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Am 4. Februar heulen in Uri die Sirenen – das muss die Bevölkerung wissen

In einem knappen Monat werden im Kanton Uri die Sirenen getestet. Neben dem allgemeinen Alarm werden auch Wasseralarm-Signale ausgelöst.
Das Kraftwerk Göschenen löst auf der Göscheneralp auch den Wasseralarm aus, hier ein Blick auf den Göscheneralpsee und die Staumauer.
Bild: zvg

Am Mittwoch, 4. Februar 2026, werden in der ganzen Schweiz die Sirenen getestet. Der jährliche Sirenentest dient dazu, die Funktionsfähigkeit der Alarmierungsanlagen sicherzustellen, damit die Bevölkerung im Ernstfall zuverlässig gewarnt werden kann. Parallel dazu werden auch Meldungen über die Alertswiss-App versendet. Für die Bevölkerung besteht kein Handlungsbedarf.

Um 13.30 Uhr ertönt landesweit das Signal «Allgemeiner Alarm». Dieses besteht aus einem regelmässig auf- und absteigenden Heulton von einer Minute Dauer und wird innerhalb von fünf Minuten einmal wiederholt. Insgesamt werden schweizweit rund 7200 Sirenen getestet. Davon sind etwa 5000 stationäre Sirenen für den Allgemeinen Alarm im Einsatz, rund 700 davon sind als Kombisirenen zusätzlich für den Wasseralarm ausgerüstet. Ergänzt wird das System durch rund 2200 mobile Sirenen.

Kraftwerk Göschenen löst Wasseralarm aus

Im Kanton Uri erfolgt die erste Auslösung der stationären Sirenen zentral über die Sirenenfernsteuerung der kantonalen Alarmstelle. Um 13.45 Uhr wird der Allgemeine Alarm ein zweites Mal ausgelöst. Anschliessend testen die Betreiber der Stauanlagen Lucendro und Göscheneralp den Wasseralarm in den jeweiligen Nahzonen. Um 14.15 Uhr löst die kantonale Alarmstelle den Wasseralarm aus, um 15.00 Uhr folgen die Kombisirenen des Kraftwerks Göschenen. Dieses Signal besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von jeweils 20 Sekunden, unterbrochen durch Pausen von zehn Sekunden.

Im Kanton Uri sind dauerhaft 43 stationäre und 9 mobile Sirenen für den Allgemeinen Alarm sowie 25 Kombisirenen für den Wasseralarm betriebsbereit.

Alertswiss verschickt Meldungen

Zeitgleich mit dem Sirenentest wird am 4. Februar 2026 von jedem Kanton eine Meldung der Stufe «Information» über die Alertswiss-App ausgelöst. Diese Meldung dient ausschliesslich der Information und löst keinen akustischen Alarm auf dem Smartphone aus. Ein Sirenenton erfolgt nur bei Meldungen der Stufe «Alarm».

Anlässlich des Sirenentests hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) den Notfallplan in weiteren Sprachen veröffentlicht. Das Dokument bietet praktische Hinweise zur persönlichen Notfallvorsorge. Neu steht der Notfallplan neben Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch auch in Rätoromanisch, Portugiesisch, Albanisch, Spanisch, Serbisch, Kroatisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch zur Verfügung.

So verhalten Sie sich im Ernstfall

Ertönt der allgemeine Alarm ausserhalb eines angekündigten Tests, bedeutet dies eine Gefährdung der Bevölkerung. In diesem Fall sind Radio und Alertswiss zu konsultieren sowie die Anweisungen der Behörden zu befolgen. Beim Wasseralarm besteht eine unmittelbare Gefahr unterhalb von Stauanlagen; betroffene Gebiete sind umgehend zu verlassen.

Weitere Informationen sind auf den Websites des BABS und von Alertswiss sowie im Teletext der SRG auf den Seiten 680 und 681 verfügbar. (zvg/rem)

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