Fussball-WM 2026

Natürlich dank Haaland – die Norweger rudern weiter und treffen auf Brasilien

Erling Haaland sieht man gegen die Elfenbeinküste fast während des gesamten Sechzehntelfinals nicht. Dennoch schiesst der Stürmerstar die Norweger mit dem 2:1 und dem fünften Turniertor in den Achtelfinal.
Erling Haaland jubelt nach seinem 2:1.
Bild: Tony Gutierrez/KEY

Noch nie trafen die Norweger auf die Elfenbeinküste, noch immer hatten sie an dieser WM in der ersten Halbzeit ein Tor erzielt. Was Wunder, wenn man einen Erling Haaland in den eigenen Reihen hat; mit dem Stürmerstar waren die Skandinavier favorisiert. Auch diesmal lieferte der 25-Jährige mit seinem Turniertor Nummer 5 – den Ball zum 2:1-Siegtreffer brauchte er in der 86. Minute nur einzuschieben.

Noch in der ersten Halbzeit hatte man sich jedoch darauf eingestellt, dass es in diesem Sechzehntelfinal zwischen zwei Gruppenzweiten mit einem torlosen Unentschieden in die Pause gehen würde. Mehr noch: Dass der nächste Europäer an der WM die Segel streichen könnte. Denn die Mannschaft von Trainer Ståle Solbakken, der im letzten Gruppenspiel gepokert und seine arrivierten Kräfte grossmehrheitlich gegen Frankreich geschont hatte, bekundete Mühe mit den aufsässigen Ivorern.

Doch dann fasste sich Antonio Nusa in der 39. Minute ein Herz und erzielte mit einem prächtigen Schlenzer die Führung. Beim 21-jährigen Torschützen von RB Leipzig darf man getrost die Wette eingehen, in diesem Sommer ein auf dem Markt hoch gehandelter Spieler zu sein.

Diallo nach der Einwechslung vorne wie hinten

Die Führung war etwas glücklich, und sie blieb es anfänglich auch in der zweiten Halbzeit, in der die Elfenbeinküste drückte, vor dem Tor aber ungenau agierte. Auf der anderen Seite sah Norwegen eine Riesenchance von Torbjørn Heggem auf der Linie durch den kurz davor eingewechselten Amad Diallo abgewehrt. Es war ebenjener Diallo, der dann selbst zum verdienten 1:1 ausglich und im Kluballtag für Manchester United angreift. Ehe letztlich der lange unauffällige Haaland die Entscheidung brachte.

Amad Diallo: kaum drin, steht er mehrmals im Fokus.
Bild: Julio Cortez/AP

So durften nach dem Schlusspfiff im Stadion der Dallas Cowboys für einmal «Wikinger» jubeln. Respektive rudern. Und sich nun auf den Achtelfinalgegner Brasilien freuen. Da war doch was? Richtig, an der WM 1998 besiegten die Skandinavier damals in der Vorrunde die bereits qualifizierte Seleção 2:1. Seither war Norwegen nie mehr an einer WM, und sowieso war es der erste Sieg für das Land in einer K.o.-Runde. Auch deshalb sind am Sonntag die Brasilianer in der Favoritenrolle.

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)