimmt mit der in Mailand gewonnenen Bronzemedaille den Hut. Eine Vertragsverlängerung schliesst er aus.

Schon nach dem 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden hatte Colin Muller angedeutet, dass dies sein letztes Spiel gewesen sein könnte. Einen Tag später, anlässlich der Medaillenfeiern in Mailand, bestätigte er, dass das Spiel um Bronze sein letztes Spiel als Nati-Coach gewesen sei. Eine neue Stimme sei jetzt keine schlechte Idee, so Muller gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Muller tritt auf dem Höhepunkt ab.

Damit beendet Muller die Diskussionen um seinen Job von sich aus. Nach fast nur Niederlagen während der Vorbereitung auf die Winterspiele hatte der Eishockeyverband bewusst darauf verzichtet, den Vertrag mit Colin Muller vorzeitig zu verlängern.

Schon beim letzten Schweizer Medaillengewinn, 2014 in Sotschi, hatte der damalige Frauen-Nationalcoach, René Kammerer, sein Engagement als Nationalcoach aus freien Stücken auf dem Höhepunkt beendet. (sda)

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19:51 Uhr

Freitag, 20. Februar

«Schmerzen kaum zu ertragen»: Lindsey Vonn meldet sich aus dem Spital

Zum fünften Mal wurde Lindsey Vonn operiert. Sechs Stunden lang. Jetzt zeigt sich der Ski-Star auf Instagram im Krankenhaus und gibt ein erstes Update. Vonn stürzte bei der Olympia-Abfahrt und verletzte sich dabei schwer. Das Ergebnis: Eine Tibiafraktur – ein komplizierter Schienbeinbruch.

«Ich habe die OP gut überstanden. Wie ihr seht, waren viele Platten und Schrauben nötig, um alles wieder zusammenzusetzen, aber Dr. Hackett hat eine fantastische Arbeit geleistet. Vielen Dank auch an Dr. Viola für die OP-Assistenz!», schreibt sie und zeigt ihre Röntgenbilder.

«Viele Platten und Schrauben» stecken nun in Lindsey Vonns Bein.
Bild: Instagram

«Aufgrund des Ausmasses der Verletzung habe ich nach der OP noch etwas zu kämpfen und konnte noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden, aber es geht voran. Schritt für Schritt», meint sie und zeigt sich kämpferisch. Doch auf X gibt sie auch zu: «Die Schmerzen sind kaum zu ertragen.» Sie werde sich bald wieder mit mehr Infos melden, verspricht sie ihren Fans. (zen)

16:57 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Auszeichnungen für Brändli und Müller

Für die Schweizer Hockey-Frauen gab es nebst den Bronzemedaillen noch zwei persönliche Auszeichnungen.

Von links: Lisa Ruedi, Ivana Wey, Laure Meriguet, Nicole Vallario, Lara Christen, Stefanie Wetli und Andrea  Brändli.
Bild: Keystone

Torhüterin Andrea Brändli, die zu Beginn des Turniers mit dem Norovirus infiziert war, wurde vom Direktorat des Welt-Eishockeyverbandes IIHF als Torhüterin des Turniers ausgezeichnet. Ausserdem schaffte es Brändli zusammen mit Alina Müller, die im Spiel um Bronze in der Verlängerung das entscheidende 2:1 erzielt, ins All-Star-Team, welches von den Medienvertretern zusammengestellt wurde.

Bei diesen «Awards» räumte Caroline Harvey vom Olympiasieger-Team der USA am meisten ab: Harvey wurde als wertvollste Spielerin ("MVP») und beste Verteidigerin ausgezeichnet und ins All-Star-Team gewählt.

Auszeichnungen. MVP: Caroline Harvey (USA). - Beste Torhüterin: Andrea Brändli (SUI). - Beste Verteidigerin: Harvey. - Beste Stürmerin: Marie-Philip Poulin (CAN). - All-Star-Team: Brändli; Harvey, Laila Edwards (USA); Poulin, Hannah Bilka (USA), Alina Müller (SUI). (sda)

15:12 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Schweizer Männer bleiben im Mittelfeld stecken

Die Schweizer Biathleten blieben auch im letzten Olympia-Wettkampf im Mittelfeld stecken. Beim Massenstart der Top 30 kam Joscha Burkhalter als Elfter und Sebastian Stalder als 13. ins Ziel, Niklas Hartweg musste mit Platz 24 vorliebnehmen.

Niklas Hartweg.
Bild: EPA

Die Klassierungen von Burkhalter und Stalder wirken auf den ersten Blick zufriedenstellend. Aber sie sind eben auch enttäuschend, weil sich die Türe geöffnet hätte. Bei böigem Wind drehten die Weltbesten Strafrunden en masse. Burkhalter (2 Fehler) und Stalder (1 Fehler) zählten zu den besten Schützen, konnten aber wegen dem Defizit in der Loipe keinen Profit schlagen.

Das letzte Rennen der Männer endete mit einem Überraschungssieger. Der Norweger Johannes Dale-Skjevdal, der sich zu Beginn der Saison noch über den zweitklassigen IBU-Cup für das Weltcup-Team empfehlen musste, räumte alle Scheiben ab. Silber ging an Landsmann`Sturla Holm Laegreid, der in seinem fünften Olympia-Rennen in Antholz die fünfte Medaille holte. Dem Franzosen Quentin Fillon Maillet reichten selbst vier Strafrunden zu Bronze. (sda)

12:43 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Briguet verpasst den Halfpipe-Final

Der Ski Freestyler Robin Briguet verpasste in der Halfpipe von Livigno den Sprung ins Finalfeld vom Freitagabend. Der Walliser belegt den 18. Schlussrang mit 58,25 Punkten. Mit diesem Wert war er nach Umgang eins auf Platz 13 klassiert gewesen, im zweiten Run kam keine Steigerung.

Robin Briguet konnte sich nicht für den Final qualifizieren.
Bild: AP

Der 26-Jährige bestritt bereits seine dritten Olympischen Spiele: 2018 in Pyeongchang Briguet Platz 25 belegt, 2022 in Peking war er Zwölfter geworden. (sda)

12:34 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Paralympics: Auch Estland boykottiert offizielle Zeremonien

Estland wird wegen der Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge bei den Paralympics in Italien nicht an der Eröffnungsfeier und der Abschlusszeremonie teilnehmen. Offizielle Vertreter des Paralympischen Komitees (EPK) des baltischen EU-Landes werden beiden Veranstaltungen wie auch den Empfängen des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) fernbleiben, teilte das EPK in Tallinn mit. Estland wird bei den Wettbewerben vom 6. bis 15. März mit zwei Para-Athleten im Rollstuhlcurling antreten.

Die Entscheidung des EPK sei demnach aus Solidarität mit der Ukraine und in Reaktion auf die Entscheidung des IPC getroffen worden, zehn Startplätze an russische und belarussische Para-Athleten zu vergeben. Das ukrainische Team hatte zuvor wegen der Zulassung russischer Sportler angekündigt, nicht an den offiziellen Zeremonien teilnehmen und auch andere Länder dazu aufgerufen, sich dem Boykott anzuschliessen.

Klare Unterstützung der Ukraine

Das EPK unterstütze die Entscheidung der Ukraine und halte ein einheitliches und prinzipienfestes Vorgehen der europäischen Länder für wichtig. Diese Position beruhe auf der Auffassung, dass Sport nicht zu einem Instrument zur Normalisierung von Aggression werden darf, hiess es in der Mitteilung weiter. Unterstützt wird sie auch vom für Sport zuständigen Kulturministerium.

Estland grenzt an Russland. Der Ostseestaat ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den Olympischen Winterspielen erneut nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das IPC hatte dagegen im vergangenen September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben. (dpa)

12:23 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Makelloser Start der Schweizer Frauen

Die Schweizer Frauen sind beim Skicross noch zu viert und somit komplett in den Viertelfinals vertreten. Auf der Olympiastrecke in Livigno überstanden Fanny Smith, Talina Gantenbein, Saskja Lack und Sixtine Cousin die erste K.o-Runde.

Die Viertelfinals beginnen um 12.35 Uhr, die Halbfinals um 12.50 Uhr und der Final um 13.15 Uhr.

Der lange Olympia-Kurs geht stark in die Beine. Das Tempo ist tief und es gilt, bei jeder der zahlreichen Wellen Tempo zu machen. (sda)

12:10 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Werner souverän im Aerials-Final, Roth nur mit Bangen

Die Schweizer Skiakrobaten Pirmin Werner und Noé Roth qualifizieren sich in Livigno für den olympischen Aerials-Final vom Nachmittag.

Noe Roth kommt nur mit Bangen in den Final
Bild: Keystone

Werner sicherte sich das Final-Ticket bereits mit seinem ersten, perfekten Sprung. Seine 122,17 Punkte wurden von keinem der 23 Konkurrenten übertroffen.

Hingegen Roth, letztes Jahr im Engadin Weltmeister geworden, musste in der Qualifikation bis zum allerletzten Starter um die Finalteilnahme zittern. Mit seinem zweiten Sprung steigerte er sein Total zwar von 109,05 auf 111,06 Punkte. Dies reichte letztlich nur zum 12. Rang, dem letzten, der zur Qualifikation für den Final der Top 12 berechtigte.

Weiter geht es in Livigno um 13.30 Uhr mit dem ersten Finalsprung. Nur die besten sechs Konkurrenten zeigen danach einen zweiten Sprung (ab 14.30 Uhr). (sda)

11:27 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Gibt es eine Schweizer Medaille im Skicross?

Bei der Skicross K.o-Phase stehen gleich mehrere Schweizerinnen am Start. Fanny Smith, Sixtine Cousine, Saskja Lack und Talina Gantenbein stehen am Start.

12.00 Uhr: Achtelfinals
12.35 Uhr: Viertelfinals
12.54 Uhr: Halbfinals
13.10 Uhr: Final

2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking sicherte sich Fanny Smith jeweils Bronze. Diesmal steht ein Fragezeichen hinter der 33-jährigen Waadtländerin, zuletzt kämpfte sie mit Entzündungen der Rückenmuskulatur.

Ende Januar liess Smith, die an der Eröffnungsfeier in Mailand Schweizer Fahnenträgerin war, die Weltcuprennen in Val di Fassa aus, um sich für Olympia zu schonen, das half aber nur teilweise. Dennoch ist Smith in Livigno eine weitere Medaille zuzutrauen. (chm/watson)

11:18 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Paralympics: Ukrainisches Team boykottiert Eröffnungsfeier

Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. «Das ukrainische Paralympics-Team und das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine boykottieren die Eröffnungsfeier der 14. Paralympischen Winterspiele und fordern, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 nicht verwendet wird», schrieb das Ukrainische Paralympische Komitee in einem am Freitag veröffentlichten Statement.

Das Ukrainisches Team boykottiert Eröffnungsfeier
Bild: Imago

Zuvor hatten bereits ukrainische Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Die Ukraine fühlt sich angesichts der Teilnahme von Russen und Belarussen unter eigener Flagge an den Winterspielen verraten. Für die Wettkämpfe werde man nach eigenen Angaben dennoch mit einer Delegation von 36 Sportlerinnen und Sportlern, 22 Trainern sowie weiteren Betreuern nach Norditalien reisen.

«Wir werden für die sportlichen Siege der ukrainischen Athleten bei den XIV. Paralympischen Winterspielen kämpfen und uns gemeinsam mit Athleten anderer Länder für die Grundsätze der Gerechtigkeit im paralympischen Sport einsetzen», hieß es in dem Statement. Gleichzeitig sei man «allen Ländern Europas und der Welt dankbar für ihre Solidarität im Kampf gegen die militärische Aggression Russlands und seine Drohungen gegenüber europäischen Ländern».

Sechs russische und vier belarussische Sportlerinnen und Sportler waren am Dienstag bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze für die Paralympics zugelassen worden. Da die Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) Ende September vergangenen Jahres die Suspendierung der beiden Nationen überraschend aufgehoben hatte, dürfen sie unter eigener Flagge samt Vorführung nationaler Embleme sowie Abspielen der eigenen Hymne antreten.

Man rufe das IPC dazu auf, «sich an die hohen Ideale der internationalen Paralympischen Bewegung zu erinnern», so das Ukrainische Paralympische Komitee, «und den politischen Einfluss eines Landes zu stoppen, das die Welt in Richtung eines dritten Weltkriegs treibt». Russland und Belarus waren seit Beginn des Angriffskrieges 2022 auf die Ukraine aus dem Weltsport ausgeschlossen. Neben dem Parasport wird auch in der olympischen Welt verstärkt über die Wiederzulassung der beiden kriegstreibenden Nationen diskutiert. (afp)

10:27 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Kistler darf mit Fatton laufen

Jon Kistler und nicht Arno Lietha erhielt den Zuschlag für die Mixed-Staffel vom Samstag (13.30 Uhr). Der 22-jährige Zürcher zählt zusammen mit der Olympiasiegerin Marianne Fatton zum engsten Favoritenkreis.

