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Obwalden/Uri

Älplermesse «Alpelob» ist zum ersten Mal zu hören

Der Kernser Jodlerklub Fruttklänge singt die Messe von Emil Wallimann und Robi Kuster in der Pfarrkirche Kerns.

Der Ennetbürger Komponist Emil Wallimann und der Altdorfer Texter Robi Kuster haben eine neue Älplermesse mit dem Titel «Alpelob» geschaffen. Am Sonntag, 18. Januar, um 10 Uhr findet die Uraufführung des Werks statt. Der Jodlerklub Fruttklänge Kerns singt die Messe in der Pfarrkirche Kerns.

Der Kernser Jodlerklub Fruttklänge bestreitet die Uruafführung der Älplermesse mit dem Titel «Alpelob».
Bild: zvg

Die Idee für eine solche Messe geht einige Zeit zurück. Emil Wallimann hatte dem Urner Texter gesagt, dass ihm eine Jodlermesse für Älpler und Bauern vorschwebe, die vorwiegend in der freien Natur gesungen werde. Als Robi Kuster erneut für entsprechende Texte angefragt wurde, machte er sich ans Schreiben. Emil Wallimann zeigte sich davon begeistert. Wallimann wollte an sich keine Jodlermesse in der üblichen Form komponieren, doch gefiel ihm die Idee einer Älplermesse nach wie vor.

Der Altdorfer Robi Kuster hat die Texte für die Älplermesse «Alpelob» geschrieben.
Bild: zvg

Diesmal sollte es aber eine Messe werden, die zu Betruf und Alpen passt, und dies verlangte auch nach den entsprechenden Texten und einfachen Naturjodel-Liedsätzen, die schnell zu lernen und einfach zu begleiten waren. Die Texte von Robi Kuster sollen Raum geben, die Natur, in welcher gesungen wird, zu loben, zu bestaunen und dafür zu danken. Wie zum Beispiel: «Gross isch doch Dii scheen Natuir, überall gfind’sch Diini Spuir. Gross isch, wer diä gwaltig Pracht überhäupt hed meglich gmacht.»

Der Nidwaldner Emil Wallimann hat die Messe komponiert.
Bild: Philipp Schmidli/Keystone

Der Jodlerklub Fruttklänge Kerns war sofort bereit, die neue Messe zu lernen. Die Texte von Robi Kuster werden die Älpler die Natur noch näher erfahren lassen, als sie es sonst schon während der Alpzeit tun. «Im Himmel oobä sellsch iis gheerä, vrnimm dr ächti Älplergruess. Mier wend im Bättuef dich hiä ehrä, wie jedä will und gar niä muess. Äs isch ä Bitt, sind mier i Noot, wenn eppis Schwärs iis hiä bedroht.»

Uraufführung zuerst in der Kirche

Das neue Werk erfährt seine Uraufführung zuerst allerdings in der Kirche. Das soll sich aber später ändern, wenn die Älpler sie auf ihrer Alp oder sonst in der freien Natur aufführen möchten. Hier besingen und loben die Sänger dann die Natur und die Berge vor ihnen und fragen sich, wo sie sonst Gott suchen sollten.

Emil Wallimann vergass für einmal schwierige Zwischenharmonien und komplizierte Stellen und schuf eine naturjodelartige Messe für die Älpler-Welt. Der Jodlerklub Fruttklänge Kerns mit dem Dirigenten und Komponisten Emil Wallimann und Robi Kuster freuen sich auf die Uraufführung und heissen alle Interessierten herzlich willkommen. (zvg/mu)

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