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Olympische Spiele

Ein kleines Drama statt Gold: Gremaud stürzt beim Einfahren und verpasst den Final

Nach ihrem Olympiasieg im Slopestyle wollte Mathilde Gremaud auch im Big Air Gold gewinnen. Doch der Abend endete für sie im Rettungsschlitten.
Mathilde Gremaud verpasste den Big-Air-Final nach einem Sturz.
Bild: Peter Klaunzer /Keystone

Sie war auf einer Mission: Mathilde Gremaud wollte nach ihrem Olympia-Sieg im Slopestyle auch Gold im Big Air. Doch es wurde zu einem kleinen Drama. Beim Einspringen für den Final stürzte die 26-jährige Schweizerin schwer und musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

«Mathilde hat sich an der Hüfte verletzt. Positiv ist, dass mit dem Kopf alles in Ordnung ist», sagte Cheftrainer Dominik Furrer gegenüber SRF.  Und ergänzte: «Wir hätten diese Schneeflocken gerne in Gold umgewandelt.»

An den X-Games funktionierte es

In Livigno hatte es am Montag kräftig geschneit, was den Absprung der Big-Air-Anlage aufweichte. «Das ist ihr wohl zum Verhängnis geworden», sagte SRF-Experte Elias Ambühl. Gremaud wollte im Final offenbar einen Trick präsentieren, den zuvor noch nie eine Frau in einem Wettkampf gezeigt hat. Beim Einspringen wollte sich die Freiburgerin darauf vorbereiten.

Schon an den X-Games im Januar gelang Gremaud eine Premiere, als sie einen sogenannten «Nose Butter Double Cork 1260» zeigte, einen Sprung über die Skispitzen mit zwei gekippten Salti und einer dreieinhalbfachen horizontalen Drehung. Gold war die logische Folge. In Livigno sollte im Olympia-Final dem Vernehmen nach eine halbe Drehung dazukommen.

Sturz schon vor dem Slopestyle-Final

Gremaud hätte die Chance gehabt, als erste Schweizerin neben Vreni Schneider drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen zu gewinnen. Gremaud hatte schon vor vier Jahren in Peking im Slopestyle triumphiert und diesen Erfolg in Livigno wiederholt. Ein drittes Gold blieb ihr nun aber verwehrt.

Mathilde Gremaud im Einsatz in der Big-Air-Qualifikation.
Bild: Peter Klaunzer /Keystone

Schon vor dem Slopestyle-Final war Gremaud gestürzt. Danach sagte sie: «Ich habe 30 Sekunden lang gedacht, dass alles vorbei ist.» Doch anders als im Big Air konnte die Schweizerin zum Final antreten – und gewann Gold. «Meine Physiotherapeutin klopfte mir nach dem Sturz auf die Schulter und gab mir ein paar Schmerzmittel», sagte Gremaud im Blick.

Für den Big-Air-Final reichte es nicht. «Ihre Gesundheit steht an oberster Stelle», betonte Cheftrainer Furrer. Neben Gremaud stürzte auch die zweite Schweizer Finalistin beim Einspringen. Anouk Andraska zog sich eine Verletzung am Handgelenk zu und musste ebenfalls Forfait geben.

Neue Olympiasiegerin ist die Kanadierin Megan Oldham. Die 24-Jährige verwies die Chinesin Eileen Gu auf Rang zwei. Bronze holte die Italienerin Flora Tabanelli. Gu und Oldham hatten im Slopestyle Silber und Bronze gewonnen.

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