Kistler als Sechster und der Bündner Lietha als Vierter hatten im Einzel die Medaillen verpasst, obwohl sie im Final zunächst in Führung gelegen hatten. Die beiden fielen wegen missglückter Wechsel aus den Podesträngen.

Der Mixed-Wettkampf wird als Staffel gelaufen. Jede Frau und jeder Mann drehen zwei Runden - und nicht eine wie im Einzel. Der Wechsel folgt per Abschlag in der Wechselzone. (sda)

09:13 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Das bringt der heutige Tag

Curling: Die Schweizer Frauen um Skip Silvana Tirinzoni spielen am Freitagnachmittag (14.05 Uhr) den Halbfinal gegen die USA. Am Donnerstag hatten sie das letzte Spiel der Round Robin gegen denselben Gegner verloren. Die Schweizer Männer um Skip Yannick Schwaller, welche die Vorrunde ungeschlagen beendet hatten, wollen sich nach der 5:8-Niederlage im Halbfinal gegen Grossbritannien immerhin noch Bronze sichern. Im Spiel um Platz 3 treffen sie um 19.05 Uhr auf Norwegen, das Kanada mit 4:5 unterlag.

Skicross: 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking sicherte sich Fanny Smith jeweils Bronze. Diesmal steht ein Fragezeichen hinter der 33-jährigen Waadtländerin. Zuletzt kämpfte sie mit Entzündungen der Rückenmuskulatur. Ende Januar liess sie die Weltcuprennen in Val di Fassa aus, um sich im Hinblick auf Olympia zu schonen, das half aber nur teilweise. Dennoch ist Smith in Livigno eine weitere Medaille zuzutrauen. Mit Saskia Lack, Zweite im zweiten Rennen in Val di Fassa, Talina Gantenbein und Sixtine Cousin bestreiten drei weitere Schweizerinnen die Qualifikation, die um 10.00 Uhr beginnt. Der Final ist für 13.10 Uhr angesetzt.

Ski Freestyle: Mit Noé Roth und Pirmin Werner stellen die Schweizer im Aerials-Wettbewerb gleich zwei Medaillenkandidaten. Der 25-jährige Roth wurde 2023 und 2025 Weltmeister, der 26-jährige Werner gewann im vergangenen Jahr WM-Bronze. Im Weltcup erreichte Roth in dieser Saison zwei dritte Plätze, während Werner einen zweiten Rang erzielte. Ursprünglich hätte der Wettkampf bereits am Dienstag stattfinden sollen, er wurde jedoch wetterbedingt um drei Tage verschoben. Am Morgen steht zunächst die Qualifikation auf dem Programm.

Biathlon: Mit Joscha Burkhalter, Niklas Hartweg und Sebastian Stalder haben sich gleich drei Schweizer für das abschliessende Massenstartrennen über 15 km (14.15 Uhr) qualifiziert. In den Kampf um die Medaillen werden sie kaum eingreifen können. Die Siege in den bisherigen drei Einzelrennen in Antholz gingen nach Norwegen, Frankreich und Schweden.

Bob: Am Freitag (1. Durchgang 18.00 Uhr, 2. Durchgang 19.50 Uhr) starten die Bobfahrerinnen im Zweierbob zu ihrem letzten Wettkampf. Die Favoritinnen auf die Podestplätze kommen aus Deutschland und den USA, die Europameisterinnen Melanie Hasler/Nadja Pasternack machen sich aber leise Hoffnungen auf eine Medaille. Im zweiten Schweizer Schlitten mit Debora Annen und Salomé Kora schreibt die Anschieberin Olympia-Geschichte. Die St. Galler Sprinterin Kora nimmt als erste Schweizer Sportlerin an Olympischen Sommer- und Winterspielen teil. (sda)

23:30 Uhr

FREITAG, 20. Februar

Alysa Liu mit veränderter Einstellung zu Olympia-Gold

Livia Kaiser und Kimmy Repond belegen bei ihren Olympia-Debüts die Ränge 21 und 23. Gold sicherte sich die zwischenzeitlich zurückgetretene Amerikanerin Alysa Liu.

Alysa Liu gewinnt die Goldmedaille.
Bild: AP

Während bei den Männern die besten drei nach dem Kurzprogramm in der Kür allesamt patzten, zeigten die Topläuferinnen wenig Nerven. Die 20-jährige Alysa Liu verbesserte sich dank der besten Kür vom 3. auf den 1. Platz. Mit 226,79 Punkten verwies sie die Japanerin Kaori Sakamoto (224,90), die Weltmeisterin von 2023 und 2024, um 1,89 Punkte auf den Silberrang. Bronze ging ebenfalls nach Japan, an die 17-jährige Ami Nakai (219,16), die erstmals an Olympischen Spielen teilnahm. Nakai lag nach dem ersten Wettkampfteil noch knapp in Führung.

Der Triumph von Alysa Liu, deren Vater aus China stammt, ist eine spezielle Geschichte. Nach dem 3. Rang an der WM 2022 erklärte sie im Alter von 16 Jahren den Rücktritt vom Spitzensport. Sie war ausgebrannt, hatte keine Freude mehr am Eiskunstlauf. 2024 entschied sie sich, auf die Wettkampfbühne zurückzukehren - mit einer veränderten Einstellung. Sie setzt sich nun weniger unter Druck und das zahlte sich erneut aus: Vor einem Jahr gewann sie bereits vor Sakamoto den WM-Titel, und nun folgte der Olympiasieg.

Kaiser überholt Repond

Kimmy Repond war vor der Kür 21. und Livia Kaiser 23. Letztere zeigte einen soliden Auftritt, schade war nur, dass sie beim letzten Sprung, einem Doppel-Axel, stürzte. Zu Beginn zeigte die 21-jährige Thurgauerin eine schöne Kombination Dreifach-Lutz/Dreifach-Toeloop. Mit dem Total von 171,52 Punkten gelang Kaiser der mit Abstand beste Wettkampf der laufenden Saison - zuvor lag ihre Bestleistung bei 154,04 Punkten.

Repond stürzte in ihrer Kür gleich dreimal, und zwar bei den ersten drei Sprungelementen. Danach fing sich die 19-jährige Baslerin etwas. Jedoch erhielt nur eine Läuferin weniger Punkte als Repond in der Kür. Mit 100,34 Punkten blieb sie deutlich unter dem an der EM im Januar erzielten Kür-Wert (118,61). Die EM, die sie auf dem 7. Platz abschloss, war ihr erster Wettkampf in dieser Saison. Zuvor hatte sie monatelang mit Fussproblemen gekämpft, blieb aber stets dran. Deshalb war es schon ein Erfolg, überhaupt an den Winterspielen teilzunehmen. (sda)

23:22 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Eiskunstlauf, Frauen, Einzel

Gold: Alysa Liu (USA)
Silber: Kaori Sakamoto (JPN)
Bronze: Ami Nakai (JPN)

21. Livia Kaiser (SUI) /23. Kimmy Repond (SUI)

22:26 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

USA zum dritten Mal Olympiasieger

Die USA sind zum dritten Mal Olympiasieger im Frauen-Eishockey. Das Team von Trainer John Wroblewski bezwingt im Final den Erzrivalen Kanada 2:1 nach Verlängerung.

Die US-Amerikanerinnen setzen sich gegen Kanada durch.
Bild: EPA

Die Frauen nahmen im Eishockey zum achten Mal an Olympischen Winterspielen teil, zum siebenten Mal hiess der Final Kanada gegen die USA, wobei die Amerikanerinnen zum dritten Mal nach 1998 und 2018 gewannen. Den Siegtreffer schoss Megan Keller in der 5. Minute der Overtime. Sie vernaschte herrlich die kanadische Verteidigerin Claire Thompson und erwischte Torhüterin Ann-Renée Desbiens zwischen den Schonern. Keller ist Teamkollegin der Schweizerin Alina Müller bei den Boston Fleet. Müller hatte im Bronzespiel gegen Schweden ebenfalls in der Verlängerung mit dem 2:1 für die Entscheidung gesorgt.

Lange hatte es nach einem Sieg der Kanadierinnen ausgesehen. Sie gingen nach 54 Sekunden im Mitteldrittel in Unterzahl - nach einer 2:1-Situation - durch Kristin O'Neill in Führung. Das 1:0 hielt bis 124 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit, dann gelang Hilary Knight mit einem Ablenker der Ausgleich. Die Amerikanerinnen spielten zu diesem Zeitpunkt ohne Keeperin. Für Knight war es der 15. Treffer an Winterspielen.

Die USA hatten die Kanadierinnen schon an der letztjährigen WM im Final in der Verlängerung bezwungen, damals 4:3. Insgesamt war es der achte Sieg in Serie gegen den Erzrivalen. In Mailand siegten sie in der Vorrunde 5:0. In den vier Testspielen im vergangenen November und Dezember, genannt «Rivalry Series», gewannen die USA sämtliche vier Partien mit einem Torverhältnis von 24:7. Der Olympiasieg war also nichts anderes als logisch. (sda)

22:25 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Schweizer scheitern an Grossbritannien

Die Schweizer Männer verlieren am olympischen Curling-Turnier in Cortina d'Ampezzo den Halbfinal gegen Grossbritannien mit 5:8. Damit spielt das Quartett um Skip Yannick Schwaller am Freitag um Bronze.

Die Schweizer spielen am Freitag um Bronze.
Bild: Keystone

Nach einer perfekten Round Robin mit neun Siegen aus neun Spielen folgte im Halbfinal die Ernüchterung für die Schweiz, die das zweite Olympiagold nach 1998 fest im Visier hatte. (sda)

21:54 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Ski Freestyle: Schwerer Sturz von Cassie Sharpe

Die kanadische Ski-Freestylerin Cassie Sharpe ist bei den Olympischen Winterspielen in Italien in der Qualifikation für den Halfpipe-Final schwer gestürzt. Die 33-Jährige fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde lange Zeit behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert. Über das Ausmass ihrer Verletzungen war zunächst nichts bekannt. (sda/dpa)

18:20 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Wenger läuft sich für Massenstart warm

Der Eisschnellläufer Livio Wenger klassierte sich über 1500 m in 1:47,80 Minuten im 28. Rang, mit einem Rückstand von 5,82 Sekunden auf den Chinesen Ning Zhongyan. Der 33-jährige Luzerner bestritt das Rennen als Vorbereitung für den Massenstart am Samstag, in dem er eine Medaille anstrebt. 2018 hatte er in Pyeongchang in dieser Disziplin Platz 4 belegt, 2022 wurde er Siebenter. (sda)

17:52 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Curling: Eine Niederlage ohne Konsequenzen

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni verlieren das letzte Gruppenspiel gegen die USA 6:7 nach Zusatzend. Somit werden die beiden Teams auch in den Halbfinals gegeneinander antreten. Im anderen Medaillenspiel treffen Schweden und Kanada aufeinander.

Silvana Tirinzoni, Carole Howald, Alina Paetz, Selina Witschonke verlieren gegen die USA.
Bild: Keystone

Die Schweizerinnen spielten in dieser Partie im Gegensatz zu den USA nicht um die Halbfinal-Qualifikation - die hatten sie schon auf sicher. Es ging primär darum, nach einem Ruhetag mit einem Sieg wieder Moral für die entscheidenden Partien um die Medaillen zu tanken. Das misslang über weiten Strecken. Im neunten Round-Robin-Game kam die dritte Niederlage.

Selina Witschonke, Carole Howald, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz leisteten sich ein paar kleine Fehler zuviel. Im dritten End wurde ein Zweierhaus verpasst und nur ein Punkt geschrieben. Und im fünften Umgang stahl die USA sogar einen Stein. Nach einer 3:1-Führung zur Halbzeit und dem Recht auf den letzten Stein liessen sich die Amerikanerinnen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen - zumindest bis zum zehnten End.

Im zehnten End gelang den Schweizerinnen aus dem Nichts doch noch ein Dreierhaus zum 6:6. Im Zusatzend hatte die USA den letzten Stein und nutzte diesen erst nach einer Millimeter-Entscheidung. Somit gingen die Schweizerinnen trotz der Niederlage doch mit dem besseren Gefühl aus der Partie.

Die Halbfinals werden am Freitagnachmittag ab 14.05 Uhr gespielt. (sda)

15:04 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Eishockey: Schweiz - Schweden

Im Spiel um die Bronzemedaille blieb das Startdrittel torlos und endete ausgeglichen mit 0:0. Rund vier Minuten vor Drittelende erhielten die Schweizerinnen noch eine Überzahlsituation, konnten diese jedoch nicht nutzen.

