13:20 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Capri-Sun baut Fabrik in Polen
Die Getränkefirma Capri-Sun mit Sitz in Baar ZG ist auf Expansionskurs. Die Herstellerin der bekannten Fruchtsaft-Beutel hat mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts im polnischen Stargard begonnen. Mit der Investition erweitere man die Produktionskapazitäten in Europa und schaffe die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum, heisst es in einer Mitteilung. Die erste Bauphase soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden und umfasst Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro. Mit dem neuen Werk entstehen rund 120 Arbeitsplätze in der Region.
Erst kürzlich sagte Capri-Sun-Chef Roland Weening im Interview mit «Schweiz heute», dass die Firma insgesamt seit zehn Jahren im Schnitt um acht Prozent pro Jahr zulege. Man wolle aber noch stärker wachsen. «Vor allem durch zusätzliche Funktionalitäten in unseren Getränken sowie die geografische Expansion. Ein zweistelliges Wachstum ist unser Ziel.» Capri-Sun sei bereits in über 100 Ländern vertreten, aber es gebe noch immer weisse Flecken, sagte Weening. «In Asien sehen wir ebenfalls ein grosses Potenzial, zum Beispiel in Vietnam.» Der Aussenumsatz der Firma beträgt 1,4 Milliarden Dollar. (bwe)
10:21 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Zollstreit: US-Handelsbeauftragter Greer lobt die Schweiz
Positive Rauchzeichen aus den USA: Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer lobte in einem Interview mit «Bloomberg» die Haltung der Schweiz: «Die Schweizer machen vieles von dem, was nötig ist, um das Verhältnis zu den USA in Ordnung zu bringen», sagte Greer. «Die Verhandlungen laufen noch, deshalb kann ich nichts garantieren. Aber die Entwicklung ist positiv.»
Optimisten hierzulande sehen darin ein positives Signal für die Schweiz, sich eine dauerhafte Zollobergrenze von 15 Prozent sichern zu können. Doch Nettigkeiten hat Greer schon öfters abgesondert, viel wert waren sie jeweils nicht, weshalb Skeptiker nicht allzu viel in die neusten Interview-Aussagen hineininterpretieren wollen.
Schon im Sommer 2025 zeigte sich die Schweizer Delegation zuversichtlich, mit Greer einen guten Deal ausgehandelt zu haben. Doch US-Präsident Donald Trump war dann anderer Meinung, desavouierte Greer und verhängte Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Waren. Erst drei Monate später konnten die Schweizer Vertreter eine vorläufige Rahmenvereinbarung, die die Zölle auf 15 Prozent senkt, erreichen – auf dem gleichen Niveau wie für andere Länder der Europäischen Union.
Im Gegenzug erhalten die USA zollfreie Importkontingente für amerikanisches Fleisch, Erleichterungen bei der Einfuhr weiterer Agrarprodukte sowie Investitionszusagen von Schweizer Unternehmen in Höhe von rekordhohen 200 Milliarden Dollar.
Trumps Ärger mit der Schweiz basiert auf dem grossen Handelsbilanzüberschuss, welches diese im Handel mit den USA realisiert. «Wir waren sehr besorgt über unser Handelsdefizit mit der Schweiz. Doch in den vergangenen sechs bis sieben Monaten verzeichnen die Vereinigten Staaten im Warenhandel mit der Schweiz nun einen Überschuss», sagte Greer nun. «Das ist eine sehr positive Entwicklung.»
Was Greer nicht sagte: Die jetzt erzielte Umkehr ist nicht etwa das Resultat guter amerikanischer Wirtschaftspolitik, sondern lässt sich vor allem mit dem Goldhandel erklären. Offensichtlich fliesst viel Gold aus den USA raus, und da es oft über die Schweiz gehandelt wird, erhöht dies die amerikanischen Exporte in die Schweiz – wenigstens auf dem Papier. (fv)
10:05 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Uhrenindustrie verbessert Ruf der Schweizer Wirtschaft
Der Ruf der Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 erneut verbessert: Der Swiss Economy Reputation Index stieg in den Monaten Mai bis Juli um 1,7 Punkte auf 96,6 Zähler, wie die Beratungsfirma Commslab am Donnerstag bekannt gibt. Das sei der dritte Quartalsanstieg in Folge.
Grösste Gewinnerin im Reputationsindex war demnach die Uhrenindustrie. Ausschlaggebend war vor allem die Berichterstattung über die gemeinsam von Swatch und Audemars Piguet lancierte Uhr «Royal Pop». Die Taschenuhr führte weltweit zu langen Schlangen und Tumulten vor ausgewählten Uhrenboutiquen. Auch die mediale Präsenz beider Unternehmen wurde erhöht.
Ebenfalls zulegen konnten die international tätigen Banken, vor allem dank der UBS, und der Nahrungsmittelsektor, der sich vom Babymilchskandal der Vormonate erholen konnte. Auch die Maschinenindustrie hat sich verbessert.
Reputationsverluste verzeichneten hingegen die Bereiche Verkehr, insbesondere wegen der vielen technischen Störungen, und der dauernd geforderte Detailhandel. (fv)
07:56 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
ABB legt im zweiten Quartal zu und plant Milliardenübernahme
ABB hat im zweiten Quartal 2026 Rekordaufträge verbucht. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 12,042 Milliarden Dollar, wie der Schweizer Industriekonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 9,475 Milliarden Dollar zu. Das operative Betriebsergebnis (Ebita) erhöhte sich um 20 Prozent auf 1,925 Milliarden Dollar, die Marge verbesserte sich von 19,3 auf 20,2 Prozent.
ABB-Chef Morten Wierod begründet das Ergebnis mit den «Megatrends Elektrifizierung und Automatisierung». Dazu passt die ebenfalls am Donnerstag angekündigte Übernahme: ABB will den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork übernehmen.
Der Schweizer Industriekonzern bietet 503 Pence je Rotork-Aktie in bar, was einem Unternehmenswert von rund 5,5 Milliarden Dollar entspricht. Der Verwaltungsrat von Rotork empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Rotork erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar und soll künftig rund 3 Prozent zum ABB-Umsatz beitragen. Finanziert wird die Übernahme mit vorhandenen Barmitteln, Kreditlinien sowie den erwarteten Erlösen aus dem Verkauf des Robotics-Geschäfts an Softbank.
Nach Abschluss soll Rotork als eigenständige Division Teil des ABB-Geschäftsbereichs Automation werden. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. (fv)
19:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Nach Evergreen-Turbulenzen: Mehr Geld für Partners Group
Am Mittwochabend, nach Börsenschluss, publizierte die Partners Group mit Sitz in Baar ZG Zahlen, die viele Anlegerinnen und Anleger aufatmen lassen. Die Private-Equity-Gesellschaft konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 16 Milliarden Dollar an Neugeld verbuchen. In der Vorjahresperiode waren es 12,2 Milliarden gewesen.
Die Erwartungen der Analysten konnte die Firma damit leicht übertreffen. Zudem rechnet die Partners Group für das gesamte Geschäftsjahr mit einer Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar.
Die Zahlen folgen, nachdem die Firma Anfang Juni die Rücknahme von Anteilen eines milliardenschweren «Evergreen»-Fonds drastisch begrenzen musste, da sonst Notverkäufe der entsprechenden Investitionen gedroht hätten. (bwe)
17:09 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Coop ruft Lachs zurück
Coop ruft den Prix Garantie Rauchlachsstreifen (180 g) wegen möglicher Listerienbelastung zurück. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15., 16., 22., 23., 29. und 30. Juli 2026. Die Ware war vom 29. Juni bis 15. Juli in Coop-Supermärkten, Coop City und auf Coop.ch erhältlich. Wie der Detailhändler mitteilt, sollen Kundinnen und Kunden das Produkt nicht konsumieren und können es gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben. (rem)
14:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Switcher expandiert in die Romandie
Die 2020 wiederauferstandene Schweizer Modemarke Switcher setzt ihren Wachstumskurs fort. Nachdem die Firma mit dem gelben Wal als Logo 2016 konkurs ging, expandiert sie unter der Führung des ehemaligen Switcher-Managers Marc Joss wieder. Ende Juli eröffnet das Unternehmen seine erste Filiale in der Romandie, in Bulle FR.
Joss spricht von einer «Rückkehr mit Symbolkraft». Denn Switcher wurde vor über vierzig Jahren von Robin Cornelius in der Westschweiz, in Lausanne, gegründet. Der Laden in Bulle wird laut einer Mitteilung vom Mittwoch hauptsächlich das Switcher-Sortiment führen, mit der Möglichkeit, punktuell nachhaltige Partnermarken aufzunehmen. Eine Expansion in weitere Westschweizer Städte ist laut Joss ab 2027 angedacht.
Bisher betreibt Switcher Läden in Winterthur ZH und in Rheinfelden AG. Im September ist zudem eine zweiter Shop-in-Shop in Bern geplant. Einst betrieb die Firma rund 100 Geschäfte in der Schweiz. (bwe)
11:17 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Migros ruft Cervelas zurück
Die Migros ruft IP-Suisse Riesen Cervelas zurück. Der Rückruf erfolgt laut einer Mitteilung des Detailhändlers vom Mittwoch aufgrund des nicht gekennzeichneten Allergens Milch (Käse). Es seien versehentlich Grillwürste mit Käse in die Verpackung der IP Suisse Riesen Cervelas abgepackt worden. Das Allergen Milch (Käse) fehlt auf dieser Verpackung. Kundinnen und Kunden mit einer Milch-Allergie oder Lactoseintoleranz werden von der Migros gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Für alle anderen ist der Konsum unbedenklich.
Betroffen ist das Produkt mit der Artikelnummer 230533350110 und mit einem Verbrauchsdatum bis zum 29. Juli. Die betroffenen Würste wurden in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Alle anderen Cervelat-Produkte sind nicht betroffen. (bwe)
10:21 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Swiss und Co. wollen Service für Haustiere verbessern
Die internationale Airline-Vereinigung Iata mit Sitz in Genf hat neue Leitlinien veröffentlicht, die Fluggesellschaften dabei unterstützen sollen, Reisen mit Haustieren in der Kabine zu handhaben – von der Buchung über den Check-in und das Boarding bis hin zum Aufenthalt an Bord und der Ankunft. Zuletzt hatte die Iata auch Leitlinien zum Reisen mit Assistenzhunden veröffentlicht.
«Menschen, die mit ihren Haustieren reisen, brauchen klare Orientierung darüber, was sie in jeder Phase der Reise erwartet», schreibt die Iata, der auch die Swiss angehört. Eine Umfrage von 2025 habe ergeben, dass rund 40 Prozent der Passagiere mit Haustieren unsicher seien, was die Regeln in Bezug auf das Mitführen ihrer Vierbeiner anbelangt. In den neuen Richtlinien werden die Airlines beispielsweise angewiesen, die verschiedenen Reisemöglichkeiten und allfälligen Gebühren für Haustiere frühzeitig im Buchungsprozess anzugeben. Und das Kabinenpersonal sollte vor dem Flug einen Kontrollblick auf das Tier werfen. (bwe)
10:08 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Richemont legt deutlich zu
Der Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Genf konnte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 deutlich auf 6,33 Milliarden Euro steigern. Das Plus betrug in den ersten drei Monaten satte 17 Prozent. Ohne Einfluss der Währungsschwankungen würde das Wachstum beim Schmuck- und Uhrenverkäufer sogar 20 Prozent betragen.
Zum Portfolio von Richemont gehören bekannte Luxusmarken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Montblanc. Jean-Philippe Bertschy, Analyst bei der Bank Vontobel, bezeichnet die Zahlen im ersten Quartal als «beeindruckend». Sie würden die Markterwartungen deutlich übertreffen. Die Marken seien sehr begehrt, die geographische Diversifikation überzeuge, und bei den Preiserhöhungen gehe der Konzern sehr diszipliniert vor. Von den Konkurrenten erwarte er schwächere Ergebnisse. (bwe)
10:02 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
ABB kauft in Frankreich zu
ABB übernimmt Advantics, einen auf Lösungen zur Stromumwandlung auf Siliziumkarbid-Basis spezialisierten Anbieter mit Sitz in Frankreich. Dies gab der Technologiekonzern mit Sitz in Zürich-Oerlikon am Mittwoch bekannt. Mit der Übernahme baue man das Gleichstromportfolio (DC) aus und bringe sich in Position, um die steigende Nachfrage nach effizienten DC-Lösungen für Rechenzentren, industrielle Mikronetze, Stromerzeugung und Elektrofahrzeug-Infrastruktur zu bedienen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen.
ABB verweist auf die Einschätzung der Internationalen Energieagentur, wonach der Anteil der Elektrizität am weltweiten Endenergieverbrauch von derzeit 20 auf rund 36 Prozent im Jahr 2035 steigen wird. Durch den Einsatz moderner Halbleitertechnologie ermöglichten ABB-Gleichstromlösungen eine effizientere Nutzung elektrischer Energie. (bwe)
09:51 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Sesselrücken bei Sandoz
Beim Basler Generikakonzern Sandoz kommt es zu verschiedenen Wechseln in der Führungsetage. Glenn Gerecke verlässt die Geschäftsleitung und gibt seine Funktion als Generika-Produktionschef ab. Auf ihn folgt Pascal Bouye, der vom Nahrungsmittelkonzern Danone kommt. Weiter übernimmt die Amerika-Chefin Keren Haruvi zusätzlich die Rolle, die globalen Zukäufe von Sandoz zu steuern. Schliesslich übernimmt Simon Goeller, bisher Transformationsverantwortlicher, das Deutschland-Geschäft. (mpa)
17:02 Uhr
Dienstag, 14. Juli
USA zahlen bisher 86 Milliarden Dollar an Strafzöllen zurück
Die amerikanische Regierung macht bei der Rückzahlung der illegal einkassierten Strafzölle vorwärts. Bis am 10. Juli sind gemäss der Zollbehörde CBP 86,3 Milliarden Dollar an Importeure zurückerstattet worden. Dies geht aus Gerichtsakten hervor. Zudem prüfe die Regierung aktuell die Rückerstattung von weiteren 35,5 Milliarden Dollar. Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte am Dienstag, er hoffe, die betroffenen Firmen würden die Rückzahlungen dazu nutzen, um ihre Angestellten besser zu bezahlen. (rr)
13:49 Uhr
Montag, 13. Juli
Ins 5-Sterne-Hotel für 18.50 Franken pro Nacht
Der Krieg im Iran hat das Tourismus-Geschäft in den Ländern in der Region beinahe zum Erliegen gebracht. Wie der «Blick» berichtet, führt dies führt zu bizarren Preisangeboten, obwohl der Bund vor kurzem die Reisewarnung für sämtliche Golfstaaten aufgehoben hat. «Im Moment gibt es eine Kombination aus Krise und Nebensaison, das hat die Preise nochmals deutlich gesenkt, vor allem während der Sommermonate», sagt Sascha Zupan vom Reisebüro Kompas Travel.
Ein Beispiel: Eine Woche im 5-Sterne-Hotel The Canvas Dubai kostet für zwei Personen 260 Franken. Macht 18.50 Franken pro Person und Nacht. Das Angebot stammt von der Buchungsseite Booking für eine Ankunft am 17. August. (bwe)
13:42 Uhr
Montag, 13. Juli
Skyguide reduziert Entlassungen
Die Flugsicherungsfirma Skyguide hat im Konsultationsverfahren zahlreiche Rückmeldungen ihrer Mitarbeitenden und Sozialpartner erhalten. Nun, nach Abschluss des Prozesses, rechnet die Firma in Bundesbesitz nur noch mit rund der Hälfte der ursprünglich angenommenen maximal 220 Kündigungen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Skyguide werde den geplanten Stellenabbau vollziehen, allerdings zu einem grossen Teil über sozial verträgliche Massnahmen wie Frühpensionierungen. Ein fairer Sozialplan soll die Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeitenden abfedern.
Die Gewerkschaft Syndicom begrüsst den Entscheid in einer Mitteilung. Das Ergebnis zeige, dass der Druck der Belegschaft und die Interventionen von Syndicom Wirkung gezeigt haben. Irritierend sei jedoch, dass Skyguide weiterhin am Abbau von rund 200 Stellen festhalte. Zugleich soll die hohe Qualität der Dienstleistungen weiterhin gewährleistet werden – mit 200 Stellen weniger. (bwe)
11:25 Uhr
Montag, 13. Juli
«Supergirl»: Warner Bros. droht Millionenverlust
Der Superhelden-Film «Supergirl» mit Milly Alcock in der Hauptrolle droht zum XL-Flop an den Kinokassen zu werden. Laut dem Branchenportal «Comingsoon» droht dem Filmstudio Warner Bros. mit dem Streifen ein Verlust von über 100 Millionen Dollar. Das Studio hatte grosse Erwartungen für die Comic-Adapation nach dem erfolgreichen Vorgänger «Superman» im vergangenen Jahr. Innert drei Wochen seit Filmstart sei jeglicher Optimismus im Zuge von stark sinkenden Ticketverkäufen jedoch verflogen. (bwe)
10:43 Uhr
Montag, 13. Juli
EU stärkt Passagierrechte
Bei verspäteten oder gestrichenen Flügen sollen Reisende in der EU künftig leichter ihre Rechte geltend machen können. Dafür gaben die EU-Länder in Brüssel das finale grüne Licht. Die Regeln sind voraussichtlich ab Mitte 2027 verbindlich. Fluggesellschaften können sie bereits früher umsetzen.
Haben Passagiere einen Anspruch auf Ausgleich, muss die Fluggesellschaft sie innerhalb von vier Tagen nach der Ankunft elektronisch darüber informieren und ihnen erklären, wie sie die Entschädigung beantragen können. Die Fluggäste haben dann neun Monate Zeit, dies zu machen. Die Airline muss daraufhin wiederum innerhalb von 30 Tagen auszahlen oder den Reisenden mitteilen, warum sie in diesem Fall keine Entschädigung zahlt. Solche Fristen gab es in der Verordnung bisher nicht.
Konsumentinnen und Konsumenten bekommen auch einige neue Rechte, die zum Beispiel Zusatzkosten betreffen. Sie betreffen Flüge, die von einem Flughafen innerhalb der EU abheben. Bei Flügen, die in der EU landen, gelten sie nur, wenn die Airline ihren Sitz in der EU hat.
Die Regeln für Entschädigungen bei verspäteten und gestrichenen Flügen sollen dagegen im Wesentlichen unverändert bleiben. Darüber waren sich Staaten und Parlament lange uneins. Nun ist beschlossene Sache: Hat ein Flug mindestens drei Stunden Verspätung oder wird weniger als 14 Tage vor Abflug ganz gestrichen, bekommen Passagiere je nach Entfernung 250 Euro (bei 1500 Kilometer Entfernung), 400 Euro (bei bis zu 3500 Kilometer Entfernung) oder 600 Euro (bei mehr als 3500 Kilometer Entfernung, wenn der Flug nicht nur innerhalb der EU stattfindet). Voraussetzung ist stets, dass die Airline das Problem zu verschulden hat. (dpa)
09:45 Uhr
Montag, 13. Juli
San Francisco: Rettungskräfte gehen gegen Robotaxis vor
San Francisco gilt als Pionierstadt in Bezug auf die Lancierung von autonomen Taxis. Die Google-Tochter Wayo und die Firma Cruise betreiben inzwischen ganze Armadas an Roboter-Fahrzeugen in der einstigen Hippie-Stadt. Doch die mit Sensoren, Kameras und Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteten Taxis sorgen immer wieder für Probleme auf den Strassen – mit teils gefährlichen Konsequenzen.
Nun reagieren die Rettungskräfte der Silicon-Valley-Metropole. Laut dem Lokalsender ABC 7 monieren sie, dass die autonomen Taxis wiederholt Notfall-Fahrspuren benutzen und so die Reaktionszeit von Ambulanzen oder der Feuerwehr verzögern würden. Zuletzt blieben mehrere Waymo-Fahrzeuge am Nationalfeiertag, am 4. Juli, stehen, nachdem ihre Batterien den Geist aufgegeben hatten. Sie mussten abgeschleppt werden.
Die Bedenken der Rettungskräfte werden politisch erhört. Connie Chain, sogenannte Aufseherin der Stadt, fordert gesetzliche Rahmenbedingungen, die auch Bussen für Firmen wie Waymo beinhalten könnten, falls Rettungskräfte durch die Robotaxis in ihrer Arbeit behindert werden. San Franciscos Bürgermeister Daniel Lurie gab bekannt, dass man mit den Taxiunternehmen zusammenarbeiten würde, um das Problem anzugehen. (bwe)
08:53 Uhr
Montag, 13. Juli
Nach Angriffen im Iran: Ölpreis steigt an
Die Ölpreise haben am Montag nach einer weiteren Angriffswelle des US-Militärs deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September legte im frühen Handel zuletzt um 4,46 Prozent auf 79.40 Dollar zu. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten.
In den ersten Wochen und Monaten des Konflikts war der Ölpreis deutlich gestiegen. Ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zeitweise etwas mehr als 126 Dollar gekostet. (dpa)
10:49 Uhr
Freitag, 10. Juli
Neues Übernahmeangebot für Easyjet
Der Rivale Apollo grätscht dem US-Finanzinvestor Castlelake bei der sicher geglaubten Übernahme des britischen Billigfliegers Easyjet dazwischen: Laut der Airline soll im Übernahmepoker um Easyjet nun Apollo mit einem höheren Gebot zum Zuge kommen. Die Offerte von Castlelake unterstützt Easyjet laut einer Mitteilung nicht mehr. Apollo will Easyjet zufolge 7.15 britische Pfund je Aktie bieten, damit liegen insgesamt 5,7 Milliarden Pfund oder umgerechnet 6,2 Milliarden Franken auf dem Tisch. Die Easyjet-Aktie sprang nach Handelsbeginn in London um 13,5 Prozent hoch auf 668 Pence.
Seit Mitte Mai hat sich der Kurs des Lufthansa- und Ryanair-Rivalen im Übernahmepoker damit fast verdoppelt. Laut Analyst Ruairi Cullinane von der kanadischen Bank RBC steigt mit einem zweiten Bieter die Aussicht auf ein Gelingen der Übernahme. Bisher hätten die Anleger bei nur einem Bieter die Möglichkeit des Scheiterns eingepreist. Einen Bieterkampf hält er nun jedoch für wenig wahrscheinlich, schliesslich hatte Castlelake schon zuvor mehrfach die Offerte erhöht.
Castlelake hatte zuletzt 6.90 Pfund je Papier geboten und das Easyjet-Management damit nach langem Ringen zunächst überzeugt. Die Gremien werteten das in Aussicht gestellte Apollo-Gebot aber nun als überlegen und würden es voraussichtlich auch offiziell empfehlen, hiess es von Easyjet. Wahlweise können Aktionäre statt einer Barzahlung Anteile an dem Apollo-Fonds erhalten, in dem Easyjet gehalten werden soll.
Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zum 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen. Laut Easyjet besteht keine Garantie, dass es tatsächlich dazu kommt.
Easyjet ist auch in der Schweiz aktiv. Der Flughafen Zürich ist Teil des Streckennetzes und wird von ausländischen Easyjet-Töchtern angeflogen. In Basel und Genf unterhält die Schweizer Tochter Easyjet Switzerland hingegen eigene Basen und beschäftigt über Tausend Mitarbeitende. Auf dem Basler und Genfer Flughafen ist Easyjet Marktführer und stärker als die Lufthansa-Gruppe mit Swiss und Co.. (dpa/ehs)
14:46 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Immer mehr Büezer haben Hautkrebs
Aktuell ist die Gefahr durch UV-Strahlung besonders gross. Wer im Freien, etwa auf der Baustelle oder im Gartenbau arbeitet, ist dem Hautkrebsrisiko stark ausgesetzt und sollte sich schützen. Das tun nicht alle, wie neue Zahlen der Unfallversicherung Suva zeigen. 2024 zählte sie 137 neue Fälle von beruflich bedingtem Hautkrebs. Das sind fast fünfmal mehr als noch 2020. Die Dunkelziffer ist hoch. Schätzungen gehen von 1000 Fällen pro Jahr aus. (mpa)
12:53 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Nestlé baut Nescafé-Fabrik in Thailand
Der Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé investiert 563 Millionen Franken, um in Thailand eine neue Nescafé-Fabrik zu bauen. Der Kaffeemarkt im asiatischen Land generiere heute rund 1 Milliarde Franken pro Jahr. Die neue Anlage in der Provinz Samut Prakan werde auch ein Verteilzentrum beinhalten, teilt Nestlé am Donnerstag mit.
Thailand sei einer der grössten Kaffeemärkte für das Unternehmen, sagt Nestlés Asien-Chef Remy Ejel. Die neue Fabrik werde zum langfristigen Wachstum in Südostasien beitragen. Hergestellt werden in Thailand künftig löslicher Kaffee, Mischgetränke und Kaffeeprodukte für den Sofortverzehr.
Die Fabrik soll 2028 in Betrieb genommen werden und über 500 Angestellte beschäftigen. Aber auch automatisierte Systeme, künstliche Intelligenz und Roboter kommen zum Einsatz.
Nestlé geschäftet seit über 130 Jahren in Thailand. Weltweit ist der Konzern die Nummer 1 im Kaffeegeschäft, insbesondere dank der drei Detailhandelsmarken Nescafé, Nespresso und Starbucks. (bwe)
09:12 Uhr
Donnerstag, 9. Juli
Telekom-Mann ersetzt Pöstler
Mit dem ehemaligen Salt-Chef Pascal Grieder steht seit November 2025 ein Telekom-Experte an der Spitze des Post-Konzerns. Nun soll ein weiterer Telekom-Mann in die Konzernleitung einziehen: Lars Keller übernimmt zum 1. Januar 2027 die Leitung des Poststellennetzes, wie der Staatskonzern am Donnerstag mitteilte.
Aktuell leitet der 44-Jährige, der im Kanton Waadt lebt, als Chief Operating Officer (COO) das operative Geschäft beim Telekomanbieter Mobilezone. Zuvor war Keller, der seine berufliche Laufbahn im Detailhandel startete, Verkaufsleiter bei Salt – und damit zwischen 2018 und 2023 bereits Grieder, und damit seinem Chef in spe, unterstellt. «Die Post wird mit seiner Expertise das Filialnetz weiterentwickeln», sagt Grieder über Keller. Er werde ein «zukunftsfähiges Angebot» und «starke gelbe Dienstleistungen» bereitstellen, und dies in enger Zusammenarbeit mit der Banktochter Postfinance.
Das Postnetz ist eine Dauerbaustelle. Rund 600 Filialen will die Post künftig noch selbst betreiben. Um die Kosten des defizitären Netzes zu senken, wollte die Post Drittmieter reinholen. Doch der Plan funktioniert nicht wirklich, die ersten ziehen schon wieder aus.
Lars Keller folgt auf den heute 62-jährigen Thomas Baur, einem Post-Urgestein. Über 40 Jahre hat Baur für die Post gearbeitet. 2016 stieg er als Poststellenchef in die Konzernleitung auf und musste nach dem Postauto-Skandal kurzzeitig auch die Leitung der Mobilitätssparte übernehmen. Nun werde er die «Einführung» von Keller begleiten und im Konzern «neue Aufgaben» übernehmen, heisst es bei der Post. (fv)
14:49 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Bund geht gegen Gewalt im ÖV vor
In den vergangenen Jahren hat aggressives Verhalten im öffentlichen Verkehr zugenommen. Das schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einer Mitteilung vom Mittwoch. Nicht nur das Personal, auch Kundinnen und Kunden seien betroffen.
Nachdem am Mittwoch ein runder Tisch mit Branchenvertretern stattgefunden hat, will das BAV im Kampf gegen Gewalt nun Regelwerke etwa für den Einsatz von Bodycams oder die Zulassung von Tasern durch die Transportpolizei anpassen. Zudem sollen Massnahmen konkretisiert werden. Dazu gehören etwa eine überkantonale Koordination und Vereinheitlichung von Polizeieinstzen und Strafverfolgung sowie Schulungen für Mitarbeitende im Bereich der Deeskalation. (ehs)
11:25 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Swiss: Kommerzchefin geht
Die Kommerzchefin der Airline Swiss, Heike Birlenbach, verlässt das Unternehmen per Ende September. Das teilt die Lufthansa-Tochter am Mittwoch mit. Sie werde sich neuen Aufgaben ausserhalb der Lufthansa-Gruppe widmen.
