07:26 Uhr
Samstag, 18. Juli
Argentinien-Torwart Martínez: Hand schmerzt jeden Tag
Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft auch kurz vor dem Finale der Fussball-WM noch mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. «Meine Hand tut immer noch jeden Tag weh», sagte der 33-Jährige vor der Partie gegen Europameister Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford vor den Toren von New York.
Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt. Er brach sich den Ringfinger an der rechten Hand. Dennoch gewann er mit dem englischen Club Aston Villa anschliessend 3:0 gegen den Bundesligisten SC Freiburg. Jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hat, habe ihm gesagt, dass eine Operation nötig sei. Er habe sich aber dazu entschieden, sie hinauszuzögern, berichtete Martínez.
Es habe ihn geplagt, weil er es liebe, zu trainieren, erklärte der Routinier weiter. Seit dem WM-Achtelfinale könne er wieder normal trainieren und fühle sich viel besser. Martínez war bereits 2022 Stammkeeper der Argentinier, als sie in Katar zum dritten Mal Weltmeister wurden. Nun wollen sie Titel Nummer vier. (dpa)
06:52 Uhr
Freitag, 17. Juli
Aus Aberglauben: Argentiniens Präsident bleibt Finale fern
Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. Wie die bisherigen Spiele schaut er die Partie in East Rutherford von seinem Amtssitz Quinta de Olivos aus.
Zu seiner Glücksroutine gehört auch, stets dieselbe Jacke zu tragen. Sollte Argentinien den Titel verteidigen, will Milei den Präsidentenpalast Casa Rosada für die Feier der Nationalmannschaft freimachen. Die Politik solle sich das Fest der Argentinier nicht aneignen. (dpa)
23:21 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Titelverteidiger Argentinien steht wieder im WM-Final
Lange sah es so aus, als ob England die 1:0-Führung im Halbfinal gegen Argentinien über die Zeit bringen könnte. Doch in der Schlussphase drehen die Südamerikaner noch das Spiel und gewinnen 2:1.
19:57 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Vor England-Spiel: Argentinien-Fans randalieren in Atlanta
Am Abend vor dem zweiten Halbfinale der Fussball-WM zwischen England und Argentinien ist es in Atlanta zu kleineren Ausschreitungen gekommen. Vor einer Sportsbar attackierten sich Anhänger der argentinischen Clubs San Lorenzo und Huracan gegenseitig. Die Polizei musste einschreiten. Das berichteten der TV-Sender Fox und die englische Zeitung «The Telegraph».
In einem Video ist zu sehen, wie Anhänger Mülleimer und Bänke in Richtung anderer Fans warfen. Zudem wurden Gastro-Mobiliar umgeworfen. Die Sportsbar sprach gegen alle Beteiligten ein Hausverbot aus. Die Polizei von Atlanta bestätigte den Vorfall, machte aber keine Angaben über Festnahmen oder rechtliche Konsequenzen. (dpa)
19:59 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Nach WM-Aus: Ausschreitungen in 183 französischen Städten
Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fussball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam.
In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. 342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1.128 Böller wurden beschlagnahmt. (dpa)
11:20 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Lamine Yamal badet Kylian Mbappé
Nach Spaniens Halbfinal-Sieg gegen Frankreich kursiert diese Bildmontage:
Die Vorlage dafür sind natürlich diese echten Fotos, die Lionel Messi mit Lamine Yamal zeigen, als dieser noch ein Baby war:
10:51 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Halbzeitpause im WM-Final länger als 15 Minuten
Die Halbzeitpause im WM-Final wird Medienberichten zufolge wegen einer grossen Show länger als die üblichen 15 Minuten dauern.
Wie lange der Unterbruch in East Rutherford bei New York am Sonntag (21.00 Uhr) genau sein wird, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. So ist von 20, aber auch von bis zu 30 Minuten Pause die Rede.
In der Halbzeitshow, die an jene im Super Bowl erinnert, sollen Stars wie die Pop-Ikonen Shakira und Madonna sowie der kanadische Superstar Justin Bieber auftreten. Die südkoreanische Band BTS ist ebenfalls dabei - genau wie der nigerianische Musiker Burna Boy, der gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor auftritt.
Die FIFA äusserte sich zu den Berichten unter anderem der BBC und von «The Times» zunächst nicht. Von den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) ist eigentlich festgelegt, dass den Spielern eine Halbzeitpause von maximal 15 Minuten zusteht. Demnach darf die Dauer der Pause ausschliesslich mit der Erlaubnis des Schiedsrichters geändert werden.
23:17 Uhr
Dienstag, 14. Juli
Spanien 2.0 lässt Frankreich im Halbfinal keine Chance
Spanien heisst der erste WM-Finalist. Die Iberer setzen sich im Halbfinal in Arlington gegen ein überraschend schwaches Frankreich verdient mit 2:0 durch. Und wartet auf seinen Gegner im WM-Final.
09:32 Uhr
Dienstag, 14. Juli
Heldenhafter Empfang: Norweger rudern zusammen mit fast 90'000 Fans
Die norwegische Nationalmannschaft wurde nach dem Erreichen des WM-Viertelfinals feierlich in der Heimat empfangen. Fast 90'000 Fans jubelten dem Team vor dem königlichen Palast in Oslo zu. Natürlich wurde dabei auch ausgiebig gerudert.
17:47 Uhr
Montag, 13. Juli
Kein Nati-Empfang am Flughafen
Die Nati kehrt nach dem Viertelfinal-Aus gegen Argentinien am Dienstag in die Schweiz zurück. Der offizielle Empfang wird aber nicht in Kloten, sondern auf dem Turbinenplatz in Zürich (ab 12 Uhr) stattfinden. Nati-Fans wird daher abgeraten, zum Flughafen Zürich zu reisen.
Bettina Kunz, Mediensprecherin der Flughafen Zürich AG, sagt gegenüber dem «Tagesanzeiger» den Grund. Grössere Sportdelegationen am Flughafen seien bei der Ankunft gar nicht zu sehen, sie verlassen das Gelände über einen anderen Weg. Zudem ist Sommerferienzeit, am Flughafen herrscht viel Betrieb. Kunz sagt: «In der Ankunftshalle gibt es schlicht keinen Platz für die gesamte Delegation, die Fans und alle weiteren Passagiere und jene, die jemanden abholen.» (fan)
15:21 Uhr
Montag, 13. Juli
UEFA könnte Infantino laut Pieth gefährlich werden
Der Schweizer Strafrechtsexperte Mark Pieth ruft die Mitgliedsverbände insbesondere in Europa dazu auf, sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino zur Wehr zu setzen.
Im Gespräch mit dem «Tagesspiegel» nannte der frühere Vorsitzende der FIFA-Kommission für Governance Möglichkeiten, den vor allem in Europa kritisierten Infantino zu stürzen. «Die FIFA ist ein institutioneller Verein; jedes Vereinsmitglied kann wählen, absetzen oder sogar jemanden vor Gericht zitieren. Diese Möglichkeit hat jedes FIFA-Mitglied», sagte Pieth.

Dass es diesbezüglich keine Bestrebungen gäbe, erklärte der 73-Jährige mit dem System Infantino. Die Ethikkommission etwa würde nur formal existieren. «Unabhängigkeit gibt es nicht in der FIFA - und dementsprechend auch keine Kontrolle», sagte Pieth. «Im Grunde hat er das System Blatter perfektioniert: mehr noch als Blatter geht es Infantino um Macht und um Geld.»
Niemand würde den 56-jährigen Walliser angreifen, weil dieser als «unantastbar» gelten würde. «Er denkt, über ihm ist nur noch Gott. Und in seinem Verband ist das auch so», sagte Pieth, der zwischen 2011 und 2013 die unabhängige Kommission für Governance geleitet hatte, die die FIFA demokratisieren sollte. Joseph Blatter war von 1998 bis 2016 Präsident des Fussball-Weltverbandes.

Eine Schlüsselposition im Widerstand gegen Infantino, der sich während der laufenden WM in Nordamerika unter anderem den Vorwurf der Einflussnahme durch US-Präsident Donald Trump gefallen lassen musste, hat laut Pieth der europäische Kontinentalverband UEFA.
«Die UEFA könnte sagen: Wir machen das alleine, wir gehen raus aus der FIFA und organisieren eine riesige Fussball-EM. Klar, viele Länder würden fehlen, aber diese WM zeigt: Europa ist der mächtigste Kontinent im Fussball. Ohne Europa geht im Grunde nichts, diese Macht sollten die Verbände einsetzen», sagte Pieth, der allerdings auch wenig Hoffnung zu haben scheint: «Dabei könnte die UEFA die FIFA auch kartellrechtlich hart angehen. Aber offenbar gab es bislang nicht die Bestrebungen im europäischen Fussball, sich zusammenzutun und gegen Infantino etwas zu unternehmen.» (sda/dpa)
09:36 Uhr
Montag, 13. Juli
Unruhe vor beiden Halbfinals
Vor den Halbfinals bei der Fussball-Weltmeisterschaft stehen Debatten abseits des Platzes im Fokus. Im englischen Team verteidigt Bayern-Star Harry Kane seinen Trainer Thomas Tuchel nach dessen indirektem Wortduell mit Jude Bellingham. Rund um das erste Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am Dienstag (21.00 Uhr) sorgt eine rassistische Aussage für Empörung.

Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Englands Coach Tuchel gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht. Dies konterte Doppeltorschütze Bellingham mit der Aussage, dass man nicht jedes Spiel mit 1000 Pässen, sondern auch mal schmutzig gewinnen müsse.
«Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können», meldete sich nun Kane als Kapitän zu Wort. «Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt.» Kane äusserte Verständnis für Tuchels Ansprüche.
Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äusserung vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für «El Debate», dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fussball-Team.

Rajoys Beitrag stiess sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr) in Dallas auf scharfe Ablehnung. «Mariano Rajoys Äusserungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus», schrieb Frankreichs Fussballverbandspräsident Philippe Diallo bei X. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Aussage als «absolut inakzeptabel».
Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte, dass die bessere Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren möge. (dpa)
06:35 Uhr
Sonntag, 12. Juli
Am Dienstag kommt die Nati zurück in die Schweiz
Nach der Viertelfinal-Niederlage heisst es für die Schweizer Nati: Koffer packen. Jetzt ist bekannt, wann Spieler und Staff in die Schweiz zurückkehren. Wer die Schweizer Nati wieder in der Heimat willkommen heissen möchte, muss am Dienstag um 12 Uhr zum Flughafen Zürich fahren. (fan)
01:51 Uhr
Sonntag, 12. Juli
Bellingham schiesst England gegen Norwegen in den Halbfinal
England steht im WM-Halbfinal. Dank zwei Toren von Jude Bellingham schlagen die Three Lions Norwegen nach 0:1-Rückstand mit 2:1 in der Verlängerung und warten nun auf ihren Gegner für die Partie in Atlanta. (sda)
17:35 Uhr
Samstag, 11. Juli
Südafrikanischer Nationalspieler mit 25 Jahren verstorben
Für Südafrika steht Jayden Adams bei der Fussball-WM in allen drei Vorrundenpartien auf dem Rasen. Nun ist er mit nur 25 Jahren plötzlich gestorben.
«Der südafrikanische Fussball hat einen begabten Spieler, einen stolzen Diener des Sports und ein junges Leben verloren, das noch so viel zu bieten gehabt hätte», teilte die südafrikanische Spielervereinigung SAFPU auf der Online-Plattform X mit. Kurz darauf bestätigte auch Südafrikas Sportminister Gayton McKenzie den Todesfall.

Details zur Todesursache wurden zunächst nicht genannt. McKenzie erklärte dazu, die Ursache sei noch nicht bestätigt. Er appellierte an die Medien und die Öffentlichkeit, Mitgefühl mit der Familie zu zeigen und von Spekulationen abzusehen. Nach Angaben der BBC hat die Polizei in Südafrika Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Leiche des 25-Jährigen am Samstagmorgen in einem Haus in einem Vorort von Kapstadt entdeckt worden sei.
Auf Vereinsebene spielte der Mittelfeld-Akteur seit 2025 bei Mamelodi Sundowns, einem der besten südafrikanischen Klubs aus Pretoria. (sda)
17:22 Uhr
Samstag, 11. Juli
DFB mit Klopp als neuem Nationaltrainer einig
Der Deutsche Fussball-Bund ist in der Bundestrainer-Frage praktisch am Ziel. Die Verbandsführung hat sich mit Wunschkandidat Jürgen Klopp auf «Eckpunkte eines potenziellen Vertrages» verständigt.
Die Frage des neuen deutschen Bundestrainers ist nach einem Gipfeltreffen der DFB-Spitze mit Wunschkandidat Jürgen Klopp in New York praktisch geklärt. Der 59-Jährige soll die Nationalmannschaft nach dem nächsten WM-Flop in Nordamerika als Nachfolger von Julian Nagelsmann sportlich wieder auf Erfolgskurs bringen.

«Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt», gab der DFB einen Tag nach dem mehrstündigen Treffen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Klopp bekannt.
In der Mitteilung des Verbandes ist von «einem ersten, intensiven Gespräch», das «zur möglichen Übernahme des Amtes des Bundestrainers» geführt worden sei, die Rede. Die Gespräche würden in der kommenden Woche fortgesetzt. «Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen - vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull - letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können.»
Über die mögliche Vertragslaufzeit wurde noch nichts mitgeteilt. Im Gespräch ist, dass Klopp nicht nur einen Kontrakt bis zur nächsten EM 2028, sondern gleich bis zur nächsten WM-Endrunde 2030 erhält. (sda)
13:44 Uhr
Samstag, 11. Juli
«Bösewicht» Yakin reagiert mit Humor auf Corden-Witze
In der Fox-Sendung «After Hours with James Corden» machte sich der britische Entertainer über Murat Yakins Aussehen lustig. Corden verglich den Schweizer Nationaltrainer mit Bösewichten aus der Serie «Breaking Bad».
Der Schweizerische Fussballverband antwortete mit einem Reaktionsvideo von Murat Yakin, das sie der US-Show per E-Mail zuschickten.
«Hey James, wir Schweizer sind keine Bösewichte», startet Yakin, der im Video auf einem Sessel sitzt und die Schweiz beschreibt. «Wir Schweizer sind süss wie Schweizer Schokolade», sagt er etwa. Seine einzige böse Absicht sei es, die anderen Länder an dieser WM zu schlagen, sagt der Schweizer Nati-Trainer zum Schluss des Videos, zieht seine Brille ab und zwinkert in die Kamera. (res)
22:00 Uhr
Freitag, 10. Juli
Siegtreffer gegen die Schweiz auf dem Fuss: Campaz kehrt aus Angst nicht nach Kolumbien zurück
Am Dienstag setzte sich die Schweizer Nati im Achtelfinal gegen Kolumbien im Elfmeterschiessen durch. Nach dem kolumbianischen Ausscheiden werden Jaminton Campaz, der in der Verlängerung den Sieg auf dem Fuss hatte, und seine Familie im Internet bedroht.

