Wir sind überwältigt von der Grossherzigkeit unserer Spenderinnen und Spender: Mit 5'802'773 Franken hat die LZ-Weihnachtsaktion den bisherigen Rekord von 2021 übertroffen. Und somit zum Jubiläum ihrer 30. Sammlung einen neuen Höchstwert erzielt. 14'904 Spenderinnen und Spender haben das ermöglicht. Stiftungsratspräsidentin Bettina Schibli: «Die Solidarität in unserer Region berührt uns tief. Und bietet auch Trost in Zeiten von Katastrophen und vielen Konflikten auf der ganzen Welt. Wir sind froh, dass wir erneut vielen Menschen helfen dürfen.»

3860 Hilfsgesuche haben wir im Zuge dieser Sammlung erhalten. Was zeigt, wie wichtig die Hilfe ist. Die allermeisten der Gesuche hat der Beirat, vierzehn ehrenamtlich tätige Sozialfachleute aus der ganzen Region, inzwischen geprüft. Somit ist der grösste Teil der Spendengelder bereits bei notleidenden Menschen angekommen.
Rund 92 Millionen Franken seit der Gründung 1996
Die LZ-Weihnachtsaktion hat seit ihrer Gründung 1996 rund 92 Millionen Franken gesammelt und rund 69'000 Hilfsgesuche geprüft. Sie ist damit die mit Abstand erfolgreichste Sammlung einer Schweizer Zeitung. Und natürlich geht sie weiter. Spenden kann man das ganze Jahr über, Einzahlungen werden ab sofort der nächsten Sammlung angerechnet, die im November starten wird.
Auch für diese Sammlung durften wir Personen und Familien in der Zeitung porträtieren. Dies stellvertretend für die vielen anderen, denen wir helfen konnten. Dass sie sich zur Verfügung gestellt haben, brauchte Mut und ist nie Bedingung für unsere Hilfe. Diese Menschen erklären sich dazu bereit, um die LZ-Weihnachtsaktion ihrerseits zu unterstützen. Und oft auch, um für ein bestimmtes Thema zugunsten von anderen Betroffenen zu sensibilisieren.
Was ein behindertes Kind für eine Familie bedeutet
Familien stehen im Zentrum der LZ-Weihnachtsaktion. So etwa die Urner Familie, deren drittes Kind von einem schweren Gendefekt betroffen ist und wohl ein Leben lang geistig und körperlich behindert sein wird. Wir haben berichtet, was dies im Alltag bedeutet und wie wir helfen. Nach der Publikation haben wir Rückmeldungen von Familien in ähnlichen Situationen erhalten. Sie bestätigten die enorme Herausforderung, welche ein mehrfach behindertes Kind über viele Jahre bedeutet. Und was in solchen Familien aber auch an Kraft und Zusammenhalt entsteht. Besonders gewürdigt wurde, dass wir auch die Sicht der Geschwisterkinder gezeigt haben.

Ein alleinerziehender Vater kämpft für seinen Sohn
Familie bedeutet aber nicht unbedingt, dass beide Elternteile für die Kinder sorgen. Alleinerziehende, die oft noch schneller an die Grenzen ihrer persönlichen oder auch finanziellen Ressourcen geraten, sind ein ganz wichtiges Thema unserer Spendensammlung. Dass die Eltern nicht mehr zusammen sind, kann an Trennungen, aber auch an Schicksalsschlägen liegen.
Da die meisten Alleinerziehenden, denen wir helfen, Mütter sind, fanden wir es besonders spannend, einen Vater zu porträtieren. Der Nidwaldner kämpft berührend für seinen siebenjährigen Sohn, dessen Mutter sie beide und das Land verlassen hat. Die daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten des Knaben mündeten darin, dass die Schulbehörden ihn nicht mehr in der Klasse lassen wollten. Der Vater fand nach aufreibenden Konflikten eine Lösung für seinen Sohn.
Mutter trifft die schwerste Entscheidung ihres Lebens
Ebenfalls sehr berührend ist die Geschichte einer jungen Alleinerziehenden aus dem Kanton Luzern, die mit Autismus lebt. Als sie die alltäglichen Herausforderungen nicht mehr schafft, muss sie die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Sie gibt ihren kleinen Sohn in eine Pflegefamilie. Inzwischen hat sie grosse Fortschritte gemacht, sieht ihr Kind regelmässig und hat die elterliche Obhut.
Heimtückische Krankheit: Betroffene hilft anderen
Eine andere Alleinerziehende, über die wir berichtet haben, leidet unter Long Covid. Noch vor wenigen Jahren war dieses Thema ziemlich unbekannt, und die Symptome wurden oft für rein psychosomatisch oder gar simuliert erachtet. Die 42-jährige Mutter von zwei noch schulpflichtigen Söhnen kann sich praktisch nur im Rollstuhl fortbewegen, leidet unter ständigen Schmerzen sowie beängstigenden Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen. Die LZ-Weihnachtsaktion unterstützt sie nicht nur mit einem Beitrag, sondern konnte der heimtückischen Krankheit Long Covid dank ihr auch ein Gesicht geben.
Häusliche Gewalt beginnt oft psychisch
Geholfen haben wir auch einer Mutter, die nach jahrelanger brutaler Gewalt durch ihren Mann ins Frauenhaus fliehen musste; mit ihren drei Kindern. Sie berichtete uns von leidvollen Erfahrungen. Diese zeigten auf, wie physische fast immer mit psychischer Gewalt einhergeht. Und dass diese meistens am Anfang steht. Wir haben die junge Frau und ihre Kinder beim Start in ein neues Leben unterstützt.
Betagten Menschen helfen oft auch kleine Beiträge sehr
Mit all den Familien, die wir unterstützen, ist klar, dass die LZ-Weihnachtsaktion gerade für junge Menschen sehr wichtig ist. Nicht zuletzt auch für solche, die ohne ihre Eltern klarkommen müssen, weil diese aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr für sie da sein können. Wir vergessen aber auch die betagten Menschen nicht. Den meisten von ihnen geht es materiell gut. Trotzdem sind unzählige nach einem meistens arbeitsreichen und engagierten Leben von Altersarmut betroffen. Und können sich kaum etwas leisten.
Die LZ-Weihnachtsaktion kann hier schon mit kleineren Beiträgen viel erreichen. Eine neue Brille, ein ÖV-Abo oder auch nur etwas Taschengeld für den gelegentlichen Coiffeur- oder Café-Besuch: All dies kann betagte Menschen aus der sozialen Isolation holen und ihre Lebensqualität steigern.
Hedy blickt auf 90 Jahre Leben zurück
Stellvertretend für sie alle durften wir die 90-jährige Hedy porträtieren. Sie erlebte als Kind den Weltkrieg und hat ein bewegtes Leben mit vielen Herausforderungen und schmerzlichen Verlusten hinter sich. Trotzdem sagt sie heute: «Ich habe ein gutes Leben gehabt.» Das wollen wir möglichst vielen Menschen ermöglichen. Dank unseren grossherzigen Spenderinnen und Spendern. Wir freuen uns bereits auf die nächste Sammlung.
So können Sie spenden:
Die LZ-Weihnachtsaktion ist für 2025 abgeschlossen. Spenden können Sie aber das ganze Jahr über. Beiträge werden bereits der nächsten Sammlung angerechnet, die im nächsten Herbst lanciert wird: Postkonto 60-33377-5.
IBAN-Nr: CH 89 0900 0000 6003 3377 5 Einzahlung für: Stiftung LZ-Weihnachtsaktion, 6006 Luzern. Oder Online via Spendenformular auf www.luzernerzeitung.ch/spenden.









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