Birlenbach ist seit 2024 beim Schweizer Ableger tätig. Bei diesem habe sie «die Premium-Positionierung weiter geschärft und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt», wie die Swiss schreibt. Insgesamt war Birlenbach während 36 Jahren in verschiedenen Funktionen im Lufthansa-Konzern tätig.
Die Funktion der Kommerzchefin wird es bei der Swiss nicht mehr geben. Themen rund um das «Kundenerlebnis» würden künftig direkt durch CEO Jens Fehlinger verantwortet, die Cargosparte werde dem Finanzbereich zugeordnet.
Bereits vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass sich der Verwaltungsratspräsident der Swiss, Reto Francioni, nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Er wird ersetzt vom früheren Swiss-Chef Dieter Vranckx, der zurzeit für das Kommerzgeschäft der Lufthansa zuständig ist. Beobachter interpretierten diesen Wechsel als Machtverschiebung von der Swiss-Zentrale in der Schweiz zur Mutter Lufthansa in Deutschland. Das Ausscheiden von Birlenbach aus der Geschäftsleitung und die Streichung ihrer Funktion passt ebenfalls in dieses Bild. (ehs)
10:18 Uhr
Mittwoch, 8. Juli
Guter Saisonstart für Bergbahnen
Die Schweizer Bergbahnen blicken auf einen erfreulichen Start in die Sommersaison zurück. Wie der Verband Seilbahnen Schweiz am Mittwoch mitteilt, liegen die Ersteintritte von Mai bis Ende Juni landesweit 5 Prozent über dem Vorjahr. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt betrage die Zunahme gar 35 Prozent. Ausgewertet wurden die Daten von 140 Mitglieder-Betrieben.
Allerdings ist das Plus einzig auf die gute Geschäftslage im Berner Oberland zurückzuführen. Die Bahnen dort verzeichneten 29 Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Das Tessin musste hingegen ein leichtes Minus von 1 Prozent hinnehmen und Graubünden ein Minus von 2 Prozent. Noch stärker litten die Bergbahnen im Wallis (-5 Prozent), in der Zentralschweiz (-7 Prozent) und in der Ostschweiz (-20 Prozent). (ehs)
16:51 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Der Schweizer Arbeitsmarkt schneidet laut OECD nur durchschnittlich ab
Der Länderverein OECD hat seinen jährlichen Bericht zu den Aussichten auf dem Arbeitsmarkt veröffentlicht. Demzufolge hat sich die Schweiz gemessen an zentralen Kriterien nur mittelmässig entwickelt.
So ist es beispielsweise beim inflationsbereinigten Lohnwachstum. Vergleicht man das erste Quartal 2026 mit dem Vorjahresquartal, kommt die Schweiz auf ein Wachstum von 1,7 Prozent. Das entspricht genau dem Durchschnittswert (Median) aller 38 Mitgliedsländer der OECD.
Blickt man beim gleichen Kriterium fünf Jahre zurück, schneidet die Schweiz schlechter ab. Seit dem ersten Quartal 2021 sind die inflationsbereinigten Löhne hierzulande leicht gefallen, um 0,7 Prozent. Damit erging es den Arbeitnehmenden in der Schweiz zwar ähnlich schlecht wie jenen Italien, Frankreich oder Deutschland. Aber zugleich liegen sie recht weit zurück hinter dem OECD-Durchschnitt von 1,2 Prozent.
Bei der Arbeitslosenquote landet die Schweiz ebenfalls nur im Mittelfeld. Gemäss international vergleichbaren Zahlen kommt sie aktuell auf eine Quote von 5,1 Prozent. Das ist mehr als in den USA oder in Deutschland mit Quoten um die 4 Prozent herum. (nav)
14:11 Uhr
Dienstag, 7. Juli
Panini-Boom auf Ricardo
Die Fussball-WM 2026 ist in vollem Gange und mit ihr das Panini-Sammelfieber. Das zeigt sich auch auf dem Online-Marktplatz Ricardo, wie die Tochterfirma der Swiss Marketplace Group in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. So seien seit dem Verkaufsstart der offiziellen WM-Sticker am 7. Mai auf Ricardo rund 76’000 Panini-Angebote eingestellt worden. Das sei mehr als das Doppelte im Vergleich zur ganzen WM 2022. Bis dato wurden laut Ricardo rund 42’000 Angebote der aktuellen Panini-Kollektion erfolgreich versteigert oder verkauft. Darunter sind grösstenteils Einzelbilder, die bereits ab 10 Rappen angeboten werden. (bwe)
09:11 Uhr
Dienstag, 7. JUli
Ex-Idorsia-Chefin hat neuen Job
Srishti Gupta sollte frischen Wind in die kriselnde Allschwiler Biotechfirma Idorsia bringen. Das klappte nicht. Nach weniger als einem Jahr musste die Ärztin und Managerin mit mehreren Harvard-Diplomen gehen. Jetzt hat die Ehefrau von Novartis-Chef Vas Narasimhan einen neuen Job. Sie wurde zur Chefin von Novabridge Biosciences mit Sitz im amerikanischen Rockville, Maryland, ernannt. Die Firma hat sich auf Krebs und Augenleiden spezialisiert und forscht dort an neuen Medikamenten.
Einen Durchbruch konnten die Wissenschaftler bisher nicht erzielen. Novabridge schreibt Verluste, der Börsenkurs ist stark gefallen. Um das Ruder herumzureissen und Kosten zu reduzieren, musste die Firma vor Jahresfrist ein Drittel der Belegschaft entlassen. Wie bei Idorsia steht Gupta nun vor der Aufgabe, die an der US-Börse Nasdaq gelistete Firma zum Erfolg zu führen. Viel Zeit bleibt ihr dafür nicht. Die Firma verfügt noch über finanzielle Reserven bis 2028. Guptas Ehemann Vas Narasimhan ist zuversichtlich. Auf Linkedin kommentierte er: «Gratulation! Ich bin sehr stolz auf dich und kann es kaum erwarten, zu sehen, was du in diesem neuen Kapitel bewirken wirst.» (mpa)
15:29 Uhr
Montag, 6. Juli
Schweiz wehrt sich gegen drohende US-Zölle
Seco-Chefin Helene Budliger Artieda weist den Vorwurf der amerikanischen Regierung, die Schweiz gehe nicht energisch gegen Zwangsarbeit vor, erneut scharf zurück. In einem vierseitigen Brief wirft die Staatssekretärin dem Büro des US-Handelsbeauftragten indirekt vor, dass die entsprechende Untersuchung nur zum Schein durchgeführt worden sei. So enthalte der Schlussbericht, der Anfang Juni in Washington publiziert worden war, keinen einzigen Beweis, der die Vorwürfe der Amerikaner untermauert, schreibt Budliger Artieda. Folgerichtig fordert sie den Handelsbeauftragten Jamieson Greer dazu auf, im kommenden Monat auf den neuen Strafzoll von 12,5 Prozent auf Schweizer Produkte zu verzichten.
Der Brief mit Datum 6. Juli folgt auf ein Treffen zwischen Greer und Bundespräsident Guy Parmelin am vorigen Montag in Washington, an dem auch Budliger Artieda teilgenommen hat. Das Treffen verlief aus Schweizer Sicht ergebnislos. Aktuell erheben die USA auf Schweizer Güter einen Strafzoll von 10 Prozent. Dieses Regime läuft Ende Juli aus. (rr)
11:33 Uhr
Montag, 6. Juli
Dormakaba kauft in Grossbritannien zu
Die auf Schliesssysteme spezialisierte Firma Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH kauft in Grossbritannien zu. Die in der breiten Bevölkerung für ihre Schlüssel bekannte Firma hat die Style Group, den laut eigenen Angaben führenden Vertreiber für mobile Trennwandsysteme im Vereinigten Königreich, übernommen. Mit dieser Akquisition stärke man die Präsenz in einem der grössten europäischen Märkte für mobile Trennwände, schreibt Dormakaba in einer Mitteilung vom Montag.
Die beiden Firmen haben bereits in der Vergangenheit miteinander kooperiert. Durch die Transkaktion erhalte Dormakaba Zugang zur Kundenbasis und zum Netzwerk von Style, zu dem führende Architekturbüros gehören würden. Die gemeinsamen Lösungen kommen in verschiedenen Branchen zum Einsatz, von Universitäten und Flughäfen bis hin zu grossen Sportstätten. Details zum Kaufpreis werden keine genannt. (bwe)
09:15 Uhr
montag, 6. Juli
Mehr Arbeitslose im Juni
Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat heute die Arbeitslosenzahlen für den Juni veröffentlicht. Demnach lag die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen bei 147'000 Personen, was gegenüber dem Vorjahresmonat einer Zunahme um 8,6 Prozent entspricht. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. (nav)
11:27 Uhr
Montag, 6. Juli
Groupe Mutuel setzt auf KI-Partnerschaft
Die Schweizer Krankenversicherung Groupe Mutuel geht eine strategische Partnerschaft mit Mistral ein, einer französischen Anbieterin von generativer, künstlicher Intelligenz. Diese hat kürzlich eine Niederlassung in der Schweiz eröffnet. Ziel sei es, etwa bei Vertragsabschlüssen oder bei der Abwicklung von Leistungen die Effizienz zu steigern und die Bearbeitungszeit zu reduzieren, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. (bwe)
08:42 Uhr
Montag, 6. Juli
US-Übernahmeangebot: Easyjet willigt ein
Der britische Billigflieger Easyjet hat dem hartnäckigen Werben des US-Investors Castlelake doch noch nachgegeben. So stimmte Easyjet dem fünften Übernahmeangebot der Amerikaner «im Grundsatz» zu, wie die Unternehmen am Sonntag in London mitteilten. Dabei bietet Castlelake nun 6,90 britische Pfund je Aktie, womit Easyjet mit 5,2 Milliarden Pfund (knapp 6,1 Mrd. Euro) bewertet wird. Die Billigfluglinie hatte die vorigen Offerten alle abgelehnt, Castlelake aber eine Hintertür für eine Nachbesserung offen gelassen.
Da Castlelake ein US-Unternehmen ist, kann es keine Mehrheitskontrolle über eine europäische Fluggesellschaft übernehmen und benötigt deshalb Partner. Deswegen wird Castlelake den Angaben zufolge mit den Luftfahrtmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammenarbeiten. Bellew war früher bei Easyjet, bevor er das Unternehmen 2022 abrupt verliess.
Zu den attraktivsten Vermögenswerten von Easyjet zählen eine Flotte moderner Flugzeuge des Typs Airbus A320 sowie Landerechte in London, Mailand und Genf. Grösster Anteilseigner des Unternehmens ist die Familie des Gründers Stelios Haji-Ioannou mit einer Beteiligung von 15,3 Prozent. (dpa)
13:12 Uhr
Freitag, 3. Juli
Tourismus: Weniger Logiernächte im Mai
Im Mai wurden in der Schweiz 3,4 Millionen Übernachtungen in Hotels gezählt. Das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Bundesamt für Statistik am Freitag mitteilt. Bei den ausländischen Gästen resultierte ein Minus von 1,6 Prozent, bei den einheimischen eines von 0,5 Prozent. Bereits im März und April resultierte ein Minus. Nach Rekordjahren leidet der Tourismus derzeit unter der Iran-Krise, die insbesondere bei asiatischen Gästen für Einbussen sorgt. (ehs)
13:07 Uhr
Freitag, 3. Juli
ABB springt neu in die Top 100
Die USA dominieren mit dem KI-Boom das Ranking der 100 wertvollsten Konzerne der Welt. Angeführt wird die regelmässig vom Beratungsunternehmen EY erstellte Liste vom Chiphersteller Nvidia, dessen Börsenwert zum Stichtag vom 30. Juni bei rund 4,8 Billionen respektive 4800 Milliarden Dollar lag. Es folgen die Google-Mutter Alphabet (4,3 Billionen), Apple (4,2 Billionen) und Microsoft (2,8 Billionen). Acht der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt kommen aus Amerika - darunter Neuzugang SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk landet kurz nach seinem Börsengang auf Platz 6 mit einem Börsenwert von 2,25 Billionen Dollar. Neben den USA sind in den Top 10 lediglich Taiwan mit dem Chiphersteller TSMC und Saudi-Arabien mit dem Ölkonzern Saudi Aramco vertreten.
Von den Top-100-Unternehmen kommen 56 aus den USA. China schafft es immerhin auf 12 Unternehmen, Grossbritannien und Japan auf je 5. Die Schweiz ist neu mit 4 Unternehmen vertreten. Spitzenreiter bleibt der Pharmakonzern Roche, der mit einer Marktkapitalisierung von 328,5 Milliarden US-Dollar Rang 45 belegt. Danach folgen das Pharmaunternehmen Novartis mit einer Marktkapitalisierung von 286,8 Milliarden US-Dollar auf Rang 57 und der Nahrungsmittelmulti Nestlé mit einem Wert von 264,5 Milliarden US-Dollar auf Rang 66. Als viertes Unternehmen gehört neu ABB zum Club der weltweit wertvollsten börsenkotierten Unternehmen dazu: Der Industriekonzern macht einen Sprung von Rang 143 auf Rang 99. Sein Marktwert stieg auf 196,6 Milliarden US-Dollar.
Deutschland als Europas grösste Volkswirtschaft ist nur noch mit einem einzigen Unternehmen in den Top 100 gelistet: Der Industriekonzern Siemens landet auf Platz 72. Zuvor waren auch SAP und Allianz im Ranking vertreten, sie fielen aber beide raus. (fv)
08:59 Uhr
Freitag, 3. Juli
Franke: Michael Pieper übernimmt das Präsidium
Nach dem unerwarteten Tod von Alexander Pieper, bis dahin Präsident des Verwaltungsrats der Franke Holding, übernimmt Michael Pieper ad interim das Präsidium. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Zudem wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung von diesem Donnerstag, 2. Juli, Jonas Theiler, 44, neu in den Verwaltungsrat gewählt. In der anschliessenden konstituierenden Sitzung ernannte ihn das Gremium zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrats.
Jonas Theiler ist der Schwiegersohn von Michael Pieper und seit 2021 für die Artemis Group tätig. Seit April 2023 gehört er der Konzernleitung an. Zuvor war er in der Automobil- und Finanzindustrie tätig.
Die Franke-Gruppe mit Hauptsitz in Aarburg AG gehört zur Artemis Group und ist ein Hersteller und Anbieter von Lösungen und Ausstattungen für Haushaltsküchen, Kettenrestaurants, Convenience Stores und die professionelle Kaffeezubereitung. Das Unternehmen ist weltweit präsent und beschäftigt rund 7600 Mitarbeitende in 33 Ländern. Im Jahr 2025 belief sich der Nettoumsatz auf rund 2,05 Milliarden Schweizer Franken. (fv)
15:02 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Erneuerbare Energien schlagen fossile Brennstoffe
Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (Irena) hat am Donnerstag ihren jährlichen Bericht veröffentlicht zu den Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Demnach sind die Kosten seit dem Jahr 2010 sehr stark gefallen: Bei der Photovoltaik um 89 Prozent, bei der Onshore-Windenergie um 71 Prozent und bei der Offshore-Windenergie um 63 Prozent.
Im Jahr 2025 liess sich deshalb mit bereits installierten erneuerbaren Energien viel Geld sparen: Weltweit hätten sie laut Irena dazu beigetragen, Ausgaben für fossile Brennstoffe in Höhe von schätzungsweise 480 Milliarden Dollar zu vermeiden. Damit seien sie zu einem Schutz gegen geopolitische Schocks geworden, wie sie die Welt gerade mit dem US-Krieg gegen den Iran erlebt. (nav)
14:30 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Inflation bei 0,5 Prozent
Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,5 Prozent gestiegen. Dies geht aus neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. In den beiden vorhergehenden Monaten hatte diese Inflationsrate noch bei 0,6 Prozent gelegen.
Der Anstieg ist vor allem auf gestiegene Preise für Erdölprodukte zurückzuführen, wie Benzin, Diesel oder Heizöl. Ohne den Preisanstieg bei diesen Waren hätte die gesamte Inflation nur 0,1 Prozent betragen. Im Zuge des wieder gesunkenen Erdölpreises dürfen jedoch Erdölprodukte in den kommenden Monaten wieder günstiger werden. Bereits im Juni günstiger als im Vorjahresmonat waren vor allem Früchte und Gemüse. (nav)
08:15 Uhr
Donnerstag, 2. Juli
Nationalbank: «Verwundbarkeiten im Wohnimmobilienmarkt bleiben bestehen»
Die von Martin Schlegel geführte Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Donnerstag ihren jährlichen Bericht zur Finanzmarktstabilität veröffentlicht. Wie seit Jahren schon warnt sie darin vor Risiken am Wohnimmobilienmarkt: «Die Verwundbarkeiten am Schweizer Wohnimmobilienmarkt, die sich im Laufe der Zeit aufgebaut haben, bestehen weiterhin.»
Diese Verwundbarkeiten zeigen sich laut SNB in hohen Preisen im Vergleich zu etablierten Bewertungsmassstäben. Dadurch werde der Markt anfälliger für eine Preiskorrektur, sollte es zu einem Schock kommen, wie beispielsweise einer starken Zinserhöhung.
Angetrieben würden die hohen Preise durch eine starke Nachfrage, niedrige Zinsen sowie eine geringe Bauaktivität. Bei einer Risikobewertung müsse man deshalb eine dauerhafte Umkehrung bei diesen drei Faktoren berücksichtigen. (nav)
14:15 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Läderach gibt es nun auch «Down Under»
Der Glarner Schokoladenhersteller Läderach hat am Flughafen in Sydney seine erste Filiale in Australien eröffnet. Damit gibt es Läderach-Geschäfte nun auf fünf Kontinenten, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Insgesamt ist die Schweizer Kette in 30 Ländern vertreten. «Australien bietet grosses Potenzial, und wir planen bereits weitere Standorte für die kommenden Jahre», sagt Verkaufschef Nathanael Hausmann. (bwe)
10:27 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Chefwechsel bei Syngenta
Beim Agrochemiekonzern Syngenta gibt es einen Wechsel an der Spitze: Der Amerikaner Jeff Rowe übergibt am 1. August seinen Chefposten an den Chinesen Hengde Qin. Das teilt das Unternehmen mit Sitz in Basel am Mittwoch mit. Hengde Qin ist derzeit Chief Operating Officer (COO) und Leiter des Saatgutgeschäfts bei Syngenta. Zudem sitzt er auch im Verwaltungsrat des Konzerns, der weltweit über 50'000 Mitarbeitende in über 90 Ländern zählt und einem chinesischen Staatsunternehmen gehört.
«Die Landwirtschaft steht im Zentrum der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit – von der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung bis hin zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit unserer Ernährungssysteme», sagt Hengde Qin. Deshalb bedeute ihm die Mission von Syngenta viel: «Wir helfen Landwirten, höhere Erträge mit geringeren Auswirkungen auf die Umwelt zu erzielen.»
Jeff Rowe, der im September 2016 zu Syngenta stiess, wird gemäss Unternehmensangaben nach fast zehn Jahren in die USA zurückkehren. (fv)
08:09 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Roland Wandeler wird Idorsia-Chef
Idorsia bekommt einen neuen Chef: Ab 1. Oktober soll Roland Wandeler die Geschicke des Pharmaunternehmens mit Sitz in Allschwil BL leiten. Das gab Idorsia am Mittwoch bekannt.
Roland Wandeler tritt die Nachfolge von Unternehmensgründer Jean-Paul Clozel an. Dieser hatte im März 2026 den Chefposten ad interim zusätzlich zum Verwaltungsratspräsidium übernommen, nachdem die frühere Chefin Srishti Gupta das Unternehmen nach nicht einmal einem Jahr verlassen musste.
Wandeler kommt von Biopharma, dem Arzneimittelbereich von Grifols, wo er «ein globales Geschäft mit einem Umsatz in Milliardenhöhe» verantwortete, wie Idorsia mitteilt. Zuvor arbeitete Wandeler, der an der ETH promoviert hatte, für Amgen und Morphosys. (fv)
13:36 Uhr
Dienstag, 30. Juni
Aufgehellte Aussichten für die Schweizer Wirtschaft
Das Konjunkturbarometer des KOF-Instituts der ETH Zürich ist im Juni gestiegen. Das hat das Institut am Dienstag bekannt gegeben. Nachdem das Barometer die vergangenen Monate unter dem mittelfristigen Durchschnitt geblieben sei, liege es nun wieder im leicht überdurchschnittlichen Bereich. Damit signalisiert es deutlich verbesserte Aussichten für die Schweizer Konjunktur.
Zuletzt hat das KOF seine Konjunkturprognose leicht senken müssen. Für 2026 erwartet es neu ein sportbereinigtes reales BIP-Wachstum von 0,8 Prozent und nicht mehr von 1 Prozent. Hintergrund war der Iran-Krieg und die daraus resultierenden höheren Energiepreise. (nav)
08:15 Uhr
Montag, 29. Juni
Strompreise dürften sinken
Die Stromtarife in der Grundversorgung dürften im Jahr 2027 sinken. Das zeigt eine Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE). Gründe dafür seien wie im letzten Jahr die sinkenden Preise auf dem Strommarkt. Von 75 teilnehmenden Versorgern konnten 35 ihre absoluten Tarife 2027 bereits angeben. Bei diesen sinken sie im Median um rund 6 Prozent für sogenannte H4-Haushalte mit einem Verbrauch von etwa 4'500 kWh pro Jahr und um 3 Prozent für H2-Kunden mit einem Verbrauch von 2'500 kWh pro Jahr.
Zwar habe der Irankrieg Ende Februar für einen Anstieg der Strompreise auf dem Terminmarkt gesorgt, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Das schlage sich aber vorerst kaum in den Tarifen nieder. Grund dafür seien die langfristigen Beschaffungsstrategien der Versorger. Die definitiven Preise müssen jeweils bis spätestens Ende August kommuniziert werden und werden Anfang September veröffentlicht. (ehs)
08:11 Uhr
Montag, 29. Juni
Implenia gewinnt Grossauftrag
Der Baukonzern Implenia hat einen Grossauftrag für den Bau der Bahnstation Korsvägen im schwedischen Göteborg gewonnen. Das teilt er am Montag mit. Der Auftrag hat einen Wert von über 250 Millionen Franken. Bei der Station handelt es sich um eine von drei U-Bahn-Stationen des Projekts Westlink. Den Zuschlag erteilt hat das schwedische Amt für Verkehrsverwaltung.
Der Auftrag entspreche der Strategie von Implenia, sich auf grosse, komplexe Infrastrukturprojekte zu fokussieren, heisst es in einer Mitteilung. Implenia mit Sitz in Opfikon ZH erzielte 2025 europaweit mit gut 8'300 Vollzeitstellen einen Umsatz von 3,5 Milliarden Franken. (ehs)
11:57 Uhr
Freitag, 26. Juni
Finma kontert UBS-Chef Sergio Ermotti
UBS-Chef kritisierte kürzlich an einem Anlass in Zürich, dass die Ursachen der Credit-Suisse-Krise nicht vollständig dargestellt würden. «Einer der Hauptgründe für das Scheitern der Credit Suisse ist, dass sie regulatorische Ausnahmeregelungen genossen hat», sagte er laut dem Portal «Tippinpoint». Die Credit Suisse habe Erleichterungen erhalten und gewisse Anforderungen nicht erfüllt, die für die UBS gegolten hätten. Diese Tatsache müsse Teil der Debatte sein. Sonst bleibe die Aufarbeitung unvollständig.
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma will diese Aussagen so nicht stehen lassen. «Die im Artikel wiedergegebene Aussage, wonach regulatorische Ausnahmeregelungen einer der Hauptgründe für den Untergang der Credit Suisse gewesen seien, deckt sich weder mit der Analyse der Finma noch mit den Schlussfolgerungen der Parlamentarischen Untersuchungskommision.» Beide Aufarbeitungen kämen zum Schluss, dass insbesondere langjährige Mängel in der Unternehmensführung und im Risikomanagement sowie der daraus resultierende Vertrauensverlust zum Zusammenbruch führten. (bwe)
11:48 Uhr
Freitag, 26. Juni
Abgänge bei Inclusion Handicap
Bei Inclusion Handicap, dem Dachverband der Schweizer Behindertenorganisationen, kommt es zu personellen Veränderungen. Bei der nächsten Delegiertenversammlung am 2. Juli ist die Gesamterneuerungswahl des Vorstands geplant. Das aktuelle Co-Präsidium mit Ständerätin Maya Graf (Grüne) und Verena Kuonen stellt sich wie Nationalrat Islam Alijaj (SP) nicht mehr zur Wahl.
«Das Co-Präsidium bei Inclusion Handicap war für mich eine Herzensangelegenheit – geprägt von der gemeinsamen Vision einer tatsächlichen Gleichstellung in einer inklusiven Schweiz», sagt Verena Kuonen in einer Mitteilung. Das gemeinsame Engagement für eine inklusive Behindertenpolitik gehe für sie unvermindert weiter, sagt derweil Maya Graf.
Nationalrat Islam Alijaj, seit 2024 Vorstandsmitglied von Inclusion Handicap, hat sich ebenfalls entschlossen, nicht mehr für einen Vorstandssitz zu kandidieren. «Die von mir initiierte Inklusions-Initiative hat eine Dynamik ausgelöst, die nun in konkrete politische Veränderungen übersetzt werden muss», sagt Alijaj. In dieser intensiven Phase könne er seine Energie am wirkungsvollsten im Parlament, in der politischen Arbeit und beim weiteren Aufbau einer starken und sichtbaren Inklusionsbewegung einsetzen. (bwe)
11:38 Uhr
Freitag, 26. Juni
Ex-Swiss-Chef wird Swiss-Präsident
Dieter Vranckx übernimmt das Präsidium des Verwaltungsrats von Swiss. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde zudem auch der ehemalige Swiss-Cargo-Chef Ashwin Bhat, der heutige Cargo-Chef der Lufthansa. Der bisherige Swiss-Verwaltungsratspräsident Reto Francioni hatte sich entschieden, das Amt aufzugeben. Wie die «Bilanz» im Vorfeld der Wahl gestüzt auf Insider berichtete, spielte die zunehmende Machtverlagerung nach Frankfurt eine Rolle bei Franconis Entscheid. Der Schweiz-Belgier Vranckx ist heute Kommerzchef der Swiss-Mutter Lufthansa. (bwe)
11:33 Uhr
Freitag, 26. Juni
ABB kauft in Norwegen zu
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon hat heute die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Übernahme der Firma Høglund AS bekannt gegeben. Das Unternehmen mit Sitz im norwegischen Tønsberg entwickelt Automatisierungslösungen für die Schifffahrtsindustrie. ABB sieht in diesem Bereich Wachstumspotenzial («Schweiz heute» berichtete)
Mit der Akquisition baue man das Angebot an Automatisierungslösungen für Kunden aus der maritimen Industrie aus und unterstütze das weitere Wachstum in zahlreichen Schiffssegmenten, heisst es in einer ABB-Mitteilung vom Freitag. Die Transaktion werde voraussichtlich im dritten Quartal 2026 abgeschlossen und unterliege den üblichen behördlichen Genehmigungen.
Der Deal umfasst die weltweiten Aktivitäten von Høglund mit mehr als 80 Mitarbeitenden in Norwegen, Polen, Rumänien und China. Høglund ist derzeit Teil der Eitzen Group und wird nach Abschluss der Transaktion in die ABB-Division Marine & Ports integriert. Was die Übernahme kostet, kommuniziert ABB nicht. (bwe)
10:48 Uhr
Freitag, 26. Juni
Bericht: VW will weitere 50'000 Stellen streichen
Der VW-Konzern will einem Medienbericht zufolge seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100'000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant, berichtete das renommierte «Manager Magazin» unter Berufung auf Insider. Vier Werken in Deutschland drohe die Schliessung.
Die Pläne seien Teil des neuen Zielbilds 2030, das die Geschäftsleitung am Mittwoch behandelt habe. Das letzte Wort habe nun der Verwaltungsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.