Im WM-Achtelfinal zwischen der Schweiz und Kolumbien läuft die 115. Minute, als dem Nati-Kapitän Granit Xhaka ein grosser Fehler unterläuft und der kolumbianische Stürmer Jaminton Campaz plötzlich alleine vor Torhüter Gregor Kobel steht. Doch Campaz haut den möglichen Matchball über das Gehäuse. Wenige Minuten später setzt sich die Schweiz im Elfmeterschiessen durch und steht erstmals seit 72 Jahren in einem WM-Viertelfinal.
Campaz war dann nach der Niederlage aus Sicht vieler Fans der grosse kolumbianische Sündenbock. Wie OneFootball berichtet, hat sich der 25-Jährige dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht nach Kolumbien zurückzukehren. Campaz erhielt nach der Partie mehrere Drohungen, welche sich auch gegen seine Tochter und weitere Familienangehörige richteten. Einige Angehörige des Stürmers leben in Ibagué im Departement Tolima.
Vor 32 Jahren wurde der kolumbianische Spieler Andrés Escobar nach einem Eigentor gegen WM-Gastgeber USA weniger als zwei Wochen später in seiner Heimat erschossen. Verantwortlich dafür waren wahrscheinlich die Drogenbosse Santiago und Pedro Gallon, welche deswegen beim Wetten eine grosse Stange Geld verloren haben.
Campaz selbst, welcher im Elfmeterschiessen gegen die Schweiz seinen Versuch verwandelte, meldete sich mit einem Beitrag auf Instagram zu Wort. Der Spieler vom argentinischen Verein Rosario Central bedankte sich zum einen bei den Fans, welche die Mannschaft während des Turniers unterstützten, schrieb aber auch noch: «Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals vergessen. Wir können unterschiedlicher Meinung sein, frustriert oder traurig, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst.»
18:41 Uhr
fREITAG, 10. jULI
Manzambi fehlt auch im WM-Viertelfinal
Die Schweiz muss auch im WM-Viertelfinale gegen Weltmeister Argentinien ohne Shootingstar Johan Manzambi auskommen. «Wir haben es versucht, ihn fit zu bekommen. Aber das lässt es noch nicht zu», sagte Nationaltrainer Murat Yakin vor der Partie in der Nacht zum Sonntag in Kansas City.
Der 20-Jährige vom SC Freiburg hatte schon im Achtelfinale gegen Kolumbien (4:3 i. E.) wegen einer Knieprellung gefehlt. Manzambi ist mit drei Treffern aktuell bester Schweizer Torschütze des Turniers und bereitete zudem zwei weitere Treffer vor. Sein Ausfall schmerze «extrem», so Yakin: «Das war ein Schockmoment. Er hatte das Momentum auf seiner Seite.» Die Schweizer werden dies «als Team auffangen». (sda)
16:49 Uhr
Freitag, 10. Juli
Jorge Jesus übernimmt Portugal

Nach dem WM-Aus im Achtelfinale und dem Rücktritt von Roberto Martínez hat der portugiesische Fussballverband den Trainerposten mit Jorge Jesus neu besetzt. Der 71-Jährige ist ein echter Titelsammler.
Wenige Tage nach dem WM-Aus hat der portugiesische Fussballverband mit Jorge Jesus einen neuen Nationaltrainer präsentiert. «Heute beginnt eine neue Reise. Herzlich willkommen in der Nationalmannschaft, Herr Jorge Jesus», schrieb der portugiesische Verband in den sozialen Netzwerken.
Bereits am Vortag hatten portugiesische Medien über Jesus als Nachfolger von Roberto Martínez berichtet, jetzt bestätigte der Nationalverband FPF die Neubesetzung offiziell. Den Berichten zufolge unterschreibt der 71-Jährige einen Vertrag bis 2030. Jesus soll somit sein Heimatland unter anderem auch bei der WM 2030 im eigenen Land (sowie in Spanien und Marokko sowie je einem Spiel in Uruguay, Argentinien und Paraguay) trainieren.
Erste Station als Nationaltrainer
Jesus führte zuletzt Al-Nassr zur Meisterschaft in Saudi-Arabien - den Club von Cristiano Ronaldo. Ob der Superstar seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft fortsetzt, ist nach dem WM-Aus offen. Die Position auf der Trainerbank seines Heimatlandes ist Jesus' erste Station bei einer Nationalmannschaft.
Jesus' Vorgänger Martínez war nach dem 0:1 im WM-Achtelfinale in Arlington im US-Staat Texas gegen Mitfavorit Spanien zurückgetreten. Der 52-Jährige war dreieinhalb Jahre im Amt und hatte mit Portugal 2025 die Uefa Nations League gewonnen.
Der 71-Jährige gilt als Titelsammler
Jesus zählt zu den erfolgreichsten portugiesischen Trainern der vergangenen Jahrzehnte. Seine grössten Erfolge feierte er mit dem Club Benfica Lissabon, den er unter anderem zu drei Liga-Titeln (2010, 2014 und 2015) führte. Mit dem Stadtrivalen Sporting gewann er unter anderem 2018 den portugiesischen Ligapokal.
Flamengo Rio de Janeiro führte er 2019 und 2020 zur brasilianischen Meisterschaft und die Copa Libertadores, vergleichbar mit der europäischen Champions League. Zudem holte er den brasilianischen Supercup, die Supercopa Sudamericana und die Staatsmeisterschaft von Rio.
Auch in Saudi-Arabien holte Jesus einen Titel nach dem anderen: Mit Al Hilal gewann er zunächst 2018 und in einer zweiten Etappe beim Club in den Jahren 2023 und 2024 gleich fünf Trophäen. (dpa)
14:15 Uhr
Freitag, 10. Juli
Mané macht Schluss in Senegals Nationalmannschaft

Das Spiel im Sechszehntelfinale bei der Fussball-WM war für Sadio Mané das 130. und letzte Länderspiel für Senegals Nationalteam. Der frühere Münchener hat schon Pläne, was danach kommt.
Nach dem Aus im Sechzehntelfinale bei der Fussball-WM ist Sadio Mané laut Medienberichten aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Unter anderem zitierte die senegalesische Zeitung «Le Quotidien» aus einem Abschiedsbrief des ehemaligen Profis vom FC Bayern München.
«Ihr sollt wissen, dass ich für diese Flagge alles geopfert habe. Ich habe mein Bestes gegeben und stets mit aller Kraft für unser Vaterland gekämpft», schrieb der 34-Jährige und bedankte sich bei allen, die ihm in seiner Karriere beigestanden haben. «Eure beständige Unterstützung war der Motor meines Erfolgs.»
Er kündigte an, weiter für Senegals Fussball zu arbeiten. «Ich werde meine Erfahrung gerne in den Dienst der Nation stellen, sei es im Trainerstab, auf der Trainerbank oder in den Führungsgremien», meinte er. Aktuell steht Mané noch bei Al-Nassr FC in Saudi-Arabien unter Vertrag.
Manés Bilanz: 130 Länderspiele und 54 Tore
Der Stürmer war bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sechzehntelfinale mit 3:2 nach Verlängerung gegen Belgien ausgeschieden. Für Mané war es das 130. Länderspiel gewesen. Insgesamt schoss er 54 Tore.
Nach sechs Jahren beim FC Liverpool spielte er in der Saison 2022/2023 für die Bayern. Mit dem FC Liverpool gewann er 2019 unter Trainer Jürgen Klopp die Champions League. 2023 wurde er mit dem FC Bayern deutscher Meister. (dpa)
12:25 Uhr
Freitag, 10. Juli
Jugendliche bei WM-Feier in Frankreich gestorben
Die Feiern in Frankreich zum Einzug der Équipe Tricolore ins Halbfinale der Fussball-WM sind von einem tragischen Unfall überschattet worden. In der nordfranzösischen Kleinstadt Aulnoye-Aymeries starb eine 17-Jährige. Sie war auf eine Sattelzugmaschine geklettert, stürzte dann herunter und wurde überrollt, berichtete der Sender Europe 1 unter Verweis auf die Rettungskräfte. Ein weiterer Jugendlicher, der Zeuge des Unfalls wurde, kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Der Fahrer des Sattelschleppers wurde festgenommen.
Kaum Vorfälle im Grossraum Paris
Die französische Nationalmannschaft um ihre Superstars Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé war in Boston durch ein 2:0 gegen Marokko in die Runde der letzten Vier gekommen. Die Feierlichkeiten danach verliefen in Frankreich insgesamt ruhig und friedlich. Obwohl mit Marokko Konfliktpotenzial gegeben war - in Frankreich leben viele Marokkaner oder Menschen mit marokkanischen Wurzeln, habe es nur wenige Probleme gegeben, berichteten französische Medien.
Selbst im Grossraum Paris kam es kaum zu Vorfällen. Vereinzelt wurde Feuerwerk gezündet, es kam zu kleineren Rangeleien und zehn Menschen wurden festgenommen, berichtete der Sender RMC Sport unter Verweis auf die Polizei. Vorsorglich waren die Ordnungshüter in der Hauptstadt und anderenorts mit einem Grossaufgebot präsent gewesen, um mögliche Ausschreitungen zu beenden. (dpa)
09:18 Uhr
Freitag, 10. Juli
Portugiese Pinheiro leitet Schweizer Viertelfinal

Der Portugiese João Pinheiro wird den WM-Viertelfinal zwischen der Schweiz und Argentinien am Sonntag um 03.00 Uhr Schweizer Zeit leiten. Assistieren werden ihm dabei seine Landsleute Bruno Jesus und Luciano Maia.
Pinheiro hat bei dieser WM bereits ein Spiel der Schweiz gepfiffen - jenes gegen Bosnien-Herzegowina, das die Mannschaft von Murat Yakin in der Gruppenphase 4:1 gewann. Auch im Sechzehntelfinal zwischen Kanada und Südafrika (1:0) stand Pinheiro im Einsatz. (sda)
08:25 Uhr
Freitag, 10. Juli
Überlegene Franzosen brauchen beim Sieg gegen Marokko Geduld und ihre Stars
Im ersten Viertelfinal der WM sind die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Dennoch wird der 2:0-Sieg Frankreichs nach verschossenem Elfmeter von Mbappé erst nach der Halbzeit Tatsache.
16:41 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
60 Millionen: Manzambi soll Freiburger Rekordtransfer werden

Der Schweizer WM-Senkrechtstarter Johan Manzambi wird Fussball-Bundesligist SC Freiburg offenbar wie erwartet verlassen und soll den Breisgauern eine Rekordablösesumme in Höhe von 60 Millionen bescheren. Sky und der kicker berichten von einem bevorstehenden Wechsel des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers zum englischen Premier-League-Klub Newcastle United.
Dort würde Manzambi auf den deutschen Nationalstürmer Nick Woltemade treffen. Zuvor waren Kevin Schade (Brentford) und Merlin Röhl (Everton) die teuersten Freiburger Transfers. Beide brachten jeweils 25 Millionen. Der kicker spekuliert allerdings darüber, dass noch andere Klubs in den Poker um Manzambi einsteigen und den Preis weiter in die Höhe treiben könnten.
Manzambi hat es bei der WM-Endrunde bisher auf drei Tore und zwei Vorlagen gebracht. Im Achtelfinale gegen Kolumbien (4:3 im Elfmeterschießen) fehlte der Jungstar den Eidgenossen wegen einer Knieprellung. Im Viertelfinale am Sonntag gegen Titelverteidiger Argentinien hofft Manzambi auf eine Rückkehr.
Erst vor rund einem Jahr haben die Freiburger den Vertrag Manzambis, der im Januar 2023 von Servette Genf gekommen war, langfristig verlängert. Seitdem erlebte Manzambi eine Leistungsexplosion und führte den SC ins Finale der Europa League. (afp)
16:49 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Warum Schärer wohl ohne WM-Einsatz als Hauptschiedsrichter bleibt
Zum ersten Mal seit 16 Jahren ist mit Sandro Schärer wieder ein Schweizer Schiedsrichter an einer WM-Endrunde dabei. Als Hauptschiedsrichter dürfte er ohne Einsatz bleiben.
Dass sich Schärers Einsätze trotz überzeugender Leistungen im Vorfeld auf solche als vierter Offizieller beschränken, hat einen simplen, aber zunächst vorenthaltenen Grund: Schärer steht bei den aufgebotenen 52 WM-Unparteiischen nur auf der Liste der Unterstützungs-Schiedsrichter. Diese kommen nur bei ungeplanten Engpässen in der Chefrolle zum Zug.
Als vierter Offizieller stand Schärer an der WM in den USA, Kanada und Mexiko schon achtmal im Einsatz. Dazu gehörten drei Spiele von Brasilien (gegen Japan, Haiti und Marokko), zwei von Frankreich (Irak und Senegal) und eines von England (Panama).
Der als Video Assistant Referee aufgebotene Fedayi San kam einmal, im Gruppenspiel zwischen Tunesien und Japan (4:0), in dieser Funktion zum Zug und sechsmal als Assistent des VAR. Stéphane de Almeida war achtmal im Stadion als Reserve-VAR auf Abruf. (sda)
10:29 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Fans von Marokko und Frankreich machen sich heiss fürs WM-Viertelfinale
Nach einem spielfreien Tag geht die Fussball-WM am Donnerstag weiter mit dem Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko. Vor Ort in Boston stimmen sich die Fans bereits auf die Reprise des Halbfinals von 2022 ein.
09:37 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Zuschauerschnitt der Fussball-WM unter dem von 1994
Die WM in den USA, Mexiko und Kanda können so viele Menschen im Stadion verfolgen wie noch nie zuvor - weil es so viele Spiele gibt, wie nie zuvor. Im Schnitt sind weniger Fans dabei als noch 1994.
Bei der Fussball-WM in den USA, Kanada und Mexiko kommen im Schnitt weniger Zuschauer in die Stadien als bei der letzten Ausgabe in Nordamerika 1994. Vor den Viertelfinals, die heute mit dem Duell Frankreich gegen Marokko beginnen, liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl nach Angaben der Fifa bei 65'204 je Partie.
1994 lag der Durchschnitt nach dem Finalsieg von Brasilien gegen Italien bei 68'991 Zuschauern. Diesen Wert kann das Turnier in diesem Jahr auch dann nicht mehr erreichen, sollten alle weiteren Partien bis auf den letzten Platz voll besetzt sein.
Zuschauermagnet Aztekenstadion
Wegen der deutlich höheren Anzahl an Spielen und 48 teilnehmenden Mannschaften sprengt die WM den Zuschauerrekord aber deutlich. Schon vor den abschliessenden acht Begegnungen haben nach Angaben der Fifa 6'259'584 Menschen die bislang 96 Partien besucht.
Die meisten davon kamen ins legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, das 404'120 Fans besucht haben. Die alte Bestmarke stammte vom Turnier in den USA 1994, als etwas mehr als 3,5 Millionen Zuschauer dabei waren - allerdings auch nur 24 Mannschaften teilnehmen durften.
Trotz zahlreicher leerer Sitzplätze bei vielen Partien vor allem in der Gruppenphase vermeldete die Fifa, das 99,7 Prozent aller verfügbaren Plätze bei der Weltmeisterschaft belegt waren. (dpa)
19:19 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Kroatiens Trainer Dalic nimmt den Hut
Weniger als eine Woche nach dem 1:2 gegen Portugal und dem enttäuschenden Sechzehntelfinal-Aus an der WM in Nordamerika ist der kroatische Trainer Zlatko Dalic nach neun Jahren im Amt zurückgetreten.
Der 59-Jährige habe «sein unglaublich erfolgreiches Kapitel» mit der Auswahl beendet, teilte Kroatiens Verband am Mittwoch mit. Unter Dalics Führung stiess Kroatien 2018 bis in den WM-Final vor und wurde 2022 in Katar Dritter. (sda)

