
Der leise Glaube an einen Effort im Eiskanal von Cortina war vorhanden bei Melanie Hasler. Die 27-jährige Aargauerin sagte am Sonntag nach dem 2. Lauf im Monobob: «Da liegt noch alles drin.» Hasler belegte zwischenzeitlich Platz 4, der zeitliche Rückstand auf das Podest war allerdings etwas gross. Knapp eine halbe Sekunde fehlte ihr auf die Top 3. Doch sie blieb positiv. «Das ist eine sehr grosse Motivation, um Vollgas zu geben und Edelmetall anzugreifen», sagte sie.
Die Hoffnungen von Hasler waren nicht unbegründet. Denn der Monobob ist eine Disziplin, in der es Platz für Überraschungen hätte. Hasler sagte es so: «Im Monobob ist alles möglich, da ändert sich ständig was an der Rangierung.»
Die zweifache Europameisterin griff am Montagabend an. Doch das Rennen entwickelte sich für sie in die falsche Richtung. Hasler kam nicht auf Touren und fiel im 3. Lauf auf den 7. Zwischenrang zurück. Was dann folgte, war eine starke Reaktion. Im 4. Lauf gelang ihr die Bestzeit. Hasler sagte: «Ich hätte zwei solche Läufe hinunterbringen müssen. Und es hätte Ausrutscher von der Konkurrenz gebraucht, damit es mit der Medaille geklappt hätte.» Es reichte schliesslich für den 5. Schlussrang und ein Olympisches Diplom.
Gold (Elana Meyers Taylor) und Bronze (Kaillie Armbruster Humphries) gingen an die USA. Die Deutsche Laura Nolte sicherte sich Silber. Die 23-jährige Schwyzerin Debora Annen, Tochter des dreifachen Olympia-Medaillengewinners Martin Annen, klassierte sich auf Rang 11. Viel Zeit bleibt nicht für die Verarbeitung. Bereits am Dienstag geht es für die Schweizerinnen weiter mit dem ersten Training im Zweierbob.

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