Bei den vier Werken, die dem Bericht zufolge schliessen könnten, handelt es sich um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie den Audi-Standort Neckarsulm. Ein konkretes Datum für die Massnahmen nannte das Blatt nicht. Dem Bericht zufolge könnten sie «mittelfristig» geschlossen werden.
Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50'000 Stellen angekündigt, davon 35'000 bei der Kernmarke VW. (dpa)
08:55 Uhr
Freitag, 26. Juni
Ex-Nestlé-Chef Freixe schlägt zurück
Die regen Chefwechsel an der Spitze haben für den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé ein Nachspiel: Der im vergangenen September wegen einer nicht offengelegten Liebesaffäre geschasste Ex-CEO Laurent Freixe will nun noch Geld und Aktien von seinem früheren Arbeitgeber, wie «Bloomberg» berichtet. Konkret fordere er die Auszahlung seines Bonus-Anteils für 2025 sowie die Wiederherstellung von Aktienansprüchen aus drei Jahren.
Freixe befindet sich gemäss «Bloomberg» derzeit in aussergerichtlichen Vergleichsverhandlungen mit Nestlé. Der 64-Jährige sei der Ansicht, dass sowohl die Art als auch die Begründung seiner Entlassung seinem Ruf und seinen künftigen Verdienstmöglichkeiten erheblich geschadet hätten. Er «bestreitet sowohl die Gründe als auch die Art und Weise seiner Entlassung», hält seine in Lausanne ansässige Anwältin Vanessa Chambour von der Kanzlei PSF 12 fest. «Nach nahezu 40 Jahren tadellosen Dienstes wurde er entlassen, ohne angehört zu werden, und ihm wurde eine Vergütung entzogen, die er rechtmässig erworben hatte.»
Es droht ein langwieriger Rechtsstreit. Das wäre für den Nestlé-Konzern äusserst unangenehm. (fv)
17:05 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
CS-Gläubiger wenden sich an US-Berufungsgericht
In New York hat am Donnerstag die nächste Runde im Rechtsstreit um eine Schadenersatzklage von Gläubigern der ehemaligen Grossbank Credit Suisse begonnen. Der Prozess dreht sich um die Frage, ob die Besitzer der AT1-Anleihen, die im Zuge der CS-Übernahme durch die UBS viel Geld verloren, Schadenersatz von der Schweizerischen Eidgenossenschaft verlangen können. Die Vorinstanz entschied: Nein, da die Schweiz in den USA Staatenimmunität geniesse.
Die Kläger aber, vertreten von der Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, liessen nicht locker. Sie sagen, in aller Kürze, Bundesbern könne sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Schliesslich habe Finanzministerin Karin Keller-Sutter im März 2023 die CS-Übernahme als «kommerzielle Lösung» bezeichnet. Die staatlichen Gremien hätten damals also wie eine Investmentbank gehandelt.
Die mündliche Verhandlung dauerte knapp 25 Minuten. Die drei Bundesrichter, allesamt ernannt von demokratischen Präsidenten, unterbrachen den Kläger-Anwalt während seiner Ausführungen immer wieder. Die Vertreterin der Schweiz hingegen, von der Anwaltskanzlei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz, konnte ihre Argumente ohne ständige Zwischenfragen vorbringen. Wann die drei Richter ein Urteil fällen werden, gaben sie am Donnerstag nicht bekannt. (rr)
15:57 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Hotelplan-Finanzchef tritt ab
Markus Glesti arbeitete 17 Jahre lang bei Hotelplan und wachte über die Finanzen der Migros-Reisetochter. Doch diese wurde vergangenes Jahr an die deutsche Dertour-Gruppe verkauft. Seither begleitete Glesti die Integration von Hotelplan in den Reise-Riesen.
Doch nun hat er sich entschieden, das Unternehmen per Ende August auf eigenen Wunsch zu verlassen, wie es in einer Medienmitteilung von Dertour Suisse heisst. Er wolle ein neues Kapitel aufschlagen. Wie dieses aussieht, ist nicht bekannt. (bwe)
12:48 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Vita erhöht Deckungsgrad
Die Sammelstiftung Vita ist mit rund 150'000 aktiven Versicherten, 9'000 Rentnerinnen und Rentnern und einem verwalteten Vermögen von über 22 Milliarden Franken eine der grössten Pensionskassen der Schweiz. Wie sie am Donnerstag mitteilte, schloss sie das Jahr 2025 mit einer Netto-Performance von 6,4 Prozent ab. Der Deckungsbeitrag habe sich positiv auf 115 Prozent per 31. Dezember entwickelt.
Ab 2028 wird die Stiftung laut Mitteilung autonom geführt. Derzeit arbeitet Vita eng mit der Versicherung Zurich zusammen. Die Stiftung hat auch ihre Verzinsungspolitik überarbeitet. Langfristig strebt sie eine Verzinsung von durchschnittlich 3 Prozent an. Im Jahr 2026 werden die Altersguthaben noch mit 4 Prozent verzinst, ab 2027 wird die Verzinsung jeweils retrospektiv festgelegt. (ehs)
10:26 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Swisscom sagt dem Silicon Valley bye-bye
Die Swisscom hat ihren sogenannten Outpost im Silicon Valley per Ende Mai geschlossen. Der Telekomkonzern bestätigt dies gegenüber der «Bilanz». Betroffen sind ein halbes Dutzend Mitarbeiter. «Für sie werden individuelle Lösungen gesucht, und sie werden bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt», so die Swisscom. Der bisherige Geschäftsführer vor Ort, Dušan Vuksanovic, ist bereits wieder zurück in der Schweiz. Seit 1998 diente die Aussenstelle dem Technologie- und Trendscouting sowie der Suche nach potenziellen Übernahmezielen, ausserdem sollte sie die Innovationsmentalität des Silicon Valley in die Organisation bringen. Ein physischer Standort sei dafür heute nicht mehr zwingend notwendig, so die Swisscom. (red)
18:44 Uhr
Mittwoch, 24. Juni
Axpo fährt Beznau I und II wegen Hitze herunter
Der Energiekonzern Axpo muss aufgrund der aktuellen Hitzeperiode die Leistung beider Blöcke des AKW Beznau drosseln. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Sollte die Hitze anhalten und die Aare sich nicht abkühlen, dann werden Beznau I und Beznau II am Freitag, 26. Juni, vorübergehend abgeschaltet.
Am Mittwoch hat die Aare unterhalb des AKW eine Wassertemperatur von 25 Grad erreicht. Die Massnahme dient laut Axpo dem Schutz des Ökosystems der Aare und der Einhaltung der umweltrechtlichen Vorgaben. Das Kühlwasser des AKW Beznau wird aus der Aare entnommen und nach dem Kühlvorgang wieder in den Fluss zurückgeleitet. Eine weitere Erwärmung des bereits warmen Gewässers soll in heissen Sommerperioden verhindert werden, um Flora und Fauna nicht zusätzlich zu belasten. (fv)
14:58 Uhr
Mittwoch, 24. Juni
Falsche Annahmen führen zu Lehrabbrüchen
Eine Untersuchung mit Daten von 25'000 Schülerinnen und Schülern in der Schweiz zeigt, welche Auswirkungen unzutreffende Selbsteinschätzungen bei der Berufswahl haben können. Demnach entwickeln Jugendliche, die ihre Fähigkeiten falsch einschätzen, häufiger unpassende Berufswünsche. Der Traumjob korrespondiert somit nicht mit den eigenen Fähigkeiten. Die Forscher der Universität Bern konnten zeigen, dass Rückmeldungen zu den Kompetenzen einigen Jugendlichen zwar helfen, ihre Wahl zu überdenken. Viele halten jedoch an ihren ursprünglichen Berufswünschen fest. Das kann das Risiko eines Lehrabbruchs deutlich erhöhen. (mpa)
14:32 Uhr
Mittwoch, 24. Juni
Syngenta spannt mit McDonald’s zusammen
Der Agrochemiekonzern Syngenta tut sich mit McDonald's und dem Nahrungsmittelhersteller McCain zusammen, um eine «widerstandsfähige und nachhaltige» Lieferkette für Kartoffeln zu garantieren. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten die jeweiligen chinesischen Ableger der Firmen. Während Syngenta etwa Wissen zur Schädlingsbekämpfung bereitstellt, heisst es bei McDonald's, der Geschmack und die Qualität entscheide sich auf dem Feld. Syngenta gehört zum chinesischen Staatskonzern Sinochem und hat den Hauptsitz in Basel. (mpa)
16:08 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Absatz von Elektroautos in der EU steigt deutlich – Chinesen legen zu
Elektro- und Hybridautos haben den Automarkt in der EU im Mai weiter angetrieben. Insgesamt wuchsen die Pkw-Neuzulassungen im Jahresvergleich um 3,2 Prozent auf 955'013 Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband Acea am in Brüssel mitteilte. Während der Absatz reiner Verbrennerfahrzeuge um rund ein Fünftel auf 210'383 Benzin- und 69'482 Dieselautos sank, legten vollelektrischer Batteriefahrzeuge (BEV) um rund 43 Prozent auf 203'417 Exemplare zu. Auch Hybridautos verkauften sich stärker. (dpa)
16:06 Uhr
Dienstag, 23. Juni
SpaceX-Aktie stabilisiert sich nach Kursrutsch
SpaceX ringt nach einem kräftigen Schub im Zuge des Rekord-Börsengangs mit heftigen Kursturbulenzen. Am Dienstag rutschten die Aktien des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Tesla-Chef Elon Musk im Zuge einer weltweiten Tech-Verkaufswelle vorbörslich zeitweise weiter ab. Mit einem Kursplus von zuletzt 0,7 Prozent auf 155,60 US-Dollar konnten sie sich nach einer dreitägigen Verlustserie aber zumindest über dem ersten Kurs von 150 Dollar zum Börsengang am 12. Juni behaupten (dpa).
15:58 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Jeder Zwölfte hat mehr als einen Job
Im Jahr 2025 gingen 7,8 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz mehr als einer Beschäftigung nach, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) berichtet. Das ist ungefähr jeder zwölfte Erwerbstätige. Vor allem Frauen, Erwerbstätige im Alter von 40 bis 64 Jahren, solche mit hohem Bildungsstand und Selbstständigerwerbende seien häufig mehrfach erwerbstätig. Zudem ist die Mehrfacherwerbstätigkeit laut BfS in der Schweiz stärker verbreitet als in der Europäischen Union. Ähnlich hohe Quoten wie in der Schweiz finden sich hingegen in mehreren nordeuropäischen Ländern (nav).
14:05 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Das haben die Corona-Kurzarbeitsgelder gebracht
Die Covid-Pandemie brachte den Wirtschaftsmotor im Frühjahr 2020 ins Stottern. Um Arbeitsplätze zu sichern, setzte der Bund damals im grossen Stil auf Kurzarbeit. Dabei arbeiten die Angestellten in reduziertem Pensum, erhalten aber 80 Prozent der Ausfallstunden von der Arbeitslosenversicherung. Zeitweise beanspruchten 1,3 Millionen Arbeitnehmende dieses Instrument. Es flossen insgesamt 16 Milliarden Franken.
Der Aufwand hat sich gelohnt, wie eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigt. Demnach sorgte die Kurzarbeit in der zweiten Welle der Pandemie dafür, dass etwa vier Kurzarbeitende eine Stelle sicherten. Die Kosten pro gesicherter Stelle beliefen sich auf geschätzte 33’500 Franken. Da Kurzarbeit gleichzeitig Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen Kosten der Arbeitslosenversicherung verhinderte, reduzierten sich die Ausgaben pro gesicherter Stelle für den Staat auf 26’400 Franken. Ein Franken Kurzarbeitsgeld sparte somit rund 20 Rappen Arbeitslosengeld ein.
Während der Finanzkrise war die Massnahme allerdings effektiver. Ein Franken Kurzarbeitsgeld sparte damals fast einen Franken an Ausgaben für Arbeitslosengelder ein. Ebenso stellte die Studie fest, dass mit der Covid-Kurzarbeit teilweise auch Stellen unterstützt wurden, die im Nachhinein betrachtet nicht verloren gegangen wären. (mpa)
10:47 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Politiker warnen vor dem «Später bezahlen»-Trend
«Der Bund muss handeln», findet die Schweizer Schuldenberatung. Deren Präsident und Nationalrat Raphaël Mahaim (Grüne/VD) hat deshalb zusammen mit der liberalen Nationalrätin Patricia von Falkenstein ein Postulat zu «Buy now, pay later»-Angeboten eingereicht. Diese kurzfristigen Kredite sind vor allem bei jungen Erwachsenen sehr beliebt. Doch: «Die scheinbar einfache Zahlungsoption kann dazu führen, dass Konsumentinnen und Konsumenten den Überblick über ihre Verpflichtungen verlieren», teilt die Schuldenberatung mit. Deren Geschäftsleiter betonte gegenüber «Schweiz heute» vor Kurzem: «Es besteht ein Schuldenrisiko.»
Die Politiker verlangen in ihrem Vorstoss vom Bundesrat, die Risiken von «Buy now, pay later» zu analysieren. «Dabei soll insbesondere untersucht werden, ob Nutzerinnen und Nutzer solcher Angebote einem erhöhten Verschuldungsrisiko ausgesetzt sind, ob junge Menschen besonders gefährdet sind, und ob die heutigen gesetzlichen Grundlagen ausreichend Schutz bieten.» Ausserdem soll geprüft werden, ob regulatorische Lücken bestehen, wie die Tragbarkeit solcher Finanzierungen sichergestellt werden kann und welche Rolle die Anbieter bei der Prävention von Überschuldung übernehmen können. (mha)
10:40 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Der Schweizer Detailhandelsmarkt wächst – aber nur schwach
Der Schweizer Detailhandel hat 2025 einen Gesamtumsatz von 104,7 Milliarden Franken erzielt, was einem Plus von 1 Prozent entspricht. Das geht aus den neusten, am Dienstag publizierten Zahlen des Forschungsinstituts Nielsen hervor. Das Wachstum kommt aus dem Food-Bereich, der um 2,1 Prozent zulegen konnte. Der Non-Food-Sektor hingegen musste einen deutlichen Rückgang von 2,7 Prozent hinnehmen. Ein Grund hierfür ortet Nielsen bei der Schliessung oder Redimensionierung der früheren Migros-Fachmärkte.
Mit dem Plus im Lebensmittel-Detailhandel setzte sich das Wachstum der Vorjahre fort. Neu ist dieses auch getrieben von einem Wachstum bei den Filialen. Denn nachdem die Anzahl der Verkaufsstellen seit 2000 insgesamt um fast 29 Prozent zurückgegangen sei, steige die Zahl aktuell wieder, heisst es bei Nielsen. Der Grund hierfür sei insbesondere die Expansion bei den Discountern und Grossverteilern. «Der aktuelle Ausbau des Filialnetzes im Lebensmittel-Detailhandel trägt dem anhaltenden Trend zu einer steigenden Anzahl kleinerer Einkäufe Rechnung», sagt Nielsen-Expertin Silke Volejnik.
Ein Plus gab es auch beim Onlinehandel: Dieser stieg 2025 um 900 Millionen auf 15,8 Milliarden Franken. Dabei nahmen die Verkäufe auf heimischen Plattformen um 6 Prozent zu, jene von internationalen Anbietern um 8 Prozent. «Die Bedeutung ausländischer Anbieter im Schweizer Onlinehandel nimmt weiter zu», sagt Evgenij Isakulov von Nielsen, «insbesondere chinesische Plattformen gewinnen an Marktanteil.» (fv)
10:12 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Gürkli-Firma Reitzel steigert den Umsatz
Die Westschweizer Familienfirma Reitzel, bekannt für ihre Essiggürkli, konnte den Umsatz im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent auf 122,9 Millionen Franken steigern. Der laut eigenen Angaben führende Anbieter von Saucen, Eingelegtem und Gewürzen, konnte laut einer Mitteilung vom Dienstag seine Präsenz in der Schweiz, in Frankreich und in anderen Ländern weiter ausbauen.
Reitzel beliefert nebst dem Detailhandel auch viele Restaurants und Fast-Food-Ketten wie zum Beispiel Burger King. Dieses sogenannte Foodservice-Geschäft macht inzwischen 33,7 Prozent des Umsatzes aus.
Die 1909 gegründete Reitzel-Gruppe mit Sitz in Aigle VD verfügt über mehrere Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Frankreich, Indien und Sri Lanka. Zahlen zur Profitabilität nennt das Unternehmen nicht. (bwe)
07:34 Uhr
Dienstag, 23. Juni
Helsana bleibt grösste Kasse
Die Krankenkasse Helsana ist 2026 die grösste des Landes: Sie zählt per 1. Januar 1,60 Millionen Grundversicherte, 5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das zeigt eine Umfrage des Preisvergleichsportals Comparis. Auf Platz 2 folgt die CSS mit 1,56 Millionen Grundversicherten, was einem Wachstum von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit bestätigt Comparis entsprechende Angaben von «Schweiz heute»:
Im Jahr 2025 hatte Helsana bei der Zahl der Grundversicherten erstmals die CSS überholt. Nach Prämienvolumen war Helsana schon länger die grösste Krankenkasse.
Zu den Verlierern gehören die Groupe Mutuel, die um 4 Prozent auf 950'000 Grundversicherte nachgab und neu Platz 3 belegt. In grösserem Umfang Versicherte verloren haben auch die Kassen Concordia, KPT und Aquilana - teils, wie etwa bei der KPT, nach starkem Wachstum in den Vorjahren.
Wie Comparis weiter schreibt, zeigt eine repräsentative Umfrage, dass gut ein Viertel der Befragten dem relativ teuren Standardmodell mit freier Arztwahl seit Jahren treu bleibt. Das Hausarztmodell hingegen verliert an Beliebtheit, während Modelle wie Telmed und HMO stärker nachgefragt werden. (ehs)
15:33 Uhr
Montag, 22. Juni
Alan Greenspan ist tot
Der frühere langjährige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, ist tot. «Die Federal Reserve nimmt mit tiefer Trauer den Tod von Alan Greenspan zur Kenntnis», teilte die Notenbank mit. Greenspan wurde 100 Jahre alt. «Alan Greenspan war von 1987 bis 2006 der 13. Vorsitzende des Gouverneursrats, und seine Beiträge zur Geldpolitik und zur wirtschaftswissenschaftlichen Theorie haben diese Institution, die Wirtschaftswissenschaften im Allgemeinen sowie das Land nachhaltig geprägt», hiess es.
Die Fed hob hervor, Greenspan habe eine «eine strenge analytische Disziplin in die geldpolitische Entscheidungsfindung» eingebracht und dazu beigetragen, «die Glaubwürdigkeit zu etablieren, die nach wie vor zu den wichtigsten Vermögenswerten der Federal Reserve zählt». (dpa)
15:05 Uhr
Montag, 22. Juni
Plattenleger können früher in Pension
Plattenlegerinnen und Plattenleger können ab Ende 2027 bereits im Alter von 62 Jahren in Pension gehen. Laut einer Mitteilung vom Montag haben die Sozialpartner des Plattenlegergewerbes nun auch für die Deutschschweiz beschlossen, die Frühpensionierung einzuführen.
Der Arbeitgeberverband Ceruniq hat dafür an seiner Delegiertenversammlung am Freitag grünes Licht gegeben. Bereits zuvor hatten die Gewerkschaften Unia und Syna zugestimmt. Damit gilt die Frühpensionierung künftig für alle Plattenlegerinnen und -leger in der ganzen Schweiz. (ehs)
10:18 Uhr
Montag, 22. Juni
Swisscom warnt vor Spam-Anrufen
Der Telekom-Konzern Swisscom lanciert für seinen Callfilter eine neue Funktion. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, erscheint ab sofort bei Anrufen, die nicht eindeutig als unerwünschte Anrufe blockiert werden können, bei denen jedoch ein Verdacht besteht, auf dem Display der Kundinnen und Kunden der Hinweis «Vorsicht: Spam-Verdacht».
Bereits seit 2016 blockiert der Callfilter laut Mitteilung Anrufe, bei denen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Werbeanruf vorliegt. Monatlich werden laut Swisscom so rund 8 Millionen Spamanrufe blockiert. (ehs)
10:13 Uhr
Montag, 22. Juni
Sunrise lanciert neue Handy-Abos
Der Telekom-Anbieter Sunrise lanciert mit der Marke Lebara , die er hierzulande verantwortet, neue Smartphone-Abos unter dem Namen «Relax». Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, kann bei den Relax-Abos das inkludierte Roaming-Volumen über ein ganzes Jahr genutzt werden. Es verfällt nicht mehr monatlich wie bei bisherigen Abos. Die Abos beinhalten Roaming in bis zu 110 Destinationen weltweit.
Die Abos gibt es seit heute zu einem Einführungspreis. Das Abo «Relax S» kostet derzeit 12.95 statt 49.95 Franken pro Monat und besteht aus unlimitierten Daten und Anrufen in der Schweiz sowie 20 GB Roaming-Daten pro Jahr in Europa, den USA, Kanada und der Türkei. Beim Abo «Relax L» für 24.95 Franken (statt 79.95 Franken) sind unlimitierte Daten in Europa, den USA, Kanada und der Türkei inklusive sowie 20 GB in 68 weiteren Destinationen. Beim Abo «Relax XXL» für 34.95 statt 109.95 Franken pro Monat sind zusätzlich 50 GB Roaming in 68 Destinationen weltweit inkludiert. (ehs)
14:39 Uhr
Freitag, 19. Juni
Roche setzt Stellenabbau um
Ende Mai ist bekannt geworden, dass der Pharmakonzern Roche am Standort in Rotkreuz ZG einen Stellenabbau plant. «Wir gehen davon aus, dass eine begrenzte Anzahl von Stellen in Rotkreuz betroffen sein wird. Derzeit laufen Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretungen, um mögliche Auswirkungen auf Mitarbeitende auf ein Minimum zu beschränken», teilte Roche damals mit. Nun bestätigt eine Roche-Sprecherin auf Anfrage, dass das Konsultationsverfahren abgeschlossen ist. Weitere Details nennt sie allerdings nicht.
Wie aus dem Umfeld des Unternehmens zu erfahren ist, dürfte eine mittlere zweistellige Anzahl Arbeitsplätze vom Abbau betroffen sein. Ein grosszügiger Sozialplan kommt dabei zur Anwendung. Wie eine Quelle sagt, erhalten zum Beispiel langjährige Mitarbeitende, die vom Abbau betroffen sind, bis zu zwei Jahre lang den vollen Lohn.
Heute arbeiten fast 3000 Personen bei Roche in Rotkreuz. Sie kümmern sich vorwiegend um die Herstellung von Geräten für die Diagnose von Krankheiten. Roche ist der mit Abstand grösste Arbeitgeber im Kanton Zug. Unter dem Strich hat Roche in Zug in den letzten Jahren vor allem ausgebaut und Geld in den Standort gesteckt. Zwischen 2015 und 2025 investierte der Konzern rund 860 Millionen Franken im Kanton Zug; nächstes Jahr geht eine neue Produktionsstätte in Betrieb. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist in den letzten fünf Jahren um mehr als 400 auf rund 3000 gewachsen. (mim)
10:33 Uhr
Freitag, 19. Juni
UBS-Archiv soll geöffnet werden
Die Archive von Schweizer Banken sind eine Blackbox. Umfassende und unabhängige Studien zur Geschichte des Schweizer Finanzplatzes seien derzeit kaum möglich, kritisiert die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte schon länger. Denn die Banken sperren ihre Archive für externe Forschende, indem sie auf das Bankkundengeheimnis verweisen (CH Media berichtete).
Das will SP-Nationalrätin Nadine Masshardt ändern. Sie ist Co-Präsidentin der parlamentarischen Gruppe für Geschichte. Für die Historikerin geht es nicht an, dass die Bankarchive geschlossen bleiben, während die Forschung zur Schweizer Zeitgeschichte einen eigentlichen Boom erlebt. Sie nennt etwa die in den USA neu aufgeflammte Kontroverse um die Nazi-Konten von hiesigen Banken. Hier stelle der fehlende Archivzugang ein Reputationsrisiko für den Finanzplatz dar. Hinzu kommt für Masshardt die Notfusion der Credit Suisse mit der UBS. «Die Archive zahlreicher Banken befinden sich nunmehr unter einem Dach. Um die Notfusion unabhängig erforschen zu können, ist die Einsicht in die Bankenarchive zwingend.»
Die Nationalrätin hat dazu nun eine Interpellation eingereicht. Darin fragt sie den Bundesrat, ob er bereit ist, die «notwendigen regulatorischen Anpassungen vorzunehmen, um unabhängige Forschungen in Schweizer Bankkundenarchiven zu ermöglichen». Die Regierung hat jetzt Zeit bis zur nächsten Session, um darauf zu antworten. (mpa)
16:11 Uhr
Donerstag, 18. Juni
Olympionike gibt Schoggi-Job bei Kägi auf
Im Oktober 2024 wurde Cédric El-Idrissi neuer Chef der Toggenburger Schoko-Biscuit-Firma Kägi. Der Berner, der 2004 im Hürdenlauf an den Olympischen Spielen teilnahm, tritt nun aber bereits wieder ab. Er wird ab August Chef der Getränkefirma Aqva welche die Mineralquellen Adelboden und die Marke Peaq umfasst. Dies gibt er auf der Onlineplattform Linkedin bekannt Zu den Aqva-Investoren gehören unter anderem Sportstars wie Yann Sommer, Roman Josi, Stan Wawrinka und Christian Stucki. (bwe)
09:04 Uhr
Donnerstag, 18. Juni
Konsumentenschutz wirft der Post Greenwashing vor
Die Post wirbt mit dem Begriff «klimaneutral», etwa auf ihren Fahrzeugen, Briefkästen oder auf ihrer Webseite. Das sei aber «irreführend und gesetzeswidrig», heisst es bei der Stiftung für Konsumentenschutz. Denn seit Anfang 2025 ist das Werben mit irreführenden Klimaangaben – sogenanntes Greenwashing – im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ausdrücklich verboten.
Der Gebrauch durch die Post hat Folgen: Denn auch andere Unternehmen würden den unzulässigen Claim nutzen, oft mit Verweis auf den angeblich «klimaneutralen Versand» der Post. Das sei «besonders problematisch», sagt Sara Stadler, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes.
Die Organisation fordert nun den Bundesbetrieb auf, seine Kommunikation «sofort» anzupassen. «Die Post hatte genügend Zeit, ihre Kampagne anzupassen», sagt Stadler. «Von einem solch grossen und wichtigen Service-Public-Unternehmen in Bundesbesitz erwarten wir mehr als schwammige Versprechen und irreführende Claims.»
Der Konsumentenschutz hat laut eigenen Angaben weitere Unternehmen angeschrieben, die den unzulässigen Claim verwenden. Viele hätten ihre Kommunikation bereits angepasst. (fv)
08:33 Uhr
Donnerstag, 18. Juni
Iran-Krieg trübt Konjunkturaussichten in der Schweiz
Der Bund senkt seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz leicht, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag bekannt gibt. Für 2026 prognostiziert er ein deutlich unterdurchschnittliches Wachstum von 0,9 Prozent, gefolgt von 1,6 Prozent im Jahr 2027. Noch im März war der Bund von einem Plus von 1 Prozent respektive 1,7 Prozent ausgegangen. Grund für die Korrektur nach unten ist der Iran-Krieg. Dieser hätte zu höheren Energiepreisen geführt und die Weltwirtschaft gedämpft.
Im 1. Quartal 2026 ist laut Seco das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ähnlich stark wie im historischen Durchschnitt. Die bisher verfügbaren Daten und Umfragen deuteten für das laufende 2. Quartal auf ein erneutes Wachstum des BIP hin. Doch die Aussichten bleiben trüb: Die steigende Inflation dürfte die privaten Konsumausgaben bremsen, das verhaltene Wachstum der Weltnachfrage die Schweizer Exportwirtschaft belasten. (fv)
20:09 Uhr
Mittwoch, 17. Juni
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
Wegen der Energiekrise und anhaltender Inflationssorgen tastet die US-Notenbank den Leitzins nicht an. Die Zinsspanne bleibt damit zum vierten Mal im laufenden Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte. (dpa)
16:25 Uhr
Mittwoch, 17. Juni
Alpha Trains bestellt bei Stadler 25 Loks
Die grösste private europäische Leasinggesellschaft für Lokomotiven und Züge, Alpha Trains, bestellt beim Ostschweizer Bahnbauer Stadler weitere 25 elektrische Mehrsystemlokomotiven des Typs Euro6000. Gefertigt werden die sechsachsigen Loks von Stadlers spanischer Tochterfirma in Valencia und ausgeliefert werden sollen sie 2028.
