
Ein wenig erinnerten Noé Roth und Pirmin Werner mit ihren Frisuren an die Schweizer Abfahrer. Diese hatten sich vor einem Jahr an der WM in Saalbach nach Franjo von Allmens Titelgewinn ziemlich wilde Frisuren verpasst. Die Bilder der teilrasierten Schweizer Bande gingen um die Welt.
Auch Roth und Werner erschienen am Samstag mit weniger Haaren zum Teamevent im Mixed Aerials. Roth hatte am Freitag im Einzel sensationell Silber gewonnen. Dann griff der Konditionstrainer zum Rasierer. Zwar sahen die Schweizer Skiakrobaten danach nicht ganz so wild aus wie Franjo von Allmen und Co vor einem Jahr. Doch auch ihnen sah man es an.
Am Samstagabend musste dann auch Lina Kozomara Haare lassen. Gemeinsam mit Roth und Werner gewann sie im Mixed-Event Silber. «Aber daran sind für einmal nicht wir schuld», sagte Pirmin Werner. Kozomara hatte schon zuvor eine Wette innerhalb des Teams verloren.
Ein versöhnlicher Abschluss für Werner
Daran, dass Kozomara Silber gewann, waren Roth und Werner hingegen massgeblich beteiligt. Die 21-Jährige bestreitet ihre erste Saison im Weltcup. Im Mixed-Event bei Olympia stürzte sie zweimal bei der Landung. «Darum mussten die Jungs liefern», sagte sie selbstkritisch.
Das taten sie. Zuerst führten sie das Schweizer Trio in den Final der besten vier Teams. Dort standen Roth und Werner dann beide einen Sprung mit fünf Schrauben. Und weil gleichzeitig die Konkurrenz aus China und Australien patzte, reichte es zu Rang zwei hinter dem Team aus den USA.

«Die Medaille im Einzel bedeutet mir zwar noch etwas mehr», bilanzierte Roth. «Aber es ist schön, diesen Erfolg mit dem Team zu feiern.» Für Werner war der Gewinn von Silber ein versöhnlicher Abschluss dieser Spiele. Auch er schaffte es im Einzel in den Super-Final, stürzte dann allerdings bei der Landung und musste sich mit Rang fünf begnügen.



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