14:57 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Shakira hadert nach Nati-Sieg
Die Kolumbianerin drückt ihrem Team trotz der Niederlage ihre Dankbarkeit aus: «Die Tränen von Lucho Díaz sind die Tränen von jedem Einzelnen von uns Kolumbianern, die wir bei jedem Schritt unserer Auswahl feiern. Und obwohl dieses Ergebnis nicht den Erwartungen unserer Träume entspricht, möchte ich diesem Team aus Kämpfern von ganzem Herzen danken, das uns so gut vertreten und uns so stolz gemacht hat.», teilte die Sängerin ihren 99 Millionen Followerinnen und Followern mit - und kann sich einen religiösen Seitenhieb doch nicht verkneifen: «Wir haben alles gegeben, und es ist klar, dass Gott sich nicht in den Fussball einmischt, denn sonst wären wir ins Viertelfinale eingezogen».
Auch andere kolumbianische Prominenz meldete sich nach dem Spiel zu Wort: Die kolumbianischen Reggaeton-Sänger Maluma und J Balvin zeigten sich vor dem Anpfiff optimistisch im Nationaltrikot. Nun hofft J Balvin, dass das Team aus der Niederlage lernt und gestärkt daraus hervorgeht. «Auch das Verlieren gehört zum Weg. Unterstützen wir unsere Mannschaft weiterhin mit demselben Stolz – in guten Zeiten und vor allem in schwierigen. Denn der wahre Sieg besteht darin, niemals aufzuhören zu glauben», schrieb er auf Instagram.
11:39 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Bis zu 1,2 Mio. Fans schauen der Nati zu
Das Spiel lief bis nach Mitternacht, die ersten 120 Minuten passierte wenig, bis gar nichts. Trotzdem verfolgten viele Schweizerinnen und Schweizer das Spiel auf SRF.
Ganze 1,2 Millionen Menschen verzeichnete SRF zwei zu Spitzenzeiten, wie SRF schreibt. Das entspricht einem Marktanteil von 78,3 Prozent. 930'000 Menschen starteten den Livestream auf der Onlineplattform. (jbl)
09:57 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
«Manipuliertes Spiel»: Ägypten erhebt nach WM-Aus schwere Vorwürfe
Hossam Hassan witterte die grosse Messi-Verschwörung. Anders konnte sich Ägyptens Nationaltrainer diese für ihn himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht erklären. «Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten. Vielleicht wollte man, dass Messi weiter im Rennen bleibt», schimpfte Hassan bei BeIN Sports nach dem bitteren 2:3 (1:0) im WM-Achtelfinale gegen Argentinien: «Das war ein manipuliertes Spiel und die ganze Welt hat es gesehen.»

Das fulminante Comeback des Titelverteidigers, der in der Schlussviertelstunde durch die Tore von Cristian Romero (79.), Lionel Messi (83.) und Enzo Fernández (90.+2) einen 0:2-Rückstand in einen Sieg verwandelte, hatte für Ägypten einen überaus faden Beigeschmack. Aus Sicht der Nordafrikaner wurde ihnen ein historischer Abend vom französischen Schiedsrichter Francois Letexier verdorben.
«Der Schiedsrichter war unfair und hat die Mühen einer ganzen Nation zunichte gemacht. Der Pokal wird Argentinien geschenkt», wütete Mostafa Ziko, dessen erstes Tor (58.) «aus welchen Gründen auch immer» aberkannt worden war, wie Hassan meinte. Der einzige Streitfall war dies nicht.
Vor allem die spielentscheidende Szene versetzte den 59 Jahre alten Coach in Rage: «Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden.» Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem Siegtor durch Fernández ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben - und das sahen durchaus auch Unbeteiligte so. (sid)
09:04 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Public Viewings feiern Sieg
Die Public Viewings in der Schweiz sind nach Mitternacht noch gut gefüllt. Die Fans zittern sich über 120 Minuten. Erst im Elfmeterschiessen erlöst Ruben Vargas die Schweiz. Danach gibt es in den Public Viewings kein Halten mehr. Die grosse Freude können Sie im Video sehen.
07:52 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
WM für Johan Manzambi wohl vorbei
Nach dem Penalty-Sieg über Kolumbien spricht Nati-Trainer Murat Yakin auch über Johan Manzambi. Der Schweizer Star verletzte sich im Abschlusstraining am linken Knie. Er verfolgte den Achtelfinal auf der Ersatzbank.
Kehrt Manzambi an dieser WM nochmals zurück? Womöglich schon in der Nacht auf Sonntag im Viertelfinal gegen Argentinien? Das ist die Hoffnung aller Nati-Fans.

Murat Yakin tut sich schwer mit einer eindeutigen Antwort.«Eher nicht», sagt er zunächst. «Er hat zum Glück keine Schmerzen. Aber ich weiss nicht, ob es medizinisch vertretbar wäre, ihn nochmals einzusetzen.» Noch immer ist nicht ganz klar, wie schwer die Verletzung ist. «Dafür müssen wir die nächsten Tage abwarten», sagt Yakin. «Aber es wird sicher schwierig für ihn.»
Der 20-Jährige hat an dieser WM bereits drei Tore erzielt und zwei Assists geliefert. Und sich damit ins Schaufenster von Grossklubs gespielt. Aktuell spielt er noch beim SC Freiburg. Gut möglich, dass er in diesem Sommer der teuerste Schweizer Transfer der Geschichte wird und für mehr als 50 Millionen Euro den Verein wechselt. (ewu)
07:15 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Guy Parmelin freut sich riesig über Schweizer Sieg
In einem Video auf Instagram zeigt sich Bundesrat Guy Parmelin überwältigt von der Schweizer Nati. Darunter schreibt er: «Historisch: Die Schweiz ist im Viertelfinale der WM 26». Doch der Bundesrat schaut bereits nach vorn und ist optimistisch. «Ein historischer Schritt Richtung Final», schreibt Parmelin. (jbl)
05:43 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Der unfassbare Messi-Rekord
In der Nacht von Samstag auf Sonntag fordert die Schweiz den amtierenden Weltmeister Argentinien. Und damit natürlich auch: Lionel Messi. Bereits acht Tore hat der 39-Jährige an dieser WM wieder geschossen. Macht 21-WM-Tore insgesamt. Rekord.
Seit gestern ist Messi jedoch auch Inhaber einer Bestmarke, die nicht ganz so schmeichelhaft ist wie viele andere. Nämlich: Niemand hat an Weltmeisterschaften so viele Elfmeter verschossen wie Messi. Vier an der Zahl. Gegen Ägypten im Achtelfinal verschoss Messi ebenso wie in der Vorrunde gegen Österreich. Die anderen beiden datieren von 2022 (gegen Polen) und 2018 (gegen Island).
Trotzdem: Die Nati sollte sich besser nicht darauf verlassen, dass Messi auch im Viertelfinal vom Penaltypunkt versagt. (ewu)

20:07 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Dank Messi: Weltmeister Argentinien vom 0:2 zum 3:2
Argentinien macht in Atlanta in den letzten zwölf Minuten gegen Ägypten aus einem 0:2 ein 3:2 und steht im Viertelfinal der Fussball-WM.
Bis zur 79. Minute lag der Titelverteidiger Argentinien im WM-Achtelfinal gegen Ägypten 0:2 im Rückstand, dann kam die grosse Wende. Nun stehen Lionel Messi und Co. im Viertelfinal und treffen dort auf die Schweiz oder Kolumbien (sda)

06:18 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Rassismus-Eklat: Franzosen kündigen rechtliche Schritte an
Frankreichs Fussballverband will nach den rassistischen Beleidigungen seines Offensivstars Kylian Mbappé juristisch gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia vorgehen. Ihre Bemerkungen seien «verabscheuungswürdig und inakzeptabel», hiess es unter anderem in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.

«Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äusserungen meine volle Unterstützung zu», schrieb Verbandspräsident Philippe Diallo bei X. «Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.» Die Äusserungen seien «strafbar» und «verwerflich».
Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. «Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus», teilte der 48-Jährige bei X mit. «Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.»
Wüste Schimpftirade aus Paraguay
Amarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien «Trottel» bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. «Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!»
Während des Duells zwischen Frankreich und Paraguay am Samstag war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende verweigerte er Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste.
Die Politikerin schrieb über Mbappé unter anderem ausserdem, er sei ein «kolonisierter Kameruner», der den harten Franzosen spiele, «voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich».
Mbappé und Sportministerin reagieren
Mbappé hatte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin reagiert. «Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes», schrieb der Stürmer von Real Madrid unter anderem bei X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der WM «von Leidenschaft und Ehre durchdrungen» gewesen sei. Er werde Menschen wie Amarilla de Boccia «niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten».
Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari hatte bereits empört auf die verbalen Entgleisungen der Senatorin reagiert. Indem Amarilla de Boccia Mbappé angreife, greife sie alles an, «was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit». (dpa)
05:14 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Kolumbien-Coach bestätigt WM-Aus für Córdoba
Für Kolumbiens ehemaligen Bundesliga-Profi Jhon Córdoba ist die Fussball-Weltmeisterschaft vorzeitig beendet. Das bestätigte Trainer Néstor Lorenzo einen Tag vor dem WM-Achtelfinale der Südamerikaner gegen die Schweiz in Vancouver. «Er wird den Rest des Turniers nicht mehr spielen können», sagte Lorenzo: «Er steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.»

Der 33 Jahre alte Mittelstürmer hatte sich beim Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ghana eine Muskelverletzung zugezogen. Details dazu nannte Lorenzo nicht. Er bestätigte aber, dass ein Virus die Runde gemacht habe unter den Spielern. Es seien jedoch alle fit, es gehe allen gut.
Laut der kolumbianischen Zeitung «El Tiempo» erlitt Córdoba einen Muskelfaserriss im linken Adduktorenmuskel. Kolumbien habe auch keinen anderen Stürmer dieses Profils, der körperlich robust genug sei, befand das Blatt. Córdoba spielte in Deutschland für den FSV Mainz, den 1. FC Köln und Hertha BSC. Seit dem Sommer 2021 steht der Angreifer bei FK Krasnodar in Russland unter Vertrag. (dpa)
05:20 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Martínez nicht mehr länger Portugal-Coach
Ein spätes Gegentor gegen Spanien beendet Portugals WM-Traum im Achtelfinale - und Roberto Martínez' Zeit als Nationaltrainer Portugals. Der 52-Jährige bestätigt seinen Abschied unmittelbar nach dem Achtelfinal-Aus.

«Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist», sagte der 52-Jährige unmittelbar nach dem 0:1 gegen Spanien. «Es ist das Ende eines Zyklus. Ich nehme die Erinnerungen mit und hoffe, dass auch die Portugiesen diese dreieinhalb Jahre in guter Erinnerung behalten werden.»
Der Spanier Martínez hatte das Amt Anfang 2023 übernommen und mit Portugal 2025 die Nations League gewonnen. Insgesamt betreute er die Mannschaft 45 Mal. Bei seiner einzigen WM-Teilnahme mit der Seleção schied er aufgrund eines Treffers in der Nachspielzeit von Mikel Merino bereits im Achtelfinal aus.
«Ich bin nach Portugal gekommen, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen - und ohne den Titel macht es keinen Sinn, weiterzumachen», sagte Martínez. «Vorstand und Präsident haben nun die Möglichkeit, einen neuen Trainer auszuwählen. Der Präsident hat meine Arbeit immer unterstützt, aber mein Vertrag läuft heute aus. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.» (dpa)
23:51 Uhr
Montag, 6. Juli
Der Joker sticht spät: Spanien eliminiert Portugal mit Tor in der 91. Minute

Und dann, als alle mit einer Verlängerung rechnen, schlägt es doch noch im Netz hinter dem portugiesischen Goalie Diogo Costa ein. Es ist eben die Nachspielzeit angebrochen, da spielt Ferran Torres in den Lauf von Mikel Merino, der sicher zum Siegtreffer einschiesst. Für einmal ist die ansonsten hervorragend organisierte Abwehr der Lusitaner unaufmerksam. Der Treffer ist verdient, hatte sich aber zunehmend weniger abgezeichnet. In einer immer vorsichtiger geführten Partie waren Höhepunkte in der zweiten Halbzeit rar. Die Spanier kombinierten sich regelmässig stilsicher in die gefährliche Zone. Dort aber fehlte ein eigentlicher Strafraumstürmer, der mit den guten Bällen etwas hätte anfangen können. Man mag sich kaum vorstellen, wie gefährlich diese Spanier mit einem Erling Haaland oder Harry Kane in ihren Reihen wären.
Die Portugiesen hingegen fanden im Spiel nach vorne kaum noch statt. Ein Gegentor, es wäre das erste bei dieser WM gewesen, lag für die Spanier kaum in der Luft. Auch Cristiano Ronaldo hing so im luftleeren Raum und bekam - und holte sich - kaum brauchbare Bälle. Die WM-Karriere des 41-Jährigen dürfte damit eher unscheinbar zu Ende gegangen sein, der WM-Titel wird in seinem Palmares fehlen.
Spanien bestätigt sich hingegen als einer der Topfavoriten, weil es im Mittelfeld und in der Abwehr extrem sicher stehen. Was fehlt, ist ein wenig der Zug zum Tor. Der nächste Test erfolgt im Viertelfinal gegen den Gastgeber USA oder Belgien.
In der ersten Hälfte hatten sich die beiden Schwergewichte des europäischen Fussballs auf sehr hohem Niveau mehrheitlich neutralisiert. Die Spanier führten im Mittelfeld wie erwartet die feinere Klinge und kombinierten sich mehrmals gefährlich in den Strafraum. Die frühe Führung verpassten sie aber. In der 8. Minute verzog Mikel Oyarzabal alleine vor Diogo Costa, acht Minuten später wehrte der in Rothrist im Kanton Aargau geborene Goalie der Portugiesen gegen Lamine Yamal und den Nachschuss von Alex Baena.
Die Portugiesen taten sich gegen das spanische Pressing schwer mit einem geordneten Spielaufbau und versuchten es mit langen Bällen auf die Flügel. Das führte zu einer Doppelchance von João Felix und Cristiano Ronaldo, die beide an Unai Simon scheiterten (37.), und einen wuchtigen Schuss von Nuno Mendes, den Pedro Porro gefährlich an die eigene Latte ablenkte (41.).
21:20 Uhr
Montag, 6. Juli
Mbappé wehrt sich: «Sie sind eine verachtenswerte Frau»
Kylian Mbappé und der französische Fußballverband (FFF) haben sich vehement gegen üble rassistische Beleidigungen einer Senatorin aus Paraguay gewehrt. Auch eine Klage ist geplant. «Madame Celeste Amarilla, sie sind eine verachtenswerte Frau und ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat», schrieb Superstar Mbappé auf X.
Celeste Amarilla habe «durch ihren unverhohlenen Rassismus (...) das schlechtest mögliche Bild ihres Landes abgegeben. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten», so Mbappé weiter.
Das 1:0 der Franzosen gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay im WM-Achtelfinale war von starken Emotionen begleitet gewesen. Amarilla, Mitglied der Authentischen Radikal-Liberalen Partei PLRA in Paraguay, leistete sich anschliessend in den Sozialen Medien bösartige Entgleisungen gegen Mbappé und sorgte damit bereits im Netz für Empörung. Unter anderem schrieb Amarilla, Mbappé sei ein «kolonialisierter Kameruner, der sich als Franzose ausgibt, verbittert, neureich, arrogant und hässlich». (dpa)
19:00 Uhr
Montag, 6. Juli
Nach Trump-Anruf: Infantino verteidigt FIFA-Gremien
In der Diskussion um die ausgesetzte Rot-Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane des Fussball-Weltverbandes hervorgehoben. Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb Infantino in einer Stellungnahme der FIFA. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschliesslich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage, so der Funktionär.
Der FIFA-Chef bestätigte, dass er mit US-Präsident Trump gesprochen habe. Er habe dabei erklärt, dass ein laufendes Verfahren von den unabhängigen FIFA-Justizorganen entschieden werde. «So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen. Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant», sagte Infantino. Der 56-Jährige ergänzte, er spreche regelmässig auch mit anderen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus Fussball und Wirtschaft. (dpa)
16:08 Uhr
Montag, 6. Juli
Belgien schiesst gegen FIFA und will Spielerlaubnis anfechten
Im Streit um die ausgesetzte Rot-Sperre des US-Nationalstürmers Folarin Balogun hat der belgische Fussballverband der FIFA schwere Vorwürfe zu einem Berufungsverfahren gemacht und weitere Schritte angekündigt. Der Verband sehe «keine andere Möglichkeit, als die Spielberechtigung Baloguns für das bevorstehende Spiel anzufechten», hiess es in einer Stellungnahme des Königlichen Belgischen Fussballverbands (RBFA).
«Unabhängig vom sportlichen Ausgang dieser Partie ist der RBFA über den Verlauf der Ereignisse zutiefst besorgt», schrieb der Verband weiter. Der RBFA werde sich «auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten weiterhin für die grundlegenden Prinzipien von Ethik, fairem Wettbewerb und die Interessen des Fussballs insgesamt einsetzen». (dpa)
13:56 Uhr
Montag, 6. Juli
Wayne Rooney muss nach forscher Norwegen-Ansage rudern
Sein flapsiger Norwegen-Spruch holt Englands früheren Fussballstar Wayne Rooney nun ein. «Wenn Norwegen ins Viertelfinale kommt, werde ich in den Mersey steigen und ihn hinab rudern», hatte der 40 Jahre alte Ex-Profi in seiner Rolle als BBC-Experte nach Norwegens 2:1 im WM-Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste gesagt. Weil den Skandinaviern auch im Achtelfinale gegen Brasilien ein 2:1 gelang, kündigte Rooney nun an, sein Versprechen einzulösen. Statt des Mersey-Flusses im Nordwesten Englands soll es aber der Hudson River in New York werden.
Als BBC-Moderatorin Gabby Logan dem einstigen Topstürmer nach Norwegens Viertelfinal-Einzug die vorher getätigte Aussage vorspielte und ihn damit konfrontierte, antwortete Rooney lachend: «War ich das?» Dann stellte er klar: «Ich stehe zu meinem Wort.» (dpa)
12:13 Uhr
Montag, 6. Juli
Uefa: «Rote Linie ist überschritten»
Der Skandal um die aufgehobene Sperre von Folarin Balogun macht die Europäische Fussball-Union fassungslos. «Die Entscheidung, die Umsetzung der automatischen Sperre für ein Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun für eine Probezeit von einem Jahr auszusetzen, hat eine rote Linie überschritten», schrieb die Uefa in einem Statement. «Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck.»
«Der Fussball stützt sich, wie jede andere Sportart auch, auf Regeln, die die Grundlage für einen fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal lassen Regeln Raum für Interpretationen. In diesem Fall jedoch nicht. Eine automatische Mindestsperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung und erfordert keine Entscheidung einer zuständigen Instanz, um in Kraft zu treten», hob die Uefa hervor. (dpa)
09:33 Uhr
Montag, 6. Juli
Ehemaliger Fifa-Präsident Blatter: Das darf «niemals» sein
Nach Berichten über eine angebliche Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump bei der Rot-Sperre des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun hat der frühere Fifa-Präsident Joseph Blatter (90) den Weg des Weltverbandes kritisiert.
«Rote Karten werden nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben. Sie werden auf der Grundlage von Regeln, Beweisen und durch unabhängige Gremien revidiert. Wenn ein US-Präsident beim Fifa-Präsidenten interveniert - und ein Spieler plötzlich vor einem K.-o.-Spiel der Weltmeisterschaft freigesprochen wird -, stellt sich unweigerlich die Frage: Quo vadis, Fifa?», schrieb Blatter bei X.
«Der Fussball darf niemals zum Spielball politischer Machtinteressen werden», führte der langjährige Fifa-Präsident vor dem WM-Achtelfinale zwischen den USA und Belgien aus. (dpa)
08:19 Uhr
Montag, 6. Juli
Harry Kane hat im Interview keine Stimme mehr
England steht nach dem 3:2-Sieg gegen Mexiko in einem verrückten Spiel im WM-Viertelfinal und trifft dort auf Norwegen. Einer der wichtigsten Spieler bei den Three Lions war einmal mehr Harry Kane: Der Stürmer bereitete das 2:0 von Jude Bellingham vor und traf dann per Penalty selbst zum 3:1. Wenig später verursachte er dann aber selbst einen Penalty, der Mexiko noch einmal hoffen liess. Das nervenaufreibende Spiel strapazierte wohl auch Kanes Stimme.
Zumindest klang er im Interview nach der Partie mehr wie Kermit aus der Muppet-Show als wie er selbst. «Es war ein verrücktes Spiel, wir mussten echt kämpfen», sagte ein heiserer Harry Kane, während ihm die Stimme immer mehr versagte. «Ich kann nicht einmal mehr sprechen.» (nih, watson.ch)
07:20 Uhr
Montag, 6. Juli
Coach über Englands Henderson: «Ziemlich schwere Verletzung»
Englands Nationalspieler Jordan Henderson hat sich beim Jubeln mit dem Team nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko wohl schwerer verletzt. Der 36-Jährige habe sich am Handgelenk verletzt, sagte Trainer Thomas Tuchel. «Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist.» Henderson sei im Krankenhaus. (dpa)

07:06 Uhr
Montag, 6. Juli
Schreckmoment nach Sieg: Englands Henderson auf Trage
Mitten in den WM-Feierlichkeiten nach dem dramatischen Achtelfinal-Sieg gegen Mexiko bildeten die englischen Nationalspieler und Betreuer plötzlich einen Kreis. Bei der Party vor den Fans der Three Lions war Jordan Henderson offenbar über eine Bande gestürzt. Auf einer Trage wurde der 36-Jährige in die Katakomben des Aztekenstadions getragen.
Kapitän Harry Kane machte sich nach dem 3:2 aber keine grossen Sorgen. «Jordan ist da gerade hingefallen. Ich glaube, es geht ihm gut. Es ist nur etwas mit seinem Arm», sagte der Stürmer des FC Bayern München bei der BBC. (dpa)
06:38 Uhr
Montag, 6. Juli
Mexiko-Coach bestätigt Abschied nach WM-Aus
Javier Aguirre hat nach der dramatischen 2:3-Achtelfinale-Niederlage gegen England im Aztekenstadion das Ende seiner dritten Amtszeit als Coach der Mexikaner bestätigt. Der Trainerposten geht nun wie geplant an Rafael Marquéz. Die 47 Jahre alte Ikone arbeitete bereits seit zwei Jahren im Betreuerstab von Aguirre. «Ich habe ihm gesagt, dass er immer auf mich zählen kann», sagte der 67 Jahre alte Aguirre. (dpa)
06:36 Uhr
Montag, 6. Juli
Neymar tritt aus Nationalteam zurück
Altstar Neymar hat nach dem Aus Brasiliens seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. «Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende», sagte der 34-Jährige nach der 1:2 (0:0)-Niederlage gegen Norwegen dem TV-Sender Globo. «Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.»

Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes. (sid)
06:00 Uhr
Montag, 6. Juli
Norwegen wirft Brasilien raus – England setzt sich gegen Mexiko durch
18:08 Uhr
Sonntag, 5. Juli
Kap Verde: Tausende Fans feiern WM-Helden bei der Heimkehr

Die WM-Helden Kap Verdes um Torhüter Vozinha sind bei ihrer Rückkehr aus den USA von Tausenden begeisterten Fans am Flughafen der Hauptstadt Praia empfangen worden. Mit Fahnen und Bannern feierten die Anhänger ihre Fußball-Nationalmannschaft, deren Ankunft am Sonntagmorgen mit dem 51. Unabhängigkeitstag des Inselstaats zusammenfiel, der über 500 Jahre unter portugiesischer Herrschaft stand.
«Wir haben gezeigt, dass unsere WM-Qualifikation kein Glück war. Wir haben harte Arbeit und Widerstandskraft bewiesen und die USA mit erhobenem Haupt verlassen», sagte Cheftrainer Bubista der Presse vor Ort.
Das Team, das bei seiner ersten WM-Teilnahme sensationell die K.-o.-Runde erreichte, soll am Sonntag in einer Parade durch die Straßen von Praia gefeiert werden. Anschließend ist ein Empfang mit Präsident und Regierungsmitgliedern geplant.
Die knappe 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien im Sechzehntelfinale von Miami hatte weltweit für Furore gesorgt. Kap Verde mit seinen nur 500.000 Einwohnern hatte dabei den haushohen Favoriten bis an den Rand einer Niederlage getrieben und sich mit seiner märchenhaften Reise in die Herzen der Fans gespielt. (sid)
14:34 Uhr
sonntag, 5. juli
Denzel Dumfries von Inter zu Real
Der niederländische Internationale Denzel Dumfries wechselt zu Real Madrid. Der Aussenverteidiger kommt vom italienischen Double-Gewinner Inter Mailand und erhält bei Real einen Vertrag bis 30. Juni 2030.

