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News-Ticker Crans-Montana

Gemeinde und Unglücksbar sind bei Axa versichert ++ Staatsanwaltschaft Rom ermittelt

Bei einer Silvesterfeier in Crans-Montana kam es zu einem verheerenden Brand. Vierzig Personen kamen ums Leben, viele Verletzte mussten in Spitäler im Ausland verlegt werden. Hier gibt es laufend Updates.

20:14 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

AXA Schweiz: «Werden unseren Verpflichtungen als Versicherung nachkommen»

Wer kommt für den Schaden nach der Tragödie von Crans-Montana auf? Diese Frage wird sich in den nächsten Tagen und Wochen vermehrt stellen. Nun erklärt die AXA Schweiz in einem Communiqué, dass sie die Gemeindehaftpflichtversicherung von Crans-Montana und die Betriebshaftpflichtversicherung der Unglücksbar «Le Constellation» ist: «Beide haben branchenübliche Standardprodukte mit einer vertraglich limitierten Deckungssumme bei uns abgeschlossen.»

Die AXA erklärt sich bereit, ihren «Verpflichtungen als Versicherung vollumfänglich nachzukommen». In der Mitteilung heisst es weiter: «Fest steht zudem, dass die Versicherungssummen der Gemeinde und der Bar im Fall einer Haftung bei weitem nicht ausreichen, um für alle finanziellen Schäden der überlebenden Opfer und Hinterbliebenen aufzukommen.» Wer für den entstandenen Schaden haftet, lässt sich erst nach Abschluss der laufenden Untersuchung beurteilen.

Weiter will die Versicherung einen runden Tisch schaffen, an dem «idealerweise unter der Leitung des Bundes» sämtliche involvierten Parteien sowie die involvierten Versicherer «unbürokratische und langfristig tragfähige Lösungen definieren, um für die finanziellen Schäden der überlebenden Opfer und Hinterbliebenen aufzukommen». (chm)

16:07 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Wegen fahrlässiger Tötung: Staatsanwaltschaft Rom ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Rom hat eine Untersuchung zum Brand in Crans-Montana eingeleitet, berichtet SRF. Das Verfahren wird wegen fahrlässiger Tötung und Brandstiftung geführt. Bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana kamen 40 Menschen ums leben. Darunter sind sechs Italiener. (chm)

15:09 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Rehaklinik Bellikon bereitet sich auf Aufnahme von Brandopfern vor

Die Suva-Klinik im Aargau wird Verbrennungsopfer von der Tragödie in Crans-Montana für den Rehabilitationsprozess aufnehmen. Dieser sei für die Betroffenen von entscheidender Bedeutung.

10:22 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Drei Bundesräte an der Gedenkfeier am Freitag

Am Freitag findet ein nationaler Trauertag zum Gedenken an die Opfer von Crans-Montana statt. In einer Mitteilung gibt der Kanton Wallis bekannt, dass an der Zeremonie die Bundesräte Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Beat Jans teilnehmen werden. Der Walliser Staatsrat wird in corpore teilnehmen.

Bis heute wurden ebenfalls 37 ausländische Delegationen zu diesem Moment der Besinnung eingeladen. Dabei handle es sich um die Länder, aus denen die Opfer und Verletzten stammen, sowie um Länder, die der Schweiz nach dieser Tragödie ihre Hilfe angeboten haben.

Die Gedenkfeier findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wer die Zeremonie verfolgen möchte, kann dies über nationale und internationale Fernsehsender tun. (Walliser Bote)

09:33 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Brandschutz im Wallis: Gemeinden teils überfordert

In Crans-Montana wurden Kontrollen offenbar versäumt. Aber auch andere Walliser Gemeinden kommen den gesetzlichen Vorgaben nicht nach. Seit 22 Jahren habe er einen einzigen Besuch des kommunalen Sicherheitsbeauftragten bekommen: Das sagt ein Walliser Hotelier in einem Schreiben, das der Redaktion des «Walliser Boten» vorliegt. Die Zeitung berichtet, dass es durchaus Gemeinden gibt, welche den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, andere jedoch nicht.

In öffentlich zugänglichen Gebäuden sieht das Gesetz jährlich durchgeführte feuerpolizeiliche Kontrollen vor. Diese obliegen im Kanton Wallis den Gemeinden. Doch in der Praxis wird das geltende Recht häufig nicht umgesetzt. Dass ein Hotel mehr als 20 Jahre nicht kontrolliert wurde, ist gemäss der Zeitung nur ein Beispiel dafür.

Das Problem: Es mangelt an personellen Ressourcen. Recherchen des Portals zeigen, dass grosse Gemeinden wie Visp und Naters zwar mehr zu kontrollierende Lokale haben, aber auch einen eigenen Sicherheitsbeauftragten. Die Gemeinde Val de Bagnes, zu der auch der Wintersportort Verbier gehört, hat sogar vier Vollzeitstellen dafür vorgesehen.

Schwierig wird es vor allem bei kleineren Gemeinden, die sich keinen eigenen Sicherheitsexperten leisten können. Für die spezifischen feuerpolizeilichen Kontrollen wird zum Beispiel in Fiesch jeweils ein externer Fachspezialist mandatiert. Deren Gemeindepräsident sagt, man habe in den vergangenen Jahren nicht alle Gastrobetriebe jährlich kontrolliert. Stattdessen kontrolliere man nach Priorität. Fiesch verfügt im Dorf und auf der Fiescheralp über mehrere Hotels, Restaurants und andere Gastrobetriebe.

So stellt sich im Kanton Wallis die Frage, wie das Gesetz künftig eingehalten werden kann. Regionale Zusammenschlüsse im Bereich der Brandschutzkontrollen werden aktuell diskutiert. Auch eine kantonale Gebäudeversicherung, wie sie die meisten Kantone kennen, wäre eine mögliche Lösung. (pin)

21:06 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Opferanwalt bereitet Klage gegen Crans-Montana vor

Der Genfer Rechtsanwalt Romain Jordan bereitet gemäss SRF eine Staatshaftungsanklage gegen die Gemeinde Crans-Montana vor. Er vertritt mehr als 20 Familien, deren Angehörige bei der Tragödie entweder starben oder schwer verletzt wurden.

Die Verantwortung der Gemeinde sei offensichtlich, so Jordan. Er geht davon aus, dass Crans-Montana für viele Kosten aufkommen muss, die durch die Katastrophe enstanden sind. Martin Hablützel, Anwalt für Haftpflicht- und Versicherungsrecht, versucht gegenüber SRF diese Kosten zu beziffern. Er sagt: «Die Gesamtkosten und Schäden werden sich im Bereich von mehreren hundert Millionen Franken bewegen.» (chm)

15:49 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Deutsche Regierung schickt Botschafter zum Gedenktag

Der Bund hat 35 Staaten zur nationalen Trauerfeier vom Freitag in Martigny eingeladen. Das sind einerseits jene Staaten, die Opfer zu beklagen haben: die Schweiz selbst (22 Opfer), Frankreich (8), Italien (6), Portugal, Belgien, Rumänien und die Türkei (je ein Opfer). Geladen sind aber auch jene Staaten, die Verletzte haben und die Unterstützung geleistet oder angeboten haben - etwa Deutschland.

CH Media weiss: Die deutsche Bundesregierung kommt voraussichtlich nicht selbst zur Gedenkfeier in die Schweiz. Aus dem Auswärtigen Amt der Bundesregierung heisst es, Deutschland werde vertreten von Markus Potzel, Botschafter in der Schweiz. Auch der deutsche Bundespräsident Steinmeier hat gemäss seinem Online-Kalender einen anderen Termin: Er lädt am Freitagmorgen zum Neujahrsempfang ein. Eine gestrige Anfrage ans Bundespräsidialamt, ob Steinmeier sein Programm umstellt, um doch in die Schweiz zu kommen, blieb bisher unbeantwortet.

Zugesagt hat seine Teilnahme der französische Präsident Emmanuel Macron. Und auch der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella wird ins Wallis reisen. (smr)

13:51 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Christian Constantin will den Brandopfern gedenken – auf seine Weise

Der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, ist dem Dorf Crans-Montana verbunden. Sein Verein fährt seit 35 Jahren dorthin ins Sommer-Trainingslager. Deshalb will er den Opfern der Brandkatastrophe gedenken. Dabei will er nichts unversucht lassen und auch Ski-Stars mit dem Helikopter einfliegen.

07:39 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Barchef von« Le Constellation» wollte kündigen

Beim Brand in der Bar «Le Constellation» hat der Barchef offenbar schwere Verbrennungen erlitten, die sich über einen grossen Teil des Körpers erstrecken. Darüber berichtete der französische TV-Sender BFMTV. Er liege im Koma. Aufgrund eingeatmeter Dämpfe leide er an «pulmonalen Komplikationen», sagte sein Vater.

Dieser Vater sprach gegenüber dem Sender auch davon, dass sein Sohn sich vor Weihnachten bei ihm über die Bar beklagt habe. Der Vater gibt an, was sein Sohn zu ihm gesagt habe: «Papa, ich gehe nach Hause, nichts stimmt. Das habe ich nicht erwartet, es gibt viele Mängel.» Dabei beunruhigten ihn vor allem die «sehr jungen Teenager», die sich in der Bar aufhielten. (chm)

19:12 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Unglücksbarbetreiber: «Wir sind am Boden zerstört und von Trauer überwältigt»

Am Dienstagabend haben sich erstmals die beiden Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, Jessica und Jacques Moretti, zur Brandkatastrophe in der Silvesternacht geäussert.

Der «Blick» zitiert eine Stellungnahme, die über die Anwälte der Barbesitzer verbreitet wurde: «Keine Worte können die Tragödie, die sich in jener Nacht im Constellation ereignete, angemessen beschreiben. Dieser Ort der Feier verwandelte sich plötzlich in einen Ort des Grauens und der Angst.

Wir sind am Boden zerstört und von Trauer überwältigt. Unsere Gedanken sind unaufhörlich bei den Angehörigen der Opfer, den Opfern, die so brutal und viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, und bei all jenen, die um ihr Leben kämpfen.

Keine Worte können wirklich ausdrücken, was Polizei, Rettungskräfte und medizinisches Personal mit Mut, der an Heldentum grenzt, durchgemacht haben und weiterhin durchmachen. Ihnen gilt unser tiefster Dank und Respekt.

Wir möchten auch all unseren Mitarbeitern, die von dieser Tragödie schwer betroffen sind, unsere uneingeschränkte Solidarität aussprechen. Wir sind in Gedanken bei ihnen, da uns die laufenden Gerichtsverfahren derzeit einen persönlichen Kontakt untersagen.

Aus Respekt vor der Zeit der Trauer und des Gedenkens, die diese Tragödie erfordert, und auch aufgrund des aktuellen Ermittlungsstands werden wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nur in diesem Kontext äussern und haben vollstes Vertrauen in die Ermittler, den Sachverhalt aufzuklären und alle Fragen zu beantworten. Seien Sie versichert, dass wir uneingeschränkt kooperieren und keinerlei dieser Angelegenheit ausweichen werden.

Abschliessend möchten wir uns bei allen bedanken, die uns ihre Unterstützung zugesichert haben. Sie ist für uns von unschätzbarem Wert.

Wir werden nun von Frau Yaël Hayat, Frau Nicola Meier und Herrn Patrick Michod unterstützt. Mit all unserem Mitgefühl, Jessica und Jacques Moretti.» (chm)

18:22 Uhr

6. Januar

Adelboden verzichtet am nationalen Trauertag auf Programm

Die Veranstalter des Ski-Weltcups von Adelboden zeigen sich tief betroffen vom Unglück in Crans-Montana. Der Freitag, der von Bundespräsidenten Guy Parmelin zum nationalen Trauertag erklärt wurde, stehe im Zeichen der Anteilnahme, teilen die Veranstalter mit. Deshalb werde das gesamte Programm für Freitag abgesagt. Die Startnummernauslosung, die Party im Festzelt sowie der Medienabend finden nicht statt. Das Gelände bleibt geschlossen. Die Betriebe und Restaurants im Dorf werden ihr Abendangebot aufrechterhalten.

An den Renntagen richtet sich der Fokus auf den Skisport, inklusive des geplanten Rahmenprogramms, ergänzt durch Momente des Gedenkens und des Zusammenhalts. Am Samstag findet der Riesenslalom statt, am Sonntag der Slalom. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz wird auf dem Weltcup-Gelände in der Kapelle im Boden ein Ort der Stille eingerichtet. (rem)

18:05 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Opfer-Anwälte reagieren auf «inakzeptable» Gemeinde-Erklärung

«Wir sind auch Opfer und Betroffene dieses Dramas», sagte Gemeindepräsident Nicolas Féraud am Dienstagmorgen bei der Pressekonferenz zur Brand-Katastrophe. Diese Äusserung wird nun scharf kritisiert. Auch von Anwälten der Opfer-Familien. Die Sittener Anwältin Nina Fournier bezeichnete es gegenüber SRF als verstörend, wenn man bedenkt, dass Eltern gleichzeitig um ihre toten Kinder trauern. Sie schliesst nicht aus, dass am Ende auch Gemeindevertreter auf der Anklagebank sitzen.