Gibt es die nächste Medaille für die Schweiz?
Bild: Freshfocus

In der 27. Minute bot sich die Gelegenheit für die Führung. Die Schweizerinnen bekamen einen Penalty zugesprochen, doch Ivana Wey scheiterte an der schwedischen Schlussfrau.

Neun Minuten vor dem Ende des Mitteldrittels folgt der Dämpfer: Mira Jungacker überwindet Goalie Andrea Brändli und bringt Schweden in Führung. Eine Reaktion ist gefragt – und sie folgt prompt: Sinja Leemann verwertet eine gelungene Passkombination und versenkt den Puck im Tor und stellt auf 1:1. Danach fallen im 2. Drittel keine Tore mehr. Damit ist für das Schlussdrittel noch alles offen.

Im Schlussdrittel rüttelte sich nichts mehr am Resultat. Somit geht es für die Equipe von Colin Müller in die Overtime. (chm)

15:03 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Cologna verpasst die Wahl in die IOC-Athletenkommission

Dario Cologna wird nicht als erster Schweizer Sportler in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Einsitz nehmen. Der vierfache Olympiasieger im Langlauf unterliegt in der Abstimmung.

Der Bündner hatte sich neben zehn weiteren Kandidatinnen und Kandidaten für einen der zwei freien Sitze in der Kommission zur Wahl gestellt.

Das IOC gab am Donnerstag bekannt, dass Yunjong Won aus Südkorea und Johanna Talihärm aus Estland das Rennen gemacht haben. Die Wahl fand während der Winterspiele statt. Stimmberechtigt waren alle Athletinnen und Athleten, die am Grossanlass teilnehmen. Cologna landete auf Platz 4.

Cologna war nach der Eishockeyspielerin Florence Schelling (2022), dem Skirennfahrer Didier Cuche (2014) und dem Judoka Sergei Aschwanden (2012) der vierte Schweizer, der es versucht hat, gewählt zu werden.

Die «IOC Athlete’s Commission» besteht aus maximal 23 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen der Athletinnen und Athleten innerhalb der Olympischen Bewegung und unterstützt sie in ihrer sportlichen sowie aussersportlichen Karriere. Insgesamt gehören zwölf gewählte und maximal elf vom IOC bestimmte Sportlerinnen und Sportler der Athletenkommission an, die für acht Jahre im Gremium Einsitz nehmen. Sie müssen an den laufenden oder den davor liegenden Olympischen Spiel teilgenommen haben. (sda)

14:43 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Norwegen gewinnt die Nordische Kombination

Die glücklichen Gewinner der nordischen Kombination.
Bild: AP

Norwegen ist weiterhin das Mass aller Dinge und gewinnt mit Andreas Skogl und Jens Oftebrodie die nächste Goldmedaille. Den zweiten Rang sichern sich nur 0.5 Sekunden hinter den Siegern Eero Hirvonen und Ilkka Herola . Bronze geht an die Österreicher Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger. (chm)

14:39 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Italien gegen russische Sportler bei Paralympics

Italien als Gastgeber der bevorstehenden Paralympics-Winterspiele sperrt sich gegen die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus. «Die italienische Regierung bringt ihre absolute Ablehnung gegenüber der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees zum Ausdruck, sechs russische und vier belarussische Athleten zur Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 zuzulassen», heisst es in einer Erklärung von Aussenminister Antonio Tajani. Zuvor schon hatte die Ukraine angekündigt, der Eröffnungsfeier am 6. März in Verona fernzubleiben.

Russische und belarussische Athleten dürfen unter ihrer Flagge an den Paralympischen Spielen teilnehmen.
Bild: Keystone

Die Ukraine wehrt sich schon seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den derzeit laufenden Olympischen Winterspielen nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.

Eröffnungsfeier unter russischer Flagge?

Nach aktuellen Planungen sollen die Behindertensportler aus Russland und Belarus bei der Eröffnungsfeier auch unter eigener Flagge sowie eigener Hymne einlaufen dürfen. Dazu heisst es in der Erklärung des italienischen Aussenministers, die auch von Sportminister Andrea Abodi unterzeichnet ist: «Die anhaltende Verletzung des Waffenstillstands sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, ist mit der Teilnahme ihrer Athleten unvereinbar, es sei denn als neutrale Einzelathleten.»

Vor kurzem hatte das IPC bestätigt, dass bei den Paralympics sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Zugleich verwies das Komitee darauf, dass die endgültige Entscheidung bei den italienischen Organisatoren und Behörden liege.

Eine Sprecherin des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) hatte dazu erklärt: «Stand jetzt kann ich sagen, dass wir auf uns schauen und uns auf den Sport fokussieren.» Zuvor hatte der DBS die Russland-Entscheidung des IPC wiederholt kritisiert. (dpa)

13:18 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Kistler, Lietha und Fatton greifen nach einer Medaille

Die Schweizer überzeugen bei der Olympia-Premiere im Skitourenrennen. Ein Trio qualifiziert sich in Bormio für die Finals mit den besten sechs.

Marianne Fatton kämpft beim Skibergsteigen um die Medaillen.
Bild: Keystone

Jon Kistler und Arno Lietha sicherten sich in dichtestem Schneetreiben auf der im Schlussteil der alpinen Weltcup-Strecke Stelvio aufgebauten Piste ihren Platz im Final auf äusserst souveräne Weise. Nach ihren Siegen im Vorlauf setzten sich der Stadtzürcher und der Bündner auch ihren Halbfinals durch.

Vorab Kistler tat dies in einem Rennen mit namhafter Konkurrenz. Der WM-Dritte liess den Weltmeister Oriol Cardona aus Spanien und den WM-Zweiten Thibault Anselmet aus Frankreich hinter sich.

Auf Frauen-Seite musste sich Marianne Fatton, die ihren Vorlauf ebenfalls gewonnen hatte, im ersten Halbfinal einzig der Französin Emily Harrop geschlagen geben. Auf die langjährige Weltnummer 1 büsste die Sprint-Weltmeisterin des letzten Jahres 1,7 Sekunden ein.

Caroline Ulrich, die zweite Schweizer Teilnehmerin, kam im anderen Halbfinal nicht über Rang 4 hinaus und schied aus. (sda)

11:25 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Curling: Schweizer Männer-Team im Halbfinal

Das Schweizer Männer-Team beendet die Round Robin im olympischen Turnier makellos. Mit dem 9:5 gegen Italien gewinnt das Quartett um Skip Yannick Schwaller auch seine neunte Partie.

Sven Michel und Yannick Schwaller haben Grund zum lachen. Bisher ist das Team Schwaller ungeschlagen.
Bild: Keystone

Der Abschluss der Vorrunde leitet praktisch nahtlos über zu den Halbfinals. Die Finalisten werden am Donnerstagabend ab 19.05 Uhr ermittelt. Der Schweizer Gegner steht noch nicht fest.

Schwaller und seine Mitstreiter Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-van Berkel schafften mit lauter Siegen in der Round Robin Seltenes. Eine Vorrunde ohne Niederlage an Olympischen Spielen hatten bisher einzig die Kanadier geschafft, nämlich vor 16 Jahren vor Heimpublikum in Vancouver.

Bei ihrem neunten Auftritt in diesem Turnier hatten die Schweizer ein weiteres Mal von allem Anfang an alles unter Kontrolle; zum vierten Mal in Folge gingen sie 2:0 in Führung. Gleiches war ihnen in den Tagen zuvor in den Partien gegen Schweden, Deutschland und Norwegen gelungen.

Nach einem gestohlenen Stein im dritten End und mit einer 3:0-Führung im Rücken blieben die vier Schweizer erst recht ungefährdet - ungeachtet dessen, dass die Italiener zwischenzeitlich auf 3:4 verkürzen konnten. Auf das Zweierhaus der Equipe mit dem in Genf geborenen Skip Joël Retornaz reagierte das Schweizer Team im siebten End mit einem Dreierhaus. Das 7:3 nach sieben Ends kam der Vorentscheidung gleich, obwohl die Italiener danach nochmals zwei Steine schrieben. Nach neun Ends war die Partie entschieden.

Der Gewinn der Round Robin hat für die Schweizer Crew mit Blick auf die finale Phase einen nicht zu unterschätzenden Nutzeffekt. Sie haben in jeder Begegnung im ersten End den Vorteil des letzten Steins. (sda)

11:10 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Ski Mountaineering: Schweiz komplett im Halbfinal vertreten

Bei der Olympia-Premiere des Skitourenrennens erreichen alle vier Athletinnen und Athleten aus der Schweiz die Halbfinals. In den Vorläufen des Sprints geben sich Caroline Ulrich, Marianne Fatton, Jon Kistler und Arno Lietha keine Blösse.

Jon Kistler weiss, wie seine Teamkollegen, zu überzeugen.
Bild: AP

In der ersten Wettkampfphase wurde die Zahl der Teilnehmenden pro Geschlecht von 18 auf 12 reduziert. Ulrich, Fatton, Kistler und Lietha klassierten sich in ihren Heats jeweils in den Top 3 und ersparten sich damit das Zittern um die Qualifikation über die Zeit. In den Halbfinals kommt es noch nicht zu einem direkten Schweizer-Duell.

Im Sprintformat der Skitourenrennen dauert ein Wettkampf gut drei Minuten. Die Strecke, die pro Heat jeweils sechs Athletinnen und Athleten in Angriff nehmen, ist in drei Abschnitte unterteilt: Zunächst laufen die Sportlerinnen und Sportler auf ihren Skis los. In der ersten Wechselzone binden sie diese auf den Rücken und steigen zu Fuss eine Treppe hinauf. In der zweiten Wechselzone werden die Skis wieder montiert und die Felle abgezogen, bevor es in der Abfahrt Richtung Ziel geht.

Ein Einzelrennen (Individual), das in dieser Sportart als Königsdisziplin gilt, dauert dagegen meist über eineinhalb Stunden. Diese Disziplin hat es jedoch nicht ins olympische Programm geschafft. Auch weil der Sprint gemäss Einschätzung des Internationalen Olympischen Komitees fernsehtauglicher ist.

Bei den Winterspielen 2026 ist das Skitourenrennen als Zusatzsportart eingestuft. Ob es auch vier Jahre später in den französischen Alpen im Programm stehen wird, entscheidet sich nach den Eindrücken von Bormio. (sda)

10:10 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Paralympics- Selektion: Mit neun Athleten zu drei Medaillen

In zwei Wochen werden die 14. Paralympischen Winterspiele in Mailand-Cortina eröffnet. Die Schweiz wird in Italien durch neun Athleten vertreten, fünf davon nehmen erstmals an den Paralympics teil.

Diese neun selektionierten Athleten werden für die Schweiz in den Sportarten Ski alpin, Snowboard, Langlauf und Biathlon am Start sein. «Wir sind in vier von sechs Sportarten vertreten und haben ein starkes Team aus erfahrenen Athleten und Erst-Teilnehmern», sagt Tom Reulein, der Schweizer Chef de Mission für Mailand-Cortina 2026. «Die Athleten befinden sich aktuell an ihrem Leistungshöhepunkt. Da haben die Trainer exzellente Arbeit geleistet», so Reulein nach der Selektion.

Das Ziel ist klar: Besser abschneiden als in Peking 2022, wo einzig Théo Gmür der Schweiz eine Bronzemedaille sicherte. «Dieses Mal setzen wir uns drei Medaillen zum Ziel. Wir hatten viele Podestplätze im Weltcup in dieser Saison und es liegt natürlich in der DNA des Spitzensports, dass man immer besser abschneiden will.»

Medaillenanwärter im Ski alpin und Snowboard

Wo die Schweiz die besten Chancen auf Medaillen hat? Im Ski alpin und im Snowboard. Robin Cuche ist der vielversprechendste Medaillenanwärter. Der Neuenburger Skifahrer, der in allen fünf Disziplinen startet, stand in diesem Winter sechs Mal zuoberst auf dem Podest, die Abfahrt gehört zu seiner Paradedisziplin. Paralympics-Medaille hat er bisher keine gewonnen, sein Ziel ist also gesetzt.

«Auch Théo Gmür war in dieser Saison unter den Top fünf. Und er ist der einzige Medaillengewinner der letzten beiden Paralympics», so Reulein. Ebenfalls in der stehenden Wettkampfklasse antreten werden der Emerick Sierro und Ueli Rotach. Die Rollstuhlathleten Christophe Damas und Pascal Christen fahren im Monoskibob um Top-Platzierungen.

Im Snowboard ruhen die Hoffnungen auf dem Emmentaler Aron Fahrni, der in dieser Saison im Banked Slalom und im Snowboard Cross insgesamt fünf Siege herausfuhr und die grosse Kristallkugel holte. Auch Fabrice von Grünigen überraschte mit einem ersten Weltcupsieg Anfang Februar. Beide treten in Cortina im Snowboard Cross und im Banked Slalom an.