Real zahlte die im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro. Der 30-jährige Dumfries kam bei der WM in allen vier Spielen für die im Sechzehntelfinal an Marokko gescheiterten Niederländer zum Einsatz. (sda/dpa)
09:21 Uhr
Sonntag, 5. Juli
Schweizer Nationalteam verstärkt Ziel von Hasskommentaren
Der Schweizerische Fussballverband sieht sich vermehrt mit Hasskommentaren in den sozialen Medien gegen das Nationalteam während der WM konfrontiert. «Leider können wir inzwischen abschätzen, wann die Gefahr einer Häufung solcher niederträchtigen Kommentare steigt», sagte ein Medienverantwortlicher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «In diesem Fall werden die Kommentarspalten auf unseren Kanälen oft bereits proaktiv gesperrt.»
Vor allem nach dem enttäuschenden Auftakt beim 1:1 gegen Katar habe es so viele diskriminierende Nachrichten gegeben, dass die Kommentarfunktion auf den Social-Media-Kanälen deaktiviert worden sei. «Auch, weil es bei einigen der Kommentare um die Hautfarbe oder Herkunft der Spieler ging.»
Sobald Kommentare den Straftatbestand der sogenannten Rassismusstrafnorm erfüllen, werden sie vom Schweizerischen Fussballverband an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Die Schweiz ist bei der WM nach wie vor noch im Turnier und trifft im Achtelfinale am Dienstag im kanadischen Vancouver auf Geheimfavorit Kolumbien.
FIFA: Anteil rassistischer Kommentare höher
Vor wenigen Tagen erst hatte der Weltverband FIFA mitgeteilt, dass rassistische Kommentare während der WM zugenommen haben. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien auf eine Art rassistisch, hiess es unter Verweis auf die erhobenen Daten. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Den Angaben zufolge wurden 1000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Rassistisch beleidigt worden waren etwa die drei niederländischen Profis Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville nach ihren verschossenen Elfmetern im verlorenen Sechzehntelfinale gegen Marokko. Das Trio schloss deshalb die Kommentarfunktionen in den jeweiligen Accounts. Der niederländische Verband KNVB verurteilte die Beleidigungen und rief dazu auf, entsprechende Beiträge zu melden. Der Verband erstattete zudem nach eigenen Angaben Anzeige beim Generalstaatsanwalt der Niederlande. (dpa)
06:21 Uhr
Sonntag, 5. Juli
Brasilien und England vor tückischen Aufgaben
Am Sonntagabend um 22.00 Uhr Schweizer Zeit kommt es in New Jersey zum Duell zwischen Brasilien und Norwegen. Während die Seleção zum sechsten Mal Weltmeister werden möchte, könnte Norwegen zum ersten Mal in die WM-Viertelfinals vorstossen. Der bisher einzige Ernstkampf dieser beiden Teams in der Vorrunde der WM 1998 endete mit einem 2:1-Sieg für die Skandinavier.
In der Nacht um 2.00 Uhr spielt Mexiko im heimischen Aztekenstadion gegen England. Der Mitgastgeber hat die ersten Partien dieses Turniers allesamt gewonnen und noch kein Gegentor zugelassen. Die Engländer dagegen hinterliessen bisher einen zwiespältigen Eindruck, haben jedoch mit Harry Kane einen der besten Stürmer der Welt in ihren Reihen. Die Ausgangslage scheint völlig offen zu sein. (sda)
01:11 Uhr
Sonntag, 5. Juli
Mbappé erlöst Frankreich gegen Paraguay

Frankreich steht nach einem Geduldsspiel im Viertelfinal der Weltmeisterschaft. Der Top-Favorit, der bis dato in jedem Turnierspiel mindestens dreimal getroffen hatte, biss sich am Abwehrbollwerk Paraguays lange die Zähne aus und siegte am Ende knapp, aber verdient mit 1:0.
Die Partie im brütend heissen Philadelphia – bei Anpfiff herrschten Temperaturen von fast 40 Grad Celsius – entwickelte sich schnell zu einer zähen Angelegenheit. Die Franzosen, die den verletzten Aurélien Tchouaméni im zentralen Mittelfeld durch Manu Koné ersetzen mussten, dominierten zwar den Ballbesitz (am Ende 474 zu 94 Pässe), fanden aber kaum Lücken im tiefen Block der Südamerikaner. Paraguay, das in der Runde zuvor bereits Deutschland aus dem Turnier geworfen hatte, setzte auf eine extrem giftige und phasenweise rücksichtslose Zweikampfführung. Immer wieder unterbrachen die Paraguayer den Spielfluss mit Mätzchen und kleineren Fouls, was den französischen Rhythmus merklich störte.
Die «Équipe Tricolore» versuchte es im ersten Durchgang vermehrt aus der Distanz. Ein Versuch von Manu Koné in der 22. Minute und ein abgefälschter Schlenzer von Ousmane Dembélé (39.) sorgten noch für die grösste Gefahr, während Kylian Mbappé vor der Pause weitgehend neutralisiert wurde. So ging es mit einem für Paraguay schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielbild, bis Nationaltrainer Didier Deschamps in der 61. Minute Désiré Doué für Bradley Barcola einwechselte. Der Dribbler von Paris Saint-Germain brachte sofort Schwung in die Partie und holte nur wenige Minuten später den entscheidenden Penalty heraus, als er von Diego Gomez ungestüm im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Nach Eingreifen des VAR zeigte Schiedsrichter Ilgiz Tantashev auf den Punkt.
Kylian Mbappé liess sich in der 70. Minute auch durch weitere Mätzchen der Südamerikaner nicht beirren, schickte Goalie Gill in die falsche Ecke und traf sicher flach nach rechts zum 1:0. Es war Mbappés 19. Tor im 19. WM-Spiel.
In der Schlussphase verpasste es Frankreich, den Sack vorzeitig zuzumachen. Mbappé scheiterte gleich mehrfach am stark reagierenden Gill (89., 90.+6). Paraguay kam seinerseits nur noch zu einem gefährlichen Abschluss durch Mauricio in der 90. Minute, den Mike Maignan sicher parierte. So zitterte sich Frankreich ins Viertelfinal, während das Abwehrmärchen von Paraguay ein Ende findet.
In der nächsten Runde kommt es zur Reprise des WM-Halbfinals von Katar, wenn Marokko den Franzosen gegenübersteht. (sda)
23:55 Uhr
Samstag, 4. Juli
Renard tritt gleich wieder ab

Der französische Trainer Hervé Renard, der bei Tunesien nach dem ersten WM-Spiel die Nachfolge von Sabri Lamouchi antrat, tritt nach den beiden Niederlagen gegen Japan (0:4) und die Niederlande (1:3) bereits wieder ab. Renard geht davon aus, dass er auch in Zukunft wieder afrikanische Teams trainieren wird - wegen «des Respekts, der mir dort entgegengebracht wird».
Renard trainierte in Afrika schon die Nationalteams von Marokko, Angola, Sambia, Elfenbeinküste und Tunesien. Bei der WM 2022 in Katar wirkte Renard für Saudi-Arabien. (sda)
21:05 Uhr
Samstag, 4. Juli
Marokko wirft Gastgeber Kanada aus dem Turnier

Marokko steht an der FIFA-WM in Nordamerika als erstes Team in den Viertelfinals. Die Marokkaner schlagen in Houston den Co-Organisator Kanada mit 3:0.
Die Kanadier gingen als erster Mitorganisator mit fliegenden Fahnen unter. Mexiko und die USA haben ihren Achtelfinal-Auftritt noch vor sich: Mexiko duelliert sich in der Nacht auf Montag mit England; die USA spielen 24 Stunden später gegen Belgien.
Kanada verlor in Houston nicht zwingend die Partie. Fast 70'000 Zuschauer sahen erneut ein Spiel, in dem Ballbesitz (55 Prozent für Marokko) keine Rolle spielte. Die Kanadier waren es, die gradliniger und gezielter angriffen. Die Kanadier schossen öfter aufs Tor und erspielten sich in den ersten elf Minuten während ihrer furiosen Startphase die ersten zwei grossen Torchancen.Doppeltorschütze Ounahi
Und Marokko? Die Afrikaner verdienten sich im Prinzip kein Tor. Der Wert ihrer «erwarteten Tore» (expected goals) lag bis zur 81. Minute bei 0,09. Erst im Finish, als die Kanadier die Defensive öffnen mussten und sich Marokko immer mehr Kontermöglichkeiten boten, stieg der Wert noch auf 0,79 an.
Dennoch ging Marokko schon nach 50 Minuten in Führung. Eine einstudierte Freistoss-Variante von Achraf Hakimi auf Mittelfeldspieler Azzedine Ounahi führte zum 1:0. Der 24-Jährige erzielte sein erstes Länderspieltor seit fast einem Jahr. Im Finish stellte Ounahi mit seinem zweiten Treffer den Sieg sicher. Azzedine Ounahi erzielte erstmals seit fast zwei Jahren zwei Tore in einem Spiel. Und in der 98. Minute stellte Soufiane Rahimi mit seinem zweiten Goal im Turnier sogar noch auf 3:0.
Der kanadische Held
Am Afrika-Cup bestritt Doppeltorschütze Ounahi bloss drei der sieben marokkanischen Partien. Aber egal mit welchem Personal, erfolgreich treten sie auf, diese Marokkaner. Im Januar gewannen sie die Afrika-Meisterschaft. Vor vier Jahren in Katar standen sie als erstes afrikanisches Team überhaupt in den Halbfinals der WM. Um wieder so weit zu kommen, muss Marokko im Viertelfinal in Boston entweder Frankreich oder Paraguay eliminieren.
Gegen Kanada war ausgerechnet ein Kanadier Marokkos Held. Goalie Bono, bürgerlich Yassine Bounou, kam vor 35 Jahren in Montreal zur Welt. Er besitzt sowohl den kanadischen wie den marokkanischen Pass. Er entschied sich für Marokko. Bono war schon beim 4. WM-Rang von 2022 eine der ganz grossen Figuren im marokkanischen Team. Im aktuellen Turnier «hexte» Bono Marokko zum 1:1 gegen Brasilien, zum 1:0 über Schottland und im Sechzehntelfinal zum Penalty-Sieg über die Niederlande. (sda)
19:56 Uhr
Samstag, 4. Juli
Jaquez und Aebischer fehlen im Training

Drei Tage vor dem Achtelfinal gegen Kolumbien kämpfen zwei Spieler im Schweizer Nationalteam mit Blessuren. Neben Luca Jaquez verpasst nun auch Michel Aebischer das Mannschaftstraining.
Jaquez hatte bereits vor dem Sechzehntelfinal gegen Algerien aufgrund von muskulären Beschwerden ein individuelles Programm bestritten. Aebischer kam im ersten K.o.-Spiel als Einwechselspieler zu einem Kurzeinsatz.
Das Duell mit Kolumbien findet am Dienstag, 7. Juli, um 13.00 Uhr Ortszeit in Vancouver statt (22.00 Uhr Schweizer Zeit). (sda)
12:58 Uhr
Samstag, 4. Juli
Medien: Frankreich im Achtelfinale ohne Tchouaméni
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps muss für das Achtelfinale gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay seine Startelf umbauen. Wenige Stunden vor der Partie in Philadelphia berichteten französische Medien übereinstimmend, dass Aurélien Tchouaméni verletzt ausfällt. Danach laboriert der Mittelfeldspieler von Real Madrid an einer Oberschenkelblessur, hiess es bei RMC und «L'Equipe».

Der 26-Jährige hatte drei der bisherigen vier Partien bei der Fussball-Weltmeisterschaft über die volle Spielzeit bestritten. Lediglich beim 3:0 im Gruppenspiel gegen den Irak war Tchouaméni durch Manu Koné ersetzt. Der 25-Jährige von der AS Rom könnte nun erneut neben Adrien Rabiot im Mittelfeld auflaufen. (dpa)
12:33 Uhr
Samstag, 4. Juli
Fifa verzichtet auf Verlegung von Mexiko-England
Der Fussball-Weltverband Fifa hat trotz Diskussionen auf eine Vorverlegung des WM-Achtelfinals zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England in Mexiko-Stadt verzichtet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des Risikos witterungsbedingter Störungen und Überschwemmungen hatte der Verband wohl diskutiert, die für Sonntag um 18 Uhr Ortszeit angesetzte Partie früher anpfeifen zu lassen. (sid)
07:04 Uhr
Samstag, 4. Juli
Messi gezeichnet: Beule am Kopf nach Kap-Verde-Kampf
So gezeichnet verlässt Lionel Messi selten einen Rasen. Der 3:2-Kraftakt der argentinischen Fussball-Nationalmannschaft nach Verlängerung in Miami gegen den krassen WM-Aussenseiter Kap Verde verlangte aber auch dem achtmaligen Weltfussballer einiges ab.

Über dem rechten Auge trug Messi auf der Stirn eine mächtige Beule davon. «Oh, diese Beule», schrieb das argentinische Sportblatt «Olé». Englands Boulevardblatt «The Sun» befand: «Lionel Messi beendete den Thriller gegen Kap Verde mit einer schrecklichen Beule an der Stirn, die immer mehr anschwoll.»
Der mittlerweile 39-Jährige war in der Nachspielzeit der 90 Minuten nach einer Attacke gestürzt. Er prallte dabei mit dem Kopf an das Knie seines Gegenspielers. Zuvor hatte Messi in dem packenden Sechzehntelfinale den Titelverteidiger mit einem Tor in seiner typischen Art nach famoser Ballannahme in Führung gebracht. Es war bereits sein siebtes Tor im vierten Spiel bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko.
«Wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde», sagte Messi nach der Partie. Aber die argentinische Nationalmannschaft, die in der 111. Minute durch ein Eigentor das entscheidende 3:2 bejubelte, kämpfe bis zum Schluss, betonte der Kapitän der Albiceleste. Notfalls halt auch mit Beule. (dpa)
06:23 Uhr
Samstag, 4. Juli
Frühes Tor reicht: Kolumbien kann weiter träumen

Fiesta Colombiana in Kansas City: Angeführt vom agilen Bayern-Star Luis Díaz haben die «Cafeteros» ihre WM-Ambitionen zum Start der K.o.-Runde untermauert und mausern sich langsam zum Geheimfavoriten. Die Kolumbianer gewannen ihr gefühltes Heimspiel im US-Bundesstaat Missouri verdient mit 1:0 (1:0) gegen Ghana, auf den Rängen kannte der Jubel der rund 50.000 mitgereisten Fans keine Grenzen. Gegner im Achtelfinale am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) in Vancouver ist die Schweiz.
Jhon Arias (14.) schoss die Südamerikaner zum vierten Mal überhaupt in die Runde der besten 16, es war nach 1990 und 2014 der dritte Sieg in einem K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft. «Es ist ein Traum», sagte Mittelfeldspieler Gustavo Puerta: «Spiel für Spiel haben wir es unter Beweis gestellt, wir spielen mit Herz und Seele, und bei jedem Ball geben wir alles, als wäre es der letzte, und die Familie, die wir gebildet haben, ist es, die uns bis hierher gebracht hat.»
Ghana konnte Marokko und Ägypten dagegen nicht in die nächste Runde folgen, zum ersten Mal überhaupt hätten drei afrikanische Teams das Achtelfinale erreichen können. Ihr bestes Ergebnis hatten die «Black Stars» bei der WM 2010 mit dem überraschenden Viertelfinal-Einzug geliefert.