Auch Rechtsanwalt Romain Jordan findet gegenüber RTS deutliche Worte. Seine Mandanten hätten die neuen Informationen «mit Bestürzung» aufgenommen: «Den wahren Opfern dieser Tragödie wird ihr Status genommen, was unter diesen dramatischen Umständen inakzeptabel ist.» (zen)

16:23 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Wegen zu wenig Anrufen: Crans-Montana Helpline deaktiviert

Wie SRF berichtet, hat die Kantonspolizei Wallis die Helpline für Crans-Montana deaktiviert. 30 Mitarbeitende standen seit dem 1. Januar Insgesamt im Einsatz, um Anrufe von Angehörigen der Opfer entgegenzunehmen. Doch es gab mit 1300 Telefonanrufen und 280 E-Mails verhältnismässig wenig Betrieb. Per E-Mail bleibt die Helpline aber noch in Betrieb. (zen)

13:24 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Fragerunde eröffnet: Warum war die Schweiz auf das Ausland angewiesen?

«Kein Land ist in der Lage, eine Antwort für so viele verletzte Personen in einer so kurzen Zeit zu finden», sagt Elisabeth Baume-Schneider. Es habe gut funktioniert: Innert kurzer Zeit hätten das Wallis, dann andere Kantone der Schweiz und zuletzt andere Länder wie Italien und Belgien geholfen.

Haben die Pflegerinnen und Pfleger das Gefühl, dass sie noch mehr hätten tun müssen? Für sie handle es sich beim medizinischen Personal um Helden, stellte die Bundesrätin auf eine entsprechende Frage klar. «Ich war beeindruckt, denn ich dachte, sie seien viel erschöpfter. Sie sind es, aber sie zeigen es nicht», so Baume-Schneider. Mit dieser Frage ist die Medienkonferenz in Sitten beendet. (jus)

13:12 Uhr

Dienstag, 6. januar

Gesundheitsministerin: «Bis jetzt hat alles funktioniert»

«Jeder hat seinen Platz sehr schnell gefunden, sodass Leben gerettet werden konnten», lobt Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider das medizinische Personal. Sie spricht im Namen des Bundesrates ihre Dankbarkeit aus: für die Feuerwehrleute, Zeugen des Dramas, Ersthelferinnen, Intensivpfleger, Ärztinnen und Ärzte. «Das ganze Ökosystem», wie es Baume-Schneider ausdrückt.

Sie bilanziert: «Bis jetzt hat alles funktioniert, und es wird weiter funktionieren». Natürlich wolle man es immer noch besser machen. Aber vorliegend sei die Reaktion auf die Brandkatastrophe wirklich «magistral» gewesen.

Der Weg sei aber noch lang, gibt Baume-Schneider gleichzeitig zu bedenken. Insbesondere bis die Verletzten fertig gepflegt seien und zurück in ihr Leben fänden. (jus)

13:05 Uhr

Dienstag, 6. januar

Ungekannte Katastrophe: Dickes Lob für Walliser Spital

Zum Start lobte der Walliser Gesundheitsdirektor Mathias Reynard, dass «das Spital eine Katastrophe auffing, die unser Kanton in diesem Ausmass noch nie erlebt hat». Über die Hälfte der Verletzten sei in den ersten Minuten und Stunden im Walliser Spital behandelt worden. Dank der unermüdlichen Arbeit des medizinischen Personals habe eine noch grössere Zahl an Todesopfern verhindert werden können: «Die Bilanz wäre viel schlimmer gewesen ohne den grossen Einsatz der Einsatzkräfte und der Mitarbeitenden des Spitals», so Reynard.

Spitaldirektor Eric Bonvin erklärt, dass sich derzeit noch zwölf Verletzte in den Walliser Spitälern befänden. Für sie ständen unter anderem Eingriffe der plastischen Chirurgie an. Aber es brauche auch viel psychologische Betreuung: Es sei nicht einfach, mit den Verbrennungen und dem Wissen zu leben, dass Bekannte gestorben seien. (jus)

12:30 Uhr

Dienstag, 6. januar

Bundesrätin Baume-Schneider besucht Spital Sitten

Die Gesundheitsministerin hat am Dienstag – fünf Tage nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana – das Spital in Sitten besucht. Der Pressetermin war für 12.30 Uhr angekündigt, der Start verzögerte sich jedoch bis 13 Uhr.

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Bild: Cyril Zingaro/ Keystone

12:03 Uhr

Dienstag, 6. januar

Viele Blutspenden in Westschweizer Kantonen

Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sind viele Termine für Blutspenden im Wallis und im Kanton Waadt ausgebucht, wie eine Sprecherin der Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) am Dienstag gegenüber Keystone-SDA sagte.

Einen akuten Aufruf zum Blutspenden lanciert das SRK derzeit aber nicht. «Die Blutversorgung ist in der Schweiz aktuell sichergestellt», teilte die Sprecherin mit. Die Lagerbestände seien nach der Katastrophe zusammen mit den regionalen Blutspendediensten aufmerksam überwacht worden. (has)

11:30 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Hilfe für Opfer und Einsatzkräfte - Gedenkzeremonie in Martigny und Crans

Die Walliser Regierung, der Staatsrat, hat an einer ausserordentlichen Sitzung folgendes beschlossen:

  • Die vom Brand in Crans-Montana betroffenen Familien werden finanziell und administrativ unterstützt. Dies geschieht im Rahmen des Opferhilfegesetzes.
  • Auch die verschiedenen Einsatzteams, unter anderem die Feuerwehrleute und Sanitäter, erhalten Hilfe. Die Regierung will sich finanziell an der psychologischen Betreuung beteiligen.
  • Die Gemeinden werden aufgefordert, die Brandschutzvorkehrungen in jeder Einrichtung zu prüfen und auch den Brandschutz-Ausbildungsstand des Personals vor Ort.
  • Die Schulen erhalten bereits seit dem gestrigen Schulstart psychologische Unterstützung.
  • Am Freitag findet im Rahmen des nationalen Trauertags eine Gedenkfeier im Wallis statt. Weil Schneefälle zu erwarten sind und aus Sicherheitsgründen (eingeladen sind 35 Staatschefs), findet der Anlass im Kongresszentrum in Martigny statt. Die Zeremonie wird für die Bevölkerung in das Kongresszentrum Le Régent in Crans-Montana übertragen. Um 13:45 Uhr findet der offizielle Teil in Anwesenheit von internationalen, eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden statt. Alle betroffenen Familien sind von der Regierung zur Zeremonie eingeladen. Um 14 Uhr läuten alle Schweizer Kirchenglocken während fünf Minuten und es wird eine Schweigeminute eingelegt. (jk)

11:12 Uhr

Dienstag, 6. Januar

35 Staatschefs zur Trauerfeier eingeladen

Am Freitag soll anlässlich der Katastrophe von Crans-Montana ein nationaler Gedenktag mit einer Trauerfeier stattfinden. Allem Anschein nach nimmt diese Ausmasse an, wie sie die Schweiz bislang kaum kannte: Gemäss Informationen dieser Zeitung hat das Aussendepartement Repräsentanten von 35 Staaten eingeladen. Dazu zählen alle, die der Schweiz in der Not Hilfe angeboten haben, aber auch jene, die Opfer der Katastrophe zu beklagen haben. Bereits seine Teilnahme angekündigt hat das französische Staatsoberhaupt Emmanuel Macron.

Ursprünglich in Crans-Montana geplant, wird die Feier in Martigny stattfinden. Der Grund ist das Wetter: Fürs Wochenende erwarten einige Walliser Orte bis zu einem halben Meter Neuschnee. Das stellt den Kanton vor logistische Herausforderungen. «Der offizielle Teil, der sich an die Opfer und ihre Angehörigen richtet, beginnt um 13.45 Uhr in Anwesenheit von internationalen, eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden. Alle betroffenen Familien sind eingeladen, daran teilzunehmen», schreibt dazu die Walliser Regierung in einer Mitteilung.  (bro)

11:05 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Medienkonferenz der Gemeinde Crans-Montana beendet

Wir bedanken uns für Ihr Interesse. Um 12.30 Uhr steht bereits der nächste Point de Presse zur Tragödie in der Bar «Le Constellation» an: Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider besucht das Spital in Sitten und beantwortet anschliessend Fragen.

10:57 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Gab es Feuerlöscher? Haben Sie Schuldgefühle?

Denken Sie an einen Rücktritt? «Man verlässt ein Schiff nicht in der Mitte des Sturms», antwortet der Gemeindepräsident auf die entsprechende Frage eines italienischen Journalisten. Immer wieder betont er: Die Justiz werde über die Verantwortlichkeiten befinden.

Hat es in der Bar «Le Constellation» Feuerlöscher und einen Brandmelder gegeben? Für die Grösse des Lokals wäre ein einziger Feuerlöscher notwendig gewesen, sagt Féraud ausweichend. Sein Gemeinderatskollege ergänzt, dass ein Brandmelder vorliegend nicht gesetzlich verlangt gewesen sei.

Der Gemeindepräsident sagte vor wenigen Tagen im Westschweizer Fernsehen, es habe keine lasche Haltung bei den Kontrollen in Crans-Montana gegeben. Hält er an diesen Aussagen fest? Nein, gesteht Féraud. Er habe aus gutem Glauben geantwortet und sei nicht über die nun festgestellten Lücken bei den Kontrollen informiert gewesen.

Bittet die Gemeinde Crans-Montana die Angehörigen von Verstorbenen und Verletzten um Entschuldigung? Man habe die Trauer wiederholte Male zum Ausdruck gebracht, sagt Gemeindepräsident Féraud. Eine direkte Entschuldigung spricht er nicht aus.

Haben Sie Schuldgefühle, Herr Gemeindepräsident? «Ich werde die Last und die Trauer der Familien mein ganzes Leben lang tragen», antwortet Féraud mit Tränen in den Augen. Es war die letzte Frage, die er beantwortete. (jus)

10:18 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Das sind die wichtigsten Antworten der Gemeinde:

Wieso wurden zwischen 2020 und 2025 keine Kontrollen durchgeführt? Man könne dies heute nicht erklären, so die Antwort des Gemeindepräsidenten. Er verweist auf die diesbezüglichen Untersuchungen der Justiz.

Gab es vor der Katastrophe Meldungen zu Mängeln in der Bar «Le Constellation»? Nein, antwortet Féraud. Er geht auf das Video ein, das am Montagabend publik wurde: Es zeigt, dass ein Mitarbeiter der Bar bereits in der Silvesternacht 2019 die Gäste davor warnte, das pyrotechnische Material zu nahe an die Decke zu halten. Féraud spricht von einem «schrecklichen» Video, von dessen Existenz man aber bis diese Woche nichts gewusst habe. Er fügt an: «Das zeigt die Fahrlässigkeit des Barbetreibers und eine Kultur des leichtsinnigen Risikos, die jede Kontrollmöglichkeit übersteigt.»

Auf der Tourismusseite von Crans-Montana war eine maximale Besucherzahl von 300 Personen aufgeführt. Laut Berichten der Gemeinde sind auf den zwei Stockwerken in der Bar aber nur insgesamt 200 Personen zugelassen. Wie ist diese Diskrepanz bei der erlaubten Kapazität zu erklären? Für diese Website sei die Gemeinde nicht zuständig, sagt Féraud. Er geht davon aus, dass die Angaben von den Barbetreibern stammten.

Wer wäre für die Kontrollen verantwortlich gewesen, welche zwischen 2020 und 2025 unterlassen wurden? Das Sicherheitsdepartement der Gemeinde.

Funktionierte der Notausgang? Er wisse dies nicht, sagt Féraud. Aber er bestätigt: Es existierten Notausgänge. Ob sie versperrt oder geschlossen waren, müsse die Staatsanwaltschaft untersuchen. (jus)

10:16 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Diese Sofortmassnahmen ergreift Crans-Montana

Erstens will Crans-Montana die 128 Etablissements, die es auf dem Gemeindegebiet gibt, einer Kontrolle unterziehen. Sie hat dafür ein spezialisiertes externes Büro beauftragt. Zweitens wird jegliche Anwendung von Pyromaterial im Innern von Gebäuden verboten – mit sofortiger Wirkung. Drittens hat die Gemeinde einem anderen Lokal der korsischen Betreiber, welche die Bar «Le Constellation» führten, die Bewilligung entzogen.

Die Gemeinde werde sich ihrer Verantwortung stellen und vertraue der Justiz, fügt Gemeindepräsident Nicolas Féraud an. (jus)

10:01 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Die Medienkonferenz beginnt – Gemeinderat spricht sein Bedauern aus

Zuerst ergreift Gemeindepräsident Nicolas Féraud das Wort. «Der Schock ist immer noch präsent», sagt er fünf Tage nach dem Drama. Er gedenkt zuerst der Todesopfer und Verletzten. Die Gemeinde hat der Staatsanwaltschaft am Wochenende umfassende Unterlagen zur Bar «Le Constellation» übermittelt und diese seither auch selbst ausgewertet.

Féraud erklärt zuerst organisatorische Aspekte: Die Gemeinde hat einen eigenen Sicherheitsbeauftragten angestellt, der auch für die periodischen Kontrollen zuständig ist. Am drängendsten ist die Frage: Was wurde bezüglich der Bar «Le Constellation» gemacht?