Ein Auftragswert wird nicht genannt. Eine Euro6000 kostet je nach Ausstattung, Abnahmemenge und Länderzulassungen schätzungsweise 4,5 bis 5,5 Millionen Euro.
Ein Teil der Loks mit iberischer Spurweite ist für den Güterverkehr in Spanien vorgesehen. Der andere Teil mit Standardspurweite ist für den Mittelmeerkorridor konzipiert. Sie seien die einzigen Loks, die eine nahtlose Verbindung von Spanien nach Frankreich, Belgien und Luxemburg gewährleisten. (T.G.)
08:38 Uhr
Mittwoch, 17. Juni
Sandoz eröffnet neues Forschungszentrum
Der Basler Generikariese hat ein neues Biosimilar-Forschungszentrum in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana eröffnet. Die Anlage umfasst 10'000 Quadratmeter und bietet 200 Arbeitsplätze. Der Konzern hat rund 100 Millionen dafür investiert. Biosimilars sind Nachahmerprodukte von biologisch hergestellten Arzneimitteln.
Sandoz-Chef Richard Saynor bezeichnet den Ausbau als einen wichtigen Schritt, um die Position des Konzerns bei diesen Arzneimitteln zu stärken. Sandoz rechnet damit, dass in den nächsten zehn Jahren Biosimilar-Patente von über 320 Milliarden Dollar ablaufen werden. Diese «goldene Dekade» wolle man nutzen, sagt Saynor. Dabei spielt Slowenien eine wichtige Rolle. Insgesamt will Sandoz dort 1,1 Milliarden Dollar investieren.
Die Schweiz ist eine der wichtigsten Investoren in Slowenien, besonders im Pharmasektor, wie die slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar vor kurzem im Interview mit diesem Portal betonte. «Schweizer Unternehmen beschäftigen dort rund 8500 Menschen, meist in Arbeitsplätzen mit hoher Wertschöpfung.» (mpa)
08:10 Uhr
Mittwoch, 17. Juni
Migros mischt sich in die Wohnpolitik ein
Die Migros will «die erste Anlaufstelle sein, Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen» – und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein. Das sagte Migros-Präsidentin Ursula Nold vor rund einem halben Jahr in einem Interview mit diesem Portal. Nun nimmt sich der Detailhandelskonzern respektive sein Migros-Pionierfonds eines neuen Feldes an: der Wohnpolitik – respektive der Frage, wie der Wohnraum vermehrt werden kann.
Eine repräsentative Umfrage des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) habe gezeigt: «Die Menschen in der Schweiz sind offen für Veränderung, wenn sie ihre Lebensqualität stärkt», wie es Britta Friedrich ausdrückt, die Leiterin des Migros-Pionierfonds. Dieser wurde 2012 von der Migros gegründet, um mit Anschubfinanzierungen Unternehmen zu fördern, die mit neuen Ideen gesellschaftliche Probleme lösen wollen.
Nun hat der Migros-Pionierfonds im Rahmen eines nationalen Ideenaufrufs zwei Schweizer Jungunternehmen zur Förderung ausgewählt, die hier ansetzen. Aus den rund 100 Einreichungen im Rahmen eines nationalen Ideenaufrufs wurden in einem mehrstufigen Prüfprozess die beiden Firmen Paguro und Aivala ausgewählt, wie der Pionierfonds mitteilt. Paguro zielt demnach darauf ab, die Nutzung des bestehenden Wohnraums zu verbessern, und Aivala darauf, Lebensqualität bereits in der Planung zu verankern.
Konkret setzt die digitale Peer-to-Peer-Plattform Paguro «bei der mangelnden Mobilität im Wohnungsmarkt» an, also beim Umstand, dass Menschen in ihren angestammten Wohnungen bleiben, obwohl sie gerne umziehen würden. Denn sie finden kein passendes oder bezahlbares Angebot. Paguro vermittelt koordinierte Umzugsketten unter umzugswilligen Mitgliedern. «Wird eine Wohnung frei, setzt eine Kettenreaktion ein und gleich mehrere Parteien können nacheinander in Wohnungen wechseln, die besser zu ihrer aktuellen Lebenssituation passen», heisst es beim Migros-Pionierfonds. So werde bestehender Wohnraum effizienter genutzt und der Zugang zu bezahlbaren Bestandesmieten verbessert.
Das KI-gestützte Planungsinstrument Aivala wiederum setzt früher an: bei der Planung von Quartieren, Siedlungen und Bauprojekten. Die Software verknüpft über 180 Datensätze und macht qualitative Faktoren wie soziale Begegnung, Hitzeminderung, Biodiversität und Lärmschutz für Planungsteams mess- und sichtbar. Damit können Architekten, Entwickler und Behörden Lebensqualität bereits in frühen Planungsphasen gezielt berücksichtigen. Aivala schafft so eine Grundlage für Verdichtung, die nicht nur mehr Wohnraum ermöglicht, sondern auch die Bedürfnisse der Bevölkerung einbezieht. (fv)
10:06 Uhr
Dienstag, 16. Juni
Bund deckt Goldschmuggel auf
Das Bundesamt für Zoll- und Grenzsicherheit hat einen Goldschmuggel-Ring aufgedeckt. Im Fokus stehen drei Beschuldigte, die zwischen 2021 und 2022 Altschmuck aus Italien in die Schweiz brachten. Es geht um 190 Kilogramm Ware und hinterzogene Mehrwertsteuern und Zollabgaben in der Höhe von 600'000 Franken.
Der organisierte Schmuggel funktionierte so: Ein 56-jähriger italienischer Staatsbürger kaufte Schmuck in Lagern von Fahrenden in Norditalien. Diesen brachte er wöchentlich an nicht ständig besetzten Grenzübergängen über die Schweizer Grenze, ohne die in Rucksäcken versteckte Ware zu verzollen. Anschliessend übergab er das Gold zwei weiteren Beschuldigten, einem 66-Jährigen und einem 35-Jährigen, beide in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsbürger. Letztere verkauften das Gold schliesslich an ein Unternehmen, welches über eine ordnungsgemässe Bewilligung zum Schmelzen von Edelmetallen verfügte. Dem Unternehmen wurde die Bewilligung entzogen.
Der Bund wird das Strafmass für die Schmuggler im Rahmen des Strafverfahrens festlegen. Daneben ermitteln die Behörden auch in drei weiteren Fällen von Altgoldschmuggel. Dort geht es um 40 Kilogramm Altgold, das von Italien in die Schweiz geschmuggelt, weiterverkauft und eingeschmolzen wurde. (mpa)
10:12 Uhr
Dienstag, 16. Juni
Uhrenpatron Philippe Stern ist gestorben
Die Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe ist eine der begehrtesten Uhrenmarken der Welt. Das ist auch das Verdienst von Philippe Stern, der das Familienunternehmen durch die Uhren- respektive Quarzkrise geführt hat. Am 14. Juni ist der ehemalige Chef und Verwaltungsratspräsident sowie spätere Ehrenpräsident von Patek Philippe im Alter von 87 Jahren gestorben, wie die NZZ berichtet.
Geboren wurde Philippe Stern 1938 in Genf. Sein Grossvater Charles Stern und dessen Bruder, die Besitzer des Zifferblattherstellers Stern Frères, übernahmen 1932 das damals zwar angesehene, aber geschäftlich angeschlagene Unternehmen Patek Philippe. Geführt wird das Familienunternehmen nun von Thierry Stern, dem Sohn von Philippe Stern. (fv)
10:37 Uhr
Montag, 15. Juni
Nestlé lanciert KI-Hilfe für Verkäuferinnen
Bei Maggi denken viele Leute hierzulande zuerst an die Streuwürze, die in bürgerlichen Restaurants oft auf dem Tisch steht. Die Marke wurde vom Schweizer Unternehmer Julius Maggi 1886 gegründet und hatte jahrzehntelang eine Fabrik in Kemptthal ZH. Was viele nicht wissen: Seit 1947 gehört Maggi dem Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Und dieser hat daraus eine internationale Blockbuster-Marke gemacht.
Insbesondere in zahlreichen Ländern Asiens und Afrikas geniesst Maggi Kultstatus und wird zuweilen als lokale Marke wahrgenommen. Dort werden Maggi-Bouillons und -Gewürze in Einzelpackungen oftmals an kleinen Marktständten von unabhängigen Unternehmerinnen und Unternehmern verkauft. In Zentral- und West-Afrika sind es laut Nestlé über 70'000 Verkäuferinnen. Sie generieren 75 Prozent der Maggi-Verkäufe in der Region. Täglich gehen 120 Millionen Maggi-Portionen über den Ladentisch.
Nun will Nestlé die Verkäufe weiter ankurbeln - und setzt dabei auf die künstliche Intelligenz. Denn das Know-how der Verkäuferinnen werde heute in erster Linie persönlich über Generationen weitergegeben, hält Nestlé in einem Onlinebeitrag fest. Für neue Verkäuferinnen, die in abgelegenen Regionen arbeiten, sei es schwierig, auf dieses Wissen zurückzugreifen.
Der neue Maggi-KI-Dienst funktioniert internetfrei und über das Handy. Die Verkäuferinnen können eine Gratis-Nummer anrufen und dort ihre Fragen mündlich in ihrer lokalen Sprache stellen. Nestlé listet einige Beispiele auf: Wie mache ich meinen Stand in einem grossen Markt attraktiv? Welches Maggi-Produkt verkauft sich während Ramadan am besten? Wie gehe ich mit Preiserhöhungen um? Die Strassen sind geflutet, Nachlieferungen blockiert, was soll ich tun?
Die Antworten basieren auf dem Wissen von erfahrenen Verkäuferinnen. Der neue KI-Dienst wird zuerst in der Elfenbeinküste lanciert, danach sollen weitere Länder folgen. (bwe)
09:35 Uhr
Montag, 15. Juni
Flughafen Zürich feiert Premiere in Indien
Der kommerzielle Flugbetrieb am Noida International Airport hat am Montag begonnen. Der Flughafen in der Nähe der indischen Metropole Delhi wurde vom Flughafen Zürich entwickelt. Als erster Linienflug landete ein Airbus A320 von Indigo kurz vor 8 Uhr Lokalzeit aus der indischen Stadt Lucknow. Dieselbe Maschine hob kurz darauf mit Destination Bangalore wieder ab.
In den kommenden Monaten wird ein schrittweiser Ausbau des Betriebs erwartet, wie der Flughafen Zürich am Montag mitteilte. Weitere Fluggesellschaften, darunter Akasa Air, werden ebenfalls Verbindungen aufnehmen. In der ersten Phase werden 17 Destinationen ab Noida angeboten.
Mit Noida wurde nach Bangalore bereits das zweite von Grund auf entwickelte Flughafenprojekt des Schweizer Unternehmens in Indien umgesetzt. Nach erfolgreicher Projektentwicklung, Inbetriebnahme und Leitung des Flughafens Bangalore hatte der Flughafen Zürich seine letzten Anteile für Bangalore 2017 verkauft. 2019 erhielten die Zürcher den Zuschlag für das Grossprojekt in Noida. Die Eröffnung erfolgte nun mit einiger Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan.
In der ersten Phase verfügt der Noida International Airport über eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren pro Jahr mit einer Start- und Landepiste, einem Passagierterminal und 25 Standplätzen. Die weitere Entwicklung des Flughafens ist in vier Phasen geplant – mit einer finalen Kapazität von 70 Millionen Passagieren pro Jahr und zwei Pisten. Die Investitionen in die abgeschlossene Phase 1 betrugen rund 750 Millionen Franken. Nebst in Indien betreibt der Flughafen Zürich auch Airports in Lateinamerika und in der Karibik. (bwe)
15:10 Uhr
Freitag, 12. Juni
Wechsel an der Spitze der Anwaltskanzlei Kellerhals Carrard
Die «gelbe Kanzlei» Kellerhals Carrard vereint unter ihrem Dach 360 Anwälte und Anwältinnen und gesamthaft mehr als 630 Mitarbeitende an neun Standorten in der Schweiz. Nun bekommt sie einen neuen Chef: An der Generalversammlung wurde Edgar Philippin, Partner am Standort in Lausanne, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten und Managing Partner gewählt. Er folgt auf den Berner Beat Brechbühl. Die Stabsübergabe fand im Rahmen des 20-Jahr-Jubiläums von Kellerhals Carrard statt, wie die Kanzlei am Freitag mitteilte. Die Grussbotschaft des Bundesrats habe Bundespräsident Guy Parmelin überbracht. (fv)
15:08 Uhr
Donnerstag, 11. Juni
Implenia übernimmt Planerfirma
Der Baukonzern Implenia übernimmt die deutsche Firma Zigmo Engineering. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst, wurde der Kaufvertrag am 29. Mai unterzeichnet. Zigmo ist ein Tragwerks- und Objektplaner mit Hauptsitz in Frankenthal im Bundesland Rheinland-Pfalz und 70 Mitarbeitenden an fünf Standorten.
Mit der Akquisition baue Implenia das Geschäft «in margenstarken Bereichen entlang der Wertschöpfungskette weiter aus», sagt Implenia-Chef Jens Vollmar. Der Baukonzern mit Sitz in Opfikon ZH und einem Jahresumsatz von zuletzt 3,5 Milliarden Franken beschäftigt europaweit 8400 Mitarbeitende, die meisten davon in der Schweiz. (ehs)
14:46 Uhr
Donnerstag, 11. Juni
EZB erhöht den Leitzins
Mit der ersten Zinserhöhung seit fast drei Jahren stemmt sich die Europäische Zentralbank (EZB) gegen den Inflationsschub infolge des Iran-Kriegs. Die Euro-Währungshüter heben den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent an, wie der EZB-Rat in Frankfurt entschied. Zuletzt hatte die Notenbank den Zins, den Geschäftsbanken für bei der EZB geparkte Gelder bekommen, siebenmal in Folge bei 2,0 Prozent belassen. Die letzte Zinserhöhung im Euroraum gab es im September 2023.
Höhere Zinsen verteuern Kredite für Konsumenten und Firmen, was die Nachfrage bremsen und so die Inflation dämpfen kann. Sparer profitieren, wenn Banken steigende Leitzinsen weiterreichen. Zugleich sind Zinserhöhungen eine Bürde für die ohnehin schwache Konjunktur. Die EZB steckt in der Zwickmühle: Hebt sie die Zinsen zu stark an, läuft sie Gefahr, die Wirtschaft abzuwürgen.
Wichtigstes Ziel der Euro-Währungshüter ist es, die Inflation im Zaum zu halten. Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Teuerung kräftig nach oben getrieben. Im Mai lagen die Konsumentenpreise im Euroraum ersten amtlichen Zahlen zufolge um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Zielmarke der EZB, mittelfristig Preisstabilität bei zwei Prozent Inflation im Euroraum anzustreben, ist damit deutlich überschritten. (dpa)
10:05 Uhr
donnerstag, 11. Juni
Migros-Manager erhält Krankenkassen-Posten
Marcel Napierala, Chef des Migros-Gesundheitsunternehmens Medbase, wird neuer Verwaltungsrat der Krankenkasse Groupe Mutuel. Er tritt die Nachfolge von Marc-André Ballestraz an, der nach zwölf Jahren aus dem Verwaltungsrat zurücktritt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Napierala verfüge über ausgewiesene Führungserfahrung im Gesundheitswesen, schreibt die Krankenkasse mit Sitz in Martigny VS.
Das Unternehmen Medbase, das Napierala 2001 mitgegründet hat, ist heute nicht nur im Apothekengeschäft tätig, sondern auch in der Medizin, der Zahnmedizin und im Grosshandel und beschäftigt über 4’400 Mitarbeitende. Die Groupe Mutuel zählt derweil rund 2600 Mitarbeitende, rund 1,3 Millionen Einzel- und 31'600 Unternehmenskunden. Sie generiert einen Umsatz von über 6,5 Milliarden Franken. (bwe)
10:18 Uhr
Dienstag, 9. Juni
Frauen investieren sehr zurückhaltend
Die UBS hat erstmals mit dem Forschungsinstitut gfs.bern Frauen zu ihrem Umgang mit Geld befragt. Die Resultate zeigen, dass Sicherheit im Vordergrund steht. Frauen verstünden Geldanlagen primär als Schutzinstrument und nicht als Wachstumschance, heisst es. So dominiert beim Investieren die Sicherheit (57%) deutlich vor Vermögensaufbau (34%) und Rendite (21%). Es überrascht nicht, dass professionelle Beratung oder aktiver Vermögensaufbau bisher die Ausnahme darstellen. Fast drei von zehn Frauen (28%) informieren sich gar nicht aktiv über Geldanlagen, obwohl das Thema viele beschäftigt und rund die Hälfte der befragten Frauen sich gelegentlich fragt, ob sie finanziell genug für die Zukunft vorgesorgt hätten. (mpa)
11:05 Uhr
Montag, 8. Juni
Sondermünze zur Schweizer Raumfahrt
Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint produziert jährlich mehrere exklusive Sammlermünzen in limitierter Auflage. Mit der neusten Sondermünze würdigt sie den «Schweizer Beitrag zur Raumfahrt», wie Swissmint am Montag mitteilt. Die Silbermünze, welche die Zusammenarbeit der Schweiz mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA in den Vordergrund stellt, erscheint am Donnerstag, 11. Juni.
Die Schweiz ist Gründungsmitglied der ESA und beteiligt sich an fast allen ihren Programmen. Für das Ariane-6-Programm liefern die zwei in der Schweiz ansässigen Unternehmen Beyond Gravity und APCO-Technologies Komponenten. Auf der Bildseite der neuen Sondermünze sind Erde, Mond und Mars abgebildet. Die Wertseite zeigt den oberen Teil einer Ariane-6-Trägerrakete sowie die vom Schweizer Unternehmen Beyond Gravity entwickelte und produzierte Nutzlastverkleidung dieser Rakete. (fv)
08:47 Uhr
Freitag, 5. Juni
Postauto schaltet Gratis-WLAN ab
Seit 2012 bietet Postauto in seinen Bussen einen Gratis-Internetzugang via WLAN an. Nun zieht die Post-Tochter den Stecker und stellt das Angebot per Ende Jahr ein. Wie sie diese Woche mitteilt, hätten Fahrgäste grösstenteils und zunehmend Flatrate-Mobilfunkabos. Auch die meisten Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland beschafften vor ihrer Anreise in die Schweiz Roamingpakete. Deshalb sänken die Nutzerzahlen laufend und hätten sich in den vergangenen fünf Jahren halbiert. Zurzeit verwendeten nur noch knapp 5 Prozent der Postauto-Fahrgäste das Gratis-WLAN.
Bisher sei das Angebot vom Bundesamt für Verkehr und den Kantonen finanziert worden, weil es betrieblich notwendig war. Die Tablets des Buspersonals griffen nämlich ebenfalls über das WLAN auf das Internet zu. Weil diese neu über das Mobilfunknetz kommunizieren, wird das WLAN aus betrieblicher Sicht aber überflüssig. Damit müsste Postauto das Gratis-WLAN für die Fahrgäste selbst finanzieren, was hunderttausende Franken pro Jahr kosten würde. Weil gleichzeitig der Spardruck im öffentlichen Verkehr steige, habe die Geschäftsleitung die Einstellung des Services beschlossen. (ehs)
11:04 Uhr
Donnerstag, 4. Juni
Garmin eröffnet ersten Schweizer Laden
Garmin, ein Anbieter von Elektronik-Geräten für den Outdoor-Bereich, eröffnet im Sommer seinen ersten Schweizer Laden. Dieser entsteht an der Füsslistrasse 6 in Zürich, einer Seitengasse der Bahnhofstrasse. Es handelt sich um das erste eigene Lokal der Firma hierzulande. Die Produkte des Unternehmens sind bisher nur im Fachhandel erhältlich. Weltweit betreibt Garmin einige Dutzend Flagship-Stores etwa in Miami, Hong Kong, München und Wien.
Garmin verkauft Artikel wie Smartwatches, GPS-Geräte und Velocomputer. Das Unternehmen hat seinen operativen Hauptsitz im US-Bundesstaat Kansas und ist an der US-Börse New York Stock Exchange gelistet. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt 7,25 Milliarden Dollar gehört die Firma zu den grössten Outdoor-Anbietern weltweit. Den rechtlichen Hauptsitz hat sie seit 2010 aber in der Schweiz, genauer gesagt in Schaffhausen. (ehs)
10:25 Uhr
Donnerstag, 4. Juni
Sparbillett Flex: Rückerstattung wird erhöht
Im August 2025 führte der Branchenverband des öffentlichen Verkehrs Alliance Swisspass eine neue Version des Sparbilletts ein, das Sparbillett Flex. Im Unterschied zu den normalen Sparbilletten kann es bis zum Zeitpunkt der Abreise über die SBB-App ohne Angabe von Gründen storniert werden. Reisende erhalten 50 Prozent des Kaufpreises zurückerstattet. Nun werden die Regeln geändert. Wie die SBB am Donnerstag mitteilen, werden neu 75 Prozent des Kaufpreises zurückerstattet.
Die Sparbillette Flex sind etwas teurer als die normalen Sparbillette. Beide Arten können bis zu sechs Monate vor Abfahrt gekauft werden. Sie sind an bestimmte Verbindungen gebunden und bieten Rabatte von bis zu 50 Prozent auf den regulären Preis. Die Anzahl verfügbarer Sparbillette ist beschränkt und sie sind nicht für alle Verbindungen verfügbar. (ehs)
10:02 Uhr
Donnerstag, 4. Juni
Arbeitslosenquote steigt auf 3,1 Prozent
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz veröffentlicht. Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen hat sich demnach im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Anstieg um 9,6 Prozent.
In der Folge waren 144'652 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg laut Seco gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Der Kanton mit der schweizweit höchsten Arbeitslosenquote ist Genf mit 5 Prozent. In der Deutschweiz ist es Basel-Stadt mit 4,5 Prozent.
Damit steigt die Arbeitslosenquote bereits seit über drei Jahren langsam an. 2023 hatte sie noch unter 2 Prozent gelegen. Damals war der Arbeitsmarkt jedoch in einer überdurchschnittlich guten Verfassung – infolge eines weltweiten Post-Corona-Booms. (nav)
09:38 Uhr
Donnerstag, 4. Juni
Teures Erdöl: Konsumentenpreise steigen zum Vorjahr um 0,6 Prozent
Das Bundesamt für Statistik hat den Landesindex für Konsumentenpreise für den Mai veröffentlicht. Demnach sind die Preise im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent angestiegen. Dabei zeigt sich, dass der Iran-Krieg und die dadurch steigenden Ölpreise auch hierzulande auf die Konsumentenpreise durchschlagen.
Erdölprodukte sind im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 Prozent angestiegen. Damit haben sie massgeblich dazu beigetragen, dass es bei den Konsumentenpreisen im Vorjahresvergleich einen Anstieg um 0,6 Prozent gab. Es wären nur 0,2 Prozent gewesen, wenn es den Preisanstieg bei den Erdölprodukten nicht gegeben hätte. Unter anderem war Diesel um 19,6 Prozent teurer und Benzin um 9,8 Prozent. Beim Heizöl gab es einen Preisanstieg um 37 Prozent. (nav)
08:24 Uhr
Donnerstag, 4. Juni
Moneyland: Viele Mobilfunkanbieter senken Roaming-Preise
Zu den bevorstehenden Sommerferien hat der Vergleichsdienst Moneyland die Roaming-Pakete der Schweizer Mobilfunkanbieter analysiert. Demnach gab es viel Bewegung bei den Kosten, sogar «so viel wie seit vielen Jahren nicht mehr». Telekom-Experte Ralf Beyeler von Moneyland sagt, zahlreiche Anbieter hätten die Preise im Vergleich zum Sommer 2025 gesenkt.
Insbesondere bei Salt und Coop Mobile seien die Pakete massiv günstiger geworden. Weniger stark, aber auch die Preise reduziert haben laut Moneyland Quickline, Digital Republic und Sunrise. Die Preise nicht gesenkt hätten die Sunrise-Marken Swype, Lebara und Yallo. Hier seien die Preise seit fünf Jahren gleich.
Moneyland hat zudem drei verschiedene Kostenvergleiche durchgeführt. Je nach Vergleich ergaben sich andere Gewinner. M-Tel ist vor Salt am günstigsten, wenn man im Vergleich ein typisches Ferienprofil zugrunde legt: vier Reisen innerhalb eines Jahres.
Wiederum M-Tel ist am günstigsten, schaut man ausschliesslich auf die Kosten für Datenroaming in allen EU-Ländern. Verschiedene Gewinner gibt es, berücksichtigt man die Kosten für Datenroaming in 13 Ländern ausserhalb der Europäischen Union. Je nach Reiseland sind andere Anbieter am günstigsten. (nav)
10:07 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Geberit will weitere Aktien vernichten
Der grösste europäische Sanitärtechnikkonzern Geberit mit Sitz in Rapperswil-Jona hat das Aktienrückkaufprogramm, das seit 2024 gelaufen ist, vorzeitig beendet. Im Rahmen des ursprünglich bis September 2026 geplanten Programms wurden rund 560'000 Aktien im Wert von 300 Millionen Franken oder 1,7 Prozent des Kapitals zurückgekauft. Diese Papiere werden nun vernichtet und damit wird das Kapital entsprechend herabgesetzt.
Praktisch nahtlos startet Geberit morgen Donnerstag ein neues Aktienrückkaufprogramm. Dieses sieht ebenfalls den Rückkauf von Aktien im Wert von maximal 300 Millionen Franken vor, und zwar über einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren. Auf Basis des Schlusskurses vom vergangenen Dienstag entspricht dies aktuell rund 600'000 Aktien oder 1,8 Prozent des Geberit-Kapitals.
Laut Geberit-Sprecher Roman Sidler sind Aktienrückkäufe neben der Dividende Teil der Ausschüttungspolitik. Das Unternehmen nutze die Möglichkeit, überschüssige Mittel an die Aktionäre zurückzugeben. «Diese Ausschüttungen werden durch unser sehr gesundes Niveau beim freien Cashflow und bei der Verschuldung ermöglicht, bei gleichzeitiger Beibehaltung des starken finanziellen Fundaments der Gruppe.» Als weiterer Effekt steigt durch Aktienrückkäufe der Gewinn pro Aktie.
Geberit hat vergangenes Jahr mit rund 11'000 Mitarbeitenden in 50 Ländern 3,2 Milliarden Franken umgesetzt. Grösste Aktionäre des Sanitärtechnikkonzerns sind die Fondsgesellschaft UBS Fund Management (Switzerland) AG mit einem Anteil von rund 5,7 Prozent und der US-Vermögensverwalter Blackrock mit rund 5,2 Prozent. (T.G.)
06:32 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Ex-Schindler-Chef wird Lucid-CEO
Silvio Napoli, langjähriger CEO und Präsident des Liftbauers Schindler, wechselt die Branche. Der 61-Jährige hat diese Woche das Steuer beim US-Elektroautohersteller Lucid übernommen. «Unser Fokus wird darauf liegen, die Kundenbindung zu stärken, konsequent und verantwortungsbewusst zu handeln, Kostenwettbewerbsfähigkeit zu erreichen und unsere Organisation sowie unsere Prozesse zu straffen, um die Stärken unseres Teams voll auszuschöpfen», sagte Napoli. (mpa)
06:28 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Kerosin-Krise: Bund gibt Entwarnung
Für den Monat Juni hat die Schweiz genug Treibstoffvorräte. Das schreibt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in seiner aktualisierten Lageeinschätzung vom Dienstag. Die Versorgung mit Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin sei voraussichtlich bis Ende Juni gesichert. Dies unter der Voraussetzung, dass die den Importeuren bestätigten Mengen geliefert werden. Für Juli macht der Bund noch keine Prognose. Die Einschätzung «gesichert bis Ende Juni» bedeute aber nicht, dass ab Juli eine Versorgungslücke herrschen wird. (mpa)
14:15 Uhr
Dienstag, 2. Juni
Zwei Tote: OpenAI verklagt
Der US-Bundesstaat Florida wirft der KI-Firma OpenAI in einer Klage vor, es verspreche den Kunden von ChatGPT, die Nutzung ihrer Chatbots sei sicher, obwohl die Software in Wahrheit gefährlich sei. Weiter wird OpenAI von Florida beschuldigt, ihre Software gefährde die Nutzerinnern und Nutzer und sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.