Ein bitterer Ausfall

Erstmals seit Vancouver 2010 startet die Schweiz an den Paralympics wieder im Biathlon. Der Engadiner Luca Tavasci hat neben der Selektion im Langlauf auch die Qualifikation im Biathlon geschafft. Viele Para-Langläufer starten in beiden Sportarten. «Die Chancen auf eine gute Platzierung im Biathlon stehen genauso gut wie im Langlauf», so Reulein. Im Langlauf strebt Luca Tavasci ein Top-10-Resultat an.

Neben den neun Athleten fehlt ein Name im Aufgebot: Romy Tschopp. Die Baselbieter Snowboarderin kann wegen ihrer Schulterverletzung nicht teilnehmen, wie Swiss Paralympic bereits am Dienstag bekannt gab. Auch im Rollstuhl-Curling hat sich die Schweiz, anders als noch vor vier Jahren, nicht qualifiziert. Für die nächsten Paralympics habe man aber bereits Pläne, sagt Reulein.

07:53 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Israels Olympia-Komitee fordert Konsequenzen für TV-Reporter

Im Wirbel um negative Äusserungen über einen israelischen Bobfahrer fordert Israels Olympisches Komitee (OCI) die Prüfung des weiteren Einsatzes eines Schweizers TV-Reporters bei den Winterspielen. In einem Beschwerdebrief an den Sender RTS und die Europäische Rundfunkunion schrieb das OCI, es erwarte eine öffentliche Entschuldigung für die Aussagen des Journalisten über den Athleten Adam Edelman während einer Live-Übertragung.

Israels Olympisches Komitee fordert die Prüfung eines Schweizers Journalisten.
Bild: Imago

Der Reporter hatte dem Bobpiloten vorgeworfen, einen «Genozid in Gaza» zu befürworten und auf öffentliche Äusserungen Edelmans etwa in sozialen Netzwerken verwiesen. «Die während der Übertragung gemachten Äusserungen waren einseitig, politisch und hetzerisch und hatten auf einer olympischen Bühne nichts zu suchen», schrieb OCI-Geschäftsführer Gili Lustig laut Medienberichten in dem Brief. (dpa)

23:45 Uhr

Mittwoch, 18. februar

USA setzt sich gegen Schweden durch

Die USA setzten sich gegen Schweden nach Verlängerung mit 2:1 durch und können weiter auf den ersten Olympiasieg seit dem «Miracle on Ice» 1980 in Lake Placid hoffen. Viermal scheiterten die Amerikaner seither im Halbfinal.

Die US-Amerikaner setzen sich gegen Schweden durch.
Bild: EPA

Gegen Schweden gingen die USA im Mitteldrittel durch Dylan Larin von den Detroit Red Wings in Führung und verteidigten den Vorsprung beeindruckend souverän - bis 91 Sekunden vor Schluss den Schweden mit einem sechsten Feldspieler durch Mika Zibanejad eher überraschend das 1:1 gelang. In der Verlängerung waren die Amerikaner aber weiterhin druckvoller und belohnten sich nach 3:27 Minuten mit dem 2:1 von Quinn Hughes. (sda)

22:59 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Aerials auf Freitag verschoben

Die Schweizer Ski-Freestyler Noé Roth und Pirmin Werner müssen sich vor ihren ersten Einsätzen weiter gedulden. Die bereits am Dienstag wetterbedingt verschobene Aerials-Qualifikation kann nicht wie geplant am Donnerstag durchgeführt werden.

Die Organisatoren gaben bekannt, dass in Livigno Schneefälle erwartet werden und deshalb die Qualifikation und der Final um einen weiteren Tag verschoben werden. Am Freitag sind die Qualifikationen ab 10.30 Uhr angesetzt und der Final um 13.30 Uhr. (sda)

21:47 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Schweizer Curlerinnen stehen im Halbfinal

Die Schweizer Curlerinnen stehen wie die Männer im Halbfinal des Olympiaturniers. Durch das 6:4 gegen Dänemark am vorletzten Spieltag der Round Robin ist ihnen der Platz unter den letzten vier nicht mehr zu nehmen.

Team Tirinzoni freut sich über die Halbfinal-Qualifikation.
Bild: Keystone

Es war ein mühevoller sechster Sieg der Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni an diesem olympischen Turnier. In einer defensiv geführten Partie gegen die noch auf einen Platz in den Halbfinals hoffenden Däninnen mussten sie den früh herausgespielten 2:0-Vorsprung im fünften End wieder hergeben und lagen zu Beginn des letzten Ends 3:4 zurück.

Mit dem Vorteil des letzten Steins sicherten sich Selina Witschonke, Carole Howald, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz den Sieg im zehnten End. Dabei waren zwei misslungene Steine von Dänemarks Skip Madeleine Dupont im umkämpften Duell entscheidend.

«Das ist der erste Schritt», sagte Tirinzoni nach dem Erfolg gegen die Skandinavierinnen. «Jetzt warten noch zwei schwierige Matches, eigentlich sogar drei mit jenem morgen.» Die Schweizerinnen beenden die Round Robin am Donnerstag mit der Partie gegen die USA, bevor am Freitag der Halbfinal ansteht. Wer dann der Gegner ist, steht noch nicht fest. (sda)

21:31 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Shorttrack, Frauen, Staffel 3000 m

Gold: Südkorea
Silber: Italien
Bronze: Kanada

19:47 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Eishockey: Kanada siegt erst in der Verlängerung

Topfavorit Kanada setzt sich im olympischen Eishockey-Turnier im Viertelfinal gegen Tschechien erst in der Verlängerung durch. Auch die Slowakei steht im Halbfinal.

Das siegbringende 4:3 für die Kanadier gegen Tschechien erzielte Mitchell Marner nach 72 Sekunden der Overtime. Der Stürmer der Vegas Golden Knights konnte praktisch ungehindert zwischen den drei tschechischen Spielern auf dem Eis durchlaufen und bezwang Goalie Lukas Dostal mit einem herrlichen Backhand-Schuss. Allerdings konnte der kanadische Captain Sidney Crosby das Spiel nicht beenden; er fiel im Mittelabschnitt verletzt aus.

In der 53. Minute gingen die Tschechen durch Ondrej Palat zum zweiten Mal nach dem 2:1 (15.) in Führung. Eine Sensation zeichnete sich ab. Die Kanadier reagierten vehement und glichen in der 57. Minute durch einen Ablenker von Nick Suzuki zum 3:3 aus, womit sie sich in die Verlängerung retteten.

Zunächst deutete wenig auf ein solch dramatisches Spiel hin. Der 19-jährige Macklin Celebrini brachte den Favoriten in der vierten Minute mit seinem fünften Tor an diesem Turnier in Führung. Die Vorarbeit leistete Connor McDavid, für den es der zehnte Skorerpunkt war.

Doch diesmal hatten die Tschechen im Gegensatz zur 0:5-Niederlage in der Vorrunde eine Antwort. Lukas Sedlak gelang das 1:1, ehe David Pastrnak in Überzahl zum 2:1 traf. Auch das 2:2 (43.) der Kanadier fiel im Powerplay: Nathan MacKinnon traf nach Vorlagen von McDavid und Celebrini. Letzterer spielte in der Verlängerung zudem den Pass zu Marner, er hat nun neun Skorerpunkte auf dem Konto.

Slowakei lässt Deutschland keine Chance

Die Slowakei steht zum dritten Mal nach 2010 und 2022 bei Winterspielen im Halbfinal. Die Osteuropäer liessen Deutschland keine Chance und siegten 6:2. Milos Kelemen und Oliver Okuliar erhöhten in der 25. Minute innerhalb von 33 Sekunden auf 3:0. Kurz nach Spielhälfte gelang Dalibor Dvorsky das 4:0.

Nach dem 1:4 von Lukas Reichel (35.) stellte Pavol Regenda nach 58 Sekunden im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den Viertorevorsprung wieder her. Den Schlusspunkt setzte Captain Tomas Tatar, der beim EVZ unter Vertrag steht, in der 57. Minute mit einem Schuss ins leere Tor.

Dass die Deutschen im Viertelfinal scheiterten, kommt nicht von ungefähr. Die DEB-Auswahl hatte schon in der Vorrunde defensive Mängel offenbart. Zudem gelang es Trainer Harold Kreis offensichtlich nicht, die Mannschaft zu einer geschlossenen Einheit zu formen. (sda)

17:26 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Zwei Silbermedaillen für die Schweiz

Am fünftletzten Tag der Olympischen Winterspiele durfte sich die Schweiz über die Medaillen 11 und 12 freuen. Weltmeisterin Camille Rast gewann im Slalom die Silbermedaille und verhinderte damit einen Nuller für das alpine Skiteam der Frauen in Cortina d'Ampezzo.

Wendy Holdener, die nach Silber 2018 und Bronze 2022 nur allzu gerne Gold geholt hätte, kam nicht über den bitteren 4. Platz hinaus. Sie verlor 22 Hundertstel auf die drittklassierte Schwedin Anna Swenn Larsson. Olympiasiegerin wurde wie schon 2014 die Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die Rast um 1,50 Sekunden distanzierte.

Im Langlauf holten Nadja Kälin und Nadine Fähndrich im Teamsprint ebenfalls Silber. Fähndrich zeigte eine famose letzte Ablösung und überholte drei Konkurrentinnen. Sie kam gar den Schwedinnen gefährlich nahe. Bei den Männern mussten sich Janik Riebli und Valerio Grond trotz starker Leistung mit Platz 4 begnügen. Der Norweger Johannes Hösflot Klaebo sicherte sich zusammen mit Einar Hedegart seine fünfte Goldmedaille an diesen Spielen und seine zehnte insgesamt.

Die Schweizer Curler um Skip Yannick Schwaller bezwangen Norwegen 10:4 und können nach dem achten Sieg im achten Spiel in der Round Robin nicht mehr vom 1. Rang verdrängt werden. Die Schweizer Frauenstaffel im Biathlon erlebte mit dem 8. Platz eine Enttäuschung. (sda)

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16:09 Uhr

Mittwoch, 18. februar

Historischer Sieg für die Schweizer Curler

Das Schweizer Männer-Team im Curling hat an den Olympischen Spielen alle acht Matches gewonnen.
Bild: Keystone

Die Schweizer Curler mit Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Skip Yannick Schwaller und Benoît Schwarz-van Berkel sind an diesen Winterspielen weiter nicht zu stoppen. Sie liessen mit 10:4 Norwegen keine Chance und gewannen auch das achte Spiel.

Nach vier Ends stand es 3:3, dann drehten die Schweizer auf. Sie schrieben ein Zweierhaus und stahlen im sechsten End einen Stein zum 6:3. Nach dem 6:4 machten die aktuellen WM- und EM-Zweiten im achten End mit einem Viererhaus alles klar - die Norweger gaben danach auf. Es war das dritte Spiel in Folge, das die Schweizer vorzeitig für sich entschieden.

Für die Halbfinals waren Schwaller und Co. schon zuvor qualifiziert. In ihrer letzten Partie in der Round Robin treffen sie am Donnerstag um 9.05 Uhr auf Italien. Die Gastgeber haben mit je vier Siegen und Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz und kämpfen noch ums Weiterkommen. Bisher ist neben der Schweiz erst Kanada für die Halbfinals vom Donnerstagabend qualifiziert. (sda)

15:57 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Biathlon: Olympisches Diplom für die Schweizer Frauen

Lea Meier darf mit ihrer Leistung zufrieden sein.
Bild: EPA

Die Schweizer Frauen-Staffel im Biathlon erlebt in Antholz eine Enttäuschung. Das Quartett muss mit mit Platz 8 und anderthalb Minuten Rückstand auf das Podest vorliebnehmen.

Die Zeiten sind vorbei, als die Schweizer Frauen-Staffel der höchste Trumpf im Schweizer Team war. Amy Baserga, Aita Gasparin, Lea Meier und Lena Häcki-Gross bewegen sich in der Summe in der Loipe nur noch im Mittelfeld. Da liegt Richtung Medaillen von Beginn an nichts mehr drin, zu gross ist der Rückstand im Ausdauer-Part. Ein Diplom-Platz ist aber das Minimalziel, das wurde noch erreicht.

Nach Halbzeit lagen die Schweizerinnen bloss im 13. Zwischenrang, obwohl sie zusammen mit Norwegen am besten getroffen und nur drei Nachlader benötigt hatten. Lea Meier auf Position 3 machte ihre Sache mit zwei Nachladern auch gut und übergab an Position 6, allerdings mit 50 Sekunden Rückstand auf Bronze. Und auch hinter den Nationen Frankreich, Schweden und Deutschland, die zu diesem Zeitpunkt schon allesamt eine Strafrunde gedreht hatten.