Der Barbetreiber habe im Jahr 2015 eine Baubewilligung für den Bau der Veranda erhalten, erklärt Féraud. Nach Ende der Arbeiten habe man diese Arbeiten kontrolliert. Für die Innenarbeiten habe es keine Kontrolle gegeben. «Der Eigentümer musste für diese Arbeiten keine Bewilligung einholen und hat dies entsprechend auch nicht getan», so der Gemeindepräsident. Zu weiteren Kontrollen kam es in den Jahren 2018 und 2019. Doch seien betreffend Brandschutz – konkret dem Schaumstoff an der Decke des Untergeschosses – keine Verfehlungen festgestellt worden.

«Die periodischen Kontrollen wurden zwischen 2020 und 2025 nicht durchgeführt. Wir bedauern dies zutiefst», sagt Féraud. Es sei nun an der Justiz zu sagen, ob und inwiefern diese Unterlassung verantwortlich für das Drama vom Silvesterabend sei. (jus)

09:55 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Bar wurde zwischen 2020 und 2025 nicht kontrolliert

Anlässlich der Medienkonferenz publizieren die Gemeindebehörden von Crans-Montana ein Communiqué, um Licht ins Dunkle der Tragödie zu bringen. Demnach wurden allein im Jahr 2025 auf Gemeindegebiet 1'400 Brandschutzkontrollen durchgeführt. Allerdings stellten die Behörden bei der Todesbar «Le Constellation» im Zeitraum von 2020 bis 2025 eine Lücke bei den periodischen Kontrollen fest. Der Gemeinderat bedaure dies zutiefst.

Weiter teilt die Gemeinde mit, dass der Barbetreiber im Jahr 2015 eine Baubewilligung für den Bau der Veranda erhalten und zudem Innenarbeiten durchgeführt habe, für die keine Bewilligung erforderlich war. In den Jahren 2016, 2018 und 2019 kontrollierten die Behörden das Lokal. Dabei wurde auch der Brandschutz kontrolliert. In den dabei verfassten Berichten wurde eine maximale Kapazität von 100 Personen für die Räume im Erdgeschoss und 100 Personen für das Untergeschoss, wo das Feuer ausbrach, festgehalten. (jus)

06:43 Uhr

Dienstag, 6. Januar

10:00 Uhr: Medienkonferenz des Gemeinderats von Crans-Montana

Der Gemeinderat von Crans-Montana will heute um 10:00 Uhr in einer Medienkonferenz über weitere Erkenntnisse informieren. Er will laut Medienmitteilung «sachliche Fakten» präsentieren.

Wir übertragen und tickern die Medienkonferenz hier live. (has)

06:30 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Schweigeminute an italienischen Schulen am Mittwoch

In allen italienischen Schulen wird am Mittwoch eine Schweigeminute abgehalten, wie Bildungsminister Giuseppe Valditara ankündigte. Damit soll der jungen Opfer des Brandes in Crans-Montana gedacht werden. (has)

06:28 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Matarella reist nach Crans-Montana

Italiens Präsident Sergio Mattarella wird voraussichtlich am kommenden Freitag in der Schweiz an der Gedenkzeremonie für die Opfer des Unglücks von Crans-Montana teilnehmen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Ansa aus diplomatischen Kreisen. (has)

22:57 Uhr

Montag, 5. Januar

Der italienische Botschafter kritisiert die Schweiz

Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, hat gegenüber «RTS» die «zahlreichen Sicherheits- und Präventionsmängel» in der Bar «Le Constellation» kritisiert. Cornado glaube, die Standards seien nicht eingehalten worden und es sei die Aufgabe der Schweizer Justiz, die Fakten und die Wahrheit zu überprüfen. Gemäss dem Botschafter wäre ein Betrieb wie «Le Constellation» ohne Notausgänge, ohne Feuerlöscher und mit Schaumstoffpolsterung an der Decke in Italien niemals geöffnet geblieben. (cam)

21:30 Uhr

Montag, 5. Januar

Opferfamilie will die Pressekonferenz der Gemeinde unterbinden

Eine der Opferfamilien möchte die von der Gemeinde Crans-Montana geplante Pressekonferenz am Dienstagmorgen unterbinden. Wie «Le Temps» berichtet, hat ihr Anwalt, SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor, ein solches Verbot bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beantragt. Grund dafür sei, dass die Opferfamilie es für nicht tragbar halte, dass die Gemeinde, die wegen möglicher Versäumnisse in der Kritik stehe, sich ausserhalb eines Verfahrens verteidigen könne. (cam)

21:23 Uhr

Montag, 5. Januar

Waadtländer Gymnasium Chamblandes beklagt drei Tote und mehrere Verletzte

Die Schüler und Mitarbeiter des Gymnasiums Chamblandes in Pully bei Lausanne stehen nach der tödlichen Tragödie in Crans-Montana besonders unter Schock. Chamblandes hat von allen Schulen im Kanton Waadt am meisten Opfer zu beklagen – insgesamt drei Todesopfern und mehrere schwer verletzte Schüler. Manche Schüler haben Geschwister verloren. Ein Lehrer trauert um sein Kind, wie «20Minuten» berichtet.

Sie waren am Montag vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Die Stimmung war gedrückt: Schüler weinten, trösteten sich gegenseitig, und in mehreren Klassen blieben Stühle leer. Die Schülerinnen und Schüler wurden von Lehrpersonen und Careteams über die Identität der Opfer informiert und psychologisch betreut. Rund 15 Schulpsychologen standen im Einsatz. (cam)

20:30 Uhr

Montag, 5. Januar

Bar-Betreiber muss auch zweites Lokal schliessen

In einem Dokument, welches «RTS» vorliegt, wurde mitgeteilt, dass die Betreiber der «Le Constellation» die Betreibungsbewilligung für ihr zweites Lokal ebenfalls verloren haben. Der Entzug der Betriebserlaubnis habe zur sofortigen Schliessung» von «Le Petit Maison» geführt. «Angesichts der Umstände und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit» habe man sich für diesen Schritt entschieden, heisst es weiter. (cam)

20:05 Uhr

Montag, 5. Januar

Viele Einträge im Online-Kondolenzbuch des Bundes

Regierungsvertreter und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben im Online-Kondolenzbuch des Bundes ihre Anteilnahme für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana bekundet.

Bundespräsident Guy Parmelin sprach den Angehörigen im Namen des Bundesrates sein tiefes Beileid aus. Auch Bundesrat Beat Jans sowie der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard betonten die Bedeutung gemeinsamer Anteilnahme. «Worte könnten die Trauer nicht nehmen, ihr aber Raum und Würde geben», schrieb Reynard.

Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana, rief dazu auf, Gefühle zu teilen und Solidarität zu zeigen. Neben Politikern meldeten sich auch viele junge Menschen zu Wort, die ihre Betroffenheit ausdrückten. Zahlreiche Einträge würdigten zudem den Einsatz der Rettungs- und Hilfskräfte. (cam)

20:03 Uhr

Montag, 5. Januar

Pariser Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet, um die französischen Familien bei den von den Schweizer Behörden durchgeführten Ermittlungen zu unterstützen. Dies teilte der französische Generalstaatsanwalt am Montag in einer Erklärung mit, wie der «Blick» schreibt. Damit bietet die Staatsanwaltschaft eine zentrale Anlaufstelle für französische Opfer und ihren Angehörigen. Zusätzlich solle die Kommunikation mit den Schweizer Behörden erleichtern werden.  (cam)

19:56 Uhr

Montag, 5. Januar

Aufnahmen werfen Fragen auf: War die Schaumdecke ein bekanntes Risiko?

In einem Video aus der Silvesternacht 2019/2020 in der Bar «Le Constellation», das RTS vorliegt, wird deutlich, dass die Gefahr durch den Schaumstoff bereits seit Längerem bekannt war.

«Vorsicht vor dem Schaum!», hört man im Video, wie ein Mitarbeiter die Gäste warnt. Diese hatten Flaschen zum Anstossen bestellt. Daran sind die Wunderkerzen befestigt, die am 1. Januar 2026 vermutlich die Brandkatastrophe ausgelöst haben.

Der Urheber des Videos, ein ehemaliger Stammgast der Bar, hat mit RTS gesprochen und erzählt, dass sie sehr nahe an der Decke gewesen seien. Deshalb habe der Kellner sie vor dem Schaum gewarnt. (cam)

19:37 Uhr

Montag, 5. Januar

Viele offene Fragen: Bar-Betreiber nicht in U-Haft

Zu den Beschuldigten zählt auch das Ehepaar, das die Bar «Le Constellation» betreibt. Die Walliser Staatsanwaltschaft stellte keinen Antrag auf Untersuchungshaft. Unter Fachleuten ist umstritten, ob ein solcher Schritt rechtlich gerechtfertigt gewesen wäre.

18:51 Uhr

Montag, 5. Januar

Anzeige gegen Amtsträger erstattet: Jetzt müssen die Ermittlungsbehörden auch die Politik in den Fokus nehmen

Mindestens eine Privatperson hat am Wochenende Strafantrag gegen Amtsinhaber der Gemeinde Crans-Montana eingereicht. Die Anzeige liegt CH Media vor. (chm)

Mehr zum Thema:

18:26 Uhr

Montag, 5. Januar

Drei Schweizer werden in französischen Spezialkliniken behandelt

Mehrere französische Spezialkliniken haben am Samstag elf Brandopfer aufgenommen. Unter ihnen befanden sich auch drei Schweizer, wie «France Info» berichtet. Eine der Kliniken ist das Zentrum für Schwerbrandverletzte des Universitätsklinikums CHU Nantes. (cam)

18:20 Uhr

Montag, 5. Januar

Reform zu Brandschutzvorgaben sistiert

Um Menschen und Tiere vor Bränden zu schützen, gilt in der Schweiz eine Brandschutznorm. 18 Richtlinien leiten sich daraus ab und definieren klar, welche Materialien verbaut werden dürfen, wann Pyrotechnik in Innenräumen gestattet ist und wie viele Fluchtwege es für Räume mit hoher Personenbelegung braucht.

Mit einer Reform wollte die Baubranche die Brandschutzvorschriften lockern. Die entsprechende Vernehmlassung dauert noch bis am 11. Januar. 2027 hätten die neuen Bestimmungen in Kraft treten sollen.

Daraus wird jetzt nichts, wie die NZZ schreibt. Die zuständigen kantonalen Baudirektoren hätten das Projekt Brandschutzvorschriften 2026 sistiert. «Wir legen bei BSV 2026 einen Marschhalt ein», erklärt der zuständige Sprecher gegenüber der NZZ. Es werde derzeit ein neuer Terminplan erstellt. (wan)

17:10 Uhr

Montag, 5. Januar

Fünf Leichname in Italien angekommen

Die Leichname von fünf der sechs Italiener, die in Crans-Montana ums Leben gekommen waren, sind nach Italien überführt worden, schreibt das SRF. Die italienische Luftwaffe habe gemäss den italienischen Behörden zunächst vier Särge nach Linate, Mailand, und den fünften am späten Nachmittag nach Rom gebracht.

Gemäss dem SRF befanden sich die Angehörigen von drei der Opfer ebenfalls an Bord des Flugzeugs. Insgesamt kamen sechs Italiener im Alter von 15 und 16 Jahren beim Brand in Crans-Montana ums Leben. (cam)

Mehr zum Thema:

17:05 Uhr

Montag, 5. Januar

Weltcup in Adelboden wird das Jahr ruhiger

Beim Weltcup-Wochenende in Adelboden bleibt dieses Jahr die grosse Sause wohl aus. Wie OK-Präsident Christian Haueter gegenüber SRF News sagt, werde es Anpassungen im Programm geben. Eine Party am Freitag, dem nationalen Trauertag, sei absolut unpassend, so Haueter. Zudem solle es an allen drei Tagen einen Gedenkmoment geben. Das Rahmenprogramm werde vom OK am Mittwoch kommuniziert. (cam)

16:58 Uhr

Montag, 5. Januar

Keine Brandschutz-Lockerung nach Tragödie von Crans-Montana

Wie die NZZ schreibt, haben die Kantone die geplante Revision der Brandschutzvorschriften vorerst gestoppt. Dies sei eine Reaktion auf die Brandkatastrophe vom 1. Januar.

Die Brandschutzvorschriften (BSV 2026) sahen unter anderem längere Fluchtwege und mehr Eigenverantwortung für Bauherren vor. Die Vernehmlassung dazu wäre noch bis zum 11. Januar gelaufen. (cam)

16:53 Uhr

Montag, 5. Januar

Swiss Football Night am 12. Januar abgesagt

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die Swiss Football League (SFL)  haben sich gemeinsam dafür entschieden, die am 12. Januar geplante Swiss Football Night in Bern aufgrund der Brandkatastrophe in Crans-Montana abzusagen.

«In Anbetracht der Ereignisse und aus Respekt gegenüber den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie den Einsatzkräften ist die Durchführung der Veranstaltung nicht angebracht. Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind», heisst es in der  Mitteilung.