In der Klage wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben soll. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch.
OpenAI verwies auf Massnahmen zum Schutz junger Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Massnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.
ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz auslöste und kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzer pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.
Florida hatte bereits im April Ermittlungen zur Rolle von ChatGPT beim Schusswaffen-Angriff an der Florida State University im April 2025 aufgenommen. Der Schütze habe vor der Tat Rat beim KI-Chatbot eingeholt, so der Staatsanwalt von Florida damals.
Demnach bekam er nicht nur Empfehlungen, welche Waffe er verwenden solle und welche Munition zu welchen Waffen passe, sondern auch zu der Frage, wo und zu welcher Zeit dort die meisten Menschen anzutreffen sein würden. OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei, bei der zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden. (dpa)
14:06 Uhr
Dienstag, 2. Juni
Swiss verschiebt Wiederaufnahme der Flüge nach Tel Aviv auf August 2026
Die Lufthansa-Gruppe wird Tel Aviv bereits im Juni wieder bedienen, wenn auch vorerst nur mit einem reduzierten Flugangebot. Die Lufthansa-Tochter Swiss hingegen wird ihre Verbindung zwischen Zürich und Tel Aviv erst ab dem 1. August 2026 wieder aufnehmen, wie die Swiss am Dienstag mitteilte. Die Schweizer Airline begründet dies mit «operationellen Gründen».
Fluggäste, deren Flüge aufgrund dieser Anpassung gestrichen werden, können ihre Reise laut der Swiss «kostenfrei auf einen späteren Termin umbuchen oder sich den vollständigen Ticketpreis erstatten lassen». (fv)
14:54 Uhr
Montag, 1. Juni
Salt vergünstigt Roaming
Das Telekom-Unternehmen Salt erweitert sein Roaming-Angebot für Abonnentinnen und Abonnenten. Neu deckt der Tagespass über 200 Länder ab. Die Europa-Zone beinhaltet neu alle EU-Länder, und es werden neue Pakete mit neuen Laufzeiten eingeführt. Laut der Mitteilung von Montag sinken zudem die Preise für Datenroaming etwa in der Türkei um 80 Prozent und in den USA um 75 Prozent. (ehs)
11:15 Uhr
Montag, 1. Juni
Roland Leuenberger übernimmt bei Axpo
Am Montag hat Roland Leuenberger das Amt des Verwaltungsratspräsidenten des Stromkonzerns Axpo von seinem Vorgänger Thomas Sieber übernommen. Dieser stand 10 Jahre an der Spitze der Firma. Er übergebe ein «strategisch breit aufgestelltes Unternehmen in sehr guter Verfassung», heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Leuenberger war von 2019 bis Mai 2026 Chef des Bündner Energieunternehmens Repower.
Der Axpo-Konzern ist mit zuletzt 7,4 Milliarden Franken Umsatz vor Alpiq und BKW der grösste Energieversorger der Schweiz. Er gehört mehreren Kantonen und kantonalen Werken, wobei die Kantone Zürich und Aargau zusammen eine Mehrheit halten. (ehs)
08:37 Uhr
Montag, 1. Juni
Wirtschaft wächst stärker
Das um den Einfluss von Sportevents bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz ist im ersten Quartal um 0,4 Prozent gewachsen. Im Vorquartal waren es noch 0,2 Prozent gewesen. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.
Die Industrie stützte laut einer Mitteilung das Wachstum «massgeblich». Die Wertschöpfung des Industriesektors wuchs mit 1,3 Prozent «kräftig», genauso wie jene des verarbeitenden Gewerbes (+1,5 Prozent). Die Wertschöpfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie hingegen entwickelte sich mit -3,4 Prozent rückläufig, die Ausfuhren gingen zu Jahresbeginn deutlich zurück. Im Dienstleistungssektor sei die Dynamik «verhalten» geblieben, dort resultierte ein Plus von 0,2 Prozent. (ehs)
08:08 Uhr
Montag, 1. Juni
Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent
Der hypothekarische Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent. Das teilt das Bundesamt für Wohnungswesen am Montag mit. Auf diesem Stand liegt der Satz seit 2. September 2025. Er ist massgeblich für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz verantwortlich. Bei einer Senkung können die meisten Mieterinnen und Mieter eine Mietzinsreduktion einfordern, bei einer Erhöhung müssen sie mit einer teureren Miete rechnen.
Der Wert basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen. Er wird vierteljährlich neu berechnet. Die Berechnung für den ab 2. Juni geltenden Satz von 1,25 Prozent geschah per 31. März. Der Satz sank gegenüber der vorherigen Berechnung leicht von 1,32 auf 1,31 Prozent. Da er auf Viertelprozente gerundet wird, ergibt sich eine Änderung erst wieder, wenn er unter 1,13 Prozent sinkt oder über 1,37 Prozent steigt. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai
Aldi will in der Schweiz schlanker werden
Der Discounter Aldi Suisse nimmt Änderungen an seinen Strukturen vor. Wie er gestern mitteilte, will er künftig etwa auf teure Filialstandorte verzichten. Als Beispiel nennt er den mittlerweile geschlossenen Standort an der Zürcher Bahnhofstrassse. Zudem soll das Sortiment gestrafft werden: Nischenartikel, aber auch teure Markenartikel sollen verschwinden. Die Filialen sollen umgebaut werden, um ein «übersichtliches und zeitsparendes Einkaufserlebnis» zu bieten. Aldi will die Einsparungen laut eigenen Angaben in tiefere Preise investieren. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai
Starlux will aus Taiwan in die Schweiz fliegen
Die taiwanesische Airline Starlux Airlines will ab 2027 Direktflüge von Taipeh nach Zürich aufnehmen, wie sie gestern an der Generalversammlung mitteilte. Es wären die derzeit einzigen Direktflüge zwischen Taiwan und dem grössten Schweizer Flughafen. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai
Anthropic schlägt Open AI
Das KI-Start-up Anthropic hat seinen Rivalen Open AI vom Thron der wertvollsten KI-Firmen der Welt gestossen. Nach einer neuen Finanzierungsrunde, in der das Unternehmen 65 Milliarden US-Dollar einsammeln konnte, wird Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Vor drei Monaten waren es erst 380 Milliarden Dollar. Laut dem «Wall Street Journal» verzeichnet Anthropic das schnellste Bewertungswachstum in der Geschichte des Risikokapitals. Konkurrent Open AI, der den KI-Boom mit Chat GPT ausgelöst hatte, wurde zuletzt mit 730 Milliarden Dollar bewertet. (dpa)
13:57 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Neuer Leiter TV National bei CH Media
Per 1. Juli 2026 übernimmt Malte Probst die Leitung des nationalen TV-Geschäfts beim Medienunternehmen CH Media, zu dem auch dieses Portal gehört. Er leitet damit künftig das nationale TV-Geschäft mit den Sendern 3+, 4+, 5+, 6+, 7+, TV24, TV25 und S1 sowie dem Streamingdienst Oneplus. Probst war in diversen Führungsfunktionen bei Sky Deutschland und Blue Entertainment tätig. Er folgt bei CH Media auf Wolfgang Elsässer, der eine neue Führungsaufgabe im Executive Committee des Telekommunikationsunternehmens Sunrise übernimmt.
Auch Lydia Zollinger, Leiterin Human Resources, wird CH Media Ende August nach vier Jahren verlassen. Der Rekrutierungsprozess für ihre Nachfolge wurde eingeleitet. (mim)
11:11 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Sandoz klagt gegen Dumpingpreise
Der Basler Generikariese Sandoz feiert dieses Jahr den 80. Jahrestag seiner Antibiotika-Produktion im österreichischen Kundl. Das Jubiläum nutzt der Konzern gleichzeitig, um vor Versorgungsengpässen zu warnen. Sandoz-Chef Richard Saynor sagte, Europa riskiere gerade, seine Produktionskapazitäten für Antibiotika zu verlieren. 90 Prozent der Wirkstoffe würden heute ausserhalb Europas produziert - zu Dumpingpreisen.
Deshalb hat Sandoz eine Klage bei der Europäischen Kommission gegen chinesische Importe des Wirkstoffs Amoxicillin eingereicht. Es gebe klare Signale einer Marktverzerrung, staatlicher Subventionen und einer Marktkonzentration. Sandoz ruft die EU dazu auf, gegen die Schwemme billiger Antibiotika vorzugehen. «Antibiotika haben mehr Leben gerettet als alle anderen Medikamente. Dennoch kosten sie heute oft weniger als eine Packung Kaugummi», sagte Richard Saynor. Das müsse sich ändern. (mpa)
11:27 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Axpo kontert Greenpeace-Kritik
Greenpeace wirft dem Stromkonzern Axpo vor, russisches Uran zu verwenden. Die beiden Reaktoren in Beznau würden bis zu ihrer geplanten Abschaltung 2032 beziehungsweise 2033 mit Uran aus Russland betrieben, da bestehende Verträge nicht aufgelöst worden seien. Für das Kraftwerk Leibstadt setze Axpo zwar neu auf Kasachstan statt Russland. Doch das Uran aus Kasachstan bleibe aus logistischen Gründen eng mit Russland verknüpft.
Axpo selbst betont in einer Mitteilung, man habe im Februar 2025 «nach umfangreichen Verhandlungen» die Lieferkette diversifiziert und neue Verträge zur Brennstoffbeschaffung mit Uranförderunternehmen aus Kanada und Kasachstan abgeschlossen. Weiterverarbeitet werde dieses Uran in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich sowie den USA. Es gebe keine Geldflüsse nach Russland oder an russische Parteien aus den Verträgen mit dem Anbieter aus Kasachstan, so Axpo. Ausserdem gebe es seit Frühling 2026 keine laufenden Verträge mehr, die Uran aus Russland beinhalten. (mim)
14:37 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Christian Wasserfallen soll oberster Baumeister werden
Beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) soll Christian Wasserfallen die Nachfolge von Zentralpräsident Gian-Luca Lardi übernehmen. Lardi erreicht Ende Jahr nach zwölf Jahren die statutarische Amtszeitbegrenzung. Die Delegierten des SBV haben sich deshalb an ihrer Versammlung diese Woche dafür ausgesprochen, Christian Wasserfallen als Nachfolger vorzuschlagen. Die definitive Wahl erfolgt an der Generalversammlung des SBV, die am 26. Juni 2026 stattfindet.
Neben FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen kandidierten auch Martin Keller, Head Real Estate Switzerland bei Sika, sowie der Walliser Bauunternehmer Manfred Schmid für das Amt. (mim)
09:45 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Post lagert Spezialreinigung aus – 27 Jobs betroffen
Die Schweizerische Post lagert 27 Stellen im Bereich Spezialreinigung ihrer Immobiliensparte aus, wie die Gewerkschaft Transfair in einer Mitteilung schreibt. Ab Oktober 2026 übernehme ein externer Partner die Aufgaben. Nicht alle Betroffenen erhalten demnach eine neue Stelle. Wer zum externen Dienstleister wechsle, müsse mit schlechteren Arbeitsbedingungen rechnen, hält Transfair fest. Die Mitarbeitenden sind hauptsächlich in der Deutschschweiz tätig und reinigen unter anderem Aussenfassaden und Fensterfronten von Hochhäusern. Insgesamt arbeiten im Bereich Immobilien rund 850 Mitarbeitende.
Eine Post-Sprecherin sagt dazu auf Anfrage, dass die Post für die betroffenen 27 Mitarbeitenden interne Anschlusslösungen prüft und die Mitarbeitenden dort, wo dies nicht möglich ist, mit dem Sozialplan und weiteren Begleitmassnahmen wie zum Beispiel einer Weiterbildung unterstützt. Die Post begründet die Auslagerung mit dem tieferen Bedarf an Spezialreinigungen. (mim)
15:18 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
PFAS-Fleisch darf gemischt werden
Die Ewigkeitschemikalie PFAS gelangte über Jahrzehnte durch Klärschlamm auf Schweizer Felder und in Gewässer. Dort nahmen es die Tiere auf, wodurch auch Nahrungsmittel belastet sein können. Das stellt ein gesundheitliches Risiko dar, weshalb seit 2024 Höchstwerte für Fleisch, Fisch und Eier gelten. Das Ausbringen des Klärschlamms ist seit 2006 verboten.
Da die betroffenen Bauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen können, greift ihnen der Bundesrat unter die Arme. Er hat die Umsetzung einer entsprechenden Motion in die Vernehmlassung geschickt. Demnach müssen die Betriebe zwar Reduktionsmassnahmen einleiten und ihre Produktion neu ausrichten. Dafür sollen sie aber mehr Zeit erhalten.
Währenddessen ermöglicht es der Bundesrat, Fleisch, Fisch und Eier, die die geltenden PFAS-Höchstgehalte überschreiten, zu vermischen und daraus ein konformes Endprodukt herzustellen. Die Enderzeugnisse müssen die geltenden PFAS-Höchstgehalte einhalten, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Die Konsumierenden müssen über das Vermischen informiert werden. Die Sonderregelung soll befristet für drei Jahre gelten. (mpa)
13:46 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
Wechsel an der Spitze von McDonald's Schweiz
Bei McDonald's Schweiz kommt es zu einem Chefwechsel: Lara Skripitsky, die seit Juni 2023 das hiesige Geschäft des US-Fastfood-Konzerns leitet, wechselt an den Hauptsitz in Chicago. Dort wird sie laut einer Mitteilung vom Mittwoch die Funktion der Vice President Restaurant Product übernehmen. Die hiesige Ländergesellschaft wird künftig von Brad McMullen geführt, der derzeit den operativen Betrieb von über 1000 McDonald's-Restaurants in Australien und Neuseeland verantwortet.
Unter Skripitksy wurden laut der Mitteilung 17 neue Restaurants eröffnet und 23 bestehende modernisiert. Jeden Tag besuchten rund 275'000 Gäste eine Schweizer McDonald's-Filiale. Der Konzern und seine Lizenzpartner, die die meisten Restaurants führen, sicherten hierzulande 8400 Arbeitsplätze. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von etwa 800 Millionen Franken und 190 Standorten gilt McDonald's als grösster Gastronomie-Anbieter der Schweiz, noch vor Migros und Coop mit ihren diversen Formaten. (ehs)
10:42 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
IT-Problem: Weniger Kapazität am Flughafen Zürich
Die Schweizer Flugsicherung Skyguide reduziert die Kapazität am Flughafen Zürich «bis auf Weiteres» um 10 Prozent auf 35 Anflüge pro Stunde. Das teilte sie am Mittwoch mit. Ursache dafür sei ein Problem mit einer für den Anflug benötigten Applikation. In der Nacht habe Skyguide ein Update dieser Software durchgeführt. Am Morgen sei daraufhin ein Fehlverhalten bemerkt worden.
In der kommenden Nacht werde Skyguide ein sogenanntes Rollback durchführen, also die Wiederherstellung der früheren Version. Die Sicherheit im Luftraum ist laut der Mitteilung jederzeit gewährleistet.
Skyguide kämpfte in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder mit IT-Problemen, die zu Kapazitätsreduktionen an den Flughäfen Zürich und Genf führten, zuletzt vor gut einem Monat. Im Juni 2022 konnte wegen einer IT-Panne gar während Stunden kein Flugzeug den Schweizer Luftraum passieren. (ehs)
15:03 Uhr
Dienstag, 26. Mai
Steigende Immobilienpreise erwartet
Immobilienmarkt-Expertinnen und -Experten erwarten, dass die Transaktionspreise für Wohneigentum in der Schweiz in den nächsten 12 Monaten steigen werden. Das zeigt die halbjährliche Umfrage des Beratungsbüros FPRE unter insgesamt 627 Teilnehmenden.
Im Segment der Eigentumswohnungen erwarten 62 Prozent der Befragten steigende oder stark steigende Preise, wie FPRE weiter berichtet. 37 Prozent gehen von stabilen Preisen aus. Dass die Preise sinken werden, erwartet lediglich ein Prozent der Befragten. Ähnlich sehen die Erwartungen laut FPRE bei Einfamilienhäusern aus: 66 Prozent rechnen mit steigenden Preisen, 32 Prozent mit stabilen und lediglich 3 Prozent mit rückläufigen Preisen.
Auch bei den Mehrfamilienhäusern bleiben die Erwartungen hoch. 61 Prozent der Experten erwarten steigende oder sogar stark steigende Preise in den kommenden zwölf Monaten. (nav)
14:55 Uhr
Dienstag, 26. Mai
Schweizer Hotels leiden unter Iran-Krieg – und Unsicherheit im Flugverkehr
Für den Tourismus-Sommer 2026 erwartet das KOF‑Institut der ETH Zürich rund 24,8 Millionen Logiernächte. Das sind leicht weniger als im Vorjahr, als die Gäste hierzulande noch 25,2 Millionen Übernachtungen buchten. Damit zeigt sich: Die Schweizer Hotellerie wird durch die Folgen des Iran-Kriegs belastet.
Die akute Gefahr einer breiten Kerosinsknappheit in Europa hat sich zuletzt zwar abgeschwächt, aber Kerosin bleibt teuer. Auf den Flug-Hubs im Nahen Osten wurden die dort weggefallenen Kapazitäten nur zum Teil ersetzt. Deshalb bleiben Gäste aus Fernmärkten weg, die stark von Flugpreisen abhängig sind sowie von Umsteige-Hubs und verfügbaren Kapazitäten.
Demgegenüber steht zwar ein Trend zu nahen, gut erreichbaren Destinationen, von dem auch die Schweiz profitiert. Schweizer Gäste sowie Gäste aus europäischen Nahmärkten können die Schweiz weiterhin gut per Bahn, Auto oder kurzen Flugverbindungen erreichen.
Aber unter dem Strich überwiegt die durch den Iran-Krieg ausgelöste Schwäche auf den Fernmärkten. (nav)
06:14 Uhr
Sonntag, 24. Mai
Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz muss Millionenbusse zahlen
Der frühere Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig zu einer Busse von fast einer Million Franken verurteilt worden. Das Bundesgericht bestätigte damit ein Urteil des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, soll Vincenz 3,4 Millionen Franken Einkommen nicht versteuert haben.
Die Ermittlungen liefen bislang geheim parallel zum Zürcher Strafverfahren rund um mutmasslich dubiose Deals. Auslöser waren Akten aus dem Zürcher Verfahren, die Appenzeller Steuerfahnder 2022 ausgewertet hatten.
Im Zentrum stand dabei der sogenannte Investnet-Deal. Neben der Busse dürften auf Vincenz auch Nachsteuern und Zinsen in hoher sechsstelliger Höhe zukommen. Im August steht er zudem erneut vor Gericht: Dann beginnt vor dem Zürcher Obergericht der Berufungsprozess im grossen Wirtschaftsstrafverfahren gegen den Ex-Bankenchef. (niz)
13:57 Uhr
Freitag, 22. Mai
Kambly-Chefin Dania Kambly führt das Unternehmen alleine
Das Ehepaar Dania und Nils Kambly, das sich beim Physikstudium an der ETH Lausanne kennengelernt hatte, stand seit 2020 gemeinsam an der Spitze des gleichnamigen Familienunternehmens in Trubschachen BE. «Wir helfen uns im Beruf und im privaten Alltag, gerade auch wenn man Kinder hat», sagte Dania Kambly einst im Interview mit CH Media. Das ist jetzt vorbei. Die Firmenerbin und ihr Mann haben sich getrennt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Er verlässt deshalb nicht nur den gemeinsamen Haushalt, sondern auch die Firma.
Dania Kambly, Urenkelin des Gründers und Präsidentin, wird fortan als Delegierte des Verwaltungsrates die Unternehmung führen, teilt Kambly am Freitag mit. Nils Kambly, der seit 2020 CEO war und seit 2024 Vizepräsident des Verwaltungsrates, werde «sich beruflich neu orientieren». (fv)
10:10 Uhr
Freitag, 22. Mai
Richemont: Schmuck ist gut fürs Geschäft
Der Luxusgüterkonzern Richemont konnte im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich zulegen. Der Umsatz stieg in den zwölf Monaten bis Ende März währungsbereinigt um 11 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Schmucksparte mit Marken wie Cartier und Van Cleef & Arpels, deren Erlöse um 14 Prozent zunahmen. Das Uhrengeschäft wuchs mit einem Plus von 1 Prozent deutlich langsamer. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn des Herstellers von Uhrenmarken wie IWC und Jaeger-LeCoultre um über ein Viertel auf 3,48 Milliarden Euro. (fv)
16:56 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Lindt ist die wertvollste Schoggi-Marke der Welt
Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt rangiert im «Kantar BrandZ Global Food & Beverage Report» auf Rang 7 der wertvollsten Lebensmittelmarken der Welt. Dies gibt Lindt auf Linkedin bekannt. Im Vorjahr lag Lindt auf Platz 8. Damit ist der Zürcher Konzern gleichzeitig die wertvollste Schokoladenmarke. Coca-Cola liegt auf Platz 1 vor Red Bull und der chinesischen Getränkefirma Nongfu Spring. (bwe)
17:00 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Billigmode-Boom erhöht Preisdruck in Produktionsländern
Der Kauf von Billig-Kleidern boomt. Dieser Preisdruck hat Folgen für die produzierenden Länder, wie ein Bericht der Schweizer Nicht-Regierungsorganisation Public Eye und der Clean Clothes Campaign zeigt. Demnach liegt der Fabrikpreis für ein Standard-Baumwoll-T-Shirt zumeist bei gerade mal 2 bis 3 Dollar. Und manchmal sogar bei weniger als 1 Dollar. Modefirmen würden – trotz Nachhaltigkeitsversprechen – ihre Zulieferer mit unhaltbar tiefen Einkaufspreisen unter Druck setzen. (bwe)
10:05 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Deutlich mehr Konkurse im 2025
Im vergangenen Jahr zählte das Bundesamt für Statistik 13612 Konkursverfahren. Das sind deutlich mehr als noch im Vorjahr. Die Zunahme beträgt 48,5 Prozent. Der Treiber sind die Unternehmenskonkurse, während die Privatkonkurse zurückgegangen sind. Der Anstieg der Unternehmenskonkurse hängt mit einer Gesetzesänderung zusammen. Seit Anfang 2025 können Gläubiger bei unbezahlten öffentlich-rechtlichen Leistungen wie Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen neu ein Konkursbegehren stellen. Bis dahin war nur die Betreibung auf dem Wege der Pfändung möglich (CH Media berichtete). (mpa)
15:58 Uhr
Mittwoch, 20. Mai
1699 Franken für Hype-Uhr
«Royal Pop» Als am Samstag Swatch und Audemars Piguet ihre gemeinsame Uhr in den Verkauf brachten, landete diese auch sofort auf Ricardo.ch. Wie der Online-Marktplatz schreibt, entfielen an jenem Tag sieben Prozent aller Suchanfragen auf dieses Uhrenmodell. Über 290 Angebote seien seither aufgeschaltet worden. Die Variante «Royal Pop Otto Rosso» wurde für 1699 Franken feilgeboten. Sie fand innert weniger Stunden per Direktkauf einen Abnehmer. (mpa)
13:14 Uhr
Dienstag, 19. Mai
Oberstes Gericht bestätigt Kartellverstösse in Graubünden
Das Bündner Baukartell zählt zu den grössten illegalen Absprachen in der Schweiz. Jahrelang sprachen Baufirmen im Unterengadin Preise und Zuschlagsempfänger ab. Die Wettbewerbskommission (Weko) verhängte deshalb Sanktionen wegen Verstössen gegen das Kartellgesetz. Dagegen wehrten sich die Unternehmen bis vor Bundesgericht.
Dieses hat nun die Beschwerden abgewiesen. Es habe ein Gesamtkonsens darüber bestanden, das gesamte Marktverhalten im Hoch- und Tiefbau im Unterengadin projektübergreifend zu koordinieren, schreibt das Gericht. Dieser Konsens bilde jeweils die Basis für eine Gesamtabrede, welche unter die gesetzlichen Begriffe der Wettbewerbsabrede respektive Vereinbarung falle. Fest steht laut Gericht weiter, dass diese Gesamtabreden eine Beschränkung des Wettbewerbs bezweckt haben und die Vereinbarungen unzulässige Wettbewerbsabreden im Sinne des Kartellgesetzes darstellten.
Auch die Strafbemessung stützte das oberste Gericht. Die Vorinstanz hatte die Sanktionsbeträge für eine Unternehmensgruppe auf 2,464 Millionen Franken und für zwei Bauunternehmen auf 185'000 Franken sowie 2,032 Millionen Franken festgelegt. (mpa)
10:02 Uhr
Dienstag, 19. Mai
SBB reduzieren Angebot im Güterverkehr
Der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) ist seit Jahren das Sorgenkind des Güterverkehrs der SBB. Bei diesem Geschäft werden einzelne Wagen oder Wagengruppen von Anschlussgleisen oder Rampen der Firmenkunden abgeholt, zu Zügen formiert und in Rangierbahnhöfe transportiert. Dort werden neue Züge nach Zielregion zusammengestellt und wieder einzeln zu den Kunden gebracht. Dieses Geschäft ist defizitär. Der Bund subventioniert es deshalb mit 260 Millionen Franken für die Periode 2026 bis 2029.
Um effizienter zu werden, haben die SBB am Dienstag eine Umstrukturierung des EWLV angekündigt. Die Zahl von heute rund 280 Bedienpunkten wird um 50 reduziert. Dabei handle es sich um solche mit einer zu geringen Nachfrage. Diese würden weiterhin auf Wunsch im sogenannten Ganzzugverkehr angefahren. Dabei handelt es sich um das profitable Geschäft, bei dem einzelne Kunden ganze Züge zwischen zwei Standorten fahren lassen. Bei diesem fallen teure Rangiervorgänge weg.
Mit dem neuen Modell könnten die SBB weiterhin fast die gleiche Transportmenge transportieren, heisst es in einer Mitteilung – «und das deutlich wirtschaftlicher dank besser ausgelasteter Züge». Es wird ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember dieses Jahres umgesetzt.
Die Neuausrichtung hat Folgen für rund 200 Mitarbeitende. Sie müssten sich auf «Veränderungen» einstellen, so die SBB. Mehrheitlich ist damit ein Arbeitsortswechsel gemeint. Betroffen ist das Lokpersonal in Brig VS, Buchs SG und Chiasso TI und das Rangierpersonal in Thun BE, Rothenburg LU, Yverdon VD, Payerne VD, Freiburg, Delsberg JU, Martigny VS und Wil SG. Kündigungen sollen die Ausnahmen bleiben. (ehs)
15:03 Uhr
Montag, 18. Mai
Ryanair spürt Folgen des Iran-Kriegs
Europas grösster Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O'Leary jedoch nicht nennen - obwohl die Gesellschaft ihre Treibstoffkosten schon zu 80 Prozent abgesichert hat.
Es sei noch viel zu früh, um eine aussagekräftige Gewinnprognose abzugeben, erklärte O'Leary. Wie das Geschäftsjahr ausgehe, hänge stark von externen Entwicklungen ab, darunter die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, Risiken für die Kerosinversorgung und lang andauernde hohe Treibstoffpreise für den nicht abgesicherten Bedarf. O'Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine klarere Einschätzung abgeben zu können. (dpa)
14:03 Uhr
Freitag, 15. Mai
Takeda streicht Hunderte Stellen
Weltweit arbeiten 49'000 Menschen für die japanische Pharmafirma Takeda. Bald sollen es 4'500 weniger sein, wie sie diese Woche bekanntgab. So soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Wachstum beschleunigt werden.
Vom Abbau ist auch die Schweiz betroffen. Am Standort in Opfikon ZH, wo Takeda gemäss eigenen Angaben 1'200 Angestellte beschäftigt, sollen bis zu 280 Stellen wegfallen. Das berichtete zuerst die NZZ. Am Donnerstag bestätigte der Konzern die Informationen. Das Konsultationsverfahren sei diese Woche gestartet worden. Ein Sprecher verwies darauf, dass auch neue Stellen geschaffen würden. Wie viele, bleibt aber unklar. In Opfikon befinden sich sowohl die Europazentrale von Takeda als auch der Hauptsitz der Schweizer Ländergesellschaft.