Die Schlussläuferin Lena Häcki-Gross kassierte im achten und letzten Schiessen dann noch die Strafrunde und vergab so eine leicht bessere Klassierung.

Julia Simon holte als Schlussläuferin für Frankreich ihre drittes Gold an diesen Winterspielen. Die Schwedinnen gewannen vor den Norwegerinnen Silber. (sda)

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15:56 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Slowakei demütigt Deutschland

Die Slowakei steht zum dritten Mal nach 2010 und 2022 im olympischen Eishockey-Turnier im Halbfinal. Die Osteuropäer liessen Deutschland im Viertelfinal keine Chance und siegten 6:2.

Milos Kelemen und Oliver Okuliar erhöhten in der 25. Minute innert 33 Sekunden auf 3:0. Kurz nach Spielhälfte gelang Dalibor Dvorsky das 4:0. Nach dem 1:4 von Lukas Reichel (35.) stellte Pavol Regenda nach 58 Sekunden im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den Viertorevorsprung wieder her. Den Schlusspunkt setzte Captain Tomas Tatar, der beim EVZ unter Vertrag steht, in der 57. Minute mit einem Schuss ins leere Tor.

Dass die Deutschen im Viertelfinal scheiterten, kommt nicht von ungefähr. Die DEB-Auswahl hatte schon in der Vorrunde defensive Mängel offenbart. Zudem gelang es Trainer Harold Kreis offensichtlich nicht, eine richtige Einheit aus der Mannschaft zu formen. (sda)

14:31 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Camille Rast holt im Slalom der Frauen Silber

Die US-Amerikanerin holt im letzten Rennen der Alpinen an diesen Olympischen Spielen die Goldmedaille vor Camille Rast und Anna Swenn-Larsson. Wendy Holdener muss sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

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12:35 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Langlauf: Schweizer Männer verpassen Podest nur knapp

Janik Riebli und Valerio Grond werden im Team-Sprint Vierte.
Bild: EPA

Janik Riebli und Valerio Grond verpassen beim Team-Sprint im Val di Fiemme die Medaille knapp. Der Obwaldner und der Bündner klassieren sich im 4.Rang. Zum Podest fehlt eine Sekunde.

Johannes Hösflot Klaebo holte sich erwartungsgemäss die zehnte Goldmedaille an Olympischen Spielen. Er setzte sich zusammen mit Einar Hedegart überlegen durch, vor den USA und Italien.

Auf den 9 km in der Skating-Technik, jeder Läufer absolvierte drei Runden zu 1,5 km, lagen die Schweizer zunächst gut im Rennen. Riebli, der diese Lauftechnik klar bevorzugt, hatte sich gleich zu Beginn den Stock gebrochen. Da aber bis zur letzten Ablösung eher taktisch gelaufen wurde, hatte dieser Zwischenfall keine Konsequenzen.

Auf der letzten Ablösung zeigte sich Riebli unerwartet stark und hielt Grond im Rennen. Die Medaille lag in Reichweite. Grond, der an der WM 25 in Trondheim die Männerstaffel als Schlussläufer zu Silber geführt hatte, kämpfte in der grossen Verfolgergruppe hinter Klaebo um das Podest. Der Amerikaner Gus Schumacher und der Italiener Federico Pellegrino erwiesen sich als stärker.

Die Schweizer Männer waren als Aussenseiter ins Rennen gestiegen und liessen zahlreiche Top-Nationen wie Schweden, Finnland oder Frankreich hinter sich. Die unerwartete starke Leistung wurde aber nicht mit einer Medaille belohnt. (sda)

12:19 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Lina Kozomara nicht im Final

Lina Kozomara wird wie erwartet nicht im Aerials-Final stehen. Doch eine Chance auf eine Medaille hat sie nach wie vor.
Bild: EPA

Die Freestyle-Athletin Lina Kozomara verpasst die Qualifikation für den Aerials-Final der besten zwölf deutlich. Die 20-jährige Zürcherin wird in Livigno unter 25 Teilnehmerinnen 23.

Kozomara zeigte bei beiden Sprüngen keine ideale Landung. Sie erhielt für ihren ersten Sprung 57,71 und für ihren zweiten 58,50 Punkte. Für die Final-Teilnahme hätte die Olympia-Debütantin gut 20 Punkte mehr benötigt.

Am Samstag wird Kozomara zu ihrem zweiten Einsatz kommen. Zusammen mit Noé Roth und Pirmin Werner steht noch der Mixed-Teamwettkampf an. Vor Jahresfrist an der Heim-WM in Engadin gewann das Schweizer Trio die Bronzemedaille. (sda)

12:08 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Silber für Schweizer Duo Nadja Kälin und Nadine Fähndrich

Nach der grossen Enttäuschung im Einzelsprint holt die Luzernerin Nadine Fähndrich mit einer Willensleistung zusammen mit Startläuferin Nadja Kälin doch noch die ersehnte Olympiamedaille.

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11:14 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Cologna neu in der IOC-Athletenkommission?

Am Donnerstag wird bekannt, ob Dario Cologna als erster Schweizer Sportler in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Einsitz nimmt. Der vierfache Olympiasieger im Langlauf ist einer von elf Kandidaten für zwei frei werdende Sitze.

Seit der Eröffnung der Olympischen Dörfer in Mailand und Cortina d'Ampezzo konnten die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler ihre Stimmen abgeben. Allerdings darf maximal ein IOC-Vertreter vom gleichen Sportverband kommen. Sollte Cologna also zum Beispiel hinter der Skicross-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Marielle Thompson am zweitmeisten Stimmen erhalten, würde es für die Wahl nicht reichen, weil beide der FIS angehören.

Cologna ist nach der Eishockeyspielerin Florence Schelling (2022), dem Skirennfahrer Didier Cuche (2014) und dem Judoka Sergei Aschwanden (2012) der vierte Schweizer, der versucht, gewählt zu werden. Insgesamt gehören zwölf gewählte und maximal elf vom IOC bestimmte Sportlerinnen und Sportler der Athletenkommission an, die für acht Jahre im Gremium Einsitz nehmen. Sie müssen an den laufenden oder den davor liegenden Olympischen Spiel teilgenommen haben und sollen im IOC die Anliegen der Athleten einbringen. (sda)

10:40 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Langlauf: Schweizer Männer und Frauen souverän im Teamsprint Final

Holt Nadine Fähndrich doch noch eine Medaille? In der Qualifikation zeigte das Schweizer Frauen-Team eine gute Leistung.
Bild: EPA

Nadja Kälin und Nadine Fähndrich haben in der Qualifikation für den Team-Sprint einen guten Eindruck hinterlassen. Das Duo erreichte den viertbesten Wert. Der Final beginnt um 11.45 Uhr.

Auch Janik Riebli und Valerio Grond werden ab 12.15 Uhr im Final starten. Die beiden belegten ebenfalls Platz 4. Der kompakte Schnee bei tiefen Temperaturen entspricht den Vorlieben des Schweizer Teams.

Für das Rennen in der Skating-Technik im Val di Fiemme sind bei den Frauen die Schwedinnen und bei den Männern die Norweger klar favorisiert. Alle Athletinnen und Athleten müssen je drei Runden laufen. Mehr als im Sprint sind deshalb die Ausdauer-Fähigkeiten gefragt.

In der Qualifikation musste jede Athletin und jeder Athlet nur eine Runde gegen die Uhr laufen. Der Final wird dann in Form einer Staffel ausgetragen. (sda)

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09:54 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Holen sich die Schweizer Frauen im Slalom eine Medaille?

In wenigen Minuten startet das letzte Rennen der Alpinen an diesen Olympischen Spielen. Wendy Holdener hat bereits fünf Olympia-Medaillen gewonnen. Camille Rast ist aktuelle Weltmeisterin im Slalom. Die beiden gehören auch im letzten Olympia-Rennen der Alpinen zu den Favoritinnen. Können sie reüssieren? Verfolgen Sie das Rennen live im Stream und Ticker.

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08:35 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Tribut an Kapitän: Norwegens legendäre Curling-Hosen zurück

Als Tribut für den an Krebs gestorbenen früheren Kapitän haben die norwegischen Curler bei Olympia die legendären bunten Hosen zurückgebracht. Beim 4:7 gegen Schweden in Cortina d'Ampezzo präsentierte sich das Team in den Hosen mit dem markanten Rautenmuster in den Nationalfarben rot-blau-weiss. Diese hatte die Auswahl um den damaligen Skip Thomas Ulsrud bei früheren Winterspielen berühmt gemacht.

«Wir dachten, ein Spiel zu Ehren des alten Teams und in der kompletten norwegischen Tracht auf dem Eis wäre einfach grossartig», sagte Norwegens aktueller Kapitän Magnus Ramsfjell. «Thomas war ein unglaublicher Mensch, ein unglaublicher Curler und hatte eine grosse Leidenschaft für Curling und für alles, was mich interessierte. Seine Energie war einfach fantastisch.»

Ulsrud war im Jahr 2022 im Alter von 50 Jahren an Krebs gestorben. Er hatte mit seinem Team bei den Winterspielen 2010 in Vancouver nicht nur Silber geholt, sondern auch mit den ungewöhnlichen Hosen für Furore gesorgt. Diese hatten eine eigene Facebook-Seite mit zahlreichen Followern, auch König Harald V. erhielt ein Exemplar. (dpa)

07:50 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Das wird heute Mittwoch wichtig

Noch ein letztes Mal geht es heute im Ski alpin um die Medaillen. Um 10 Uhr und um 13.30 Uhr steht in Cortina für die Frauen der Slalom auf dem Programm. Die Schweiz hat in Form von Camille Rast und Wendy Holdener gute Chancen, nach dem Triumph von Loïc Meillard auch bei den Frauen eine Slalommedaille zu gewinnen. Topfavoritin ist natürlich Mikaela Shiffrin, die bisher an den diesjährigen Olympischen Spielen aber eher enttäuscht hat.

Und am frühen Abend gibt es dann auch in Mailand einen wichtigen Programmpunkt aus Schweizer Sicht. Dort trifft nämlich die Schweizer Eishockey-Nati im Viertelfinal auf Finnland. Das Team von Trainer Patrick Fischer geht als Aussenseiter in die Partie, weil Finnland auf 24 NHL-Spieler und ZSC-Star Mikko Lehtonen zählen kann. Ein Sieg wäre aber ein sehr grosser Schritt in Richtung Medaille. Die Partie beginnt um 18.10 Uhr. (watson)

23:33 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Eishockey: Favoriten geben sich keine Blösse

Am olympischen Eishockey-Turnier setzen sich in den Achtelfinals die Favoriten durch. Neben der Schweiz ziehen auch Deutschland, Tschechien und Schweden in die Viertelfinals ein.

Am meisten Mühe bekundete Tschechien, das Dänemark mit 3:2 bezwang. Sämtliche Treffer fielen im Mitteldrittel, wobei der Weltmeister von 2024 die Entscheidung unmittelbar nach Spielhälfte mit einem Doppelschlag innerhalb von 69 Sekunden herbeiführte.

Schweden und Deutschland stellten die Weichen früh auf Sieg. Die Skandinavier skorten am Abend gegen Lettland nach zehn Minuten innerhalb von 41 Sekunden doppelt und gewannen am Ende locker 5:1. Mit dem gleichen Resultat setzte sich Deutschland am frühen Nachmittag gegen Frankreich durch. Nach 18 Minuten führte der Favorit bereits mit 3:0. Mann des Spiels war Superstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers mit einem Tor und zwei Assists.

In den Viertelfinals am Mittwoch kommt es zu folgenden Affichen: Finnland - Schweiz, Slowakei - Deutschland, Kanada - Tschechien, USA - Schweden. (sda)

23:08 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Repond und Kaiser nach Kurzprogramm weit zurück

Kimmy Repond und Livia Kaiser belegen nach dem Kurzprogramm die Plätze 21 und 23. Damit schaffen beide Schweizer Eiskunstläuferinnen den Cut für die Kür am Donnerstag.

Kimmy Repond (Mitte).
Bild: Keystone

Erstmals seit 1984 und den Auftritten von Sandra Cariboni und Myriam Oberwiler in Sarajevo waren wieder zwei Schweizerinnen im Einzel vertreten.

Repond zeigte ein solides Programm und erhielt für ihren Auftritt 59,20 Punkte. Damit wurde sie nur unwesentlich schlechter bewertet als an der EM im Januar, als sie mit 59,28 Punkten nach dem Kurzprogramm den 6. Platz belegte. Dass die 19-jährige Baslerin in Mailand ihr Potenzial nicht vollends abrufen konnte, zeigt die Tatsache, dass ihre Bestmarke bei 68,68 Punkten liegt, aufgestellt an der EM im Vorjahr.