Es ist noch offen, ob die Swiss Football Night zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. (cam)

17:22 Uhr

Montag, 5. Januar

Gemeinderat von Sierre VS trauert um seine Tochter

Joël Rey, Gemeinderat aus Sierre VS, erzählt in der Morgensendung des Senders RTS am Montag, dass seine Tochter Caroline unter den Opfern in Crans-Montana sei. Seine Familie hätte am Samstagvormittag erfahren, dass sie ihr Leben in der Bar verloren hatte. «Der Schmerz eines Elternteils, der ein Kind verliert, ist unvorstellbar», sagt Joël Rey gegenüber RTS. (watson.ch)

16:20 Uhr

Montag, 5. Januar

Skigemeinschaft zeigt Verbundenheit mit Opfern von Crans Montana

Die Skigemeinschaft von Crans Montana drückt ihre tiefe Verbundenheit für alle Opfer und Angehörigen des Bar-Infernos aus.
Um diese und ihre Solidarität mit allen Helfern zu zeigen, haben sie auf den Skipisten des Walliser Skiorts ein Herz geformt.
Dies hat die Skigemeinschaft in Form eines Instagram-Posts des Ski-Herzens mitgeteilt. (nib/watson)

16:14 Uhr

Montag, 5. Januar

Junger Schweizer wird am Unfallklinikum in Berlin behandelt

Ein 18-jähriges Brandopfer aus der Westschweiz wird im Unfallklinikum in Berlin behandelt. Der Schweizer hat schwere Verbrennungen am Gesicht und den Händen erlitten. Gemäss dem «Blick» ist der junge Mann das bisher einzige Brandopfer, das in Berlin behandelt wird. (cam)

15:55 Uhr

Montag, 5. Januar

Brandkatastrophe von Crans-Montana: Kantonsspital Aarau behandelte zwei Schwerverletzte

Nach der Silvester-Tragödie im Wallis wurden zwei Patienten nach Aarau ins Kantonsspital gebracht. Inzwischen befinden sie sich nicht mehr dort. (chm)

15:03 Uhr

Montag, 5. Januar

Bericht aus Mailänder Spital: So steht es um die Verletzten

Gemäss einem neuen Bericht des Mailänder Spitals Niguarda werden dort aktuell elf Schwerverletzte behandelt, wie die italienische Zeitung «Corriere della Sera» schreibt. Rund die Hälfte ist weiterhin nicht ausser Lebensgefahr. Bei den Verletzten handelt es sich um neun junge Männer im Alter von 15 und 16 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 19 und 55 Jahren, schreibt die Zeitung weiter.

Die Betroffenen haben Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten.  Das Ausmass variiert zwischen zehn und über 50 Prozent der Körperoberfläche. Betroffen sind unter anderem Gliedmassen, Rücken und Gesicht.

Wie es weiter heisst, schweben sechs Patienten in einem besonders kritischen Zustand und benötigen eine engmaschige Überwachung wie auch intensive Massnahmen zur Infektionskontrolle, Organunterstützung und ein komplexes Stoffwechselmanagement. Drei dieser sechs Patienten gelten als extrem kritisch.

Zudem haben mehrere Patienten schwere Lungenschäden infolge von Rauch- und Hitzeinhalation erlitten und müssen künstlich beatmet werden. (cam)

14:53 Uhr

Montag, 5. Januar

Fünf Leichname nach Italien überführt

Die Leichname von fünf Personen aus Italien, die beim Brand in Crans-Montana gestorben sind, werden am Montag nach Italien überführt. Ein Flugzeug der italienischen Luftwaffe fliegt sie von Sitten aus nach Mailand und Rom. Von den total 40 Todesopfern des Brandes stammten sechs Personen im Alter von 15 bis 16 Jahren aus Italien.

14:01 Uhr

Montag, 5. Januar

Alle Verletzten identifiziert – 83 Personen im Spital

Die Kantonspolizei Wallis teilt mit, dass alle Verletzten des Brandes in der Silvesternacht identifiziert worden seien.

Bei den Verletzten handelt es sich demnach um 21 Schweizerinnen, 47 Schweizer, 10 Französinnen, 11 Franzosen, 4 Italienerinnen, 6 Italiener, 2 Polinnen, eine Belgierin, eine Portugiesin, eine Staatsangehörige der Tschechischen Republik, 4 männliche serbische Staatsangehörige, ein Australier, ein Bosnier, ein Staatsangehöriger der Republik Kongo, ein Luxemburger sowie vier Männer mit doppelter Staatsangehörigkeit (Frankreich/Finnland – Schweiz/Belgien – Frankreich/Italien –Italien/Philippinen).

Das sind insgesamt 116 verletzte Personen. In früheren Berichten war von 119 Verletzten die Rede. Hier wurden offenbar drei Personen dazu gerechnet, die sich zwar in der Nacht auf den 1. Januar verletzt haben, allerdings nichts mit dem Brand in Crans-Montana zu tun haben.

Weiter heisst es in der Mitteilung, dass 83 Personen weiterhin im Spital seien. Die Identifikationsarbeiten werden von der Kantonspolizei Wallis, dem DVI (Disaster Victim Identification) und dem Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. (chm)

11:45 Uhr

Montag, 5. Januar

Emmanuel Macron kommt in die Schweiz

Am Freitag findet in der Schweiz ein nationaler Trauertag statt. Nun wird bekannt, dass auch der französische Präsident Emmanuel Macron daran teilnehmen und der 40 Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana gedenken wird. Das teilte die Regierung Frankreichs mit.

Der französische Präsident Emmanuel Macron kommt am Freitag nach Crans-Montana.
Bild: EPA

11:05 Uhr

Montag, 5. Januar

18-jähriger Schweizer wird in Berlin behandelt

Nach dem verheerenden Brand auf der Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana wird eines der Opfer in Berlin behandelt. Das schreibt die Deutsche Presse-Agentur.

Der 18-Jährige habe schwere Verbrennungen an Gesicht und Händen erlitten, er befinde sich dementsprechend in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin.

Der junge Mann stamme aus der französischsprachigen Schweiz. Er sei am Samstag nach Berlin gekommen, seine Eltern seien auf der Anreise in die deutsche Hauptstadt. Die Klinik sei ursprünglich davon ausgegangen, dass drei Opfer aus Crans-Montana nach Berlin kommen sollten. Nach jetzigem Stand werde es aber wohl bei dem 18-Jährigen bleiben, sagte die Sprecherin. Auch in anderen Kliniken in Deutschland werden Opfer aus dem Schweizer Skiort versorgt. (dpa)

08:24 Uhr

Montag, 5. Januar

Vor Ski-Rennen: Adelboden und Lauterbrunnen prüfen Gastrobetriebe

Im Vorfeld der bevorstehenden Ski-Weltcuprennen wollen die Berner Oberländer Gemeinden Adelboden und Lauterbrunnen die Sicherheit ihrer Gastrobetriebe überprüfen. «Wir schauen, dass alles in Ordnung ist, damit so etwas (wie in Crans-Montana) nicht eintreffen kann», sagte Willy Schranz, Gemeinderatspräsident von Adelboden, gegenüber Schweizer Radio SRF. In Adelboden werden bereits am kommenden Wochenende zahlreiche Ski-Fans. Ziel sei es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Barbetreiber zu sensibilisieren und gemeinsam zu prüfen, ob alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden seien.

Auch in Lauterbrunnen, zu dem der Weltcup-Ort Wengen gehört, will der Gemeinderat das Thema aufnehmen. Gemeindepräsident Karl Näpflin erklärte, man werde ein besonderes Augenmerk auf Gastro- und Nachtlokale legen und die Betreiber auffordern, ihre Betriebe nochmals umfassend zu überprüfen. Dabei gehe es unter anderem um brennbare Materialien, korrekt ausgestattete Garderoben sowie klar gekennzeichnete und freie Fluchtwege. Forderungen nach einer Schliessung der zwei Nachtlokale im Ort wies er zurück – rechtlich sei dies nicht möglich, man werde aber «genauer hinschauen». (zen)

07:12 Uhr

Montag, 5. Januar

Ehemalige Angestellte kritisieren Sicherheitskonzept der Bar

Zwei ehemalige Mitarbeitende erheben schwere Vorwürfe gegen das Sicherheitskonzept der Bar. Eine Ex-Angestellte erklärte gegenüber dem französischen Fernsehsender BFM TV, der Notausgang sei verschlossen gewesen und es sei dem Personal verboten worden, ihn zu öffnen, weshalb es nur eine enge Treppe als Fluchtweg gegeben habe. Ein weiterer früherer Mitarbeiter sprach gegenüber dem TV-Sender von blockierten Notausgängen, fehlendem Zugang zu Feuerlöschern, ungeschultem Personal und unzureichender Sicherheitsbesetzung. Die Walliser Staatsanwaltschaft eröffnete zwei Tage nach dem Brand eine Strafuntersuchung. Gegen die Betreiber laufen strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und weiterer Delikte. Es gilt die Unschuldsvermutung. (rem)

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06:27 Uhr

Montag, 5. Januar

In Crans-Montana startet wieder die Schule

Am heutigen Montag enden die Schulferien und auch im Wallis beginnt wieder der Unterricht. Laut SRF betont Bildungsdirektor Christophe Darbellay die Wichtigkeit eines einfühlsamen Schulstarts: Wir arbeiten zusammen mit Spezialisten für solche Situationen.» Lehrpersonen seien angewiesen, den Schülern eine sachliche und mitfühlende Botschaft zu übermitteln. Für stark betroffene Schulen und Klassen gibt es spezialisierte psychologische Unterstützung.

Die Schüler sollen ausserdem die sozialen Medien meiden. Dort sind viele Bilder und Videos vom Brand zu sehen, die sie zusätzlich aufwühlen können. Diese wiederum werden von den Ermittlern genutzt, sagte die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud in der SRF-Sondersendung zur Katastrophe.

Zum Trauertag diesen Freitag, am 9. Januar, wird es für die Primar- und Sekundarstufe I schulfrei geben. Um 14:00 Uhr findet eine Gedenkminute in allen Klassen des Kantons statt. (zen)

23:43 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Gianni Infantino nicht in Crans-Montana

In einer früheren Meldung hiess es auf unserem Portal, Fifa-Präsident Gianni Infantino habe sich am Wochenende in Crans-Montana aufgehalten. Das trifft nicht zu, wie die Fifa klarstellt. Es handelte sich um eine Verwechslung mit einer Person, die ihm ähnelte und sich bei der Ansprache als Infantino ausgab, entsprechend waren die Zitate von ihr. Wir haben die Meldung entfernt, nachdem wir auf das Missverständnis aufmerksam wurden. Wir bitten um Verzeihung für die fehlerhafte Information. (chm)

20:53 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Alle 40 Todesopfer identifiziert

Laut der Walliser Kantonspolizei wurden weitere 16 Menschen identifiziert, die der Tragödie in der Bar «Le Constellation» zum Opfer gefallen sind. Damit sind nun die Namen sämtlicher 40 Toten bekannt.

Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Brandes in Crans-Montana.
Bild: Keystone

Bei den nun Identifizierten handelt sich um zwei Schweizerinnen im Alter von 15 Jahren, eine Schweizerin im Alter von 22 Jahren, eine schweiz-französische Doppelbürgerin im Alter von 24 Jahren, eine Italienerin im Alter von 16 Jahren, eine Italienerin im Alter von 15 Jahren, einen Italiener im Alter von 16 Jahren, eine Portugiesin im Alter von 22 Jahren, eine Belgierin im Alter von 17 Jahren, eine Französin im Alter von 33 Jahren, eine Französin im Alter von 26 Jahren, einen Franzosen im Alter von 23 Jahren, einen Franzosen im Alter von 20 Jahren, einen Franzosen im Alter von 17 Jahren sowie einen Franzosen im Alter von 14 Jahren und eine 15-Jährige mit französischem, israelischem und britischem Pass.

Aus Respekt gegenüber den Angehörigen werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen erteilt, schreibt die Kantonspolizei Wallis in ihrer Mitteilung. (pin)

20:04 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Deshalb sind die Barbetreiber nicht in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat am Sonntagabend über den Stand der Ermittlungen in der Brandkatastrophe von Crans-Montana informiert. Bereits am Tag zuvor teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie eine Strafuntersuchung gegen die beiden Barbetreiber eröffnet hat. Allerdings wurden die beiden nicht in U-Haft genommen, dafür gab es Kritik von Experten.

Die Staatsanwaltschaft Wallis hat ihren Entscheid nun ausführlich begründet. Sie hält in einer Medienmitteilung fest: «Gegen die Beschuldigten wurden keine Zwangsmassnahmen angeordnet, da die Voraussetzungen für die Anordnung von Untersuchungshaft derzeit nicht erfüllt sind.» Aktuell bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigten sich dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion durch Flucht entziehen könnten. Die übrigen Kriterien, namentlich die Gefahr der Wiederholung oder der Kollusion, kämen nicht in Betracht.

Weiter schreibt die Behörde, die weiteren Ermittlungen werden sich insbesondere auf die Analyse der von der Gemeinde erhaltenen Unterlagen, die Konformität der von den Betreibern ausgeführten Arbeiten, die verwendeten Materialien, die Flucht- und Rettungswege, die vorhandenen Löschmittel sowie die Einhaltung der Brandschutzvorschriften konzentrieren.