Durch die starke Vorrunde mit dem Gruppensieg vor Portugal wuchsen in Kolumbien bereits grosse Hoffnungen. «Es ist schön, dass wir von einigen als Mitfavorit gesehen werden. Aber das musst du auf dem Platz zeigen», sagte Trainer Nestor Lorenzo: «Unser Team hat gelernt, mit der Rolle und der Verantwortung umzugehen.» Das zeigten die «Cafeteros» im nahezu komplett in Gelb gefärbten Kansas-City-Stadion von Beginn an, auch wenn die Anfangsphase äusserst kurios verlief.
Erst musste Ex-Bundesligaspieler Jhon Cordoba bei Kolumbien wegen einer Leistenverletzung von Luis Suárez ersetzt werden (8.), ehe bei Ghana Marvin Senaya mit einer Muskelblessur für Alidu Seidu Platz machte (13.). Während Suárez sofort im Spiel war und traumhaft auf den zweiten Pfosten flankte, befand sich Seidu noch im Tiefschlaf und liess Arias vollkommen frei einschieben. Die Südamerikaner rissen die Spielkontrolle komplett an sich, kombinierten flüssig und gefällig.
Gegen den auch nach dem Rückstand tiefstehenden Block von Ghana gab es im letzten Drittel aber kaum Lücken. Das Team von Carlos Queiroz, der von Februar 2019 bis Dezember 2020 ziemlich glücklos auch Kolumbien trainiert hatte, tat für die Offensive im ersten Durchgang bis auf den frühen Warnschuss von Thomas Partey nach 57 Sekunden nichts. Stattdessen musste sich hinten der nach Verletzung zurückgekehrte Stammkeeper Lawrence Ati Zigi beim Kopfball von Johan Mojica auszeichnen (45.+1).
Nach dem Wechsel verlagerte Ghana das Spiel etwas mutiger in die gegnerische Hälfte - und lief dabei gleich reihenweise in Konter: Díaz' Treffer zählte wegen Abseits nicht (56.), dann scheiterte er allein vor Ati Zigi (58.). Den «Black-Stars» fehlten im Spiel nach vorne trotz aller Bemühungen und Topstar Antoine Semenyo gänzlich die Mittel. (sid)
06:19 Uhr
Samstag, 4. Juli
Kap Verde scheidet erhobenen Hauptes aus: «Wie ein Sieg»
Lange schnupperte Kap Verde an der grössten WM-Sensation der Geschichte - am Ende scheiterte der Aussenseiter gegen den Weltmeister nur knapp. Die Enttäuschung bei Torwartheld Vozinha und seinen Mitspielern wich aber schnell dem Stolz über das Erreichen des Sechzehntelfinals. «Das Volk von Kap Verde darf seinen Spielern dankbar sein. Sie haben unser Land auf der ganzen Welt würdig vertreten», sagte Nationaltrainer Pedro Leitao Brito: «Für uns fühlt sich das wie ein Sieg an.»
Der Coach der kleinsten Nation, die sich je für die K.o.-Phase einer WM qualifiziert hatte, haderte nicht lange mit der Pleite in einem Krimi gegen Argentinien (2:3 n.V.). «Besonders in der Verlängerung hatten wir das Gefühl, Argentinien noch einmal ernsthaft gefährden zu können», sagte Brito. Dass sein Team die Albiceleste «bis tief in die Verlängerung hinein» unter Druck gesetzt habe, «erfüllt uns mit Stolz».

Das Überraschungsteam der WM verlässt die USA aber mit guten Erinnerungen. «Wir sind sehr stolz auf alles, was wir erreicht haben. Natürlich sind wir enttäuscht über das Ergebnis, weil wir in die nächste Runde einziehen wollten», sagte Vozinha, der durch seine Leistung gegen Spanien (0:0) zum Star wurde und einen Hype in den Sozialen Medien erlebte: «Wir scheiden erhobenen Hauptes aus.»
Dem schloss sich der Trainer an. «Während des gesamten Turniers wollten wir Fussball spielen - selbst gegen die besten Mannschaften der Welt», sagte Brito: «Wir haben nie versucht, das Spiel zu zerstören oder Zeit zu schinden. Wir wollten jedem Gegner auf Augenhöhe begegnen.»
Diese Leistung werde «in die Geschichte unseres Landes eingehen». Und vielleicht, ergänzte er, «gibt sie auch anderen kleinen Nationen Hoffnung, dass man mit Organisation, Charakter und harter Arbeit Grosses erreichen kann.» (sid)
06:00 Uhr
Samstag, 4. Juli
Nach Influencer-Geschenk: Mexikaner geben Uhren zurück
Mexikos Fussballer haben die Uhren, die ihnen ein amerikanischer Youtube-Star geschenkt hat, wieder zurückgegeben. Das teilte die Nationalmannschaft des WM-Mitgastgebers auf der Plattform X mit. Die Spieler hätten dies einvernehmlich beschlossen haben, hiess es.

Stephen Deleonardis, bekannt als «Steve Will Do it», hatte die Mannschaft des WM-Mitgastgebers von Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer weltbekannten Schweizer Luxusmarke beschenkt. Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, war dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt gekommen. Es habe sich «wie ein Lauffeuer verbreitet, die Fussballer hätten auch begeistert auf die Geschenke reagiert», schrieb «Récord» zunächst.
Laut «Excelsior» soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar, umgerechnet rund 875'000 Euro, belaufen haben. «Steve Will Do it» hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. (dpa)
23:04 Uhr
Freitag, 3. Juli
Ägypten siegt im Penaltyschiessen gegen Australien
Ägypten steht zum ersten Mal seit 92 Jahren wieder in einem WM-Achtelfinal. Die Mannschaft um Captain Mohamed Salah gewann in Dallas gegen Australien 4:2 im Penaltyschiessen.

Der verschossene erste Penalty von Australiens Captain Harry Souttar und der Schuss an die Latte des 18-jährigen Lucas Herrington entschieden die Partie in Dallas zugunsten der vor allem in der Verlängerung drückenderen, aber selten zwingenden Ägypter. Die ägyptischen Schützen trafen allesamt, den dritten Versuch verwandelte Mohamed Salah mit einem «Panenka».
Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1. Das frühe 1:0 durch Emam Ashour (13. Minute) hatte Australien in der 55. Minute mit Unterstützung von Mohamed Hany ausgleichen können. Dem ägyptischen Verteidiger, der schon beim Auftakt gegen Belgien (1:1) einen Ball ins eigene Tor gelenkt hatte, unterlief als erstem Spieler in der WM-Historie ein zweites Eigentor während einer Endrunde.
Ägypten steht damit vor seinem zweiten WM-Achtelfinal nach 1934. Damals war die klar verlorene Partie gegen Ungarn der erste und einzige Einsatz der Ägypter an der aus 16 Teams bestehenden Endrunde in Frankreich. (sda)
21:41 Uhr
Freitag, 3. Juli
Gewitter-Angst: Wird Englands Kracher in Mexiko vorverlegt?
Die WM-Organisatoren prüfen Medien zufolge, den Achtelfinal-Kracher bei der Fussball-Weltmeisterschaft zwischen Mitgastgeber Mexiko und England um mehrere Stunden nach vorn zu verlegen. Hintergrund soll demnach die Sorge um die Folgen schwerer Gewitter sein, die für den Abend des Spiels vorhergesagt sind.
Mexikanische Medien wollen erfahren haben, dass der Anstoss bereits am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit (20 Uhr Schweizer Zeit) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt erfolgen soll. Auch britische Medien berichteten über Gedankenspiele, den Anpfiff um sechs Stunden nach vorn zu verlegen. Der Weltverband Fifa bestätigte dies zunächst nicht. (dpa)
21:09 Uhr
Freitag, 3. Juli
Deutscher Influencer spottet während Nati-Spiel über die Trinkpausen
«Ick hab nur 15 Sekunden, diese Spots sind arschteuer!» Wer am Freitagmorgen das Spiel unserer Nati gegen Algerien im ZDF geschaut hat, wird sich während der zweiten Trinkpause die Augen gerieben haben. Der deutsche Influencer «HandofBlood» hat mit einem Werbespot die Fifa auf den Arm genommen und kritisiert. Im kurzen Beitrag sagt er: «Liebe Grüsse an die Fifa, die WM wird jedes Jahr besser. Diese Werbe- äh Trinkpausen sind super für die Wirtschaft, den Sport!»
Der Spass soll ihn einen fünfstelligen Betrag gekostet haben, sagt er in einem Beitrag auf Instagram. Maximilian Paul Karl-Heinz Knabe, wie «HandofBlood» mit bürgerlichem Namen heisst, ist einer der bekanntesten Influencer in Deutschland. Ihm folgen auf Instagram rund eine Million Menschen, auf YouTube sind es sogar fast drei Millionen. (fan)
18:29 Uhr
Freitag, 3. Juli
Influencer schenkt Mexiko-Team Luxus-Uhren
Mit dem Geschenk hatten die mexikanischen Spieler wohl nicht gerechnet. Der US-amerikanische Youtube-Star Stephen Deleonardis, bekannt als «Steve Will Do it», überraschte mexikanischen Medienberichten zufolge die Mannschaft des WM-Mitgastgebers samt Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer weltbekannten Schweizer Luxusmarke.

Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, kam dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt. Es habe sich «wie ein Lauffeuer verbreitet, die Fussballer hätten überrascht und begeistert auf die Geschenke reagiert», schrieb «Récord».
Laut «Excelsior» soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar belaufen haben. «Steve Will Do it» hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. (dpa)
07:53 Uhr
Freitag, 3. Juli
Deutschland: Julian Nagelsmann macht Weg frei
Julian Nagelsmann hat am Freitag seinen Rücktritt als Trainer der deutschen Nationalmannschaft gegeben. Der 38-Jährige soll nach der Krisensitzung beim Deutschen Fussball-Bund am Donnerstag in Frankfurt/Main zu dieser Entscheidung gekommen sein, wie der TV-Sender Sky und die «Bild»-Zeitung zunächst berichteten.
Später wurde die Entscheidung dann offizialisiert. Nagelsmann sagt, die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. Denn: «Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.»
Nagelsmann war mit der DFB-Auswahl am Montag im Sechzehntelfinale der WM im Elfmeterschiessen an Paraguay gescheitert. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte er einen Rücktritt ausgeschlossen. Beim Treffen in Frankfurt soll ihm die DFB-Spitze diesen Schritt aber nahegelegt haben.
Sein möglicher Nachfolger heisst Jürgen Klopp. Der Ex-Liverpool-Trainer ist Kronfavorit auf den Job. (dpa/chm)
04:13 Uhr
Freitag, 3. Juli
Portugal siegt gegen Kroatien dank Tor in der Nachspielzeit
Portugal setzt sich im WM-Sechzehntelfinal gegen Kroatien in Toronto in einer packenden Partie mit 2:1 durch. Den Siegtreffer erzielt Gonçalo Ramos in der 94. Minute.

Das Duell gewann zusätzlich an Brisanz, als klar war, dass beim Verlierer zumindest auf der WM-Bühne eine grosse Karriere enden würde: entweder jene von Cristiano Ronaldo auf portugiesischer Seite oder jene von Luka Modrić bei Kroatien. Beide haben Jahrgang 1985 und gehören zu den grössten Fussballern aller Zeiten. Sie spielten sechs Jahre gemeinsam bei Real Madrid und gewannen in dieser Zeit viermal die Champions League.
Cristiano Ronaldo wird bei Portugal allerdings zunehmend kritisch gesehen, da seine sportliche Wirkung nicht mehr so dominant ist wie früher. Dennoch ist er bei Trainer Roberto Martinez gesetzt. Und das zahlte sich diesmal aus, erzielte er doch in der 68. Minute per Penalty nach einer VAR-Intervention das 1:1. Damit erlebte er eine Premiere: Zwar traf er zum elften Mal an einer WM, jedoch war es sein erstes Tor in einem K.-o.-Spiel - seinem neunten insgesamt. Eine Viertelstunde zuvor hatte Ivan Perisic die Kroaten in Führung gebracht. Mit nun sieben Treffern ist er alleiniger kroatischer WM-Rekordtorschütze.
Portugal dominierte die erste Halbzeit, wurde allerdings gegen den diszipliniert verteidigenden Gegner nur einmal richtig gefährlich, als Bruno Fernandes in der vierten Minute im Strafraum zum Abschluss kam, jedoch am kroatischen Keeper Dominik Livakovic scheiterte. Nach der Pause steigerten sich die Kroaten dann aber deutlich. Es ging ein Ruck durch das Team, wodurch die Partie deutlich attraktiver wurde. Das entscheidende 2:1 erzielte der eingewechselte Gonçalo Ramos in der 94. Minute per Kopf nach einer Flanke von Rafael Leão - und dies am ersten Todestag des bei einem Autounfall verstorbenen Diogo Jota.
In der 58. Minute scheiterte Leão an der Latte, in der 75. Minute lenkte der portugiesische Goalie Diogo Costa einen Schuss von Mateo Kovacic an den Pfosten. Zudem wurden in der zweiten Hälfte nicht weniger als vier Tore wegen Offsides aberkannt, drei auf Seiten der Kroaten, wobei es bei Cristiano Ronaldo (61.) und Petar Sucic (81.) sehr knapp war. Der vierte annullierte Treffer war jener von Josko Gvardiol in der 103. Minute, weil der Ball vom im Offside stehenden Mario Pasalic gekommen war. Deshalb gab Schiedsrichter Espen Eskas das Tor nach Ansicht der Videobilder nicht.