Kaiser musste aufgrund eines Sturzes einige Punktabzüge verkraften und blieb deutlich unterer ihrer an der EM 2024 realisierten Bestleistung von 66,31 Punkten. Die 21-jährige Thurgauerin belegt nach dem Kurzprogramm mit lediglich 55,69 Punkten den 23. Rang und überstand den Cut nur knapp.

Beide Schweizerinnen hatten keine einfache Vorbereitung auf ihre ersten Olympischen Spiele. Repond schlug sich lange mit Fussproblemen herum und gab erst an der EM in Sheffield im Januar nach achtmonatiger Verletzungspause ihr Comeback. Kaiser schlitzte sich vor einem Jahr bei einem Trainingsunfall die Wade auf und kämpfte lange mit den Folgen.

Vor der Kür der besten 24 Läuferinnen am Donnerstag führt die erst 17-jährige Japanerin Ami Nakai (78,71) vor ihrer Landsfrau Kaori Sakamoto (77,23) und der Amerikanerin Alysa Liu (76,59). (sda)

21:54 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Diplom statt Medaille für Vogt/Ndiaye

Michael Vogt und Amadou Ndiaye beenden die Olympischen Spiele im Zweierbob auf Platz 6. Der Schwyzer und der Aargauer machen somit am zweiten Wettkampf-Tag noch einen Rang gut.

Michael Vogt und Amadou David erhalten für ihren sechsten Platz ein olympisches Diplom.
Bild: AP

Der Rückstand auf Bronze hat sich am Dienstag allerdings vergrössert: Von 35 Hundertstel auf 1,08 Sekunden. Cédric Follador (mit Luca Rolli) und Timo Rohner (mit Tim Annen) waren auf den Plätzen 14 und 15 zum Schluss nur durch einen Hundertstel getrennt.

Vor vier Jahren hatte Vogt mit Sandro Michel in Peking die Bronzemedaille als Vierter nur knapp verpasst. Diesmal war das Unterfangen chancenlos. Zu stark agierten die Deutschen in Sachen Physis und Material. Sie holten, angeführt von Johannes Lochner und seinem Paradeanschieber Georg Fleischhauer, sämtliche Medaillen.

Fleischhauer, an der Leichtathletik-WM 2011 in Daegu noch als 400-m-Hürdenläufer mit einer Zeit unter 49 Sekunden in der Rangliste, sorgte jeweils für den nötigen Schub. Nach zwei zweiten Plätzen hinter Francesco Friedrich gelang Lochner erstmals ein Olympiasieg. Dies mit einem Vorsprung von 1,34 Sekunden. Das Duo war in jedem der vier Läufen am schnellsten unten. (sda)

21:11 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Schweizer Curling-Männer stehen in den Halbfinals

Die Schweizer Männer um Skip Yannick Schwaller stehen im Olympiaturnier in den Halbfinals. Dies ist nach dem 8:4-Sieg über Deutschland klar.

Sieben Siege aus Sieben Spielen. Die Schweizer Curler sind auf Medaillen Kurs.
Bild: Keystone

Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Skip Yannick Schwaller und Benoît Schwarz-van Berkel stehen auch nach sieben Partien ohne Niederlage da. Sie können in den verbleibenden zwei Spielen nicht mehr aus den Top 4 gedrängt werden. Die Halbfinals sind auf Donnerstagabend (19.05 Uhr) angesetzt.

Ebenfalls in den Top 4 wird Kanada das Turnier beenden. Sie kassierten ihre bisher einzige Niederlage gegen die Schweiz. Auf dem geteilten dritten Rang liegen derzeit Norwegen und Italien - genau die beiden Nationen, die noch gegen die Schweiz antreten (müssen).

Die Schweizer spielten am Dienstagmorgen zunächst die Schweden mit 9:4 aus. Der einzige Schwede, der in dieser Partie bei seinen Steinen eine Erfolgsquote von über 80 Prozent erreichte, Rasmus Wranaa, wurde erst noch ausgewechselt. Die vier Schweizer Curler schafften alle zwischen 91 (Lachat-Couchepin, Schwaller) und 98 Prozent (Michel).

Die Schweizer eröffneten die Partie mit einem Zweierhaus und stahlen anschliessend zwei Steine für eine 4:0-Führung. Die einzige schwedische Reaktion - ein Dreierhaus im sechsten End (zum 4:6) - beantworteten die Schweizer ebenfalls mit einem Dreierhaus zum 9:4. Daraufhin gab Skip Niklas Edin, der Olympiasieger von 2022 und siebenmalige Weltmeister, resigniert auf.

Auch am Abend gegen Deutschland war die Schweiz so klar überlegen, dass die Partie nicht über die volle Länge ging. Nach sieben Ends dachten die Deutschen bereits über die Aufgabe nach, hängten aber noch eine Runde an. Dies nutzte die Schweiz, um Ersatzmann Kim Schwaller einzuwechseln. (sda)

21:03 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Tormod Frostad gewinnt Big Air-Gold

Tormod Frostad holt sich überraschend Olympiagold im Big Air der Ski Freestyler. Der 23-jährige Norweger siegt vor dem Amerikaner Mac Forehand und dem für Österreich startenden Matej Svancer.

Tormod Frostad kann es kaum glauben.
Bild: AP

Frostad totalisierte mit seinen zwei besten Sprüngen bei schwierigen Bedingungen mit teilweise starkem Schneefall und unbeständigen Windverhältnissen bestechende 195,50 von möglichen 200 Punkten und damit 2,25 mehr als Forehand, der unter anderem einen Sprung mit drei Saltos und sechs Schrauben auf die Olympia-Schanze von Livigno zauberte.

Dennoch verhinderte Frostad, der im Weltcup noch nie gewonnen hat, mit seinen 98,50 Punkten für seinen letzten Sprung des Wettkampf den Sieg des Amerikaners. Der Norweger Birk Ruud, Big-Air-Olympiasieger von 2022 und mit 25 Jahren der älteste der zwölf Finalisten, musste sich nach zwei Stürzen mit Rang 8 begnügen.

Schweizer waren im Final keine vertreten. Fabian Bösch blieb am Sonntag als 13. um 1,75 Punkte hängen, Andri Ragettli brachte sich mit zwei Stürzen um die Chance, sich nach dem bitteren 4. Rang im Slopestyle mit den Spielen in Norditalien zu versöhnen. (sda)

17:36 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Russen und Belarussen unter ihrer Flagge an den Paralympics

Sechs russische und vier belarussische Athleten dürfen unter ihrer Flagge an den Paralympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina teilnehmen. Dies teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Dienstag der AFP mit. Dieser Entscheid markiert die Rückkehr zweier Nationen, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgeschlossen worden waren.

Russische und belarussische Athleten dürfen unter ihrer Flagge an den Paralympischen Spielen teilnehmen.
Bild: Keystone

Die Athleten würden wie die «jedes anderen Landes» behandelt werden, sagte Craig Spence vom IPC gegenüber AFP. Sie dürfen also mit ihren Flaggen einmarschieren, die Farben ihres Landes tragen und gegebenenfalls ihre Hymne hören. (sda/afp)

17:29 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Medaillenspiegel nach 78 von 116 Entscheidungen

1. Norwegen: Gold: 13, Silber: 6, Bronze: 9, Gesamt 30
2. Italien: Gold: 9, Silber: 4, Bronze: 11, Gesamt: 24
3. USA: Gold: 6, Silber: 9, Bronze: 5, Gesamt: 20
4. Niederlande: Gold: 6, Silber: 6, Bronze: 1, Gesamt: 13
5. Österreich: Gold: 5, Silber: 8, Bronze: 3, Gesamt: 16
6. Frankreich: Gold: 5, Silber: 7, Bronze: 4, Gesamt: 16
7. Schweden: Gold: 5, Silber: 5, Bronze: 2, Gesamt: 12
8. Schweiz: Gold: 5, Silber: 2, Bronze: 3, Gesamt: 10
9. Deutschland: Gold: 4, Silber: 7, Bronze: 6, Gesamt: 17
10. Japan: Gold: 4, Silber: 5, Bronze: 10, Gesamt: 19

16:46 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Nächster Sieg für die Schweizer Curlerinnen

Wichtiger Sieg für die Schweizer Curlerinnen: Gegen Südkorea gewinnen sie mit 7:5.
Bild: Keystone

Das Schweizer Curling-Team der Frauen rund um Skip Silvana Tirinzoni gewinnt das Spiel gegen Südkorea mit 7:5. Nach fünf Siegen in sieben Spielen steht die Schweiz im Klassement auf Zwischenrang 3. Die ersten vier Nationen qualifizieren sich für die Halbfinals am Freitag. Noch stehen aber zwei Partien gegen Dänemark und die USA an. (chm)

16:20 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Biathlon: Enttäuschung für Schweizer Quartett

Die Schweizer Biathlon-Staffel rund um Niklas Hartweg kommt nur auf Platz 8.
Bild: EPA

Die Schweizer Biathlon-Staffel der Männer kann in Antholz nicht über sich hinauswachsen. Mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand auf das siegreiche Quartett aus Frankreich resultiert der 8. Rang.

Zunächst sah es für die Schweizer Biathleten, die an diesen Winterspielen zuvor noch keine grossen Stricke zerrissen hatten, gut aus. Sebastian Stalder übergab an vierter Stelle, mit nur 16 Sekunden Rückstand auf die führenden Deutschen, an Joscha Burkhalter. Dieser zeigte sich in der Loipe wie am Schiessstand (mit zwei Nachladern) solid.

Jeremy Finello übernahm an Position 5, nur eine halbe Minute hinter dem Spitzentrio Frankreich, Finnland und Schweden. Doch wie so oft zeigte Finello im Stehend-Schiessen grosse Schwächen. Fünf Fehlschüsse - und damit zwei Strafrunden - warfen die Schweiz in den 10. Rang zurück.

Schlussläufer Niklas Hartweg kam zwar nochmals an die Gruppe, die um Platz sechs kämpfte, heran. Letztlich wurde es für das Schweizer Quartett der 8. Rang. An den letzten zwei Weltmeisterschaften gab es für die Schweizer Männer-Staffel Rang 6 (2023) und 7 (2025).Frankreich trotz Fehlstart

Olympia-Gold sicherte sich Frankreich nach grosser Aufholjagd. Startläufer Fabien Claude fiel nach einer Strafrunde im Stehend-Schiessen in die 20. und letzte Position im Feld zurück. Emilien Jacquelin übernahm an 13. Stelle - und stiess innert Kürze an die Spitze vor.

Der nun fünffache Olympiasieger Quentin Fillon Maillet und Schlussläufer Eric Perrot liessen nichts mehr anbrennen. Silber ging mit zehn Sekunden Rückstand an Norwegen, Bronze an Schwede (57,5 zurück). (sda)

16:01 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Keine Aerials-Qualifikationen am Dienstag

Noé Roth muss auf den ersten Olympia-Einsatz warten. Die Qualifikationen für die Aerials-Finals wurden verschoben.
Bild: Archivbild: Keystone

Noé Roth, Pirmin Werner und Lina Kozomara müssen sich vor ihrem ersten Olympia-Einsatz gedulden. Die Qualifikationen für die Aerials-Finals mussten am Dienstag wetterbedingt verschoben werden.

Die Ersatzdaten sind noch offen. Zumindest die Männer haben noch etwas Spielraum. Ihr Final ist am Donnerstagmittag (11.30 Uhr) angesetzt. Jener der Frauen hätte ursprünglich bereits am Mittwoch (11.30 Uhr) stattfinden sollen.

Auch der am Dienstagnachmittag angesetzte Slopestyle-Final der Frauen (ohne Schweizer Beteiligung) wurde vertagt. (sda)

14:28 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Eishockey: Schweiz im Viertelfinal

Die Schweiz steht beim Turnier an den Olympischen Spielen im Viertelfinal.
Bild: Freshfocus

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Männer gewinnt das Playoff-Spiel gegen Gastgeber Italien mit 3:0. Damit hat sich die Mannschaft von Patrick Fischer für den Viertelfinal des Olympischen Turniers qualifiziert. Dort trifft man morgen Mittwoch um 18.10 Uhr auf Finnland. (chm)

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13:11 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Mathilde Gremaud gibt nach ihrem Sturz Entwarnung

Mathilde Gremaud verpasste das Final im Slopestyle, weil sie im Warm-up stürzte.
Bild: Keystone

Am Montagabend stürzt Mathilde Gremaud unmittelbar vor dem olympischen Big-Air-Final bei einem Trainingssprung. Für den Wettkampf muss die Freiburgerin Forfait geben. Nun gibt sie ein Update um ihren Gesundheitszustand.