Es gilt die Unschuldsvermutung. (dk)

16:03 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Grosse internationale Hilfe: 35 Verletzte werden im Ausland behandelt

Die Solidarität nach der Katastrophe in Crans-Montana ist gross. Zahlreiche Länder haben der Schweiz Hilfe angeboten, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) mitteilt. Davon wurde auch Gebrauch gemacht, denn die Schweiz hat für ein ausserordentliches Ereignis dieser Grösse keine ausreichenden Kapazitäten in den Spitälern.

Seit dem 2. Januar 2026 seien deshalb 35 Verletzte, nach der Erstversorgung in Spitälern in der Schweiz, in spezialisierte Kliniken im Ausland verlegt worden. Aufnahmeländer waren Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien. Es wurden auch Schweizer Patientinnen und Patienten über die Landesgrenze verlegt. Dabei wurden Spitalplätze möglichst nahe der Schweiz priorisiert. Zudem spielten die Sprache und mögliche familiäre Verbindungen ins Ausland eine Rolle.

Auch die Rega hat Patienten ins Ausland verlegt.
Bild: Symbolbild: Raphael Rohner

Das BABS macht genaue Angaben, welches Land bislang wie viele Patienten aufgenommen hat. Sieben Personen wurden nach Belgien, weitere sieben nach Deutschland, 15 nach Frankreich und sechs Personen nach Italien transportiert. Drei weitere Patienten könnten voraussichtlich noch heute nach Italien und Frankreich transportiert werden, heisst es weiter.

Den Transport übernehmen Ambulanzflugzeuge und -helikopter aus Italien, Frankreich, Rumänien und Luxemburg sowie die Rega. Zur Unterstützung der Spitäler in der Schweiz sind zudem Spezialisten aus Frankreich und Italien direkt in Lausanne sowie im Wallis im Einsatz. (pin)

14:04 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Papst betet für Opfer und Angehörige

Papst Leo XIV. will beim Angelusgebet auf dem Petersplatz für die Opfer von Crans-Montana beten: «Ich möchte erneut meine Verbundenheit mit denen zum Ausdruck bringen, die aufgrund der Tragödie in Crans-Montana in der Schweiz trauern. Ich versichere Ihnen meine Gebete für die verstorbenen Jugendlichen, für die Verletzten und für ihre Familien.» (zen)

13:28 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Walliser Spitaldirektor äussert sich zu Patienten – und sozialen Medien

Wie der Walliser Spitaldirektor Eric Bonvin mitteilt, werden derzeit noch elf Patienten im Walliser Spital behandelt. Eingeliefert wurden am Silvesterabend ursprünglich 50 Opfer. Die Situation sei auch für die Ärzte und Krankenpfleger sehr belastend. «Wir alle sind ständig den Tränen nahe», sagte er zur «Sonntagszeitung».

Die meisten Opfer hätten schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen: «Sie haben eine sehr lange Heilungsphase vor sich – und werden oft ein Leben lang durch Narben gezeichnet sein.» Sorgen bereiteten ihm auch grausame Kommentare in den sozialen Medien, wo den Opfern teilweise selbst die Schuld gegeben wird. Das könnte die Situation für Betroffene und ihre Angehörigen noch verschlimmern. (zen)

10:38 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Ex-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey unter den hunderten Trauernden

Die Chapelle Saint-Christophe de Crans ist voller trauender Menschen und noch mehr verfolgen den Gedenkgottesdienst von draussen. Wie SRF berichtet, hält Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, die Predigt. Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, ist ebenfalls anwesend.

Bischof Jean-Marie Lovey.
Bild: Jean-Christophe Bott

Von evangelisch-reformierter Seite sind beim Gottesdienst Adrian Diethelm, Pfarrer von Crans-Montana, Stephan Kronbichler, Präsident des Synodalrats im Wallis, und Gilles Cavin, Präsident der Schweizerischen Synode.

Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist anwesend.
Bild: Jean-Christophe Bott

Auch Mitglieder des Walliser Staatsrats, der Kommandant der Kantonspolizei Frédéric Gisler, Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud und der italienische Botschafter in der Schweiz Gian Lorenzo Cornado nehmen teil. Und auch die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die aus dem Haut-Plateau stammt, ist anwesend. (zen)

10:03 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Trauergottesdienst hat begonnen

In Crans-Montana hat der Gedenkgottesdienst für die Opfer der Brandkatastrophe begonnen. Bei der Gedenkmesse in der Chapelle Saint-Christophe de Crans soll die Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen vom Unglück betroffenen Menschen zum Ausdruck kommen, heisst es in einer Mitteilung. (zen)

09:48 Uhr

Sonntag, 4. Januar

16 weitere Opfer identifiziert – das Jüngste war erst 14 Jahre alt

16 weitere Familien haben nun traurige Gewissheit: Die Leichname ihrer Angehörigen wurden identifiziert und den Familien übergeben, wie der Kanton Wallis mitteilt. bei den Opfern handelt es sich um vier Schweizerinnen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Sechs Schweizer waren zwischen 16 und 31 Jahre alt.

Drei 16-jährige Italiener, ein 18-jähriger Rumäne, ein 18-jähriger Türke und ein 39-jähriger Franzose gehören ebenfalls dazu. Damit sind bisher 24 Opfer identifiziert. (zen)

06:55 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Nationaler Trauertag am 9. Januar

Bundespräsident Guy Parmelin gibt bekannt, dass mit den Schweizer Kirchen ein nationaler Trauertag am kommenden Freitag, 9. Januar, geplant wird. Um 14 Uhr sollen in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken läuten und es soll eine Schweigeminute geben. «In diesem Moment der Einkehr können alle Menschen in der Schweiz persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken», sagt Parmelin gegenüber dem «Sonntagsblick».

Gleichzeitig beginnt die Trauerfeier in Crans-Montana zu Ehren der Opfer des Brandes. Parmelin nehme mit einer Delegation des Bundesrats teil, sagte er zur «SonntagsZeitung». (zen)

21:48 Uhr

Samstag, 3. Januar

Crans-Montana reicht Zivilklage ein

Die Gemeinde Crans-Montana stellt der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis alle Dokumente zu, welche sie im fast 60 Jahren zurückreichenden Gemeindearchiv finden konnte und für den Fall von Relevanz sein könnten. So will man zur vollständigen Aufklärung der Tragödie beitragen. Zudem hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom Samstagnachmittag beschlossen, Zivilklage einzureichen. (pin)

20:35 Uhr

Samstag, 3. Januar

Vier weitere Opfer identifiziert

Nach dem Brand in der Bar Le Constellation konnten vier weitere Opfer identifiziert werden, schreibt die Walliser Polizei in einer Mitteilung. Ihre Leichen wurden den Familien übergeben. Es handelt sich dabei um zwei Schweizerinnen im Alter von 22 und 24 und um zwei Schweizer im Alter von 18 und 21 Jahren. Insgesamt sind damit acht Tote identifiziert. (hah/watson)

18:32 Uhr

Samstag, 3. Januar

Das wird den Barbetreibern vorgeworfen

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana hat die Polizei strafrechtliche Ermittlungen gegen die Barbetreiber aufgenommen. «Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen», teilte die Kantonspolizei Wallis mit.

Das französische Ehepaar wurde nicht festgenommen und unterliegt auch keinen Reisebeschränkungen, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage präzisierte. Es handele sich zunächst um eine Strafuntersuchung. Ob Anklage erhoben werde, entscheide die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt.

«Es wird daran erinnert, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt», teilte die Polizei mit. Die Betreiber hatten Medienvertretern gesagt, dass sie vollumfänglich mit den Ermittlern kooperieren.

Zweifel an Einhaltung von Brandschutzvorschriften

Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke der Bar in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Neben den Todesopfern wurden 119 Menschen grösstenteils schwer verletzt. Am Samstag war Justizminister Beat Jans in Crans-Montana. Die Katastrophe mache alle betroffen, sagte er. «Es zeigt uns, wie dünn der Faden ist, an dem unser Leben und das Leben unserer Liebsten hängt.»

Brandschutzexperten haben infrage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob der Schaumstoff unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung regelkonform war. Als die Barbesucher vor den Flammen flüchteten, war es auf einer engen Treppe zu erheblichem Gedränge gekommen. Einige Überlebende konnten nur noch an den hochgestreckten Händen aus der Menge gezogen worden, wie Helfer berichteten.

Fluchtwege und Pyrotechnik problematisch

«Die Fluchtwegsituation vom Gebäude war sicher nicht ideal, weil Leute von Untergeschoss - glaube ich - nur eine Ausgangsmöglichkeit hatten», sagt Dumeng Wehrli, Präsident der Interessengemeinschaft der Brandschutzingenieure Schweiz, dem Sender SRF. Allein anhand der Zahl der Opfer ist klar, dass sich in den Räumen der Bar mehr als 150 Menschen aufgehalten haben.

Ein einziger Notausgang reiche nach den Vorschriften nur in einem Raum mit bis zu 50 Personen, sagt Wehrli. Bei mehr als 50 seien zwei Notausgänge vorgeschrieben. Ab 200 Personen müsse es mehrere und breitere Fluchtwege und Ausgänge geben.

Die funkensprühenden Partyfontänen, die auf Videos und Bildern zu sehen sind, hält er auch für problematisch. «Pyrotechnische Gegenstände haben aus meiner Sicht im Inneren von Gebäuden nichts zu suchen», sagt er.

Nach der ersten Notversorgung zeigt sich, dass die Schweiz nicht die Kapazitäten hat, so viele Opfer mit so schweren Brandverletzungen langfristig zu betreuen. 50 der 119 Opfer sollen ins Ausland verlegt werden, wie die Behörden bekanntgaben. (dpa)

15:55 Uhr

Samstag, 3. Januar

Beat Jans weist Kritik an Behörden zurück

Bundesrat Beat Jans hat nach einer Trauerminute einige Worte an die trauernde Dorfgemeinde gerichtet. Der Vorsteher des Justizdepartements bedankte sich bei den Nachbarländern und einigen weiteren Nationen für die angebotene Hilfe in dieser Krisensituation.

Beat Jans spricht in Crans-Montana.
Bild: Alessandro Della Valle/Keystone

Auf Nachfragen der Medien gab Jans bekannt, dass vieles zu den Ursachen des Brandes noch unklar sei und der Bundesrat derzeit keine weiteren Informationen bekannt gebe. Kritik, dass die Kommunikation der Behörden mangelhaft sei, wies Beat Jans zurück. Über 40 Leute seien im Einsatz, um die Opferfamilien zu betreuen. «Wir tun das Beste, das wir können», sagte Jans. (smr)

15:30 Uhr

Samstag, 3. Januar

Strafuntersuchung gegen Barbetreiber

Die Walliser Behörden haben gegen die Betreiber der Bar «Le Constellation» eine Strafuntersuchung eröffnet, wie es in einer Mitteilung heisst. Ihnen werde fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Bis zu einer Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung. (watson)

13:58 Uhr

Samstag, 3. Januar

Beat Jans ist in Crans-Montana eingetroffen

Bundesrat Beat Jans besucht Crans-Montana und trifft Mitglieder der Kantonspolizei Wallis, Stephane Ganzer, Staatsrat des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, und Frederic Gisler, Kommandant der Kantonspolizei Wallis. Vor Ort will Jans auch eine Rede halten. (zen)

Beat Jans (links) in Crans-Montana.
Bild: Jean-Christhophe Bott/Keystone

13:51 Uhr

Samstag, 3. Januar

Schulen: Unterricht geht am Montag wieder los

«Die Schulen werden wie geplant geöffnet sein», sagte der Generalsekretär des Walliser Departements für Wirtschaft und Bildung, Pierre-Yves Délèze laut diversen Medienberichten zum kommenden Montag. Nach den Ferien sollen betroffene Klassen aber psychologische Hilfe erhalten: «Es gibt sicherlich ein Bedürfnis der Jugendlichen, sich zu treffen und auszutauschen.» Schliesslich könnten manche Schüler Freunde verloren haben oder selbst verletzt worden sein.