Takeda betreibt im Kanton Neuenburg auch eine Fabrik, in der Medikamente zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen hergestellt werden. Dieser Standort mit etwa 700 Mitarbeitenden ist vom geplanten Abbau nicht betroffen.
In der jüngeren Vergangenheit häuften sich die Nachrichten von Stellenstreichungen in der Pharmaindustrie. Das geht zum Teil auch darauf zurück, dass US-Präsident Donald Trump mit Zöllen droht, wenn Pharmahersteller nicht grosse Investitionen in den USA tätigen. Im November 2025 gab Novartis bekannt, dass im Werk in Stein AG bis zu 550 Stellen gestrichen werden. Im Dezember berichtete Bloomberg, dass der US-Pharmakonzern Pfizer seine hiesige Belegschaft von 330 auf nur noch 70 Mitarbeitende reduzieren wolle.
Ende April gab der Pharma-Zulieferer Corden Pharma bekannt, auf den angekündigten Ausbau einer Fabrik in Muttenz BL für 500 Millionen Euro zu verzichten. Gegenüber der NZZ sagte Corden-Chef Michael Quirmbach, der wachsende Protektionismus in den USA lasse der Firma keine andere Wahl, als auf das Projekt zu verzichten. In den Vereinigten Staaten will Corden hingegen «einige Hundert Leute» neu einstellen. (ehs)
09:40 Uhr
Freitag, 15. Mai
Filialen-Streit in Zürich: McDonald's lässt nicht locker
Die Fritten-Fehde in Zürich geht in die nächste Runde. Im Zentrum stehen die Pläne der US-Fast-Food-Kette McDonald's, am Limmatquai eine neue Filiale zu eröffnen. Die Stadt Zürich hatte dem Burger-Brater im vergangenen Sommer die Baubewilligung für das Restaurant am Limmatquai 48 erteilt. Diese umfasste auch den Ersatz der derzeit bestehenden Gasheizung durch ein Abwärmerückgewinnungssystem inklusive Wärmepumpe.
Doch es regte sich Widerstand. Sogar Hollywood-Star Emma Thompson unterschrieb einen entsprechenden Protest-Brief, offenbar, weil sie gerne vis-à-vis, am anderen Limmatufer, öfters Gast im edlen Restaurant Storchen ist. Und beim Cüpli-Trinken soll der Blick auf die Altstadt nicht durch den Big-Mac-Verkäufer gestört werden.
Die Gegner konnten zuletzt jubeln. Das Baurekursgericht bemängelte insbesondere die Gestaltung und Einordnung des Kamins der Wärmepumpe und hob die Baubewilligung im April auf. «Dies, obwohl McDonald’s die Kaminlösung mit der Denkmalpflege sowie dem Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich abgestimmt hatte und die zuständigen Behörden die gewählte Lösung befürworteten», schreibt die US-Firma in einem Communiqué. Man könne den Entscheid des Baurekursgerichts nicht nachvollziehen. Deshalb zieht ihn McDonald's nun an das Verwaltungsgericht weiter.
Bis vor einigen Jahren betrieb McDonald's bereits eine Filiale im Dörfli der Stadt Zürich, allerdings an der Niederdorfstrasse 30 - also in einem Haus, das vom Restaurant Storchen aus nicht sichtbar ist. (bwe)
10:15 Uhr
Mittwoch, 13. Mai
Swiss geht neue Partnerschaft ein
Die Fluggesellschaft Swiss geht eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Technologieunternehmen Metafuels ein. Damit soll die Entwicklung und Verfügbarkeit von nachhaltigen Flugtreibstoffen, so genannten Sustainable Aviation Fuels (SAF), vorangetrieben werden. Man sichere sich mit der Kooperation langfristig den Zugang zu synthetischen Treibstoffen, teilt die Airline am Mittwoch mit fest.
Zudem prüfen die Swiss und ihre Eigentümerin, die Lufthansa-Gruppe, eine langfristige Beteiligung an Abnahmevereinbarungen, insbesondere im Hinblick auf die ab 2030 geplanten Beimischquoten für synthetische Treibstoffe in der Schweiz und der Europäischen Union.
Metafuels hat ein Verfahren entwickelt, das grünes Methanol in nachhaltigen Flugtreibstoff umwandelt. Die Technologie erlaubt einen flexiblen Einsatz unterschiedlicher Rohstoffe, sowohl Bio-Methanol als auch E-Methanol. Das produzierte synthetische SAF kann laut der Swiss in der bestehenden Infrastruktur in heutigen Flugzeugflotten eingesetzt werden.
Man wolle die Transformation der Luftfahrt aktiv vorantreiben, sagt Swiss-Chef Jens Fehlinger. Klar sei aber auch: «Um unsere Ziele zu erreichen, braucht es jetzt die Skalierung der Industrie. Nachhaltige Treibstoffe müssen künftig deutlich schneller, bezahlbar und in wesentlich grösserem Umfang verfügbar werden.» (bwe)
14:31 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Kommt es zum grossen Denner-Umbau?
Vor zwei Wochen kam es zum Knall bei der Migros-Discounttochter Denner: Der erst seit eineinhalb Jahren tätige Geschäftsführer Torsten Friedrich trat per sofort zurück (CH Media berichtete). Als Grund nannte die Migros «unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Entwicklung» des Discounters, die deutlich geworden seien.
Nun liefert die Migros neue Hinweise, um was es sich bei den «unterschiedlichen Vorstellungen» gehandelt haben könnte. Migros-Handelschef Michel Gruber, der Denner ad interim führt, gibt die Schaffung eines neuen Jobs in der Geschäftsleitung bekannt. Demnach wird Alain Franz Leiter Transformation. Er war zuvor für die Migros-Tochter Migrolino tätig und war dabei für die Bereiche Verkauf, Expansion und Bau zuständig.
«In seiner neuen Rolle bei Denner agiert Alain Franz als Bindeglied zwischen den verschiedenen Funktionen, verkürzt die Entscheidungswege und treibt die bereits angestossene Transformation des Unternehmens mit hoher Priorität voran», schreibt Denner in einer Mitteilung. Sah Migros-Chef Mario Irminnger also bei diesen Aufgaben Nachholbedarf? Kommt es nun gar zum grossen Umbau bei Denner, wofür ein Transformationschef nötig wurde?
Franz werde den Fokus «auf die effiziente Umsetzung der Neuausrichtung von Denner» legen, lässt sich Michel Gruber zitieren. Doch was das genau heisst, bleibt unklar. Mit der Modernisierung und Expansion des Filialnetzes, der Erweiterung des Frischeangebots und dem Ausbau der Logistik stärke das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit gezielt, heisst es bloss in der Medienmitteilung.
Diese Massnahmen seien Teil der strategischen Positionierung von Denner. Mit der Verstärkung der Geschäftsleitung durch einen Leiter Transformation werde dieser Kurs «mit noch höherer Dringlichkeit» vorangetrieben. (bwe)
13:29 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Swatch Group: Aktionäre folgen der Familie Hayek
Die Swatch Group bekommt an einen neuen Verwaltungsrat: Am Dienstag haben die Aktionäre und Aktionärinnen den Unternehmensberater und früheren Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher mit 92,2 Prozent der Stimmen neu in oberste strategische Gremium des Uhrenkonzerns gewählt.
Damit folgten die Aktionäre dem Vorschlag der Familie Hayek, die Rickenbacher vorgeschlagen hatte. Gleichzeitig stellten sie sich gegen die Wahl von Steven Wood, der als Vertreter der Inhaberaktionäre kandidierte. Der US-Investor und Hayek-Kritiker wollte sich ebenfalls in den Verwaltungsrat der Swatch-Gruppe wählen lassen, scheierte nun aber damit schon zum zweiten Mal. 79,6 Prozent der Aktionäre sprachen sich gegen Wood aus, wie der Uhrenkonzern mitteilt.
Der von der Hayek-Familie dominierte Verwaltungsrat hat erneut den früheren Nationalbankchef Jean-Pierre Roth, der seit 2010 im Gremium der Swatch Group Einsitz nimmt, als Vertreter der Inhaberaktionäre im Verwaltungsrat bestimmt.
Für Aufsehen sorgte der Uhrenkonzern zuletzt mit der Ankündigung, am 16. Mai eine neue Uhr zu präsentieren. Die «Royal Pop» soll das Swatch-Modell Pop aus den 1980er-Jahren und die «Royal Oak» von Audemars Piguet zusammenbringen.
Eine solche Kollaboration ist ein Novum in der Schweizer Uhrengeschichte. Bei der Moonswatch, einer Kreuzung zwischen einer Swatch und einer Omega, arbeiteten 2022 zwei Marken aus dem Schweizer Uhrenkonzern zusammen. Die Swatch-Gruppe will diesen Erfolg nun mit einer Luxusmarke ausserhalb des eigenen Konzerns wiederholen. Die Moonswatch ging allein im ersten Jahr eine Million Mal über den Ladentisch. (fv/mpa)
07:37 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Marcel Rohner tritt ab
Es kommt zum Wechsel an der Spitze der Bankiervereinigung: Marcel Rohner gibt nach fünf Jahren seinen Posten als Verwaltungsratspräsident ab. Seine Nachfolge soll der EFG-International-Chef Giorgio Pardelli antreten, wie der Bankenverband am Dienstag mitteilt. Die Stabsübergabe erfolgt am Bankiertag vom 17. September.
Pardelli werde das Präsidium der Bankiervereinigung zusätzlich zu seiner Funktion als CEO von EFG International wahrnehmen, heisst es weiter. Im Gegenzug werde er andere Verbandsmandate abgeben, etwa das Präsidium bei der Vereinigung der Schweizerischen Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken (VAV) oder die Sitze im Verwaltungsrat und im Stiftungsrat der Fondation Genève Place Financière. Er behält aber sein Amt als Verwaltungsrat der Swiss-American Chamber of Commerce in Zürich.
Der neue oberste Banker im Lande ist Schweizer und italienischer Staatsbürger und lebt mit seiner Familie im Kanton Schwyz. (fv)
11:29 Uhr
Montag, 11. Mai
Neue Chefin für Tui Suisse
Nicole Pfammatter übernimmt ab dem 1. Juni die Führung der Tui Suisse, eines der grössten Reiseunternehmen der Schweiz. Sie war von 2022 bis 2026 Mitglied der Konzernleitung von Hotelplan, wie es in einer Mitteilung vom Monatg heisst.
Sie folgt auf Philipp von Czapiewski, der sich entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen, um seine berufliche Laufbahn ausserhalb von Tui fortzusetzen. Er habe die «positive Entwicklung des Unternehmens nachhaltig geprägt und entscheidend vorangetrieben», hält Tui fest. Die hiesige Ländergesellschaft mit rund 50 Reisebüros ist eine hundertprozentige Tochter der deutschen Tui-Gruppe.
Wie von Czapiewski in einem Beitrag auf der Onlineplattform Linkedin bekannt gibt, wechselt er zu einem der Hauptkonkurrenten von Tui. Er übernimmt eine neue Aufgabe bei der DSR Hotel Holding, die Teil der Dertour-Gruppe ist. Zu Dertour gehören unter anderem auch die Schweizer Marken Kuoni und Hotelplan. (ehs/bwe)
10:04 Uhr
Montag, 11. Mai
Goldraffinerie Valcambi ernennt neuen Chef
Die Tessiner Raffinerie Valcambi, eine der grössten hiesigen Goldverarbeiter, bekommt einen neuen Chef. Ab 1. Juni übernimmt Simone Knobloch, der bisherige Betriebschef. Der Wechsel sei bereits seit Längerem geplant gewesen, heisst es in einer Mitteilung. Der bisherige CEO, Michael Mesaric wird Valcambi weiterhin strategisch beraten. Simone Knobloch ist Schweizer und italienischer Staatsbürger, verfügt einen Bachelor-Abschluss in Industriechemie der Universität Mailand und hat sich am Polytechnikum Mailand auf Polymerwissenschaft spezialisiert. Im Laufe seiner Karriere hatte er Führungspositionen unter anderem bei Bureau Veritas Switzerland, Siemens und SQS inne, bevor er 2013 zu Valcambi kam. (mpa)
10:01 Uhr
Montag, 11. Mai
SBB treibt London-Zug voran
Die SBB wollen eine Direktverbindung aus der Schweiz nach London auf der Schiene einführen. Zu diesem Zweck haben sie eine Kooperationsvereinbarung mit der französischen Bahn SNCF und dem Unternehmen Eurostar unterzeichnet, wie sie am Montag mitteilen. Eurostar betreibt die bereits heute durch den Kanaltunnel verkehrenden Züge von London nach Paris, Brüssel und Amsterdam.
London sei das beliebteste Flugziel aus der Schweiz, schreibt die Bahn. Zugleich bestehe ein starkes Kundeninteresse an einer direkten Bahnverbindung. «Direktverbindungen mit einer Reisezeit von 6 Stunden zwischen Zürich und London, 5 Stunden zwischen Basel und London und 5,5 Stunden zwischen Genf und London dürften laut Studien der Marktnachfrage und Erwartungen der internationalen Reisenden entsprechen», so die SBB.
Der nächste Schritt ist laut der Mitteilung nun die Analyse möglicher Fahrpläne und Betriebskonzepte. Die Direktverbindung solle so bald wie möglich angeboten werden, sei aber frühestens im Lauf der 2030er-Jahre möglich. Noch geklärt werden müssen etwa Fragen zur Einreise ins Vereinigte Königreich, zur erforderlichen Infrastruktur und zwischenstaatlichen Übereinkommen sowie zur Verfügbarkeit geeigneter Züge und Trassen. (ehs)
09:14 Uhr
Montag, 11. Mai
ABB investiert 200 Millionen in Europa
Der Schweizer Technologiekonzern ABB will laut einer Mitteilung vom Montag in den nächsten drei Jahren rund 200 Millionen US-Dollar europaweit in die Fertigung von Mittelspannungstechnologien investieren. Ziel sei es, die Produktionskapazitäten auszbauen, den Übergang zu Stromverteilungstechnologien der nächsten Generation zu beschleunigen und die Versorgung von Kunden zu stärken, die ihre Infrastruktur modernisieren. Dazu gehören Energieversorger, Industrieunternehmen und Rechenzentren.
Die wichtigsten Projekte umfassen laut ABB Investitionen von 100 Millionen US-Dollar in Italien sowie einen weiteren Ausbau in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Norwegen und Polen. Bereits zuvor hatte ABB Investitionen von 15 Millionen US-Dollar in sein Werk im ungarischen Kecskemét sowie 35 Millionen US-Dollar ins Werk im britischen Nottingham angekündigt. (ehs)
09:04 Uhr
Montag, 11. Mai
Hallenstadion steigert Gewinn
Das Hallenstadion Zürich hat im vergangenen Jahr den Umsatz auf 23,1 Millionen Franken gesteigert (Vorjahr: 17,4 Millionen Franken). Der Jahresgewinn stieg von 0,89 Millionen Franken auf 1,65 Millionen Franken. An 110 Veranstaltungstagen besuchten 937'000 Menschen die grösste Schweizer Event-Halle, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Gemäss Geschäftsbericht war das Hallenstadion die viertgrösste Konzertarena Europas hinsichtlich Ticketingumsatz und die sechstgrösste hinsichtlich Besucherzahlen.
Laut einer Wertschöpfungsstudie, welche die Firma Ernst Basler + Partner für das Hallenstadion erarbeitete, erzielt die Arena eine jährliche Bruttowertschöpfung von 186 Millionen Franken. Am Betrieb würden 1440 Vollzeitstellen direkt oder indirekt hängen. Bis 2035 will das Hallenstadion nun 20 Millionen Franken investieren, «um die Qualität der Infrastruktur sowie die Sicherheit und Attraktivität weiter auszubauen». (ehs)
15:55 Uhr
Freitag, 8. Mai
Weniger Besucher auf dem Jungfraujoch
Von Anfang Jahr bis Ende April verzeichnete die Jungfraubahn-Gruppe rückläufige Besucherzahlen. Auf dem Jungfraujoch gingen sie in dieser Periode um 12,3 Prozent zurück, im Segment «Erlebnisberge» um 9,6 Prozent und im Segment «Wintersport» um 3,3 Prozent. Insgesamt resultierte ein Minus von 5,7 Prozent. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Im April habe sich der verhaltene Start ins Jahr noch akzentuiert. Den Grund dafür ortet die Gruppe in den «kriegerischen Handlungen im Nahen Osten». Je nach Dauer und Intensität des Konflikts rechnet sie mit negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2026. (ehs)
15:19 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Swissport präsentiert Rekordergebnis
Der Aviatik-Dienstleister Swissport mit Sitz in Opfikon ZH erzielte im vergangenen Jahr einen rekordhohen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro. Die ehemalige Swissair-Tochter, die heute einem Konsortium von verschiedenen Finanzinvestoren gehört, hatte im Vorjahr 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Am stärksten trug das Geschäft mit dem Betrieb von Lounges zum Wachstum bei.
Swissport ist die weltweit grösste Bodenabfertigungsfirma in der Aviatik. Sie ist an 312 Flughäfen in 49 Ländern tätig. Im vergangenen Jahr wurden 4 Millionen Flüge abgefertigt, sowie 243 Millionen Passagiere und 5,2 Millionen Tonnen an Luftfracht. 2025 wagte die vom Südafrikaner Warwick Brady geführte Firma zudem den Markteintritt in China. Gewinnzahlen nennt Swissport keine. (bwe)
11:08 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Logitech überzeugt mit Jahreszahlen
Der Westschweizer Computerzubehörhersteller Logitech blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 4,84 Milliarden Dollar zu. Den Gewinn konnte das Team von CEO Hanneke Faber um 15,7 Prozent auf 856,4 Millionen Dollar erhöhen.
Im vierten Geschäftsquartal legte der Umsatz sogar um 7 Prozent zu, wie der Konzern mitteilt, der für seine Tastaturen und Computermäuse bekannt ist. Die Analysten zeigen sich damit zufrieden. Ihre Erwartungen wurden übertroffen.
«Logitech lieferte sein neuntes aufeinanderfolgendes Quartalsumsatzwachstum mit solidem Momentum und Rekordprofitabilität», schreibt Bank-Vontobel-Analyst Michael Foeth. «Während Unsicherheiten bei den Konsumausgaben und geopolitische Ereignisse bestehen bleiben, setzt Logitech seine offensive Strategie und sein hohes Innovationstempo fort, um Chancen zu nutzen, da KI ihre Märkte neu gestaltet.» Die Strategie werde durch eine «grundsolide» Bilanz gestützt.
ZKB-Analyst Christian Bader sieht derweil «viele Wachstumschancen» für Logitech durch eine Expansion bei Firmenkunden, im Bildungswesen, im Gesundheitswesen und bei der öffentlichen Hand. (bwe)
10:46 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Auszeichnung für Coop-Schoggi
Im Nachhaltigkeitsranking namens Chocolate Scorecard, herausgegeben von der Organisation Be Slavery Free, belegen Coop und die Industrietochter Halba in ihren jeweiligen Kategorien den Spitzenplatz und erhalten dafür den «Good Egg Award». Dies schreibt der Detailhändler in einer Mitteilung. Mit der höchsten Gesamtpunktzahl habe sich Coop im Nachhaltigkeitsranking gegen neun weitere internationale Detailhändler durchgesetzt.
Halba wurde derweil unter 34 mittelgrossen bis grossen Schokoladenherstellern als Gewinnerin ausgezeichnet. Bewertet wurde anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien wie Transparenz und Rückverfolgbarkeit oder Massnahmen für den Klima- und Waldschutz. «Dieses Ergebnis unterstreicht unseren langjährigen Einsatz für nachhaltige Schokolade», sagt Coop-Chef Philipp Wyss. «Gemeinsam mit Halba zeigen wir, wie wichtig es ist, besonders im Rahmen unserer Eigenmarken Verantwortung zu übernehmen.» (bwe)
10:00 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Steuervergleich: Zug gibt Spitzenposition ab
Während einige Länder weltweit die Unternehmenssteuersätze erhöhen, um den gestiegenen Finanzierungsbedarf der Staaten zu decken, bleibt die Schweiz ein steuerfreundlicher Standort. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des US-Unternehmensberaters PWC. Demnach bleiben die effektiven Unternehmenssteuersätze hierzulande 2026 weitgehend stabil. Einige Kantone haben laut der Studie ihre Steuersätze sogar gesenkt (LU, ZG, UR, SZ, BL, FR, AG, ZH), während vier Kantone sie leicht anhoben (BS, SO, JU, SH).
Nachdem Zug jahrelang der steuerlich attraktivste Kanton für Unternehmen war, habe Luzern nun den Spitzenplatz übernommen, schreibt die hiesige Ländergesellschaft von PWC. Gleichzeitig wirke sich die 2024 eingeführte OECD-Mindeststeuer wenig auf die kantonalen Steuersätze aus, die wenigsten Kantone hätten sie angepasst, was auf eine abwartende Haltung gegenüber den neuen globalen Rahmenbedingungen hindeute.
«Die OECD-Mindeststeuer erhöht den Druck auf die Kantone, ihre Standortattraktivität durch gezielte Massnahmen wie Investitionsanreize und Standortförderung zu sichern und auszubauen», sagt Dieter Wirth, Geschäftsleitungsmitglied von PWC Schweiz. (bwe)
10:19 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Post lanciert neue Briefmarken-Sujets
Die neusten Briefmarken der Schweizerischen Post machen auf das Thema «mentale Gesundheit» aufmerksam. Vier Personen mit psychischen Herausforderungen haben vier Kunstwerke geschaffen. In einem Blog-Beitrag schreibt die Post, sie setzte generell auf bewusste Inklusion, schaffe ein vorurteilsfreies, wertschätzendes Arbeitsumfeld und stärke Zugehörigkeit sowie Chancengleichheit. Mit den Briefmarken zum Thema mentale Gesundheit mache man dieses Engagement gezielt sichtbar. (bwe)
10:15 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Arbeitslosenquote sinkt leicht
Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat am Donnerstag seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz publiziert. Diese zeigen: Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im April gegenüber dem Vormonat um 3’353 auf 142’902 - ein Minus von 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit allerdings um 12’801, respektive 9,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank im April 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozenpunkte auf 3,0 Prozent. (bwe)
14:10 Uhr
Mittwoch, 6. Mai
Sandoz-Präsident ist jetzt offiziell Schweizer
Gilbert Ghostine hat jetzt den Schweizer Pass. Das bestätigt die weltweit tätige Generikafirma auf Anfrage. Der 65-Jährige wohnt bereits seit 12 Jahren in seiner Wahlheimat Genf und liess sich auch dort einbürgern. «Ich bin sehr stolz, Bürger dieses Landes zu werden», sagte er noch vor einigen Wochen in einem Porträt gegenüber dieser Zeitung. Ghostine besitzt neben dem roten Pass auch die libanesische und die kanadische Staatsbürgerschaft.
Kürzlich bestätigten die Sandoz-Aktionäre Ghostine als Verwaltungsratspräsidenten. Diese Funktion übt er seit der Abspaltung des Unternehmens von Novartis 2023 aus. Ebenso übernahm Ghostine jüngst den Vorsitz des Verwaltungsrats des Warenprüfers SGS. Bevor der Manager zu Sandoz stiess, führte er während rund zehn Jahren den Genfer Duftstoffhersteller Firmenich.
Seine aktuellen Mandate will Ghostine noch einige Jahre ausüben. Bei Sandoz gibt es wie bei vielen Firmen eine Altersguillotine: Spätestens mit 70 Jahren muss er das Feld räumen. Neue Mandate will er danach keine mehr annehmen. Er freue sich, mehr Zeit für seine Enkelkinder zu haben - und für seinen Lebensabend an seinem neuen Bürgerort in Genf. (mpa)
08:19 Uhr
Mittwoch, 6. Mai
Swiss legt dank höherer Preise zu
Die Swiss hat im ersten Quartal 2026 ein höheres operatives Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Es lag bei 30 Millionen Franken. Im Vorjahresquartal waren es nur 3,3 Millionen Franken gewesen. Allerdings: Die finanzielle Entwicklung sei durch geopolitische Verschiebungen – insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten – spürbar beeinflusst, schreibt die Airline. Auf einzelnen Strecken führte das laut der Lufthansa-Tochter kurzfristig zu mehr Nachfrage. In der Folge seien dort die Durchschnittserlöse gestiegen. Dieser Effekt überdecke aktuell noch einen wichtigen Punkt: Die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten würden zeitverzögert ankommen. Der teurere Kerosinpreis werde das Ergebnis im zweiten Quartal spürbar belasten. (bwe)
10:14 Uhr
Dienstag, 5. Mai
Geberit hat die Marge gesteigert
Der grösste europäische Sanitärtechnikkonzern Geberit aus Rapperswil-Jona hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz im Vorjahresvergleich organisch um 3,4 Prozent auf 873 Millionen Franken gesteigert. Inklusive negativer Währungseffekte (Stichwort Frankenaufwertung) ergab sich ein Minus von 0,7 Prozent.
Die organische Zunahme ist laut den Angaben auf Volumenwachstum und auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Regional betrachtet nahmen die Verkäufe in Europa und in der Region Nahost/Afrika zu, während sie in der Region Fernost/Pazifik, vor allem in China, und in Amerika zurückgingen.
Die operative Marge stieg dank des Wegfalls von Einmalkosten aus dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda nahm um 2,3 Prozent auf 283 Millionen Franken zu. Das hat die entsprechende Marge von 31,5 auf 32,5 Prozent des Umsatzes gehoben. Sie blieb damit erneut über dem Zielkorridor von 28 bis 30 Prozent. Unter dem Strich steht ein Reingewinn von 196 Millionen Franken (+4,5 Prozent). (T.G.)
20:06 Uhr
Montag, 4. Mai
Wirtschaftskommission will Keller-Sutter nicht folgen
Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK) verweigert Finanzministerin Karin Keller-Sutter und dem Bundesrat die Gefolgschaft. Sie stellt sich im Streit um die UBS gegen den Vorschlag der Regierung. Sie will vielmehr «Varianten und Alternativen» prüfen. Das hat die Kommission nach einer «breit angelegten Anhörung» von Behörden, Wirtschaftsverbänden, Wissenschafter und der UBS entschieden, wie sie am Montagabend mitteilte. Welche «Varianten und Alternativen» genau sie nun «vertieft und mit genügend Zeit diskutieren» will, sagt sie nicht. Klar ist nur das Datum: Das nächste Mal beugen sich die Wirtschaftspolitiker im Ständerat am 10. und 11. August über das UBS-Dossier.
Die Parlamentarier plädieren für einen «starken, stabilen und gleichzeitig auch wettbewerbsfähigen Schweizer Finanzplatz». Darin sind sich alle einig. Doch die Einschätzungen, wie die Eigenmittelanforderungen an die UBS konkret ausgestaltet und welche weiteren Instrumente angepasst werden sollen, gehen auseinander.
Die Gretchenfrage lautet letztlich: Mit wie viel hartes Kernkapital sollen die ausländischen UBS-Tochtergesellschaften im Stammhaus abgesichert werden müssen? Mit 100 Prozent, wie es Karin Keller-Sutter will, ist offensichtlich nicht mehrheitsfähig. Mit 50 Prozent, wie es eine Gruppe rund um den Ex-FDP-Präsidenten Thierry Burkart propagiert, ist wohl vielen doch zu riskant.
Dazwischen liegen Kompromissmöglichkeiten: Der Ökonom Fabio Canetg hat diese Woche in dieser Zeitung einen weiteren Vorschlag eingebracht: 75 Prozent. Hingegen beschränkt er sich nicht auf einen fixen Wert, sondern ergänzt diesen mit einer progressiven Komponente. Vereinfacht gesagt: Je grösser das Auslandgeschäft der UBS wird, desto höher steigt der Wert.