«Es tut gerade alles etwas weh. Vor allem rechts im tiefen Rücken, da habe ich Hämatome auf den Muskeln», sagt Mathilde Gremaud am Morgen nach ihrem Sturz. Sie könne laufen, müsse aber vorsichtig sein.

Dass sie im Final nicht antreten kann, hat die Freiburgerin sofort nach ihrem Sturz gewusst. Alleine wegen dem Schock des Sturzes wäre sie mental nicht bereit gewesen, «keine Chance», so die 26-Jährige. «Letzte Woche habe ich Gold gewonnen und es ist nichts gebrochen. Alles ist ganz okay.»

Insgesamt zieht die 26-Jährige ein positives Fazit - auch, weil Slopestyle für sie die Königsdisziplin im Freestyle ist. «Mein grösstes Ziel war es, meinen Slopestyle-Titel zu verteidigen. Deswegen bin ich mega glücklich.» Big Air sei von Anfang an nur ein Bonus für sie gewesen, auch wenn sie gewusst hätte, was es für den Sieg brauchen würde.

«Ich weiss, dass es für mich schwierig ist, dranzubleiben und den Fokus zu behalten, wenn ich ein grosses Ziel von mir schon erreicht habe», die Emotionen seien einfach so intensiv. In Zukunft müsse sie schauen, wie sie das handhaben wolle. Aber gerade ist Gremaud zufrieden, der Sturz vor dem Big-Air-Final hingegen sei nur ein Detail.

Gestürzt war Gremaud bei schwierigen Bedingungen und viel Neuschnee. Beim Absprung ist sie laut SRF-Experte Elias Ambühl eingehängt und dann nicht mehr gut in die Landung gekommen. Schliesslich wurde sie auf dem Rettungsschlitten abtransportiert. (sda)

11:338 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Curling: Schweizer gewinnen auch gegen Schweden

Die Schweizer Männer bleiben im Olympiaturnier weiter ungeschlagen. Gegen Schweden setzen sich Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Skip Yannick Schwaller und Benoît Schwarz-van Berkel mit 9:4 durch.

Die Schweizer spielten die Schweden aus. Der einzige Schwede, der in dieser Partie bei seinen Steinen eine Erfolgsquote von über 80 Prozent erreichte, Rasmus Wranaa, wurde erst noch ausgewechselt. Die vier Schweizer Curler schafften alle zwischen 91 (Lachat-Couchepin, Schwaller) und 98 Prozent (Michel).

Die Schweizer eröffneten die Partie mit einem Zweierhaus und stahlen anschliessend zwei Steine für eine 4:0-Führung. Die einzige schwedische Reaktion - ein Dreierhaus im sechsten End (zum 4:6) - beantworteten die Schweizer ebenfalls mit einem Dreierhaus zum 9:4. Daraufhin gab Skip Niklas Edin, der Olympiasieger von 2022 und siebenmalige Weltmeister, resigniert auf. (sda)

11:10 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Trump will die Olympischen Spiele besuchen

Trump will offenbar die Olympischen Spiele besuchen.
Bild: AP

Donald Trump plant einen Besuch bei den Olympischen Spielen. Das berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera». Demnach soll der US-Präsident, ein grosser NHL-Fan, im Falle einer Finalqualifikation der amerikanischen Eishockey-Männer nach Mailand reisen. Dieses findet am kommenden Sonntag statt.

Neben dem Final will Trump offenbar die Gelegenheit nutzen, um auch die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele zu besuchen, die im Anschluss an das Final stattfindet.

Damit Trump die Reise antritt, muss das US-Team das Viertelfinal (Mittwoch) und das Halbfinal (Freitag) gewinnen. Da die Amerikaner als Favoriten auf die Goldmedaille gelten, dürfte eine Finalqualifikation und damit Trumps Kurzbesuch gut möglich sein. In der Zwischenzeit treffen die italienischen Sicherheitsbehörden die entsprechenden Vorbereitungen, wie «Corriere della Sera» berichtet. (chm)

10:17 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Lindsey Vonn kann noch nicht wieder stehen

Lindsey Vonn ist in ihre Heimat zurückgekehrt.
Bild: AP

Lindsey Vonn ist zurück in den USA. Mit einem Post auf der Plattform X zeigt die 41-jährige Amerikanerin aber auf, dass der Weg zur Genesung noch weit ist.

Nach vier Operationen in Italien liegen in der Heimat weitere Eingriffe noch vor ihr. «Ich stand seit über einer Woche nicht mehr auf meinen eigenen Beinen, ich liege seit dem Rennen unbeweglich in einem Krankenhausbett. Und auch wenn ich noch nicht stehen kann, fühlt es sich unglaublich an, wieder auf heimischem Boden zu sein», so Vonn. (sda)

10:13 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Eishockey: Schweiz trifft auf Gastgeber Italien

Heute um 12.10 Uhr treffen die Schweizer Eishockey-Männer im Playoff auf Gastgeber Italien. Alles andere als ein Sieg und der Einzug ins Viertelfinal wäre eine grosse Überraschung – schliesslich hat die Schweiz die beste Eishockey-Nationalmannschaft der Geschichte am Start. Das Spiel wird in voller Länge auf SRF 2 übertragen.

Das ist nicht selbstverständlich. Bei den hiesigen Eishockey-Fans hat sich jüngst Frust darüber entfacht, dass SRF bis jetzt nur eines von drei Spielen komplett live im linearen TV gezeigt hat. Die Erklärung von SRF ist irritierend. Lesen Sie hier die Analyse unseres Reporters:

09:59 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Reportage aus Italien

Während Athletinnen und Athleten für Spektakel sorgen, kämpfen Einheimische mit Stau und Sicherheitszonen. Das olympische Flair erreicht längst nicht alle. Unsere Reporter in Cortina, Bormio, Val di Fiemme und Mailand berichten, wie die Stimmung vor Ort ist.

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09:07 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Das wird heute Dienstag wichtig

Darf die Schweiz 20 Jahre nach Evelyne Leu (Full Full Full!) wieder eine Medaille in der Disziplin Aerials feiern? Noé Roth (Weltmeister 2023 und 2025) und Pirmin Werner (WM-Bronze 2025) zählen zu den Favoriten. Zunächst geht es für das Duo darum, sich ab 13.30 Uhr für den Final zu qualifizieren. Dieser ist am Donnerstag.

Das Nationalteam der Männer ist im olympischen Eishockeyturnier der klare Favorit im ersten K.o.-Spiel. Gegen Gastgeber Italien geht es ab 12.10 Uhr darum, in die Viertelfinals einzuziehen. Dort wartet im Erfolgsfall am Mittwoch Finnland auf die Schweiz. (watson)

23:21 Uhr

Montag, 16. Februar

Schweizerinnen verlieren gegen Kanada und spielen um Olympia-Bronze

Alina Muller (links) jagt einem Puck nach.
Bild: EPA

Das Schweizer Frauen können den Halbfinal gegen Kanada offener als erwartet gestaltet. Sie unterliegen 1:2 und spielen am Donnerstag gegen Schweden um Bronze. Der Final lautet Kanada gegen USA. (sda)

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22:16 Uhr

Montag, 16. Februar

Kein Podestplatz für Melanie Hasler

Melanie Hasler wird im Monobob Fünfte.
Bild: Freshfocus

Melanie Hasler missglückt im Monobob der Angriff aufs Olympia-Podest. Die Aargauerin kann ihren 4. Zwischenrang nicht halten und wird Fünfte.

Der dritte Lauf missriet der 27-Jährigen am Montagabend gründlich. Statt ihren Rückstand von 0,47 Sekunden auf Bronze nach den Fahrten vom Sonntag zu reduzieren, wuchs die Differenz auf 1,11 Sekunden an. Insbesondere der zweite Fehler, welcher den Schlitten der Europameisterin quer schob, kostete viel Zeit: Nur neuntbester Wert und Zwischenplatz 7.

Die Baisse ärgerte mit Blick auf den vierten Umgang, in dem der Schweizerin wieder ein Traumlauf gelang. Die Laufbestzeit (!) brachte sie in den 5. Rang. Eine Medaille wäre mit vier Top-Läufen für Melanie Hasler möglich gewesen. Vor vier Jahren in Peking hatte sie Platz 7 erreicht.

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Die Junioren-Weltmeisterin Debora Annen konnte bei ihrer Olympia-Premiere nicht mit den Schnellsten mithalten. Die 23-jährige Innerschweizerin, deren Vater Martin Annen an Olympischen Spielen dreimal Bronze gewann, schloss im 11. Rang ab.

Die Deutsche Laura Nolte verpasste den Olympiasieg im Monobob im letzten Lauf noch um vier Hundertstelsekunden. Die 41-jährige US-Pilotin Elana Meyers Taylor schob sich im entscheidenden Lauf noch vorbei und sicherte sich Gold. Bronze holte sich Kaillie Armbruster Humphries aus den USA, die vor vier Jahren in Peking gewonnen hatte und den 40. Geburtstag ebenfalls bereits gefeiert hat. (sda)

22:02 Uhr

Montag, 16. Februar

Sieg für die Schweizer Curlerinnen

Die Schweizer Curlerinnen rund um Skip Silvana Tirinzoni verlieren zunächst gegen Schweden 4:6. Am Abend besiegen sie Grossbritannien 10:6.

Gegen Grossbritannien geriet im sechsten End der letzte Stein von Pätz viel zu kurz, sodass die Schweizerinnen nach einem Zweierhaus der Gegnerinnen 3:4 in Rückstand gerieten. Im darauffolgenden End stand die 35-jährige Zürcherin dann vor einer deutlich grösseren Herausforderung und spielte den Stein extrem knapp an einer Guard vorbei, worauf ihr Team 6:4 in Führung ging. Nach dem 6:6 schrieben die Schweizerinnen im neunten End dank einem weiteren genialen Stein von Pätz ihr zweites Viererhaus an diesem Turnier zum 10:6, worauf die Britinnen aufgaben.

Es war für die Schweizerinnen im sechsten Spiel der vierte Sieg, womit sie sich gut im Rennen um die Halbfinal-Qualifikation befinden. Am Dienstag ist um 14:05 Uhr Südkorea der nächste Gegner. Die Asiatinnen weisen die gleiche Bilanz wie die Schweizerinnen auf. (sda)

21:59 Uhr

Montag, 16. Februar

Oldham grosse Profiteurin von Gremauds Forfait

Megan Oldham schnappt Eileen Gu im Big Air der Freeskierinnen in Abwesenheit von Mathilde Gremaud Olympia-Gold weg. Die Kanadierin gewinnt vor Gu und der Italienerin Flora Tabanelli.

Oldham, vor vier Jahren Peking unglückliche Vierte, siegte bei schwierigen Bedingungen in Livigno hauchdünn. Die 180,75 Punkte der 24-Jährigen für die besten zwei Sprünge waren 1,75 mehr als das Total von Gu und 2,5 mehr, als Tabanelli für die Flugshow an ihren Heimspielen bekam.

Der Final ging ohne die Schweizer Gold-Anwärterin Mathilde Gremaud über die Bühne. Die Freiburgerin stürzte im Probedurchgang und konnte wegen einer Verletzung an der Hüfte nicht antreten.

Gremaud hätte eine Woche nach ihrem Olympia-Triumph im Slopestyle, dem zweiten nach 2022 in Peking, Schweizer Sportgeschichte schreiben können. Mit einem Sieg im Big Air wäre die 26-Jährige die zweite Schweizerin mit drei Olympiasiegen geworden neben Vreni Schneider.

Auch Anouk Andraska, die sich am Samstag ebenfalls für den Final der besten zwölf qualifiziert hatte, trat nach einem Trainingssturz nicht an. Die 22-jährige Zürcherin verletzte sich am Handgelenk.

Von schweren Verletzungen blieben Gremaud und Andraska gemäss dem Schweizer Nationaltrainer Dominik Furrer verschont. (sda)

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21:44 Uhr

Montag, 16. Februar

Platz 7 für das Schweizer Super-Team-Duo

Gregor Deschwanden und Felix Trunz beenden den olympischen Super-Team-Wettkampf auf Platz 7. Gold holt Österreich mit Jan Hörl und Stephan Embacher.

Sowohl der Luzerner als auch der St. Gallern sprangen je dreimal über den Bakken. Nach Umgang eins lagen die beiden ebenso im 7. Zwischenrang wie nach dem zweiten Flug. Der Unterschied: Zunächst lag das Feld noch eng beisammen und die Schweizer durften sogar mit Bronze liebäugeln. Im zweiten Umgang bekundete Deschwanden Pech. Ausgerechnet bei ihm frischte der Rückenwind auf. Somit war die Medaillenchance dahin.

Im Finaldurchgang traf die Schlechtwetterfront mit voller Wucht im Val di Fiemme ein. Die letzten vier Springer wurden bei heftigem Schneetreiben nicht mehr über die Schanze gelassen. In die Wertung kam das Resultat nach dem 2. Durchgang.

