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Olympische Spiele

Auf den Spuren seiner Mutter: Silber für Noé Roth im Aerials

Noé Roth gewinnt olympisches Edelmetall. Gold und Bronze geht an China. Der zweite Schweizer, Pirmin Werner, schrammt am Podest vorbei.
Noé Roth freut sich über Silber.
Bild: Keystone

Beinahe wäre Noé Roth schon in der Qualifikation gescheitert. Jetzt ist er Olympia-Medaillengewinner im Aerials. «Es ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht», sagte der 25-Jährige nach dem Gewinn von Silber. Einzig der Chinese Wang Xindi war im Super-Final um knapp einen Punkt besser.

Als Zwölfter und Letzter hatte Roth die Qualifikation überstanden. Lange musste er zittern. «Ich war noch nie so nervös in meinem Leben», sagte der Zuger. Doch rückblickend erwies sich vielleicht genau das als sein Erfolgsrezept. «Ab diesem Moment konnte ich fast nur noch gewinnen.»

Im Final der besten Zwölf präsentierte sich Roth wie verwandelt. Mit der höchsten Punktzahl stiess er in den Final der besten Sechs vor. Und dieser wurde zu einem Zweiländerduell. Neben Roth zog mit Pirmin Werner ein zweiter Schweizer in den Super-Final ein. Daneben gleich vier Chinesen.

Roth behielt als letzter Springer die Nerven

Werner stürzte schliesslich in der Entscheidung bei der Landung und wurde Fünfter. Roth behielt als letzter Springer die Nerven. Nach zwei Rückwärtssalti mit je zwei Schrauben und einem Rückwartssalto mit einer Schraube landete er sicher. In der Fachsprache heisst das dann «Back-Double-Full-Double-Full-Full». Es reichte für den Gewinn von Silber.

Mit diesem Erfolg trat Roth auch in die Fussstapfen seiner Mutter. Colette Roth-Brand gewann an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano im Aerials Bronze. Und Noé Roths Vater Michel ist Schweizer Nationaltrainer.

Colette Brand posiert am Mittwoch, 18. Februar 1998, an den Olympischen Winterspielen mit Champagner und der Bronzemedaille.
Bild: Keystone

2023 und 2025 wurde Roth bereits Weltmeister. Doch in dieser Saison lief es ihm bis zu den Olympischen Spielen nicht immer nach Wunsch. Im Weltcup stand er in sieben Springen nur zweimal auf dem Podest. Doch gerade rechtzeitig fand Roth zu seiner besten Form. «Es ist schön, in die Fussstapfen von Mami zu treten», sagte er danach. «Und auch, es gemeinsam mit meinem Vater zu erleben.»

Pirmin Werner stürzte im Superfinal und wurde Fünfter.
Bild: EPA

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