Laut dem Bildungsdepartement müsse die Möglichkeit für die Schüler, an der für nächsten Freitag geplanten Andacht zu Ehren der Verstorbenen und Verletzten in Crans-Montana teilzunehmen, noch organisiert werden. (zen)

13:25 Uhr

Samstag, 3. Januar

Rega: Sechs Patienten werden ins Ausland verlegt

«Heute transportieren wir sechs Patienten aus den Spitälern Lausanne, Basel und Zürich ins grenznahe Ausland nach Nantes, Brüssel und Luxemburg», sagt Daniel Landert, Leiter Jeteinsätze bei der Rega, in einer SRF-Sondersendung. Die verletzten Opfer seien erst stabilisiert und benötigten jetzt spezialisierte Medizin für Brandverletzungen. «Sie werden auf dem ganzen Transport begleitet von einem Notarzt und einer Intensivpflegefachperson.» (zen)

12:51 Uhr

Samstag, 3. Januar

Online-Kondolenzbuch für Opfer aufgeschaltet

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana schaltet der Bund auf seiner Website ein Kondolenzbuch online, wo Trauernde eine Nachricht hinterlassen können.
Das teilte der Bundesrat auf X mit einem Link zum Kondolenzbuch mit. Dort aufgeführt waren auch Beileidsbekundungen von Bundespräsident Guy Parmelin, Aussenminister Ignazio Cassis und Justizminister Beat Jans sowie des Präsidenten des Walliser Staatsrats, Mathias Reynard. (zen)

12:02 Uhr

Samstag, 3. Januar

Brandschutz im Fokus nach Feuer in Crans-Montana

Bei der Ursachensuche für das verheerende Feuer in einer Bar in Crans-Montana geht es unter anderem um den Brandschutz. Passanten hatten berichtet, die Besucher hätten alle versucht, über eine einzige enge Treppe aus dem Untergeschoss zu fliehen. Dabei sei es zu Gedränge gekommen, einige hätten nur noch an den hochgereckten Armen herausgezogen werden können. Andere sagten, hinter einer verschlossenen Tür seien durch eine Glasscheibe verzweifelte Menschen zu sehen gewesen, die nicht hinauskamen.

«Die Fluchtwegsituation vom Gebäude war sicher nicht ideal, weil Leute von Untergeschoss - glaube ich - nur eine Ausgangsmöglichkeit hatten», sagt Dumeng Wehrli, Präsident der Interessengemeinschaft der Brandschutzingenieure Schweiz, zu SRF. Allein anhand der Zahl der Opfer - 40 Tote und 119 Verletzte - ist klar, dass sich in den beiden Räumen der Bar mehr als 150 Menschen aufgehalten haben. Ein einziger Notausgang reiche nach den Vorschriften nur in einem Raum mit bis zu 50 Personen, sagt Wehrli.

Er äussert sich auch zu den funkensprühenden Partyfontänen, die auf Videos und Bildern zu sehen sind und welche die Ermittler für den Auslöser des Feuers halten. «Pyrotechnische Gegenstände haben aus meiner Sicht im Inneren von Gebäuden nichts zu suchen», sagt er.

Die Betreiber der Bar haben ihre Erschütterung über das Unglück zum Ausdruck gebracht. Dem Nachrichtenportal «20 Minuten» sagte der Wirt, er kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, um die Ursache der Katastrophe schnellstmöglich zu klären. (dpa)

11:07 Uhr

Samstag, 3. Januar

Erste Brand-Opfer identifiziert

Die Walliser Kantonspolizei konnte vier Opfer identifizieren. Dabei handelt es sich um zwei Schweizerinnen im Alter von 16 und 21 Jahren sowie zwei Schweizer im Alter von 16 und 18 Jahren. Ihre Leichname konnten ihren Familien übergeben worden, berichten die Walliser Behörden. (zen)

11:01 Uhr

Samstag, 3. Januar

Bundesrat Beat Jans besucht Crans-Montana

Beat Jans besucht am Samstag Crans-Montana. Der Besuch sei für 15.30 Uhr geplant, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilt. Der Bundesrat werde bei einem Kreisverkehr im Dorfzentrum Blumen niederlegen und sich dann an den Unglücksort begeben. (zen)

10:15 Uhr

Samstag, 3. Januar

Kritik an Neujahrsfeier in Interlaken

Während mehrere Orte wie Gstaad, Luzern und Ascona aus Solidarität mit den Brandopfern von Crans-Montana ihre Neujahrsfeiern absagten, hielt Interlaken an einem grossen Open-Air-Fest mit Feuerwerk fest. Das sorgte in sozialen Netzwerken und bei Anwohnern für Kritik. Die Veranstalter verteidigten den Entscheid mit bereits erteilten Bewilligungen und erklärten, zum Zeitpunkt des Aufbaus seien erst wenige Informationen zur Tragödie bekannt gewesen. (mke, watson)

09:04 Uhr

Samstag, 3. Januar

Barbetreiber sass in Frankreich schon wegen Zuhälterei ein

Jacque und Jessica Moretti, die Betreiber des «Le Constellation» sind am Freitag von der Polizei befragt worden. Laut der französischen Zeitung «Le Parisien» ist Jaques Moretti in Frankreich zudem bereits wegen Freiheitsberaubung und Zuhälterei polizeibekannt.

Die Fälle von Zuhälterei gehen etwa 30 Jahre zurück. Zudem sass der Betreiber wegen Freiheitsberaubung, Entführung und Betrugs vor rund 20 Jahren bereits im Gefängnis. Eine Quelle aus der Polizei sagt, dass Moretti seitdem aber nicht mehr zum «Spektrum der organisierten Kriminalität» gehöre. (mke, watson)

08:03 Uhr

Samstag, 3. Januar

Kinderspital Zürich: Operationen werden wegen Brandopfern verschoben

Im Brandverletztenzentrum des Kinderspitals Zürich werden fünf minderjährige Opfer des Brandunglücks behandelt. Mehrere haben schwere Atemwegsschäden und grossflächige, drittgradige Verbrennungen. «Das heisst, sie sind Infektionen ausgesetzt, verlieren Wärme und es kommt durch die schwere Brandverletzung zu einer Verbrennungskrankheit, die den ganzen Körper systemisch betrifft, also auch das Herz-Kreislauf-System», erklärt Kathrin Neuhaus, Chefärztin des Brandverletztenzentrums, gegenüber SRF.

Die Patienten liegen im künstlichen Koma und müssen mehrfach operiert werden. Sie sind in einem kritischen Zustand. Teilweise sind über 70 Prozent der Körperoberfläche verbrannt. Um die Versorgung sicherzustellen, müssen nun andere geplante Operationen im Kinderspital Zürich verschoben werden: «Wir haben die OP-Kapazität hochgefahren, das heisst statt Notfallprogramm in einem Saal sind wir schon in zwei Sälen zugange.» (zen)

07:31 Uhr

Samstag, 3. Januar

Crans-Montana: Flaggen an Luzerner Regierungsgebäude mit Trauerflor

Der Luzerner Regierungsrat hat mit grosser Bestürzung von der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana Kenntnis genommen. Er ist schwer betroffen von der grossen Anzahl der Todesopfer. Den Überlebenden wünscht er viel Kraft, Durchstehvermögen und eine erfolgreiche Genesung. Der Regierungsrat ist in Gedanken auch bei jenen, die in der Silvesternacht Angehörige verloren haben oder Verletzte beklagen. Er wünscht ihnen Halt und Zuversicht, um mit der unfassbaren Tragödie zurechtzukommen.

Der Regierungsrat dankt allen – Behörden, Einsatzkräften, Privaten –, die dazu beitragen, das Ereignis zu bewältigen und die Opfer und ihre Familien zu unterstützen. Auf Anordnung von Regierungspräsidentin Michaela Tschuor wurden die Flaggen am Luzerner Regierungsgebäude mit einem Trauerflor versehen. (zen)

06:35 Uhr

Samstag, 3. Januar

Sechs Schweizer Brandopfer kommen in österreichische Spitäler

Wie SRF berichtet, stammen 71 Menschen, die bei der Brandkatastrophe verletzt wurden, stammen aus der Schweiz. Mehrere Opfer und Vermisste kommen aus Lutry und Pully am Genfersee. Wie andere Verletzte, werden auch von ihnen mehrere in ausländische Spitäler gebracht, weil die Kapazitäten der Schweizer Spitäler nicht ausreichen. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, dass sechs Schweizer heute Vormittag in Wien und Graz untergebracht werden sollen. Die Patienten seien zwischen 14 und 30 Jahre alt. (zen)

20:37 Uhr

Freitag, 2. Januar

Überblick verloren? Hier die wichtigsten Punke

Der Grossbrand in Crans-Montana ist eine der schwersten Katastrophen der Schweizer Nachkriegsgeschichte. Was bisher bekannt ist und was offen bleibt.

18:18 Uhr

Freitag, 2. januar

Das Dorf kommt im Dunkeln zur Anteilnahme zusammen

Auch am zweiten Abend nach der Brand-Katastrophe zeigen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Crans-Montana tief betroffen. Am oberen Platz vor der Absperrung der niedergebrannten Bar versammeln sich gegen Abend immer mehr Menschen in der Kälte und bringen Blumen und Kerzen. Mittlerweile haben sich an drei Standorten Gedenkstätten gebildet. Auch Jugendliche tragen einzelne Rosen mit sich.

Immer wieder sieht man junge und alte Bewohner, die sich tröstend in die Arme nehmen. Man hört, wie nach dem Verbleib der Nachbarskinder gefragt wird. Manche Anwesenden, die Angehörige vermissen oder verloren haben, können Tränen nicht zurückhalten. Dennoch versuchen die Beteiligten, die schwierigen Stunden in Verbundenheit zu bewältigen. (smr)

Bild: Simon Maurer

16:27 Uhr

Freitag, 2. Januar

Zusammenfassung der Medienkonferenz: Wunderkerzen-Verdacht erhärtet sich

Die Fragen der Journalistinnen und Journalisten haben sich erschöpft, die Medienkonferenz ist beendet.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Beim Grossbrand in der Walliser Bar haben 40 Menschen ihr Leben verloren. Registriert wurden zudem 119 Verletzte, rund 60 Prozent von ihnen Schweizer Staatsangehörige. Diese Zahlen entwickelten sich aber laufend, wie die Verantwortlichen betonten. Aktuell läuft die Identifikation der Todesopfer sowie der bis dato noch nicht identifizierten Verletzten auf Hochtouren.

Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud versicherte, dass die Ermittler allen Spuren nachgehen. Derzeit erhärte sich der Verdacht, dass in Champagnergläsern steckende Wunderkerzen, die zu nahe an die Decke geraten seien, den Brand ausgelöst hätten. Sie nahm diesbezüglich auch explizit Bezug auf Videoaufnahmen, die in den sozialen Medien auftauchten.

Die angelaufenen Ermittlungen sollen nun zeigen, ob die behördlichen Kontrollen der Bar - Stichworte: Feuerschutz und Notausgänge - wie vorgeschrieben erfolgt waren und was sie ergeben hatten. Genauso untersucht wird die Frage, ob der offenbar leicht entzündliche Schaumstoff in der Decke der Bar bewilligt war oder nicht. (dwa)

16:21 Uhr

Freitag, 2. januar

Mehrheit der Toten wurde in der Bar gefunden

Eine weitere Frage dreht sich um die 40 Todesopfer. «Starben alle in der Bar, oder gab es Menschen, die erst später verstarben?» Frédéric Gisler antwortet, dass die Mehrheit der Toten in der Bar gefunden wurde.

16:18 Uhr

Freitag, 2. januar

Wann fand die letzte Brandschutzkontrolle statt? Unklar!

Die nächsten Fragen drehen sich um die Gemeinde Crans-Montana und das Datum der letzten Brandschutzkontrolle. Beatrice Pilloud antwortet, sie könne diese Frage derzeit nicht beantworten.

Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, jener Gemeinde also, welche für diese Kontrollen zuständig war, ist heute übrigens nicht an der Medienkonferenz zugegen. (dwa)

16:15 Uhr

Freitag, 2. Januar

Formelle Identifizierung der Toten

Konnten schon Tote identifiziert werden? Und braucht es eine Genehmigung, um solche Wunderkerzen abzubrennen? Das sind zwei weitere Fragen aus der Medienschar.

Frédéric Gisler sagt zu den 40 Todesopfern, dass man an ihrer formellen und definitiven Identifizierung nach wie vor arbeite. Beatrice Pilloud ihrerseits sagt, dass man diese Wunderkerzen ganz normal in einem Supermarkt kaufen könne. Die Ermittlungen würden zeigen, ob man sie in einem geschlossenen Raum abbrennen dürfe. (dwa)

16:10 Uhr

Freitag, 2. Januar

Waren zu viele Gäste in der Bar?

Beatrice Pilloud kommt auf eine entsprechende Journalistenfrage hin auf die Gästezahl am Unglücksabend zu sprechen. Sie ist unsicher, ob jemals bekannt werden wird, wie viele Menschen genau zum Zeitpunkt des Brandausbruchs vor Ort waren. «Es war eine Bar - Menschen gehen raus, andere kommen rein», so Pilloud. (dwa)

16:02 Uhr

Freitag, 2. januar

Die Fragerunde ist eröffnet

Bevor es in die Fragerunde geht, betont Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud, dass die Zahlen, die heute präsentiert worden seien, nicht fix seien. «Sie können sich noch entwickeln.» Und haben das seit gestern auch immer wieder getan. So etwa wegen Personen, die erst verspätet in ein Spital gegangen seien, weil sie doch schwerer verletzt gewesen seien als zunächst angenommen.

Nun haben die Journalistinnen und Journalisten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Eine erste dreht sich um die Vermutung, dass Wunderkerzen den Brand ausgelöst hätten. «Die Decke scheint aus Schaumstoff gewesen zu sein - hat sie deshalb so schnell Feuer gefangen?» Auch die Frage nach Kontrollen wird gestellt und ob die Bar den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprochen habe.