Trunz hatte gegenüber Sandro Hauswirth den Vorzug erhalten, obwohl der Berner Oberländer in den Wettkämpfen die leicht besseren Resultate vorweisen konnten. Die Trainer zogen für die Wahl auch die Eindrücke aus dem Training hinzu. Zurecht: Der 19-jährige Trunz legte mit drei Sprüngen zwischen 128 und 130 m eine gute Basis, auf der Deschwanden mit Wettkampfglück einen zweiten Exploit hätte schaffen können.

Der Super-Team-Wettkampf ermöglicht auch kleineren Nationen eine Equipe zu stellen, da nicht ein Quartett abheben muss, sondern ein Duo. So waren am Montagabend bei der Olympia-Premiere doch 17 Länder vertreten - so auch China, Rumänien oder die Türkei. Zweimal erfolgte ein Cut, zunächst auf 12 Equipen, dann auf deren acht.

Hörl und Embacher lieferten einen überzeugenden Wettkampf. Sie setzten sich deutlich vor den Polen und den Norwegern durch, die 0,3 Punkte vor den Deutschen Bronze holten. Die Slowenen mit Anze Lanisek und Domen Prevc kamen nicht über Platz 5 hinaus, wobei auch Prevc nicht den besten Tag erwischte. (sda)

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21:41 Uhr

Montag, 16. Februar

Nadja Kälin erhält den Vorzug

Nadine Fähndrich kämpft am Mittwoch im Team-Sprint etwas überraschend mit Nadja Kälin und nicht mit Anja Weber um eine Olympia-Medaille. Die Trainer von Swiss-Ski begründeten den Entscheid mit den letzten Resultate und der Formkurve.

Anja Weber, die auch im Triathlon starke Leistungen zeigt, hatte an der vergangenen WM in Trondheim an der Seite von Nadine Fähndrich die Bronzemedaille gewonnen und auch in dieser Saison im Sprint die besseren Resultate erreicht als Nadja Kälin, die allerdings zum Auftakt der Olympischen Spiele mit Platz 4 im Skiathlon brilliert hatte.

Der Team-Sprint am Mittwoch wird in der Skating-Technik gelaufen. (sda)

20:26 Uhr

Montag, 16. Februar

Torhüter-Quiz mit Patrick Fischer

Patrick Fischer lässt sich ungern in die Karten blicken - auch nicht in Mailand. Auf die Frage, wen er am Dienstag im Achtelfinal gegen Gastgeber Italien ins Tor stellt, antwortet der Schweizer Eishockey-Nationaltrainer trocken: «Reto Pavoni!» Das entlockt Leonardo Genoni immerhin ein Schmunzeln. Pavoni? Der vierfache Klotener Meistergoalie stand 1992 in Albertville tatsächlich für die Schweiz im Tor. Nach der 1:8-Abreibung gegen Russland war sein Olympia-Abenteuer allerdings schon wieder beendet. (sda)

18:51 Uhr

Montag 16. Februar

Sturz im Probedurchgang: Mathilde Gremaud muss Forfait geben

Mathilde Gremaud kann am Montagabend nicht zum Final im Big Air antreten. Die Slopestyle-Olympiasiegerin verletzt sich bei einem Sturz im Training an der Hüfte. Dies teilte Swiss-Ski weniger als eine Stunde vor Wettkampfbeginn um 19.30 Uhr mit.

Informationen zur Schwere der Verletzungen liegen noch nicht vor. Auf Bildern aus Livigno ist zu sehen, wie Gremaud auf dem Rettungsschlitten sitzend abtransportiert wird. Augenzeugen zufolge versuchte Gremaud nach dem Sturz zunächst, die Landungszone aus eigener Kraft zu verlassen, legte sich dann aber auf den Schlitten.

Gremaud hätte eine Woche nach ihrem Olympia-Triumph im Slopestyle, dem zweiten nach 2022 in Peking, Schweizer Sportgeschichte schreiben können. Mit einem Sieg im Big Air wäre die 26-jährige Freiburgerin nach Vreni Schneider die zweite Schweizerin mit drei Olympiasiegen geworden.

Nun bleibt es bei an ihren dritten Winterspielen bei Gold im Slopestyle. 2022 hatte Gremaud im Slopestyle triumphiert und im Big Air Bronze gewonnen, 2018 holte sie in Südkorea Silber im Slopestyle hinter Sarah Höfflin.

Mit Anouk Andraska verpasst auch die zweite qualifizierte Schweizerin den Final. Auch sie stürzte im Abschlusstraining und verletzte sich am Handgelenk.

Wegen reichlich Neuschnee war die Landung am Montag aufgeweicht, was das Verletzungsrisiko erhöhte. Wie der SRF-Experte Elias Ambühl aus Teamkreisen vernahm, wollte Gremaud Gold angreifen und war bereit, Risiken zu nehmen. Das einstündige Training vor dem Wettkampf ist so etwas wie die Generalprobe, bei der die Athleten die Sprünge einüben, die sie danach im Wettkampf zeigen wollen. (sda)

15:26 Uhr

Montag, 16. Februar

Schweizer Skifahrer mit Medaillen-Bestwert

Loïc Meillards Olympia-Gold im Slalom zum Abschluss war bereits die achte Medaille der Schweizer Skifahrer an diesen Winterspielen. Das ist ein Bestwert in der Schweizer Olympia-Geschichte im alpinen Skisport.

Mit acht Medaillen gewannen die Schweizer in Bormio mehr als die Hälfte aller möglichen Auszeichnungen. Eine derart dominante Vorstellung einer Nation in einer Geschlechterkategorie gab es zuletzt 2006 in Turin, als die österreichischen Männer ebenfalls acht Medaillen in fünf Disziplinen holten.

Aus Schweizer Sicht bedeutet diese Ausbeute zumindest in absoluten Zahlen einen Rekord. Zuvor hatten die Frauen 1988 (Calgary) und 2022 (Peking) jeweils sieben Medaillen gewonnen. Die Männer hingegen waren in den 20 Austragungen mit alpiner Beteiligung zuvor nie über vier Medaillen hinausgekommen.

Für die Männer sind die Olympischen Spiele 2026 somit besonders erfolgreich verlaufen. Die Schweizer Frauen hingegen stehen nach vier von fünf Entscheidungen noch ohne Medaille da. Am Mittwoch bietet sich ihnen im Slalom in Cortina die letzte Gelegenheit, dies zu ändern. (sda)

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13:15 Uhr

Montag, 16. Februar

Vogt in Rücklage, aber noch mit Chancen auf Bronze

Michael Vogt und Amadou Ndiaye haben im Zweierbob nach zwei von vier Durchgängen noch Chancen auf Edelmetall. Im 7. Zwischenrang liegend braucht es jedoch eine Aufholjagd.

Vor vier Jahren verpasste Vogt mit Sandro Michel die Bronzemedaille als Vierter nur knapp. Nun ist der beste Schweizer Pilot mit Anschieber Amadou Ndiaye nach dem ersten Wettkampftag im Eiskanal in Cortina d'Ampezzo in Rücklage. Vor den abschliessenden beiden Läufen am Dienstagabend liegt er 1,59 Sekunden hinter der Spitze und 35 Hundertstel hinter Platz 3. Timo Rohner und Cédric Follador sind auf den Plätzen 14 und 16 bereits vorentscheidend zurückgebunden.

Die Medaillen werden voraussichtlich wie schon in Peking unter den deutschen Schlitten verteilt. Gold scheint für Johannes Lochner reserviert. Der Topfavorit führt mit 0,80 Sekunden Vorsprung auf seinen Dauerrivalen, den Doppel-Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich. Offen hingegen ist der Kampf um Bronze. Der Vorsprung von Adam Ammour (+1,24 Sekunden) auf den amerikanischen Schlitten von Frank del Duca beträgt nach einem fehlerbehafteten zweiten Lauf des Deutschen lediglich 10 Hundertstel. (sda)

11:53 Uhr

Montag, 16. Februar

Schweizer Curlerinnen verlieren gegen Schweden

Die Schweizer Curlerinnen rund um Skip Silvana Tirinzoni verlieren gegen Schweden 4:6. Damit bleiben die Schweizerinnen auch beim zehnten Olympia-Duell gegen die Skandinavierinnen sieglos.

Die Partie gegen die an diesen Olympischen Spielen ungeschlagenen Schwedinnen begann ausgeglichen, nach fünf Ends stand es 3:3. Die Vorentscheidung fiel im achten End, als Schweden einen Stein zu stehlen vermochte und auf 5:3 erhöhte.

Die Schweiz mit Selina Witschonke, Carole Howald, Skip Silvana Tirinzoni und Alina Pätz konnte im neunten End zwar noch auf 4:5 verkürzen. Doch die Schwedinnen zeigten auch im zehnten und letzten End keine Schwäche, womit sie den sechsten Sieg im sechsten Spiel in Cortina souverän nach Hause brachten.

Damit steht das Team um Skip Tirinzoni im olympischen Turnier bei drei Siegen und zwei Niederlagen. Bereits am Abend erhalten die Schweizerinnen die Chance auf den vierten Sieg. Ab 19.05 Uhr treffen sie auf Grossbritannien, das sein Spiel am Morgen gegen Dänemark mit 7:2 gewonnen hat. (sda)

10:37 Uhr

Montag, 16. Februar

Repond und Kaiser vor Olympia-Premiere

Mit Kimmy Repond und Livia Kaiser ist die Schweiz in Mailand im Eiskunstlauf der Frauen gleich doppelt vertreten. Beide stehen vor ihrem Olympia-Debüt.

Dass gleich zwei Schweizerinnen im Einzel an Olympischen Spielen starten, ist keine Selbstverständlichkeit. Letztmals war dies 1984 der Fall, als Sandra Cariboni und Myriam Oberwiler die Schweiz vertraten. Für die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina selektionierte Swiss Olympic nun wieder ein Duo: Kimmy Repond und Livia Kaiser. Beide haben sich ihr Ticket in einem schwierigen Jahr erkämpft.

Repond blickt auf eine lange Leidenszeit zurück. Nach monatelangen Fussproblemen und einer Odyssee mit unterschiedlichen Diagnosen stand zeitweise gar eine Operation im Raum. «Wenn ich im Dezember diese Operation gehabt hätte, weiss ich nicht, ob ich jetzt hier wäre», sagt die 19-jährige Baslerin drei Tage vor ihrer Olympia-Premiere gegenüber Keystone-SDA. Als dann endlich die Ursache für ihre Schmerzen gefunden war, habe sie» eine grosse Erleichterung» verspürt. (sda)

10:14 Uhr

Montag, 16. Februar

Kevin Fiala fällt bis mindestens Mitte April aus

Der Schweizer Nationalspieler Kevin Fiala fällt nach seiner Unterschenkelverletzung im linken Bein mindestens zwei Monate aus. Dies teilt sein Klub Los Angeles Kings mit.

Der Ostschweizer werde nach der am 16. April endenden Regular Season erneut untersucht werden, schreibt die Franchise aus Los Angeles. Die Kings werden den Ostschweizer im Kampf um die Playoff-Plätze schmerzlich vermissen. Mit 18 Toren und 22 Assist gehört Fiala auch in dieser Saison zu den produktivsten Spielern des Teams.

Fiala verletzte sich zum Auftakt des olympischen Eishockey-Turniers am Freitag bei der 1:5-Niederlage gegen Kanada kurz vor Ende der Partie. Gemäss Mitteilung der LA Kings hat sich der 29-Jährige dabei «Brüche» im linken Unterschenkel zugezogen. Ob der Leistungsträger bis zur Heim-WM (15. bis 31. Mai) wieder fit wird, ist fraglich. (sda)

08:05 Uhr

Montag, 16. Februar

Nächster Gegner der Hockey-Nati steht fest

Die Schweiz trifft in der Viertelfinalqualifikation auf das schwächste Team der Vorrunde: Italien. Das Spiel findet am Dienstagmittag um 12.10 Uhr statt. Gewinnt die Schweiz das Duell gegen den Olympia-Gastgeber, wartet im Viertelfinal dann Finnland – dieser würde am Mittwoch um 18.10 Uhr über die Bühne gehen.

Gesetzt in den Viertelfinals sind Kanada, die USA und die Slowakei als Gruppensieger sowie Finnland als bester Gruppenzweiter. Da Kanada und die USA die Gruppenphase als bestes, respektive zweitbestes Team abschliessen, ist bereits klar, dass die zwei Hockey-Grossmächte frühestens im Final aufeinandertreffen könnten. (watson.ch)

05:00 Uhr

Mittwoch, 4. Februar

Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen und Leser

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Erstmals nach 2006 (Turin) finden die Winterspiele wieder in Zentraleuropa statt.

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