So geht die WM-Karriere von Luka Modric zu Ende, während Cristiano Ronaldo mit Portugal am Montag gegen Europameister Spanien den nächsten Schritt zum ersten WM-Titel seines Landes machen möchte. (sda)
23:02 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Spanien lässt Österreich keine Chance
Spanien wird seiner Favoritenrolle im Sechzehntelfinal in Los Angeles gegen Österreich gerecht. Der Europameister setzt sich ungefährdet mit 3:0 durch. Mikel Oyarzabal steuerte wie schon beim 4:0 in der Vorrunde gegen Saudi-Arabien einen Doppelpack beim Sieg bei. Das 2:0 erzielte Pedro Porro. (sda)

10:38 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Österreichs Bundespräsident: «Lasst die Kinder länger aufbleiben!»
Österreich fordert heute um 21 Uhr den grossen Favoriten Spanien heraus. Geht es nach Bundespräsident Alexander Van der Bellen sollen auch möglichst viele kleine Fans des Nationalteams vor dem Fernsehen Daumen drücken dürfen. Was wohl die Lehrer dazu meinen?
Dazu passt auf jeden Fall der Ratschlag von Englands Trainer Thomas Tuchel. Um 1 Uhr nachts in der Heimat wird der WM-Achtelfinal der Engländer gegen Mexiko angepfiffen. Ob er eine Nachricht für die Eltern habe, die ihre Kinder ins Bett bringen müssen, wird Tuchel an der Pressekonferenz gefragt. Dessen Antwort wird den Lehrern wohl nicht gefallen: «Schreibt ihnen eine Entschuldigung und lasst sie Fussballschauen. Sie können noch oft genug in die Schule gehen, die WM ist nur alle vier Jahre.»
05:16 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Balogun trifft und sieht Rot - die USA schlägt Bosnien dennoch

Die «Soccer Party» kann weitergehen: Die Fußball-Nationalmannschaft der USA hat sich bei der WM auf eigenem Boden für das Achtelfinale qualifiziert. Die überlegene Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino besiegte Bosnien-Herzegowina in Unterzahl 2:0 (1:0) und trifft nun am Montag in Seattle auf Belgien.

Folarin Balogun (45. Minute) und Malik Tillman (82.) liessen mit ihren Toren die US-Fans im Super-Bowl-Stadion in Santa Clara frenetisch jubeln. Weil Balogun eine umstrittene Rote Karte sah, mussten die von Mauricio Pochettino trainierten Co-Gastgeber rund 30 Minuten zu zehnt spielen. Für die Bosnier um Sturm-Legende Edin Dzeko, der angeschlagen ausgewechselt werden musste, endet die erste WM-Reise seit 2014.
05:16 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Belgien dreht das Spiel gegen den Senegal in extremis

Belgiens goldene Fussball-Generation hat ein fulminantes Comeback hingelegt und den nächsten heftigen Tiefschlag mit grosser Moral abgewendet. Das Team um Doppeltorschütze Youri Tielemans gewann sein WM-Sechzehntelfinale gegen Senegal in Seattle nach Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung. Damit zog Belgien trotz eines über weite Strecken schwachen Auftritts ins Achtelfinale ein.
Habib Diarra (24. Minute) und Ismaila Sarr (51.) hatten die Afrikaner vor 66.925 Fans im Football-Tempel der Seattle Seahawks in Führung gebracht. In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Romelu Lukaku (86.) und Tielemans (89.) sorgten für den Ausgleich. In der Verlängerung verwandelte erneut Tielemans (120.+5) einen Foulelfmeter. Das vorangegangene Foulspiel war minutenlang via Videobeweis überprüft worden.
20:05 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
England steht dank Harry Kane im Achtelfinal
England dreht gegen die Demokratische Republik Kongo in der ersten K.o.-Runde ein 0:1 in ein 2:1 und steht im WM-Achtelfinal.

Beide Tore für den Favoriten in Atlanta erzielte Harry Kane, das erste in der 75. und das zweite in der 86. Minute. Es war für den 32-Jährigen der zweite Doppelpack an diesem Turnier und sein fünfter Treffer insgesamt. Brian Cipenga hatte die Kongolesen in der 7. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. (sda)
18:57 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Geht das Favoritensterben weiter? England zur Pause hinten
Deutschland und die Niederlande sind bereits im Sechzehntelfinal ausgeschieden. Und jetzt liegt auch noch England zur Halbzeit hinten – und das ausgerechnet gegen einen krassen Aussenseiter! Gegen die Demokratische Republik Kongo tut sich der haushohe Favorit aus England extrem schwer, zur Pause steht es 1:0 für die Zentralafrikaner. (fan)
15:14 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Mehr rassistische Kommentare bei der WM
Rassistische Kommentare während der Fussball-WM haben nach Angaben der Fifa in den sozialen Medien stark zugenommen. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien auf eine Art rassistisch, teilte der Fussball-Weltverband unter Verweis auf erhobene Daten mit. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Den Angaben zufolge wurden 1000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Die Fifa beruft sich dabei auf den Social Media Protection Service (SMPS), der die Accounts von an der WM teilnehmenden Teams, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern scannt und beleidigende Kommentare unsichtbar macht. So sollen die Akteure vor den Auswirkungen der Beleidigungen geschützt werden. (dpa)
14:32 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Haaland schneidet seine Haare nicht – wegen eines Tipps von Ibrahimovic
«Schneide niemals deine Haare!» Diesen Tipp hat Fussball-Legende Zlatan Ibrahimovic Stürmerstar Erling Haaland mit auf den Weg gegeben. Die Stärke liege in den Haaren, soll Ibrahimovic laut Haaland gesagt haben. Und weiter: «Ich muss ja auf ihn hören.»
Der Ratschlag scheint zu fruchten. Haaland hat an dieser WM bereits fünf Tore geschossen. Im Sechzehntelfinal gegen die Elfenbeinküste schoss er das entscheidende Tor für den Sieg seiner Mannschaft. (fan)
06:05 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Mexiko weiter ohne Gegentreffer
Nach einstündiger Verspätung wegen Blitz und Donners hat WM-Mitgastgeber Mexiko seine erste grosse WM-Gala gezündet und Deutschland-Schreck Ecuador 2:0 besiegt. Angeführt von Wunder-Teenager Gilberto Mora zeigten die Mexikaner vor 80'824 Zuschauern im ausverkauften Fussball-Tempel Aztekenstadion einen phasenweise berauschenden Auftritt.

Julián Quiñones traf in der 22. Minute, Raúl Jiménez legte neun Minuten später nach. Ecuador beendete die Partie zu zehnt, weil Arsenals Verteidiger Piero Hincapie in der Nachspielzeit mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Hincapie hatte sich die Hand vor den Mund gehalten, was Referee Slavko Vincic nach Sichtung der Bilder gemäss neuem Regelwerk ahndete.
Für Mexiko war es der vierte Sieg im vierten Spiel dieser WM ohne Gegentreffer. Im Achtelfinal kommt es entweder zum Duell mit der Demokratischen Republik Kongo oder England. (dpa)
05:19 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Schiedsrichterchef Colina verteidigt Aberkennung des Deutschland-Treffers
Der viel diskutierte Entscheid, das 2:1 des Deutschen Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinal gegen Paraguay zu annullieren, war laut Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina korrekt. In einem Beitrag des Weltverbands schrieb der Italiener: «Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden», sagte Collina.

Tah hatte Deutschland nach einem Corner in der Verlängerung scheinbar zur 2:1-Führung geköpft. Doch dann griff der Videoschiedsrichter nach einem Kontakt von Waldemar Anton mit Paraguays Goalie Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel.
Zwar stelle das blosse Einnehmen oder Halten einer Position für sich genommen kein Foul dar, schrieb Colina weiter: «Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn dadurch am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und – falls erforderlich – auch der VAR die Situation sorgfältig analysieren und eingreifen», sagte Collina. «Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor wirksam zu verteidigen.» (sda)
05:11 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Mbappé brilliert weiter: Frankreich-Show gegen Schweden
Topfavorit Frankreich und Superstar Kylian Mbappé zaubern sich mehr und mehr Richtung Titel. Der zweimalige Weltmeister setzte sich im Sechzehntelfinal hochverdient mit 3:0 (1:0) gegen Schweden durch und trifft am Samstag in Philadelphia nun auf Deutschland-Bezwinger Paraguay.

Mbappé (45./74. Minute) und Bradley Barcola (53.) trafen vor 80'663 Zuschauern in East Rutherford für die Franzosen, die phasenweise eine grosse Show boten. Nicht nur Mbappé, der in der ewigen WM-Torjägerliste ganz nah an Lionel Messi heranrückte, drehte auf. Auch Bayern-Profi Michael Olise glänzte wieder mal als Vorbereiter. Wer soll Les Bleus eigentlich stoppen?
Mbappé, der Torschützenkönig der letzten WM, steht nun an diesem Turnier wie Lionel Messi bei sechs Toren und ist in der ewigen WM-Torschützenliste bis auf einen Treffer am Argentinier dran (18 zu 19). (dpa/sda)
21:02 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Norwegen steht dank Haaland im Achtelfinal
Norwegen übersteht zum ersten Mal eine WM-K.o.-Runde. Nach dem 2:1 im Sechzehntelfinal gegen die Elfenbeinküste fordern Erling Haaland und Co. als Nächstes am Sonntag Rekordweltmeister Brasilien.

Erling Haaland sorgte in der 86. Minute mit seinem fünften WM-Tor für den Sieg. Zuvor hatten Antonio Nusa (39.) für Norwegen und Amad Diallo (74.) für die Elfenbeinküste getroffen. (sda)
19:23 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Nati-Verteidiger Rodriguez vor ungewisser Zukunft

Ricardo Rodriguez steht vor einer ungewissen Zukunft. Wie mehrere Nachrichtenportale berichten, wird Betis Sevilla den auslaufenden Vertrag mit dem 33-jährigen Schweizer Nati-Verteidiger nicht verlängern. Damit endet seine Zeit in Andalusien nach 68 Einsätzen und drei Vorlagen.
Wohin es Rodriguez nun zieht, ist offen. Im Mai bestätigte er Gespräche mit Schweizer Klubs, betonte aber, dass für eine Rückkehr mehrere Faktoren stimmen müssten – darunter der sportliche Plan und finanzielle Aspekte. (luk)
16:13 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Neuer beendet endgültig Karriere in der Nationalmannschaft

Nur vier Spiele nach seiner Rückkehr soll für Manuel Neuer nun definitiv Schluss sein im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem WM-Aus bestätigt der Goalie seinen zweiten Rücktritt.
Im «Sportschau»-Interview antwortete Neuer nach dem bitteren WM-Aus der Deutschen auf die Frage, ob der Sechzehntelfinal gegen Paraguay sein letztes Länderspiel gewesen sei, knapp mit «Ja». Bereits nach der EM 2024 hatte der inzwischen 40-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer jedoch vor der WM 2026 wieder als Nummer eins ins Team zurückgeholt. Dieser Entscheid hatte im Vorfeld des Turniers vor allem aufgrund der kurzfristigen Degradierung von Oliver Baumann für Diskussionen gesorgt. Bei MagentaTV sagte Neuer auf die Frage, ob er nach seiner Rückkehr die «Power» für einen weiteren Neustart im DFB-Team hätte: «Nein, das ist extrem bitter, so aufzuhören». (sda)
12:30 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Paraguay ruft nach WM-Erfolg Nationalfeiertag aus
Paraguay ist nach dem Fussball-Triumph über Deutschland im Freudentaumel. Präsident Santiago Peña hat nach dem Einzug ins Achtelfinale den Tag nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschiessen per Dekret zum arbeitsfreien Nationalfeiertag erklärt. Auf X schrieb er: «Paraguay gibt niemals auf! Feiertag, verdammt noch mal!»
Später erklärte Peña, das ganze Land feiere eine Mannschaft, die Kampfgeist, Glauben und Stärke verkörpere. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich im Trikot der Nationalmannschaft bei der Unterzeichnung des Dekrets. Er dankte dem Team für die «riesige Freude» und dafür, Millionen Paraguayer unter einer Flagge vereint zu haben.
Paraguay nimmt erstmals seit 2010 wieder an einer Fussball-WM teil. Im Achtelfinal trifft das Team auf Frankreich oder Schweden. (dpa)
11:07 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Nach Marokko-Sieg: Krawalle in Den Haag
Nach dem Sieg gegen die Niederlande bei der Fussball-WM im Elfmeterschiessen kam es in Den Haag bei Feiern von Anhängern von Marokko nach Angaben der Polizei vereinzelt zu Zusammenstössen. Beamte seien mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Die Polizei griff anschliessend nach eigenen Angaben ein. 13 Menschen seien festgenommen worden.