Beatrice Pilloud antwortet, dass sich die Ermittlungen auch um den Schaumstoff an der Decke drehten. «Heute bin ich nicht in der Lage zu sagen, ob die Decke konform oder nicht konform war», betont sie. Man wolle keine Hypothesen aufstellen. Bezüglich der Kontrollen verweist Staatsrat Stéphane Ganzer aufs Gesetz, das jährliche Kontrollen vorschreibe. «Für diese Kontrollen war die Gemeinde Crans-Montana zuständig.» Bei Mängeln gebe es Fristen, um solche zu beheben. Wenn dem nicht so sei, werde der Kanton eingeschaltet. «In diesem Fall hatte der Kanton keine Meldung über Mängel erhalten, die bei einer solchen Kontrolle aufgefallen wären», so Ganzer. Alles Weitere bezüglich der regelkonformen Durchführung dieser Kontrollen würden die Ermittlungen nun zeigen, ergänzt er. (dwa)

15:53 Uhr

Freitag, 2. Januar

Privatsphäre der Patientinnen und Patienten schützen

Eric Bonvin, Generaldirektor Spital Wallis, ist nun an der Reihe. Das Spital in Sion sei spezialisiert für Schwerverletzte, es habe sich also zur Aufnahme von Opfern dieses Brandes geeignet. Touristisch sei im Wallis in der Zeit um den Jahreswechsel sehr viel los, weshalb man die personellen Mittel im Spital ohnehin aufgestockt habe. Man war deshalb gut aufgestellt für die Bewältigung des Ereignisses gemäss Bonvin.

Die aktuelle Phase bezeichnet Bonvin als «heikel». Er erzählt von Medienschaffenden, die versucht hätten, in die Spitäler und zu Verletzten zu gelangen. Bonvin betont: Es gelte die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten zu schützen. Das sei wichtig für den Heilungsprozess. «Die meisten Personen werden lange behandelt werden und anschliessend noch in eine Rehabilitation gehen müssen.» (dwa)

15:46 Uhr

Freitag, 2. Januar

Auch Helikopter aus dem Ausland im Einsatz

Nun hat Fredy-Michel Roten, Direktor der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation, das Wort. Er spricht über den Ablauf des Einsatzes. Zuerst sei es darum gegangen, sich einen Überblick über die Lage vor Ort zu schaffen. In der Folge sei es zu einer Vortriage, gefolgt von einer Weiterleitung an die Hilfsstellen vor Ort, gekommen. Medizinische Triage, Versorgung und Transport in die Spitäler folgten. Insgesamt kamen 13 Helikopter zum Einsatz, einer davon kam aus Frankreich, einer aus Italien.

Rund 150 Einsatzkräfte - unter anderem Rettungssanitäter, Ärzte oder Notfallpsychologen - waren an der Bewältigung der Katastrophe vor Ort beteiligt, so Roten. (dwa)

15:41 Uhr

Freitag, 2. januar

Breite Unterstützung fürs Wallis

Der Walliser Staatsrat Stéphane Ganzer betont, man begleite die Familien der Opfer. Auch wenn man ihnen die Identifizierung ihrer Liebsten mitteile, blieben sie nicht alleine. Der Kanton Wallis könne diesbezüglich auch auf die Unterstützung anderer Stellen zählen.

Ganzer spricht von einem «Ereignis, das es in unserem Kanton noch nie gab». (dwa)

15:36 Uhr

Freitag, 2. januar

Die schwierige Identifikation der Opfer

Beatrice Pilloud gibt das Wort nun weiter an Pierre-Antoine Lengen, Chef der Walliser Kriminalpolizei. Er erklärt, dass unter anderem auch Zahnärzte in die Identifizierung der Opfer involviert seien. Er nennt unter anderem Kleidung, Schmuckstücke und natürlich DNA-Proben, die bei dieser sehr schwierigen Aufgabe ebenfalls hilfreich sein können.

«Man muss sehr präzise arbeiten. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben», betont Lengen. (dwa)

15:20 Uhr

Freitag, 2. Januar

Generalstaatsanwältin erwähnt Wunderkerzen in Champagnergläsern

Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud betont, man ermittle zur Brandursache in alle Richtungen. Gewisse Vermutungen hätten sich aber erhärtet. So beispielsweise jene, dass Wunderkerzen in Champagnergläsern den Brand ausgelöst hätten. Diese seien, wie auch Bilder und Videos zeigten, wohl zu nahe an die Decke geraten.

Gegenstand der Untersuchungen ist unter anderem auch die Frage, wie viele Menschen sich zum Unglückszeitpunkt in der Bar befunden haben. Ob eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung gegen noch lebende Menschen eingeleitet wird, sei ebenfalls Gegenstand der aktuellen Abklärungen. Die Priorität liege noch in der Identifizierung der Verstorbenen. (dwa)

15:26 Uhr

Freitag, 2. Januar

40 Tote, 119 Verletzte

Nun hat Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, das Wort. Man muss sich das zuerst einmal vorstellen: Gisler hatte gestern seinen ersten Tag im Amt - und hat bereits ein tragisches Ereignis dieses Ausmasses zu bewältigen.

Gisler gibt die neusten Zahlen bekannt: 40 Tote, 119 Verletzte. Von den Verletzten sind laut dem Kapo-Kommandanten 71 Schweizer, 14 Franzosen, elf Italiener und vier Serben. Auch je eine Person aus Bosnien, Belgien, Luxemburg, Polen und Portugal befinden sich unter den Verletzten. Von 14 Verletzten ist die Nationalität noch unklar. (dwa)

15:17 Uhr

Freitag, 2. Januar

«Alle geben ihr Bestes»

Jetzt geht es los. Zunächst ergreift Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud das Wort. Sie informiert die Medienschaffenden, wie die Pressekonferenz vor sich gehen wird. Auch Fragen der Journalistinnen und Journalisten sollen beantwortet werden.

Dann spricht Mathias Reynard, Walliser Staatsratspräsident. Er richtet sich an die Angehörigen der Toten und Verletzten. Den Tränen nahe, verspricht er, dass alle Beteiligten das Beste tun würden, damit die Opfer so bald wie möglich identifiziert werden könnten. Sein Dank gilt allen Spitälern, die bereit waren, Verletzte aufzunehmen.

«Wir sehen uns mit einem Drama für das Wallis, die Schweiz und Europa konfrontiert», fährt Reynard fort. Man sei sprachlos angesichts der 40 Todesopfer, die es zu vermelden gebe. Viele Verletzte kämpften noch um ihr Leben. (dwa)

15:05 Uhr

Freitag, 2. Januar

Medienkonferenz verzögert sich

Hinter den Kulissen herrscht emsiges Treiben. Der Beginn der Medienkonferenz scheint sich aber noch um einige Minuten zu verzögern... (dwa)

14:32 Uhr

Freitag, 2. Januar

Neue Erkenntnisse? Medienkonferenz um 15 Uhr

Trauer und Fassungslosigkeit herrschen auch an Tag 2 nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana. 40 Menschen haben in der Silvesternacht ihr Leben verloren, zudem gab es über  100 Verletzte.

Haben die Ermittlungen neue Erkenntnisse zutage gefördert? Um 15 Uhr findet eine weitere Medienkonferenz zu den tragischen Ereignissen statt. Dazu eingeladen haben die Walliser Kantonspolizei sowie der Kanton. Sie können die Medienkonferenz im Stream und in diesem Ticker verfolgen. (dwa)

14:19 Uhr

Freitag, 2. Januar

14 Verletzte nach Polen verlegt

Auf Ersuchen der Schweiz hat Polen 14 Verletzte aufgenommen. Sie werden in polnischen Spitälern behandelt, wie Regierungschef Donald Tusk auf X schrieb. Den Familien und Freunden der Opfer sprach er sein Beileid aus. (rem)

13:25 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Der italienische Aussenminister ist in Crans-Montana angekommen

Ein Korridor von schweren Schutzfahrzeugen tauchte am Freitagnachmittag in Crans-Montana auf. Staatsrat Matthias Reynard besuchte mit dem italienischen Aussenminister Antonio Tajani das vom Unglück betroffene Dorf. Die beiden Politiker brachen in Richtung der niedergebrannten Bar auf und wurden von einer grossen Zahl Medienschaffenden begleitet. Nach einigen Momenten des Innehaltens sind Reynard und Tajani nun wieder abgereist. (smr)

11:46 Uhr

Freitag 2. Januar 2026

Fahnen wehen auf Halbmast

Nach der Brand-Katastrophe wurden an Bundesgebäuden in Bern die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Die Flaggen sollen während fünf Tagen auf Halbmast wehen, sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Donnerstag. Das Drama dürfe die Schweizer Werte nicht erschüttern. Die Schweiz sei traurig, aber in den Herzen vereint, im Schmerz und in der Unterstützung, sagte Parmelin.

Auch der Staatsrat des Kantons Waadt hat beschlossen, die Flaggen als Zeichen der Trauer und Solidarität auf Halbmast zu setzen. Er forderte die Gemeinden auf, sich dieser Aktion für die nächsten fünf Tage anzuschliessen. (rem)

11:38 Uhr

Freitag 2. Januar 2026

SRG verschiebt Sports-Awards

Die SRG hat die für Sonntag geplante Gala zur Verleihung der Sports-Awards verschoben. Dieser Entscheid erfolge aus Respekt gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen. Der für Sonntagabend vorgesehene Sendeplatz soll für eine mögliche Sondersendung freigehalten werden, schreibt SRF. Die Gala soll im Frühling nachgeholt werden. (rem)

10:46 Uhr

Freitag 2. Januar 2026

Strasse in Crans-Montana wieder teilweise geöffnet

Die Behörden haben die gestern abgesperrte Zufahrtsstrasse zum abgebrannten Lokal zumindest teilweise wieder geöffnet. Noch ist allerdings die Bar mit Planen abgedeckt und von der Polizei bewacht (smr).

Bild: smr

09:45 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Französische Ärzte könnten direkt in Sion eingesetzt werden

Mathias Reynard, Präsident des Walliser Staatsrats, erklärte, die Lage in den Spitälern bleibe weiterhin sehr angespannt, während sich die Zahl der Opfer nicht verändert habe. «Unsere Teams stehen nach wie vor an vorderster Front», sagte er am Freitagmorgen gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS.

«Französische Ärzte, die auf die Behandlung von Schwerbrandverletzten spezialisiert sind, könnten ins Wallis kommen, um die Versorgung direkt vor Ort in Sion zu unterstützen», erklärte Reynard. (thr)

09:40 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Italienischer Golfer (16) stirbt bei Silvesterunglück

Beim Brand in Crans-Montana ist der 16-jährige Italiener Emanuele G. ums Leben gekommen. Zuvor berichtete «Geneva Today», dass der in Dubai lebende Golfer vermisst wurde.

Der italienische Golfverband würdigte den Jugendlichen in einer Mitteilung: «In dieser Zeit grossen Schmerzes gelten unsere Gedanken seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.» (thr)

08:57 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Fussballer der obersten Fussball-Liga Frankreichs verletzt

Ein Spieler des FC Metz, ein Klub aus der französischen Ligue 1, wurde schwer verletzt. Der FC Metz gab bekannt, dass sein Spieler Tahirys dos Santos (19) beim Brand in Crans-Montana schwer verletzt worden ist. Der Spieler wurde nach Deutschland gebracht, wo er derzeit behandelt wird. Der Fussballer verbrachte seine Ferien mit Freunden auf dem Hochplateau; er hätte an diesem Freitag zu seinem Klub ins Training zurückkehren sollen. (wb)

06:56 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Neue Bilder zeigen den Feuerausbruch und eine brennende Decke

Ein neues Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt den Keller der Bar in Crans-Montana unmittelbar nach Ausbruch des Brandes. Es ist zu sehen, wie sich das Feuer an der Decke ausbreitet.

Eine weitere Aufnahme zeigt, wie eine Person Flaschen mit Wunderkerzen auf den Schultern einer anderen in die Höhe hält. Dabei entzündete sich mutmasslich ein Teil der Decke.

Unbestätigten Medienberichten zufolge handelt es sich beim Material, das Feuer fing, um Schallisolierungen. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Brandes laufen, die Behörden verfolgen laut der Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud «mehrere Hypothesen».

Weitere Videos auf Social Media zeigen, wie Gäste nach dem Ausbruch des Vollbrands aus dem Lokal zu entkommen versuchen. Aus Pietätsgründen zeigen wir diese Ausschnitte auf watson nicht. (con/watson)

06:28 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Parmelin: «Viele der Opfer waren jung, voller Hoffnung und Träume»

Unter den Opfern der Brand-Katastrophe befinden sich viele junge Menschen. Die Bar «Le Constellation» war ein bei Jugendlichen beliebter Treffpunkt. «Viele der Opfer waren jung, voller Hoffnung und Träume», sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Donnerstagabend. An einer Medienkonferenz in Sitten forderte er, ihrer in Ehren zu gedenken. Am Abend versammelten sich mehrere hundert Personen in der Nähe des Brandorts, um der Opfer zu gedenken. Auch sie legten Blumen nieder oder entzündeten Kerzen. (rem)

22:16 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

EU aktiviert Katastrophenschutzmechanismus für die Schweiz

Die Europäische Kommission teilte am Donnerstagabend mit, sie stehe in Kontakt mit den Schweizer Behörden, um medizinische Hilfe zu leisten. «Ich bin zutiefst betrübt über den Brand, der in Crans-Montana ausgebrochen ist. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen», schrieb die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen.