Und dann gibt es noch den Vorschlag von Christoph Blocher. Er will das US-Geschäft der UBS abspalten. (fv)
16:30 Uhr
Montag, 4. Mai
Neuer Chef bei Villiger
Beim Zigarren- und Zigarillo-Hersteller Villiger mit Sitz in Pfeffikon LU kommt es zu einem Chefwechsel. Christoph Schüpbach ist zum neuen CEO der Villiger Söhne Holding AG ernannt worden, heisst es in einer Mitteilung. Er bringe langjährige internationale Industrieerfahrung mit. Der Maschineningenieur führte unter anderem die Industriegruppe Schleuniger über elf Jahre als CEO und übernahm 2020 die operative Führung bei Regent Lighting, einem Schweizer Anbieter von professionellen Beleuchtungslösungen. Zuvor verantwortete er internationale Markt- und Führungsaufgaben bei Bystronic sowie bei ABB.
Der bisherige Geschäftsführer Clemens Gütermann war über viele Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen für die Villiger-Gruppe tätig, zuletzt als Finanzchef und Geschäftsführer. Er tritt gemäss der Mitteilung nach Abschluss einer Übergabephase nächstes Jahr in den Ruhestand. «Im Namen der Familie Villiger und des Verwaltungsrats danke ich Clemens Gütermann für sein Engagement und seine umsichtige Führung in den letzten Jahren, insbesondere in der Übergangsphase seit dem Tod von Heinrich Villiger im Sommer 2025», sagt Jvo Grundler, Präsident des Verwaltungsrats. (mim)
11:33 Uhr
Montag, 4. Mai
KPT hat weniger Versicherte und mehr Gewinn
Die KPT hat per Anfang Jahr einen «leichten Rückgang» von rund 33'000 Personen beim Kundenstamm hinnehmen müssen. Dieser liege aber mit insgesamt 437'000 Grundversicherten «weiterhin deutlich» über dem Niveau vor dem massiven Zustrom, als die Krankenkasse 2023 ihren Kundenstamm auf einen Schlag mehr als verdoppeln konnte. Die KPT befinde sich nach dem damaligen «Rekordwachstum» weiterhin in einer «Phase der Konsolidierung und Stabilisierung», teilt die Krankenkasse am Montag mit.
Finanziell blickt die KPT laut eigenen Angaben auf ein «erfolgreiches Jahr» zurück. Sie schliesst 2025 mit einem positiven Unternehmensergebnis von 59 Millionen Franken ab. Das sind 24 Millionen mehr als im Vorjahr. Als Hauptgründe für diese positive Entwicklung nennt die Kasse die gute Performance der Kapitalanlagen sowie das solide versicherungstechnische Ergebnis.
Weiter teilt die genossenschaftlich organisierte Kasse mit, dass an ihrer diesjährigen Delegiertenversammlung die 53-jährige Galenica-Managerin Franziska König in den Verwaltungsrat gewählt wurde. (fv)
14:49 Uhr
Freitag, 1. Mai
Flughafen Zürich eröffnet Airport in Indien
Meilenstein für das Grossprojekt des Flughafens Zürich: Mit knapp zwei Jahren Verspätung wird am 15. Juni der Noida International Airport eröffnet. Dann soll der erste kommerzielle Flug am Flughafen ausserhalb von Delhi durchgeführt werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Noida International Airport wurde vom Flughafen Zürich gebaut und wird auch von ihm betrieben.
Der neue Flughafen mit einer Piste ist aktuell für 12 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt. Längerfristig wird der Flughafen in mehreren Ausbauphasen weiterentwickelt. In der finalen Ausbaustufe sind zwei Pisten sowie eine Kapazität von bis zu 70 Millionen Passagieren pro Jahr vorgesehen.
Ursprünglich hätte der Flughafen bereits im September 2024 eröffnet werden sollen. Doch insbesondere bei der Ausstellung der Betriebslizenz durch die indischen Behörden kam es zu grossen Verzögerungen.
Nebst Noida entwickelt und betreibt der Flughafen Zürich auch Flughäfen in Lateinamerika und in der Karibik. Diese ausländischen Tätigkeiten haben dem Swiss-Hub in der Vergangenheit schon einige Millionen Franken eingebracht. Diese Strategie wird politisch aber immer wieder kritisch hinterfragt aufgrund der politischen Risiken in den Ländern vor Ort. So wurden die Zürcher 2005 in Venezuela von der Regierung bei einer Beteiligung enteignet. Es folgte ein langer Rechtsstreit. Auch beim Bau des Flughafens Noida wurde Kritik laut, allerdings in erster Linie an der Regierung. (bwe)
14:22 Uhr
Donnerstag, 30. April
Trotz Ölkrise: EZB hält Leitzinsen konstant – vorerst
Die Europäische Zentralbank lässt die Leitzinsen im Euroraum trotz des Ölpreisschocks unverändert. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank nach einer Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mitteilte. Damit tastet die EZB zum siebten Mal in Folge die Zinsen im Euroraum nicht an.
Volkswirte erwarten jedoch, dass die Zentralbank im Jahresverlauf die Zinsen anheben wird, wenn ihr mehr Daten vorliegen, um die Kriegsfolgen zu beurteilen. Schon im März und April hat der Ölpreisschock durch den Krieg im Nahen Osten die Teuerung im Währungsraum kräftig nach oben getrieben. Ökonomen fürchten, dass die gestiegenen Energiepreise auf die gesamte Wirtschaft überspringen und viele Waren und Dienstleistungen teurer werden.
An den Finanzmärkten werden bis Jahresende drei Leitzinserhöhungen um je 0,25 Prozentpunkte erwartet. Mit höheren Leitzinsen kann die EZB gegensteuern: Dies würde Kredite verteuern, was die Nachfrage bremsen und die Inflation dämpfen kann. Sparerinnen und Sparer würden zugleich von steigenden Zinsen profitieren.
Wie es mit der Geldpolitik der EZB weitergeht, hängt massgeblich davon ab, wie lange der Iran-Konflikt dauert und ob es bei einem zeitlich befristeten Energiepreisschock bleibt oder die jüngste Teuerungswelle die komplette Wirtschaft erfasst. Noch besteht Hoffnung, dass sich die USA und der Iran am Verhandlungstisch einigen. (dpa)
11:03 Uhr
Donnerstag, 30. aPRIL
Neuer Bericht: Bahnausbau ist auf Kurs
Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine, schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einem neuen Bericht. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahmen die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab. In der Ostschweiz erwähnt das BAV die Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf, wo Züge in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb. Dies ermöglicht den durchgehenden Halbstundentakt der IC Zürich–Chur. Das grösste Projekt ist laut BAV die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. Weiter konnte das Amt die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. (mpa)
08:26 Uhr
Donnerstag, 30. April
Weko untersucht Suchmaschinen-Absprache
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat zwei Untersuchungen wegen Suchmaschinenwerbung eröffnet. Eine richtet sich gegen drei Unternehmen, die in der Schweiz Pauschalreisen anbieten. Die zweite Untersuchung betrifft nahezu sämtliche Schweizer Online-Casinos.
Die Weko geht der Frage nach, ob die Unternehmen sich darauf geeinigt haben, sich in Suchmaschinenergebnissen nicht zu konkurrenzieren. Die Weko hat dazu mehrere Selbstanzeigen erhalten. Daraus geht hervor, dass die Firmen darauf verzichtet hätten, Gebote auf Schlüsselwörter abzugeben, welche die Marken ihrer Konkurrenten betrafen. «Dieses Verhalten könnte eine unzulässige Abrede mit wettbewerbsbeeinträchtigender und für Konsumentinnen und Konsumenten nachteiliger Wirkung darstellen», hält die Weko fest. Durch den gegenseitigen Verzicht auf Gebote könnten die Suchergebnisse so beeinflusst worden sein, dass der Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern erschwert wurde. (mpa)
06:18 Uhr
Donnerstag, 30. April
Lampart verlässt Gewerkschaftsbund
Ende Jahr ist Schluss: Dann gibt Daniel Lampart wird seinen Posten als Chefökonom und Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) aufgeben. Das teilt die gewerkschaftliche Dachorganisation am Donnerstag mit. Lampart war 20 Jahre lang Chefökonom, seit 2011 war er zusätzlich für die operativen Geschicke des SGB verantwortlich.
Es ist auch klar, was Lampart in Zukunft machen wird: Er soll das Präsidium des PK-Netzes übernehmen. Dieser Verein setzt sich für Arbeitnehmende in der Pensionskassen-Thematik ein. Die Wahl zu diesem Posten ist im Juni. Das SGB-Sekretariat wird künftig von Gabriela Medici geleitet. (jbl)
14:16 Uhr
Mittwoch, 29. April
SBB haben neuen Präsidenten
Die Generalversammlung der SBB hat am Mittwoch André Wyss zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er folgt auf Monika Ribar, die das Präsidium aufgrund der Amtszeitbeschränkung nach zwölf Jahren abgibt. Wyss verfügt laut Mitteilung über 40 Jahre Führungserfahrung in der Bau- und Immobilienbranche sowie in der Pharmaindustrie. Er absolvierte nach seiner Lehre als Chemikant berufsbegleitend ein Wirtschaftsstudium an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule und bildete sich an der Harvard Business School weiter. Er war in der Konzernleitung von Novartis und von 2018 bis Ende März 2025 CEO des international tätigen Schweizer Bau- und Immobiliendienstleisters Implenia. (mpa)
12:53 Uhr
Mittwoch, 29. April
Swatch Group: Ethos unterstützt beide Kandidaten für den Verwaltungsrat
Nach dem US-Stimmrechtsberater ISS unterstützt nun auch Ethos den US-Investor Steven Wood bei seiner Kandidatur für den Swatch-Group-Verwaltungsrat. Dieser hält über seine Firma Green Wood 0,5 Prozent des Kapitals und fordert mehr Unabhängigkeit von der Familie Hayek.
In einer Abstimmungsempfehlung von Ethos heisst es, man werde sowohl den von der Familie portierten unabhängigen Kandidaten Andreas Rickenbacher als auch Steven Wood unterstützen. «Auf diesem Weg können direkt zwei neue Mitglieder, die nicht dem Hayek-Pool angehören, in den Verwaltungsrat gewählt werden», lässt sich Ethos-Direktor Vincent Kaufmann zitieren. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen fordert Ethos vom Verwaltungsrat, im nächsten Jahr neue unabhängige Verwaltungsratsmitglieder vorzuschlagen. (mim)
12:24 Uhr
Mittwoch, 29. April
Dertour gibt Hotelplan-Sitz auf
Letztes Jahr hat Dertour Hotelplan mit Hauptsitz in Glattbrugg übernommen. Nach dem Abschluss des Kaufs stellte sich die Frage, auf welche Standorte Dertour Suisse künftig setzen sollte. Nun ist der Entscheid gefallen: Dertour Suisse belässt den Hauptstandort in Zürich-Altstetten. Künftig sollen die Mitarbeitenden der bisherigen Standorte in Glattbrugg und Altstetten gemeinsam in Altstetten arbeiten, heisst es in einer Mitteilung. Man habe den Entscheid «nach einer umfassenden Standortanalyse und unter Einbezug der Mitarbeitenden» gefällt.
Ein wesentliches Kriterium in der Bewertung war demnach die Erreichbarkeit für die Mitarbeitenden. Für einen grossen Teil der heute in Glattbrugg tätigen Mitarbeitenden würden sich die Pendelzeiten durch den künftigen Arbeitsort in Altstetten verkürzen. Ausserdem seien die jährlichen Mietkosten günstiger und die Sanierungs-, Unterhalts- sowie Rückbaukosten blieben überschaubarer.
Die Detailplanung für die Standortkonsolidierung sei im Gang. Der Wechsel der Mitarbeitenden von Glattbrugg nach Altstetten werde derzeit konkretisiert. (mim)
11:39 Uhr
Mittwoch, 29. April
Geschäftsführer von Pharmaverband gestorben
Ernst Niemack, Geschäftsführer der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (Vips), ist überraschend gestorben. Er sei bei seinem geliebten Hobby in den Ferien verstorben und viel zu früh aus dem Leben gerissen worden, teilt der Verband mit. Ernst Niemack hinterlasse eine schmerzliche Lücke – sowohl fachlich als auch menschlich. Mit grossem Engagement, viel Herzblut und Verantwortungsbewusstsein habe er die Entwicklung der Vips massgeblich gestaltet. Der Verband mit Sitz in Rotkreuz ist die Vereinigung der mittelgrossen Pharmafirmen. (mim)
10:45 Uhr
Mittwoch, 29. April
Sandoz wächst in den USA
Der Basler Generikakonzern Sandoz verkaufte im ersten Quartal Medikamente im Wert von 2,7 Milliarden Dollar. Das entspricht währungsbereinigt einem Plus von 3 Prozent. Besonders stark zulegen konnte Sandoz mit seinen günstigen Medikamentenkopien in den USA. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Konzernchef Richard Saynor bekräftigte am Mittwoch den Ausblick für das Gesamtjahr: Die Umsätze sollen demnach wechselkursbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. (mpa)
10:05 Uhr
Mittwoch, 29. April
Swiss stoppt Duty-Free-Verkauf an Bord
Die Fluggesellschaft Swiss stellt den «Duty Free»-Bordverkauf auf ihren Flügen per Ende September ein. Man reagiere damit auf das veränderte Kaufverhalten ihrer Passagiere, schreibt die Lufthansa-Tochter.
Man habe den Bordverkauf von zollbefreiten Waren in den vergangenen Jahren sorgfältig analysiert. «Das Ergebnis ist eindeutig: Immer weniger Gäste kaufen an Bord ein», hält die Airline in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. Immer mehr Passagiere würden Produkte heute zu Hause recherchieren, Preise online vergleichen und einkaufen, bevor sie überhaupt am Flughafen ankommen. «Der spontane Griff zum Duty-Free-Wagen an Bord ist die Ausnahme geworden – nicht mehr die Regel.»
Das Angebot an Bord umfasst unter anderem Uhren, Schmuck, Parfüms, Kosmetikprodukte sowie weitere Accessoires und Geschenkartikel. Ab Juni bietet die Swiss ausgewählte Artikel aus dem verbleibenden Duty-Free-Sortiment zu reduzierten Preisen an – mit Rabatten ab 25 Prozent, solange der Vorrat reicht. Bestimmte Produkte aus dem heutigen Duty-Free-Katalog wird es künftig im Onlineshop des Treueprogramms Miles & More geben. (bwe)
08:16 Uhr
Mittwoch, 29. April
UBS startet fulminant ins Jahr
Die Grossbank UBS weist für das erste Quartal einen Gewinn von über 3 Milliarden US-Dollar aus – das ist wesentlich mehr als von den Analysten erwartet wurde. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des vergangenen Geschäftsjahres entspricht dies einem Gewinnsprung um 80 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 2,43 Milliarden gerechnet. Damit setzt sich der Trend fort: Die UBS hatte schon in den letzten Quartalen jeweils mehr Gewinn ausgewiesen als von Analysten geschätzt.
Mit der Überführung aller in der Schweiz gebuchten CS-Kundenkonten habe man «einen weiteren Meilenstein bei einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens» erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Man sei überzeugt, die Integration bis Jahresende im Wesentlichen abschliessen zu können.
In der Mitteilung äussert sich CEO Sergio Ermotti auch zur Debatte um die Eigenmittel: «In der Frage der Schweizer Eigenmittelvorschriften bringen wir uns weiter konstruktiv ein und tragen zu einer fakten-basierten Debatte bei. Diese Entwicklungen ändern nichts daran, was uns als Unternehmen ausmacht. Wir halten an unserem diversifizierten Geschäftsmodell und unserer ebenso globalen wie regionalen Präsenz fest.» Die UBS werde weiterhin «alles dafür tun, unsere Aktionäre zu schützen.» Zugleich wolle die Bank, wo immer möglich, die Auswirkungen «dieser erhöhten Anforderungen auf unsere Kundinnen und Kunden, unsere Mitarbeitenden sowie auf die Gemeinschaften, in denen wir leben und arbeiten, abmildern.» (mim)
06:30 Uhr
Mittwoch, 29. April
Darum bleibt Wohneigentum oft in der Familie
Die Weitergabe von Wohneigentum innerhalb der Familie hat in der Schweiz «einen hohen emotionalen Stellenwert». Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Umfrage von Raiffeisen Schweiz unter 1500 Personen. Für viele steht demnach weniger der wirtschaftliche Nutzen als vielmehr der Wunsch im Vordergrund, das Eigenheim in der Familie zu behalten.
Sowohl Eltern als auch Kinder nennen gemäss Raiffeisen diesen Aspekt als wichtigsten Grund, eine Übergabe anzustossen. Todesfälle oder gesundheitliche Krisen spielten hingegen eine untergeordnete Rolle. Mit einer Ausnahme: Fast zwei Drittel der Übergebenden sagen, dass die Planung des dritten Lebensabschnitts für sie Anlass dazu war, sich mit der Weitergabe ihres Wohneigentums zu befassen.
Es geht aber nicht nur um Emotionen, sondern auch ums Geld. Fast die Hälfte der Eigentümer möchte mit einer frühzeitigen Übergabe ihre Kinder finanziell unterstützen. Umgekehrt sehen viele potenzielle Nachfolger darin eine seltene Chance, sich Wohneigentum leisten zu können. Angesichts steigender Immobilienpreise und knappen Angebots gewinnt die familieninterne Weitergabe an Bedeutung.
Doch das führt oft auch zu Konflikten, wie die Raiffeisen-Umfrage zeigt. Über 80 Prozent der Übergebenden berichten von Auseinandersetzungen, meist jedoch von kleineren. Streitpunkte sind vor allem der Preis, der Zustand der Immobilie oder der Zeitpunkt der Übergabe. Auch bei rund der Hälfte der Übernehmenden sowie etwa bei zwei Drittel der Geschwister kommt es zu Spannungen, insbesondere bei Ausgleichszahlungen. «Wir raten dringend dazu, Betrag und Zeitpunkt der Ausgleichszahlung bereits bei der Weitergabe in einem Erbvertrag klar festzulegen», sagt Raiffeisen-Erbschaftsexperte Christian Rehefeldt.
«Sinnvoll kann zudem sein, zugunsten der nicht übernehmenden Geschwister ein Gewinnanteilsrecht oder ein Vorkaufsrecht einzuräumen.»
Ein zentrales Problem beim Weitergebungsprozess bleibt der Wissensmangel: 40 Prozent der Befragten räumen ein, sich nicht gut auszukennen, etwa bei Fragen zu Erbvorbezug, Ausgleichspflicht oder Steuern. Fachleute werden zwar oft beigezogen, aber nicht immer früh genug. Laut Raiffeisen kann eine rechtzeitige Beratung helfen, Konflikte zu vermeiden und faire Lösungen zu finden. (fv)
14:57 Uhr
DIENSTAG, 28. April
Vereinigte Arabische Emirate verlassen Opec
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Ausstieg aus dem Öl-Kartell Opec zum 1. Mai bekanntgegeben. «Diese Entscheidung spiegelt die langfristige strategische und wirtschaftliche Vision und das sich entwickelnde Energieprofil der VAE wider», hiess es am Dienstag in einer Mitteilung, die über die staatliche Nachrichtenagentur Wam verbreitet wurde. Dazu gehöre es, verstärkt in die Energieproduktion im Inland zu investieren. Hintergrund des Ausstiegs sind Spannungen der Emirate mit Saudi-Arabien. Dabei geht es vor allem um wirtschaftliche Themen und den Krieg im Jemen. (dpa)
13:48 Uhr
Dienstag, 28. April
BLS führt den Sunflower Lanyard ein
Viele Menschen leben mit unsichtbaren Behinderungen oder chronischen Krankheiten, die für ihr Umfeld nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Dazu zählen etwa Gehörlosigkeit, psychische Behinderungen, Angststörungen oder motorische Beeinträchtigungen. Diese Menschen können neu beim Bahnunternehmen BLS einen Bändel mit Sonnenblumenmuster beziehen.
Das Schlüsselband mit gelben Sonnenblumen auf grünem Grund ist ein international etabliertes Erkennungszeichen für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen oder chronischen Krankheiten. Dank des sogenannten Sunflower Lanyards sollen betroffene Menschen beim Reisen im öffentlichen Verkehr mehr Verständnis und Unterstützung erhalten.
Die BLS folgt damit den Beispielen anderer Verkehrsunternehmen: So geben heute schon etwa die SBB, die Aargauer und Basler Verkehrsbetriebe sowie der Flughafen Zürich den Sonnenblumen-Bändel ab. (fv)
08:11 Uhr
Dienstag, 28. April
Novartis leidet unter Generika-Konkurrenz
Der Basler Pharmariese Novartis erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 13,1 Milliarden Dollar. Das entspricht wechselkursbereinigt einem Rückgang von 5 Prozent. Der Reingewinn sank gar um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Die Gründe dafür sind hohe Investitionen. Novartis kaufte kürzlich die US-Firma Avidity für 12 Milliarden Dollar. Hinzu kommt die massive Konkurrenz durch Generikahersteller beim Herzmedikament Entresto. Dieses spülte dem Konzern im letzten Quartal nach wie vor über eine Milliarde Dollar in die Kasse. Doch es geht abwärts: Die Verkäufe gingen bereits um 46 Prozent zurück. Diese Entwicklung sei erwartet worden, sagte Konzernchef Vas Narasimhan am Dienstag vor den Medien. Im zweiten Halbjahr sollen das Wachstum bei Umsatz und dem operativen Ergebnis wieder im positiven Bereich liegen. (mpa)
08:04 Uhr
Montag, 27. April
Ärger für Nick Hayek: ISS unterstützt Gegenspieler
Der amerikanische Investor Steven Wood, dessen Firma Green Wood 0,5 Prozent an der Swatch Group hält, kandidiert für einen Sitz im Verwaltungsrat - und fordert damit mehr Unabhängigkeit von der Familie Hayek. Nun bekommt Wood Unterstützung: Der US-Stimmrechtsberater ISS unterstützt seine Kandidatur, wie dieser bekannt gibt. Der Grund: «In den vergangenen Jahren hat die Leistung nachgelassen, und das Unternehmen hat seine einst dominante Position gegenüber inländischen Wettbewerbern verloren», hält ISS in seinem Bericht zur Swatch-Gruppe fest.
Die Familie Hayek habe in dieser Entwicklung eine zentrale Rolle gespielt – und zwar doppelt: «Einerseits hat sie das Unternehmen zu einem führenden Akteur der Branche aufgebaut, andererseits lässt sich ihr Einfluss nur schwer von den jüngsten Schwierigkeiten des Unternehmens trennen.» Kurz: Auch ISS will die Kräfte ausserhalb der Hayek-Familie stärken.
Die Hayeks wiederum haben auf die Kritik reagiert und schlagen den früheren Berner Regierungsrat und Berater Andreas Rickenbacher als neuen Verwaltungsrat vor.
Wood hat schon einmal – erfolglos – für den Verwaltungsrat der Swatch-Gruppe kandidiert. Nun versucht er es am 12. Mai nochmals. (fv)
14:59 Uhr
Freitag, 24. April
Kein Wucher: Masken-Millionäre sind entlastet
Die beiden Jungunternehmer Jascha Rudolphi und Luca Steffen wurden zum Symbol dafür, wie sich in der Krise Geld scheffeln lässt. Als die Covid-Pandemie im Frühjahr 2020 die Schweiz überrollte, suchten Bund und Kantone händeringend nach Schutzmasken. Da waren die beiden mit ihrer Firma Emix zur Stelle. Sie verkauften im März unter anderem der Schweizer Armee Masken für über 22 Millionen Franken. Für die Schutzmasken des Typs FFP2 zahlte der Bund bis zu 9.90 Franken pro Stück. Mit dem Geld liessen es sich die beiden gutgehen, sie kauften einen Ferrari und eine Jacht.
So kam rasch der Vorwurf auf, die «Masken-Millionäre» hätten die Krisensituation ausgenutzt und ihre Ware zu Wucherpreisen verkauft. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eröffnete ein Strafverfahren. Als Wucher gilt, wenn jemand eine Notlage ausnutzt und daraus Profit schlägt. Ebenso gerieten die Unternehmer ins Visier, weil ihre Masken aus China in Prüftests durchfielen.
Käufer standen nicht vor einer Notlage
Diese Vorwürfe sind nun, sechs Jahre später, vom Tisch. Das zeigt eine Einstellungsverfügung der Zürcher Staatsanwaltschaft, in welche die «Schweiz am Wochenende» Einsicht hatte. Sie ist inzwischen rechtskräftig. Darin heisst es, dass die Kundschaft, darunter der Bund, nicht in einer Notlage war. Sie konnte auf andere Anbieter zurückgreifen. Zweitens befanden die Ermittler, dass Emix damals selbst mit hohen Marktpreisen konfrontiert gewesen sei und keine übermässige Marge abgeschöpft habe. Zwar stellte die Behörde fest, dass Emix beispielsweise mit den FFP2-Verkäufen an das Verteidigungsdepartement eine Marge von 48 Prozent erzielt habe. Im Durschnitt lag sie bei 30 Prozent. Diese Werte entspsprächen aber jenen, die andere Anbieter bereits vor der Pandemie erzielt hatten, heisst es in der Verfügung. (mpa)
07:32 Uhr
Freitag, 24. April
Massenentlassung beim Facebook-Konzern
Der Facebook-Konzern Meta von Mark Zuckerberg. greift inmitten erheblicher Investitionen in Künstliche Intelligenz zu einem weitreichenden Stellenabbau. Am 20. Mai sollen rund 10 Prozent der Belegschaft entlassen werden, teilte Meta den Mitarbeitern in einer internen E-Mail mit. Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79'000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen nahezu 8000 Menschen treffen. Ausserdem sollen etwa 6000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden. Damit baut Meta total 14'000 Jobs ab.
In der unter anderem vom Finanzdienst «Bloomberg» veröffentlichten E-Mail räumte Personalchefin Janelle Gale ein, dass den Mitarbeitern damit vier Wochen Ungewissheit bevorstünden. Allerdings habe man sich nach Leaks entschieden, die noch unfertigen Pläne schon jetzt in Grundzügen bekanntzugeben.
Zur Begründung für die Entlassungen hiess es, man wolle das Unternehmen effizienter machen und Ausgaben ausgleichen. Meta investiert gerade in grossem Stil in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Allein für dieses Jahr wurden Kapitalinvestitionen zwischen 115 Milliarden und 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. (dpa)
16:24 Uhr
Donnerstag, 23. April
Swiss: Neuer Billigtarif mit weniger Handgepäck
Von Billigairline sind es sich Passagiere gewöhnt, für jede Zusatzleistung etwas bezahlen zu müssen. Nun nimmt sich die Lufthansa-Gruppe – und damit auch ihre selbst ernannte Premium-Airline Swiss – ein Vorbild daran. Der Kranich-Konzern kündigt in einer Mitteilung einen neuen, so genannten Economy-Basic-Tarif an. Dieser werde ab dem 28. April für Reisen ab dem 19. Mai schrittweise auf der Kurz- und Mittelstrecke seiner Airlines eingeführt.
Der neue Basic-Tarif biete beispielsweise Tagesreisenden «eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zu einem attraktiven Einstiegspreis» an. Konkret heisst dies jedoch: Es ist nur ein kleiner persönlicher Gegenstand erlaubt, wie eine Laptop-Tasche oder ein Mini-Rucksack. Kein Rollkoffer also. «Wer mehr Gepäck mitnehmen möchte, kann in diesem besonders günstigen Tarif Hand- oder Aufgabegepäck als Zusatzleistung flexibel hinzubuchen oder ein Tarifangebot mit erweiterten Gepäckleistungen wählen», schreibt die Lufthansa.
Der bestehende Light-Tarif wird ebenfalls verändert: Künftig lassen sich Reisen umbuchen gegen eine Gebühr. Die Light-Kategorie war bisher der günstigste Tarif bei der Swiss – ein Handgepäck bis zu 8 Kilo ist dabei inklusive.
Klar ist jedoch, dass es der Lufthansa in erster Linie um die Margenverbesserung geht. Mit dem zusätzlichen Tarif sieht sie diesbezüglich offensichtlich mehr Spielraum. Auf jeden Fall sind Aussagen zum neuen Preisgefüge in der Medienmitteilung nicht enthalten.