Auch wurde der Polizei zufolge ein Wasserwerfer eingesetzt. Fans hätten Strassen blockiert und den Verkehr behindert.
Nach dem Sieg von Marokko waren spontan Hunderte von Fans in mehreren niederländischen Städten auf die Strasse gegangen. In Amsterdam, Utrecht und Den Haag fuhren Autos hupend durch die Strassen. Fans jubelten und feierten ausgelassen. (dpa)
08:39 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Deutschland scheitert an Paraguay: «Ich könnte vor Wut weinen»
Nach dem bitteren WM-Aus im Elfmeterschiessen gegen Paraguay überwiegen Trauer und Enttäuschung. Doch trotz aller Emotionen bleibt vor allem eines: der Stolz auf den unermüdlichen Kampf der deutschen Mannschaft.
05:58 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Sieg in Extremis: Marokko steht im Achtelfinal
Nach Deutschland ist mit den Niederlanden die nächste europäische Top-Nation bei der Fussball-WM früh gescheitert. Das Oranje-Team musste sich im Sechzehntelfinale Marokko mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0) im Elfmeterschiessen geschlagen geben und schied damit wie die DFB-Elf frühzeitig aus.
Marokko, das vor vier Jahren beim Turnier in Katar als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, trifft nun am Samstag in Houston im Kampf um den Viertelfinaleinzug auf Kanada. Vor 51.243 Zuschauern im mexikanischen Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter für die Nordafrikaner.
Dabei waren die Niederlande fast schon weiter. Ausgerechnet Cody Gakpo hatte die Elftal in Führung gebracht. Der Angreifer vom FC Liverpool, der wenige Tage vor dem Spiel öffentlich gemacht hatte, dass sein zweiter Sohn während der Schwangerschaft seiner Freundin gestorben war, traf in der 72. Minute. Nach seinem Tor sank Gakpo zu Boden und brach in Tränen aus. Die komplette niederländische Mannschaft bildete eine Spielertraube um den 27-Jährigen, der beim Aufstehen das Trikot über sein Gesicht zog und danach mit dem Finger gen Himmel zeigte.
Als alles danach aussah, dass Gakpo in dieser für ihn persönlich so schwierigen Phase zum Matchwinner wurde, gelang Marokko noch der Ausgleich. Zu Beginn der Nachspielzeit köpfte Issa Diop das 1:1 und rettete die Afrika-Meister in die Verlängerung.
Oranje etwas defensiver
Koeman hatte sein Team nach der eigentlich erfolgreichen Vorrunde mit zwei Siegen und einem Remis etwas überraschend umgestellt und auf ein 3-5-2-System gesetzt. Tijjani Reijnders von Manchester City musste auf die Bank, Micky van de Ven kehrte in die Mannschaft zurück, in der weiter auch Gakpo stand.
Der Liverpool-Stürmer hatte sich trotz seines persönlichen Schicksalsschlages dafür entschieden, bei der Weltmeisterschaft zu bleiben. «Es war eine sehr traurige Nachricht. Wir haben das getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen», hatte Koeman gesagt. Er habe grossen Respekt davor, dass Gakpo bei der Mannschaft geblieben sei. «Das zeigt, was ihm die Elftal bedeutet.»
Marokko vor der Pause besser
Doch von Gakpo war erst einmal nicht viel zu sehen, das gesamte Oranje-Team tat sich in der hektischen Atmosphäre von Monterrey gegen Marokko zunächst sehr schwer. Zwar hatte die Elftal viel Ballbesitz, die besseren Chancen im ersten Durchgang hatte aber ganz klar Marokko, das vor vier Jahren beim Turnier in Katar als erstes afrikanisches Team überhaupt ein WM-Halbfinale erreicht hatte.
Zunächst scheiterte Neil El Aynaoui nach einer Ecke per Kopf am stark reagierenden Bart Verbruggen im niederländischen Tor (20.). Eine Minute später war der Oranje-Keeper gegen Achraf Hakimi zur Stelle. In der Nachspielzeit kam dann zudem Ismael Saibari, dessen Wechsel zu Bayern München offenbar kurz bevorsteht, im Strafraum einen Schritt zu spät.
Marokko weiter stark
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Marokkaner das gefährlichere Team. Die Mannschaft um PSG-Superstar Hakimi hatte zum WM-Auftakt bereits Brasilien beim 1:1 am Rande einer Niederlage. Auch gegen die Niederlande zeigten die Afrikaner ihre Klasse.
Doch die Elftal stand defensiv sehr stabil und schlug 18 Minuten vor dem Ende eiskalt zu. Im Fallen leitete Crysencio Summerville den Ball irgendwie noch zu Gakpo, der wuchtig abschloss. Der Rest waren pure Emotionen. Es war Gakpos neunter Treffer bei einer EM oder WM. Nur der Dennis Bergkamp hat ein Tor mehr.
Marokko steckte jedoch nicht auf. Als alle bereits mit einem Oranje-Sieg rechneten, war Diop zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit per Kopf erfolgreich. Das Spiel ging in die Verlängerung. Auch dort hatte Marokko die besseren Chancen. Doch Verbruggen parierte überragend gegen Soufiane Rahimi (90.+7) (dpa)
21:04 Uhr
Montag, 29. Juni
Brasilien entgeht Schmach gegen Japan
Gabriel Martinelli hat Rekordweltmeister Brasilien vor dem schmachvollen Aus schon in der ersten K.-o.-Runde dieser Fussball-WM bewahrt. Der 25-Jährige traf im Sechzehntelfinale gegen Deutschland-Schreck Japan in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Endstand. In den vergangenen gut drei Jahrzehnten hatte Brasilien immer mindestens das Viertelfinale erreicht.
Vor dem Arsenal-Profi hatte Casemiro (56. Minute) in Houston nach einer deutlichen Leistungssteigerung zum Ausgleich getroffen. Der fünfmalige Weltmeister trifft nun am Sonntag auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste. Japan tritt dagegen wieder einmal vorzeitig die Heimreise an. Der Mainzer Bundesliga-Profi Kaishu Sano (29.) hatte Japan zunächst in Führung gebracht und vom erstmaligen Einzug in ein zweites K.-o.-Spiel bei einer WM träumen lassen. (dpa)
20:06 Uhr
Montag, 29. Juni
Lego-Pokal und Umzug: Die lange Pause der Nati
Bis zum WM-Pokal ist es für die Schweizer Nationalspieler eigentlich noch ein weiter Weg, beim gemeinsamen Teambuilding kamen sie der begehrten Trophäe aber schon einmal etwas näher. Im Teamcamp im kalifornischen San Diego bauten Granit Xhaka und Co. den Goldpokal aus 2842 Lego-Steinen zusammen. Genug Zeit hatten sie ja allemal.
Vor ihrem Sechzehntelfinale in der Nacht auf Freitag gegen Algerien geniessen die Schweizer eine ungewöhnlich lange Pause. Über acht Tage liegen für die Mannschaft von Trainer Murat Yakin zwischen dem letzten Gruppenspiel gegen Kanada (2:1) und dem Start in die K.o.-Phase.
Eine längere Pause während einer WM hatte eine Mannschaft zuletzt 1982. Sowohl Brasilien als auch die Sowjetunion hatten damals sogar rund neun Tage frei. Neben Regeneration, Trainingseinheiten und dem Zusammensetzen von Lego-Sets blieb den Schweizern somit auch etwas Zeit zum Durchatmen.
So gab Yakin der Mannschaft am Montag frei, am Dienstag bricht die Nati dann zum Spiel nach Vancouver auf – und bricht gleichzeitig ihre Zelte in San Diego ab: Auch ein mögliches Achtelfinale gegen Kolumbien oder Ghana würde in der Metropole an der kanadischen Westküste stattfinden. (sid)
19:16 Uhr
Montag, 29. Juni
FIFA-Experten: Topstürmer dominieren WM
Die Fussball-WM ist das Turnier der grossen Stürmerstars: Diesen Eindruck hat auch das Expertenteam der «FIFA Technical Study Group» in einer ersten Analyse aller Vorrunden-Spiele bestätigt.
Das Gremium mit zahlreichen Ex-Profis wie Jürgen Klinsmann, Otto Addo, Brasiliens früherem Kapitän Gilberto Silva oder dem ehemaligen Schweizer Nationaltorwart Pascal Zuberbühler stellte bei einer Pressekonferenz in Miami zum Beispiel vor: Aufgrund der Qualität seiner Offensivspieler Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé oder Michael Olise hat der WM-Favorit Frankreich bislang doppelt so viele Tore geschossen (10), wie es der sogenannte xG-Wert (5) an erwarteten Toren statistisch wahrscheinlich macht.
«Was wir bei dieser WM bisher gesehen haben, ist Qualität», sagte der frühere dänische Nationalstürmer und Bundesliga-Profi Jon Dahl Tomasson. «Und damit meine ich: die technische Qualität. Die Position beim Schuss und zum Tor. Das Wissen, was jeder zu tun hat. Es ist unglaublich, wenn Spieler gefährlicher sind, als es der xG-Wert eigentlich aussagt.»
Konkret lobte der 49-Jährige zwei Spieler bei dieser WM: «Mbappé ist enorm. Und Messis Qualität kennen wir alle. Wir haben diese Tore alle schon 100 Mal gesehen. Aber wir sind jedes Mal wieder beeindruckt.» (dpa)
18:41 Uhr
Montag, 29. Juni
Trainer Koubek und Tschechien gehen getrennte Wege
Wenige Tage nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus an der WM mit nur einem Punkt aus drei Spielen ist Miroslav Koubek seinen Job als Nationaltrainer Tschechiens los. Beide Seiten einigten sich auf eine Trennung, wie der tschechische Fussballverband mitteilte.
In der Medienmitteilung erhob Koubek schwere Vorwürfe gegen die heimische Presse. «Zu meinem Entscheid hat auch die Medienkampagne beigetragen, die auf einer Reihe von Halbwahrheiten und Erfindungen gegen meine Person beruht», sagte er.
Unmittelbar nach dem 0:3 gegen Mitgastgeber Mexiko im letzten Gruppenspiel hatte Koubek einen Rücktritt noch ausgeschlossen. Der 74-Jährige trainierte die Tschechen seit Dezember des vergangenen Jahres und führte das Team über die Playoffs zur ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren. (sda/dpa)
13:00 Uhr
Montag, 29. Juni
Morddrohung gegen Südkoreas Trainer nach WM-Debakel
Nach Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fussball-WM hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmassnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt. Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.
So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmassnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.
Der 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.
Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei «angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd», schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.
Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schlechte Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen. (dpa)
09:16 Uhr
Montag, 29. Juni
Wo ist Donald Trump? US-Präsident bleibt WM bislang fern
Die von Kritikern befürchtete Donald-Trump-Show ist bei den Spielen in den USA bis hierhin ausgeblieben. Interessiert sich der US-Präsident doch nicht für Fussball? (dpa)
08:52 Uhr
Montag, 29. Juni
FIFA zählt nach: 4,6 Millionen WM-Zuschauer, 300'000 Hotdogs
Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat dem Fussball-Weltverband erwartungsgemäss einige Rekordzahlen beschert. Die 72 Spiele in der Vorrunde etwa wurden in den Stadien von insgesamt 4'644'549 Zuschauern besucht. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64'508 Zuschauern kommt diese Weltmeisterschaft bislang allerdings nicht an jene von 1994 heran.
Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach FIFA-Angaben zudem einen Rekord. Zum Vergleich: Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer – allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.
Wie der Weltverband mitteilte, kamen in der Vorrunde 999 Spieler zum Einsatz – Kanadas Bayern-Star Alphonso Davies wurde dann im ersten Sechzehntelfinale gegen Südafrika (1:0) der 1000. Akteur, der bei dieser WM auflief.
Weil die Fanmassen in den Arenen auch verköstigt werden wollten, registrierte die FIFA zudem 2,8 Millionen verkaufte Biere und fast eine Million verkaufte Flaschen Wasser. Zudem wurden 300'000 Hotdogs gekauft. (dpa)
05:15 Uhr
Montag, 29. Juni
Ancelotti lässt Neymar-Frage unbeantwortet
Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat seinen Plan mit Starspieler Neymar für den Sechzehntelfinal gegen Japan nicht verraten.
Neymar sei körperlich so weit, auch länger als nur 15 Minuten spielen zu können, sagte der Italiener am Tag vor dem K.-o.-Spiel am Montag (19 Uhr MEZ). «Letztlich wird das aber vom Spielverlauf und der Situation abhängen, die uns im Spiel erwartet.»
Neymar, immer noch der teuerste Fussballer der Welt, hatte die ersten beiden Gruppenspiele des Rekordweltmeisters wegen einer Wadenblessur verpasst. Gegen Schottland (3:0) war er in der 75. Minute eingewechselt worden – unter grossem Jubel der brasilianischen Fans im Stadion. Obwohl die Seleção um Vinícius Júnior längst neue Stars aufbietet, gehören dem 34-Jährigen noch die Herzen der Brasilianer. Zu welchen Leistungen er noch imstande ist, ist Beobachtern zufolge unklar. (dpa)
05:25 Uhr
Montag, 29. Juni
Koeman über Gakpo: «Er ist bereit zu spielen»
Der niederländische Stürmer Cody Gakpo steht der Elftal im ersten K.o.-Spiel der Fussball-WM trotz seines privaten Schicksalsschlages zur Verfügung. Das teilte Bondscoach Ronald Koeman vor dem Sechzehntelfinal gegen Marokko in Monterrey (Dienstag, 3 Uhr MEZ) mit. «Er ist bereit zu spielen», sagte Koeman: «Ich glaube nicht, dass das seine Leistung stark beeinträchtigen wird.»
Gakpo wollte nicht abreisen
Der 27-jährige Gakpo und seine Freundin Noa hatten am Samstag in den Sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass sie ihren gemeinsamen Sohn noch vor der Geburt verloren haben. Koeman sprach von einer «sehr traurigen Nachricht», es habe aber keinen Moment gegeben, in dem Gakpo von der WM abreisen wollte.
Gakpo gehe mit den Dingen auf seine eigene Art um, so Koeman, der die Stärke und Reife seines Spielers hervorhob. Auch der Zusammenhalt im Team sei gross gewesen: «Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen – sowohl die Spieler als auch die Betreuer.»
Captain Virgil van Dijk, der auch beim FC Liverpool Teamkollege Gakpos ist, würdigte den Offensivspieler. «Er ist sehr reif, sehr erwachsen. Ich habe grossen Respekt davor, wie er und seine Familie damit umgehen, so schrecklich es auch ist», sagte van Dijk.
Gakpo hat einen hohen Stellenwert für Oranje. Im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden (5:1) hatte er einen Doppelpack sowie eine Vorlage beigesteuert. (sid)
22:58 Uhr
Sonntag, 28. Juni
Erster Achtelfinalist: Eustaquio erlöst Kanada
Kanada um Rückkehrer Alphonso Davies hat erstmals in seiner Geschichte den Achtelfinal einer Fussball-WM erreicht. Gegen Südafrika gewann das Team um den Bayern-Star im ersten Sechzehntelfinal der WM-Geschichte 1:0 (0:0). Stephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende Tor und verhinderte eine Verlängerung (90.+2).
Davies wurde im Los-Angeles-Stadion in der 75. Minute eingewechselt und spielte damit erstmals seit März 2025 wieder für Kanada. Damals hatte er sich im gleichen Stadion das Kreuzband gerissen. Der Jubel der kanadischen Fans unter den 69'237 Zuschauern war entsprechend gross. (dpa)














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