Erst kürzlich machte das Branchenportal «Aerotelegraph» publik, dass die Lufthansa-Gruppe die Bedingungen ihrer Flex-Tarife auf der Langstrecke und auf Europaflügen aus Kundensicht deutlich verschlechtert hat. Dies, nachdem bereits auf Interkontinentalflügen neue und teils massiv hohe Stornierungsgebühren von bis zu 1500 Euro eingeführt wurden. So wurde zuletzt die Stornierungsgebühr im Economy-Flex-Tarif Ende März angepasst. Neu beträgt sie 150 Euro. Zuvor lag sie bei 70 Euro. Die Änderung gilt neben Lufthansa auch bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover und Swiss. (bwe)
16:43 Uhr
Donnerstag, 23. April
Mehr Umsatz für Dertour
Die Dertour-Gruppe hat letztes Jahr deutlich zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, teilt das deutsche Reiseunternehmen mit. Zu Dertour gehören unter anderem die Schweizer Traditionsreisemarken Kuoni, Helvetic Tours und seit kurzem die ehemalige Migros-Tochter Hotelplan. Dertour Suisse sei 2025 profitabel gewachsen, heisst es in der Mitteilung. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen allerdings nicht. Für den Schweizer Markt sei insbesondere die Integration der Hotelplan-Gruppe von zentraler Bedeutung, heisst es weiter. Der Zusammenschluss verlaufe planmässig. (mim)
16:00 Uhr
Donnerstag, 23. April
Swiss-Cockpit-Crew startet GAV-Verhandlungen
Vergangenen November haben die Pilotinnen und Piloten den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der Swiss gekündigt. Der aktuelle GAV 2023 gilt noch bis Ende 2026. In dieser Woche starten nun die Verhandlungen für den neuen Vertrag, wie es in einer Mitteilung des Cockpit-Verbands Aeropers heisst.
Die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Tochter fordern unter anderem mehr Einfluss auf den Einsatzplan, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht gegeben sei. Ausserdem müsse die Attraktivität der Arbeitsbedingungen deutlich steigen, damit es wieder genügend Nachwuchs gebe, um den nachhaltigen Erfolg der Swiss zu gewährleisten.
Die Muttergesellschaft Lufthansa war in den vergangenen Wochen von Streiks betroffen – auch an ihrem 100-Jahr-Jubiläum. Verschiedene Gewerkschaften hatten zur Arbeitsniederlegung an mehreren Tagen aufgerufen. Gleichzeitig ist die Aviatik mit einem Kerosin-Engpass wegen der Blockade der Strasse von Hormus konfrontiert. Die Lufthansa gab diese Woche deshalb die Streichung von 20'000 Flügen bekannt. Auch die Swiss-Schwester Edelweiss nahm Kürzungen im Flugplan vor, im Gegensatz zur Swiss. Sie hält bisher an ihren Plänen fest. (bwe)
13:08 Uhr
Donnerstag, 23. April
Ex-Schindler-Chef verkauft nun Elektroautos
Silvio Napoli war beim Luzerner Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler jahrelang der starke Mann, zuletzt in der Doppelrolle als Verwaltungsratspräsident und CEO. Nach 30 Jahren im Dienst musste er Anfang 2025 den Hut nehmen. Nun übernimmt der 60-Jährige in der Autoindustrie eine neue Rolle, wie die «Bilanz» berichtet. Napoli wird CEO der kalifornischen Elektroauto-Marke Lucid Motors. Das Unternehmen kämpft derzeit ums Überleben. Zwar wachsen die Umsätze stark, doch die Verluste gehen in die Milliarden. Napoli muss also den Turnaround schaffen. Bei Schindler hat er bewiesen, dass er das kann. Just am Donnerstag meldete der Liftersteller für das erste Quartal eine weitere Verbesserung der Profitabilität. (mim)
10:50 Uhr
Donnerstag, 23. April
Topkader verlassen Schuhmarke On
Beim Schweizer Sportmode-Hersteller On, an dem Ex-Tennisspieler Roger Federer beteiligt ist, scheint nicht alles im Lot zu sein. Im März wurde überraschend bekannt, dass der erst neun Monate zuvor ernannte CEO, Martin Hoffmann, das Unternehmen nach 13 Jahren verlassen wird.
Wie die «Bilanz» berichtet, waren unterschiedliche Ansichten über die Governance, die Firmenkultur und wie man von einem Drei-Milliarden- zu einem Zehn-Milliarden-Konzern werden solle, die Gründe für den Abgang von Hoffmann. Vor allem die starke Einflussnahme der Gründer, die offiziell als Executive Chairmen amten und bei jedem Geschäftsleitungsmeeting mit dabei sind, habe zu Reibereien geführt.
«Die sind nicht immer perfectly aligned, und es gibt nicht nur happy days», sagt ein Insider aus der Konzernspitze gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Und Hoffmann ist nicht der einzige Abtrünnige. In den letzten 12 Monaten haben laut der «Bilanz» zahlreiche weitere Topkader die Firma verlassen, etwa Personalchefin Noa Perry-Reifer, Kommerzchef Jiahui Isler, Innovationschefin Ilmarin Heitz, Finanzmanager Florian Maag und Samuel Wenger, der bei On verschiedene Top-Positionen inne hatte.
Caspar Coppetti und David Allemann werden per Mai Co-Geschäftsführer. Sie hatten das Unternehmen 2010 zusammen mit Olivier Bernhard gegründet. Er kümmert sich bei On um die Produktinnovationen und Athletenbetreuung. (bwe)
14:56 Uhr
Mittwoch, 22. April
EU reagiert auf Kerosin-Engpass
Die EU-Kommission ruft ihre Mitgliedstaaten zu enger Koordinierung auf, um einen Kerosinmangel zu vermeiden. Die Brüsseler Behörde schlägt eine neue Kraftstoffbeobachtungsstelle vor zur Überwachung von EU-Produktion, Importen, Exporten und Lagerbeständen. So sollen potenzielle Engpässe schnell erkannt werden und «gezielte Massnahmen zur Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Kraftstoffverteilung» möglich sein, falls Notfallvorräte freigegeben werden.
Die EU-Kommission appellierte zudem an Mitgliedstaaten, auch die Wiederbefüllung unterirdischer Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und eine flexible Nutzung der Befüllungsvorschriften zu koordinieren. Nationale Massnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel - einschliesslich von Raffineriekapazitäten - sollten eng abgestimmt werden.
Die EU-Kommission stellte weitere Massnahmen vor, um die Auswirkungen der Energiekreise auf Unternehmen und Bürger in Europa abzudämpfen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die europäischen Spitzenpolitiker sprechen am Donnerstag und Freitag bei einem informellen Treffen in Zypern über die Massnahmen. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten habe die EU wegen der gestiegenen Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben, sagte Energiekommissar Dan Jørgensen in Brüssel. (dpa)
15:12 Uhr
Mittwoch, 22. April
ABB steigert Umsatz deutlich
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um 18 Prozent auf 8,73 Milliarden Dollar steigern. Auf sogenannt vergleichbarem Niveau stieg er um 11 Prozent. Der Auftragseingang legte noch stärker zu, um 24 Prozent auf 11 Milliarden Dollar. Laut ABB haben sich alle drei Geschäftsbereiche positiv entwickelt. Das erste Quartal sei weitgehend nach Plan verlaufen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Dies, obwohl sich die geopolitische Lage erneut verschärft habe. Die Nachfrage nach Elektrifizierungs- und Automationslösungen von ABB sei bisher insgesamt stabil geblieben. Die operative Marge (EBITA) legte ebenfalls zu - von 20,3 auf 23,5 Prozent. So resultierte auch ein höhrer Reingewinn von 1,32 Milliarden Dollar. (bwe)
13:53 Uhr
Mittwoch, 22. April
Bis zu 12 Sonntagsverkäufe im Jahr?
Der Bundesrat spricht sich für mehr Sonntagsverkäufe aus. Er unterstützt damit einen Vorschlag der Wirtschaftskommission des Ständerates. Dieser sieht vor, dass Läden künftig an bis zu 12 Sonntagen im Jahr öffnen können. Bisher sind es vier Sonntage pro Jahr. An diesen Tagen darf das Verkaufspersonal ohne Ausnahmebewilligung beschäftigt werden. Der Entscheid für Sonntagsverkäufe liegt bei den Kantonen.
Der Bundesrat betont, dass mit dem Vorschlag der föderalistische Ansatz gewahrt bleibe. Die Kantone könnten entscheiden, ob sie diese Möglichkeit nutzen möchten oder nicht. Die Regierung spricht zudem von einer «massvollen Flexibilisierung»: «Die im Arbeitsgesetz festgelegten Schutzbestimmungen im Zusammenhang mit der Sonntagsarbeit kommen auch an diesen Sonntagen zur Anwendung.»
Kein Verständnis dafür hat die Linke. «Das ist ein inakzeptabler Angriff auf den Schutz der Lohnabhängigen», sagt SP-Co-Präsident Cédric Wermuth. «Damit setzt der rechts dominierte Bundesrat den Plan der Rechten zur Schwächung des Arbeitsrechts und der Löhne fort. Mehr Sonntagsverkäufe, Aushebelung der Mindestlöhne und längere Arbeitszeiten im Homeoffice. Dagegen werden wir uns entschieden wehren.» Die Wirtschaftskommission des Ständerats wird sich nun mit der Stellungnahme des Bundes befassen. (mpa)
09:56 Uhr
Mittwoch, 22. April
Skyguide reduziert Flugkapazität in Zürich
Es ist eine Schlagzeile, an die man sich in der Schweizer Aviatikbranche langsam gewöhnt: Skyguide kämpft mit technischen Problemen. Dieser Fall ist erneut am Mittwochvormittag eingetreten, wie die Flugsicherungsfirma in einer Mitteilung bekannt gibt. Die Probleme sind im Kontrollzentrum von Skyguide in Dübendorf ZH aufgetreten. Die Folge: Die Darstellung Darstellung einzelner Flüge im Landeanflug auf Zürich ist beeinträchtigt. «Die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet», schreibt Skyugide. Vorsorglich hat die Firma die Anflugkapazität um 30 Prozent gesenkt.
Ein Update folge im Laufe des Vormittags. Die Techniker von Skyguide hätten die Ursache des Problems identifiziert und würden an der Lösung arbeiten. Eine Task Force wurde einberufen. (bwe)
10:01 Uhr
Dienstag, 21. April
Neue Migros-Partnerschaft ruft Gewerkschaft auf den Plan
Am Montag gaben der holländische Kurierdienst Just Eat und die Migros eine neue Partnerschaft bekannt (CH Media berichtete). In den Regionen Genf, Wallis und Tessin soll es Kundinnen und Kunden künftig möglich sein, Supermarkt-Produkte innert einer Stunde nach Hause zu bestellen.
Nun fordert die Gewerkschaft Syndicom, dass die Migros ihre neue Partnerin zu Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag verpflichtet und dass Just Eat auf diese Verhandlungen eintritt. Zudem soll Just Eat verpflichtet werden, den gekündigten Smood-Angestellten eine Übernahme anzubieten, wie Syndicom in einer Mitteilung schreibt. Smood, eine Tochterfirma der Migros-Genossenschaft Genf, wird per Ende April eingestellt. Über 400 Angestellte verlieren ihre Stelle.
Als grösste Detailhändlerin der Schweiz trage die Migros eine besondere sozialpolitische Verantwortung, auch dann, wenn sie Leistungen an externe Partner auslagert, schreibt Syndicom. Man erwarte deshalb, dass die Migros ihre Marktmacht nutze und soziale Standards zur Bedingung für die Zusammenarbeit mit Just Eat mache. Nur so könne garantiert werden, dass der Ausbau von Online-Lieferdiensten nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmenden erfolge. (bwe)
08:50 Uhr
Dienstag, 21. April
USA: Startschuss für milliardenschwere Zoll-Rückerstattungen
Mit dem Start eines neuen Online-Portals hat die US-Regierung den Prozess zur Rückerstattung von Zöllen begonnen, die das oberste Gericht des Landes für unrechtmässig erklärt hat. Über das System mit dem Namen CAPE können Importeure seit Montag Anträge auf Rückzahlung stellen. Nach Schätzungen der US-Zollbehörde geht es um rund 166 Milliarden US-Dollar. Frühere Berechnungen der University of Pennsylvania kommen sogar auf bis zu 175 Milliarden Dollar – etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts.
Anspruch auf die Rückzahlungen haben ausschliesslich die Unternehmen, die die Zölle direkt entrichtet haben. Ob und in welchem Umfang Konsumenten indirekt profitieren, etwa durch sinkende Preise, ist unklar. In einer ersten Phase werden zunächst vor allem noch nicht endgültig geprüfte oder kürzlich abgeschlossene Zollfälle bearbeitet. Ältere Fälle sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Zum Start des Systems reichten laut Medienberichten tausende Unternehmen Anträge ein. Nach Angaben der Behörden könnten genehmigte Rückzahlungen innerhalb von 60 bis 90 Tagen erfolgen.
Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte US-Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen zahlreiche Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese in einer Grundsatzentscheidung im Februar für rechtswidrig. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied daraufhin, dass Importeure damit grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben.
Bereits nach dem Urteil war mit einer Welle von Rückforderungen gerechnet worden. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch der US-Logistikkonzern FedEx, hatten Klagen eingereicht, um Rückzahlungen durchzusetzen. Experten hatten gewarnt, die Vielzahl an erwarteten Anträgen könne Chaos auslösen. (dpa)
09:00 Uhr
Dienstag, 21. April
Weniger Arbeitsunfälle – aber mehr Freizeitunfälle
Der Trend setzt sich fort: Es gibt in der Schweiz immer weniger Arbeitsunfälle, doch die Zahl der Freizeitunfälle steigt. Das zeigen neuste Suva-Zahlen. Die Suva als grösste Unfallversicherung der Schweiz versichert rund die Hälfte aller berufstätigen Personen gegen Unfälle und Berufskrankheiten. Letztes Jahr wurden insgesamt über 480’000 neue Fälle registriert und anerkannt. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Während Berufsunfälle früher den grössten Teil der gemeldeten Unfälle ausmachten, registriert die Suva seit Anfang der Neunzigerjahre deutlich mehr Unfälle in der Freizeit. Im vergangenen Jahr lag das Verhältnis bei 64 Prozent Freizeitunfällen zu 36 Prozent Arbeitsunfällen. Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sank dabei im Jahresvergleich um 0,9 Prozent auf gut 166’000 Fälle. Jene der Freizeitunfälle stieg hingegen um 2,8 Prozent auf rund 296'000. Über das ganze Jahr betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (25 Prozent), beim Skifahren (13 Prozent) und beim Bergwandern (5 Prozent).
Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen in IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 15,4 Prozent zugenommen. Grund dafür sei vor allem die höhere Zahl der Arbeitslosen, teilt die Suva mit. Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen. (mim)
06:39 Uhr
Dienstag, 21. April
Chefwechsel bei Apple: Hardware-Boss übernimmt von Tim Cook
Apple bekommt nach 15 Jahren einen neuen Chef: John Ternus, der bisher für die Hardware zuständig war, rückt an die Spitze vor. Sein Vorgänger Tim Cook, der 2011 die Führung vom legendären Mitgründer Steve Jobs übernahm, wird Vorsitzender des Verwaltungsrates. Der Wechsel soll am 1. September vollzogen werden. Ternus wird so wohl als Apple-Chef im September ein unter seiner Regie entwickeltes auffaltbares iPhone präsentieren, über das seit Monaten spekuliert wird.
Die Entscheidung für Ternus ist auch eine strategische Weichenstellung in der Chefetage. Cook wurde von Jobs Ende der 90er Jahre als Lieferketten-Experte an Bord geholt und galt als jemand, der für das reibungslose Funktionieren des Mega-Konzerns sorgte. Ternus ist ein Technologie-Spezialist, der tief in die Entwicklung verschiedener Apple-Geräte involviert war. Die Berufung von Ternus - und nicht etwa von Software-Chef Craig Federighi - signalisiert, dass Apple auch in der anbrechenden KI-Ära seinen Technik-Wurzeln treu bleiben will.
Rivalen wie Google und Samsung werben mit immer neuen KI-Funktionen für ihre Smartphones. Apple tat sich bisher schwer, eine bereits 2024 angekündigte bessere Version seiner Sprachassistentin Siri mit Künstlicher Intelligenz auf den Markt zu bringen.
Unter Cooks Führung stiess Apple unter anderem ins Geschäft mit Computer-Uhren und einer Datenbrille vor und verdiente immer mehr Geld mit Geräten wie iPhones und Mac-Computern. (dpa)
15:36 Uhr
Montag, 20. april
Migros begräbt traditionsreiche Dutti-Marke
Die Migros ist bekanntlich daran, ihr Eigenmarken-Portfolio zu bereinigen (CH Media berichtete). Nun zeigt sich, dass es auch einer traditionsreichen Marke an den Kragen geht, die einst unter der Ägide von Migros-Gründer Gottlieb «Dutti» Duttweiler lanciert worden war. Dieser verkaufte - als Alternative zur koffeinfreien Original-Marke Kaffee Hag - die Eigenmarke Kaffee Zaun. Diese war 40 Prozent billiger.
Doch dieser legendäre Name verschwindet ab dieser Woche definitiv von den Verpackungen, wie die Migros gegenüber der «NZZ» bestätigt. Insgesamt möchte die Migros 80 von über 250 Eigenmarken streichen, also etwa jede dritte. Bis 2030 sollen es gar nur noch 150 sein. Stattdessen kommt der firmeneigene Name zum Zug: Migros. Auch Hauptkonkurrent Coop versucht derzeit, seine Eigenmarke im mittleren Preissegment zu stärken, wie CH-Media-Recherchen kürzlich zeigten. Statt «Qualité & Prix» heisst sie neu «Coop». (bwe)
08:49 Uhr
Montag, 20. April
Nach Aromat-Chips: Jetzt kommt die Thomy-Zweifel-Mayo
Kommt es zum nächstem Zweifel-Hype? Die Schweizer Familienfirma sorgte zuletzt für Aufsehen mit ihren Aromat-Chips. Diese wurden zusammen mit dem Aromat-Hersteller Unilever lanciert. Nun folgt die nächste Kooperation mit einem grossen Nahrungsmittelkonzern. Denn jetzt macht Zweifel mit dem Westschweizer Riesen Nestlé gemeinsame Sache. Sie bringen eine Thomy-Mayonnaise mit Zweifel-Paprika-Geschmack auf den Markt. Thomy-Mayonnaise wird seit 75 Jahren in Basel hergestellt.
Laut einer Medienmitteilung sind Thomy und Zweifel bereits seit einiger Zeit in Kontakt gestanden. «In gemeinsamen Workshops entstand die Idee, die Thomy-Mayonnaise mit dem typischen Zweifel Paprika-Geschmack zu kombinieren», heisst es in einer Medienmitteilung.
Laut eigenen Angaben ist Thomy die beliebteste Mayo der Schweiz mit einem Marktanteil von über drei Vierteln. Jeder Schweizer Haushalt konsumiert demnach durchschnittlich sechs Tuben Thomy-Mayonnaise pro Jahr. (bwe)
14:15 Uhr
Montag, 20. April
Weniger Gewinn für Swissgrid
Swissgrid hat letztes Jahr einen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Unternehmensergebnis sank im Jahresvergleich um 11,7 Prozent von 103,8 auf 91,7 Millionen Franken, teilte die nationale Netzgesellschaft am Montag mit. Der tiefere Gewinn sei auf den regulatorisch vorgegebenen Abbau der Unterdeckungen und der daraus resultierenden tieferen Verzinsung der Deckungsdifferenzen zurückzuführen. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung trotzdem, eine Dividende von 45,8 Millionen Franken auszuschütten. Im Jahr zuvor waren es 51,9 Millionen gewesen.
Gleichzeitig investierte das Unternehmen in die Modernisierung und Weiterentwicklung des Übertragungsnetzes, heisst es weiter. Im Berichtsjahr beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf 356,6 Millionen Franken (2024: 323,7 Mio.). Davon flossen 281,2 Millionen Franken in den Netzausbau und 15,3 Millionen Franken in die Instandhaltung. (mim)
16:47 Uhr
Freitag, 17. April
Lufthansa-Piloten beenden Streiks - vorerst
Passagiere der Lufthansa können vorerst aufatmen. Nach Streiks des fliegenden Personals über die ganze Woche plant die Kabinengewerkschaft Vereinigung Cockpit kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmassnahmen. Das teilte sie in einem internen Rundschreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Zunächst müssten Vorstand und Tarifkommission die Situation bewerten. Für Montag seien zudem Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen zu einer möglichen Schlichtung geplant. Ein erster Anlauf dazu war gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf ein einheitliches Themenfeld einigen konnten. Am Freitag waren noch einmal hunderte Flüge abgesagt worden. (dpa)
09:26 Uhr
Freitag, 17. April
Nach Teil-Grounding: Lufthansa-Piloten streiken weiter
Die Piloten der Lufthansa haben am Freitag ihre Streiks fortgesetzt. Bestreikt wurden erneut die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. Letztere soll nach dem Willen des Lufthansa-Vorstands nie wieder abheben, sondern bereits am Samstag vorzeitig geschlossen werden. Begründet wurde der Einschnitt mit hohen Kerosinkosten und den Kosten der seit Tagen anhaltenden Streiks.
Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport berichtet. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines am Standort, die Annullierungen sind aber zum grössten Teil auf den Lufthansa-Streik zurückzuführen. (dpa)
15:01 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros ernennt neue Milch-Chefin
Die Migros hat eine neue Chefin für ihre Tochterfirma Elsa gefunden: Giovanna Maurer tritt per September die Nachfolge von Matthew Robin an, der das Unternehmen im Sommer verlässt. Elsa ist auf die Herstellung von Milchprodukten spezialisiert.
Maurer bringt laut einer Migros-Mitteilung Erfahrung in der Lebensmittelindustrie mit. Nach ihrem Abschluss als diplomierte Lebensmittelingenieurin an der ETH Zürich habe sie in verschiedenen leitenden Positionen in der Schweiz, Österreich und den USA gearbeitet. Unter anderem habe sie einen Produktionsstandort in den Vereinigten Staaten geführt.
Ein Blick auf Maurers Linkedin-Profil zeigt, dass sie die letzten zweieinhalb Jahre für den Schokoladekonzern Lindt tätig war. Davor arbeitete sie vier Jahre für die Toblerone-Muttergesellschaft Mondelez. Ihre Karriere in der Lebensmittelindustrie startete sie 2001 bei Nestlé in Vevey, wo sie 18 Jahre lang tätig war. (bwe)
14:56 Uhr
Donnerstag, 16. April
Kerosinpreis-Explosion: Lufthansa groundet erste Flugzeuge
Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still. Laut einer Mitteilung trifft es vor allem die Fluggesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline, die in dieser Woche massiv vom fliegenden Personal bestreikt worden sind.
Als ersten Schritt plant der Konzern bereits ab diesem Samstag die 27 älteren Jets der Cityline am Boden stehen zu lassen. Die Tochter soll komplett geschlossen werden. Die Jets stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und hätten vergleichsweise hohe Betriebskosten, teilt Lufthansa mit. Damit könnten weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft reduziert werden.
Ende Oktober sollen dann sechs Langstreckenjets der Lufthansa Kernmarke folgen. Neben vier Airbus A340-600 werden auch zwei Jumbos vom Typ Boeing 747-400 über den kommenden Winter stillgelegt. Der endgültige Abschied von diesem Flugzeugtyp sei für das kommende Jahr vorgesehen. Zusätzlich sollen bei Lufthansa etwa fünf Mittelstreckenflugzeuge aus der Flotte genommen werden.
Als Grund für die Einschnitte nennt das Unternehmen die deutlich gestiegenen Kerosinpreise sowie die Kosten durch die laufenden Arbeitskämpfe. Finanzchef Till Streichert nennt die Massnahmen unumgänglich. Es würden ohnehin geplante Einschnitte vorgezogen. «Die aktuelle Krise zwingt uns diese Massnahme nun früher umzusetzen.» (dpa)
09:59 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros findet Abnehmer für 40 Tegut-Filialen
Der deutsche Lebensmittelhändler Rewe plant, bis zu 40 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde ein entsprechender Vertrag mit der Tegut-Inhaberin, der Migros Genossenschaft Zürich, unterzeichnet.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das deutsche Bundeskartellamt. Gibt die Behörde grünes Licht, will Rewe den Grossteil der Tegut-Märkte selbst betreiben, die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Zum Kaufpreis äusserte sich das Unternehmen ebenso wenig wie zu den betroffenen Standorten.
Die Migros Zürich hatte kürzlich angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und Tegut verkaufen zu wollen. Rund 200 der insgesamt gut 300 Märkte der Kette will der Lebensmitteleinzelhändler Edeka übernehmen. Das Geschäft bedarf ebenfalls einer Zustimmung des Kartellamtes. Auch Aldi Nord interessiert sich offenbar für einzelne Standorte. (dpa)
09:51 Uhr
Donnerstag, 16. April
ABB liefert Mahl-Technologie nach Australien
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon hat von der südafrikanischen Firma Harmony einen Auftrag für die Lieferung von unterschiedlichen Mühlenantriebssystemen erhalten. Diese sollen für das Eva Copper Mine Project eingesetzt werden, eine neue grosse Tagebau-Kupfermine in Queensland, Australien.
In einer Mitteilung verweist ABB auf Prognosen, wonach die globale Kupfernachfrage bis 2035 um 24 Prozent steigen dürfte. Mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 60000 Tonnen Kupfer und einer Minenlebensdauer von mindestens 15 Jahren dürfte sich der Standort zu einer bedeutenden neuen Kupfermine in der Region entwickeln. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. (bwe)
09:36 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros entlässt 25 Angestellte
Die Supermarkt-Sparte der Migros hat am Dienstag 25 Personen in der Direktion Marketing und Kommunikation entlassen. Dies berichtet «Blue News». Insgesamt handelt es sich um 20 Vollzeitstellen. Die Migros betont, dass diese Massnahme nicht Teil der 2024 angekündigten Reorganisation sei, die einen Abbau von bis zu 1500 Vollzeitstellen umfasst.
Mit diesem Schritt entlässt die Migros über 10 Prozent der gesamten Marketingabteilung. «Im Verlauf der operativen Tätigkeit hat sich gezeigt, dass in diesem Bereich weitergehende Anpassungen nötig sind», schreibt das Unternehmen. Die Betroffenen erhielten Unterstützung durch die Personalabteilung sowie spezialisierte externe Partner. (bwe)
09:30 Uhr
Donnerstag, 16. Februar
Swissmem und Swissmechanic wollen fusionieren
Die Wirtschaftsverbände Swissmechanic und Swissmem planen, einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Tech-Industrie bestehend aus der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie zu schaffen. Das teilen sie am Donnerstag mit. Die Führungsgremien hätten vereinbart, ein Projekt für eine Fusion zu starten. Die Verbände wollten ihre Kräfte bündeln und den Industriestandort stärken. Swissmem wird den Grundsatzentscheid voraussichtlich am 23. Juni an der Mitgliederversammlung fällen, Swissmechanic an der Delegiertenversammlung vom 24. Oktober.
Swissmechanic mit rund 1300 Mitgliederfirmen und Swissmem mit rund 1500 Mitgliederfirmen vertreten laut der Mitteilung eine Branche mit etwa 325'000 Mitarbeitenden in der Schweiz, die knapp 7 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. (ehs)
09:19 Uhr
Donnerstag, 16. April
Prestige-Deal für Dormakaba in den USA
Prestige-Auftrag für das Schweizer Schliesstechnik-Unternehmen Dormakaba: Die Firma, in der breiten Bevölkerung bekannt für ihre Schlüssel und Schlösser, führt zusammen mit American Airlines am grössten Drehkreuz der Fluggesellschaft, dem Dallas Fort Worth International Airport, neue Self-Service-Boarding-Gates ein.
American Airlines sei die erste grosse US-Fluggesellschaft, die automatische Boarding-Gates in grossem Umfang an einem wichtigen Drehkreuz einsetze, schreibt Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH. Insgesamt werden rund 20 elektronische Self-Boarding-Gates installiert, die helfen sollen, den Boarding-Prozess zu optimieren. Im Herbst hatte American Airlines die Gates im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Finanzielle Details zum Deal werden nicht genannt. (bwe)






























