Sie erklärte zudem, dass ihre Dienste mit der Schweiz in Kontakt stünden, nachdem diese den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert habe. Dieses System ermöglicht es Ländern weltweit, Unterstützung aus Brüssel anzufordern, wenn ihre eigenen Reaktionskapazitäten durch eine Notlage überfordert sind. Dies geht aus Berichten der RTS hervor. (lyn/watson)

22:11 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Italien und Frankreich machen Angaben zu betroffenen Staatsangehörigen

Wie «watson» schreibt, hat der italienische Aussenminister Antonio Tajani angekündigt, am Freitag den Unglücksort Crans-Montana besuchen zu wollen. Der TV-Station «Rete 4» sagte er, dass zwischen 12 und 15 italienische Staatsangehörige in Spitäler eingewiesen worden seinen und etwa gleich viele Personen noch vermisst würden.

Mindestens sechs französische Staatsangehörige seien verletzt worden, gab das Aussenministerium bekannt. Zudem seinen acht Staatsangehörige noch nicht gefunden worden. (cwu)

21:37 Uhr

Frankreich nimmt Opfer auf

Verletzte werden in französische Spitäler verlegt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt auf X an, dass «Frankreich Verletzte in seinen Spitälern aufnimmt und für jede Hilfe zur Verfügung steht.» (rem)

21:03 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Grosse Anteilnahme in Crans-Montana

Auf dem Platz vor der Bar «Le Constellation», in der sich in der Silvesternacht das Unglück ereignete, versammeln sich viele Menschen, zünden Kerzen an und legen Blumen nieder. Viele junge Menschen sind vor Ort. (cwu)

20:51 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Ist dies die Notausgangs-Treppe?

Ein Post auf «X» soll die enge Treppe in der Bar «Le Constellation» zeigen, die einzige Treppe, die vom Untergeschoss ins Erdgeschoss führte.

19:33 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Neujahrsmesse wird zur Gedenkmesse

An der Neujahrsmesse in der katholischen Kirche von Montana nehmen rund 400 Menschen teil, um den Opfern des Brandes in der Bar «Le Constellation» zu gedenken. (cwu)

Rund 400 Menschen nehmen an der Messe teil.
Bild: Antonio Calanni
Am Ort der Tragödie werden erste Blumen deponiert
Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone

18:06 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

40 Personen sind tot, viele kämpfen um ihr Leben

Noch immer sitzt der Schock tief. Die Behörden informierten am Abend erneut über die Brandkatastrophe in Crans-Montana. Dabei nannten sie auch zum ersten Mal konkrete Zahlen. Rund 40 Personen sind verstorben. 115 Menschen wurden verletzt. Viele davon schwer. Sie werden in zahlreichen Spitälern behandelt.

Auch die Untersuchung zum Brandhergang ist angelaufen. Details konnten die Verantwortlichen aber noch nicht nennen. Bundespräsident Guy Parmelin sprach von «einer der schlimmsten Tragödien in unserem Land». Im Bundeshaus werden die Flaggen fünf Tage auf halbmast gesetzt.

Der Fokus gelte nun der Behandlung der Verletzung und der Identifikation der Verstorbenen, damit deren Familien traurige Gewissheit bekämen. Das werde aber einige Zeit in Anspruch nehmen, mahnten die Vertreter an der Pressekonferenz. (mg)

18:06 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Die Pressekonferenz ist beendet

Es gibt keine weiteren Fragen. Die Pressekonferenz ist beendet. (mg)

18:03 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Wie viele Menschen waren beim Brand im Club?

Wie viele Personen waren im Club? «Dazu kann ich noch nichts sagen», so die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud. Derzeit werde abgeklärt, für wie viele Personen der Raum zugelassen war. (mg)

17:59 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Wie lange wird die Untersuchung dauern?

Wie lange die Untersuchung dauern wird, könne nicht abgeschätzt werden, so die Behörden. Auch nicht, wie viel Zeit die Identifikation der Opfer in Anspruch nehme. (mg)

17:56 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Die Opfer sind junge Menschen

Zwar nennen die Behörden keine konkreten Zahlen, doch sie bestätigen, dass die meisten Gäste im Club wohl Jugendliche oder junge Erwachsene waren. (mg)

17:52 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Werden noch weitere Verletzte ausgeflogen?

Es sei denkbar, dass in den nächsten Stunden noch weitere Personen in Spitäler im Ausland verlegt werden. Es gebe nur wenige spezialisierte Betten für Brandopfer in der Schweiz. Die Schweiz sei sehr dankbar für die zahlreichen Angebote von umliegenden Ländern. (mg)

17:47 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Klären, ob der Club alle Vorschriften eingehalten hat

Genauere Informationen zum Unfallhergang will die Staatsanwältin noch nicht geben. Es sei zu früh. Erst die Untersuchung werde Klarheit schaffen und auch aufzeigen, ob alle Vorschriften eingehalten wurden. Es gab Berichte, dass die Treppe aus dem Club zu eng war. (mg)

17:45 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Bitte bleiben sie vorsichtig»

«Bleiben sie vorsichtig», mahnt Mathias Reynard. Die Bevölkerung im Wallis soll bitte Risiken meiden. So könnte sich das Personal in den Spitälern um die Verletzten der Brandkatastrophe kümmern. (mg)

17:42 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Internationale Hilfe für die Verletzten

Es sprechen noch einmal die Walliser Staatsräte. 13 Helikopter waren im Einsatz und 40 Rettungswagen. 80 Personen mussten mit Verletzungen ins Spital gebracht werden, andere begaben sich selbst in ärztliche Behandlung. Mehrere Personen wurden an andere Spitäler verwiesen, dort gibt es spezialisierte Teams für Brandverletzungen. Auch Deutschland, Italien und Frankreich helfen.

17:37 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Es kam wohl zu einer Explosion

Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud betont, dass die Ermittlungen bereits angelaufen sind. Es gebe mehrere Hypothesen. Der ganze Raum habe Feuer gefangen und es sei zu einer Explosion gekommen. Es gehe jetzt darum, die Toten so schnell wie möglich zu identifizieren und die Leichen den Angehörigen zu übergeben. (mg)

17:35 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

40 Personen sind tot

Gisler nennt zum ersten Mal eine Zahl der Toten: «Rund 40 Personen» seien gestorben. Über 100 Personen sind im Spital. Teils mit schweren Verletzungen. Diese würden um ihr Leben kämpfen. (mg)

17:33 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Das Unglück ereignete sich um 1.30 Uhr

Frédéric Gisler, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis, gibt einen Überblick über den Ablauf der Ereignisse. Die ersten Meldungen seien um 1.30 Uhr eingegangen. Zuvor hatten Leute Rauch beobachtet, der aus dem Club aufgestiegen ist. (mg)

17:31 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Dank für den Einsatz der Rettungskräfte

Nicolas Féraud, Präsident der Gemeinde Crans-Montana, dankt ebenfalls für den Einsatz der Rettungskräfte und die Solidarität. Seine Gedanken seien bei den Familien der Opfer. (mg)

17:27 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Identifizierung der Opfer werde noch einige Zeit dauern

Auch der Walliser Staatsrat Mathias Reynard spricht sein Beileid aus. Zuvor habe er einige Familien der Angehörigen getroffen. Die Identifizierung der Opfer werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Reynard dankt auch den Rettungskräften und den Spitälern. «Es ist eine nie dagewesene Tragödie», so der Regierungsvertreter. (mg)

17:22 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Wir brauchen Hoffnung»

Wir spüren eine grosse Solidarität aus der ganzen Welt, sagt Bundespräsident Parmelin. Er verzichte aus Pietätsgründen auf die Neujahrsansprache. «Wir brauchen aber die Hoffnung», sagt Parmelin. Einige der Opfer würden im Spital immer noch um ihr Leben kämpfen. «Da sind unsere Gedanken», sagt Parmelin. Die Untersuchung werden Aufklärung bringen. Er vertraue in die Arbeit der Behörden. Im Bundeshaus werden die Flaggen auf halbmast gesetzt. «Die Schweiz ist traurig, aber im Herzen vereint», so Parmelin. (mg)

17:19 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Guy Parmelin: «Wir sind bestürzt»

«Es ist eine der schlimmsten Tragödien in der Geschichte unseres Landes», sagt Bundespräsident Guy Parmelin. «Wir sind bestürzt», sagt Parmelin. Der Bundesrat spricht allen Angehörigen sein Beileid aus: «Auch wenn wir wissen, dass das nur ein schwacher Trost in dieser schweren Stunde ist.»

17:18 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Die Pressekonferenz startet

Zuerst spricht Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud. Sie erklärt den Ablauf der Pressekonferenz. Zuerst erhält Bundespräsident Guy Parmelin das Wort. (mg)

17:05 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Weitere Medienkonferenz findet um 17.15 Uhr statt

Die Behörden haben eine zweite Medienkonferenz auf 17.15 Uhr angesetzt. Mit dabei ist neben Bundespräsident Guy Parmelin Staatsratspräsident Mathias Reynard, Staatsrat Stéphane Ganzer, die Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, sowie der Gemeindepräsident von Crans-Montana Nicolas Féraud. (rem)

Bundespräsident Guy Parmelin (auf dem Bild zusammen mit Mathias Reynard (l) und Stephane Ganzer) ist in Crans-Montana eingetroffen.
Bild: Alessandro della Valle/Keystone

16:22 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Luzern und Ascona sagen Neujahrsfeuerwerke ab

Nicht nur in Luzern, auch in Ascona wird das für den Neujahrsabend geplante Feuerwerk aufgrund der tragischen Ereignisse, die sich in Crans-Montana abgespielt haben, abgesagt. «Aus Respekt und Solidarität gegenüber den Opfern, den Verletzten, ihren Familien und der gesamten Walliser Bevölkerung.» (cwu)

Das Neujahrsfeuerwerk in Ascona ist abgesagt worden.
Bild: Anna Wanner

15:40 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Selenski spricht den Angehörigen sein Beleid aus

Wolodimir Selenski meldet sich auf «X» zur Tragödie von Crans-Montana: «Wir trauern jedes Mal, wenn Menschen ihr Leben verlieren. Das Wichtigste ist, alles zu tun, um zu verhindern, dass sich solche Tragödien jemals wieder irgendwo auf der Welt ereignen. Wir sprechen den Menschen in der Schweiz und allen, die Familienangehörige und Angehörige verloren haben, unser Beileid aus und wünschen allen Verletzten eine schnelle Genesung.»

15:03 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Flashover» führt zu Explosion

Die Behörden sprechen im Zusammenhang mit dem Brand von einem sogenannten «Flashover». Nach dem Entstehungsbrand sei es zu einer oder mehreren Explosionen gekommen. Mit dem «Flashover» bezeichnen Fachleute ein äusserst gefährliches Brandphänomen, das in geschlossenen Räumen auftreten kann.

Dabei erhitzt sich der Raum durch das Feuer stark, sodass sich brennbare Gase ansammeln. Ab Temperaturen von rund 600 Grad entzünden sich diese Gase schlagartig im gesamten Raum. Dieser Moment wird auch als «Durchzünden» bezeichnet und markiert den Übergang vom Entstehungs- zum Vollbrand. Innerhalb kürzester Zeit können dabei Temperaturen von über 1000 Grad erreicht werden.

Charakteristisch für einen «Flashover» ist, dass nicht nur der Brandraum gleichzeitig in Flammen aufgeht, sondern dass die Flammenfront oft mit grosser Wucht nach aussen schlägt. Dies stellt eine extreme Gefahr für anwesende Personen dar. Im Fall von Crans-Montana gehen die Behörden davon aus, dass der sogenannte «Flashover» für die rasche Ausbreitung des Feuers sowie die hohe Zahl an Opfern verantwortlich ist. (Walliser Bote)

14:42 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Bilder zeigen brennende Decke des Lokals

Ein von «Le Nouvelliste» veröffentlichtes Video zeigt, wie die Decke des Lokals Feuer fängt. Dazu schreibt die Zeitung: «Die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ist ein Lokal auf zwei Etagen. Der Eingang ähnelt einer geschlossenen, überdachten Terrasse, daran schliesst sich der Barbereich an sowie eine Treppe, die ins Untergeschoss führt. Im unteren Stockwerk befinden sich ein weiterer Barbereich und Tische. Die Atmosphäre ist dort in der Regel deutlich ausgelassener, ähnlich wie in einem Nachtclub, mit gedämpfter Beleuchtung.»

14:27 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Eine surreale Szene»: Augenzeugen berichten vom Unglück

Gegenüber dem «24 Heures» haben mehrere Augenzeugen über den Moment gesprochen, in dem das Feuer ausbrach. Einer von ihnen ist ein 19-Jähriger. Er sagt, dass Feuerwerkskörper an Flaschen die Decke in Brand gesetzt hätten. Dann sei Panik ausgebrochen und die Menschen seien zur einzigen Treppe geströmt, die aus dem Keller der Bar führt. Das decke sich mit einem Bericht eines anderen Augenzeugen, so «24 Heures».

Ein anderer Mann, der kurz nach der Tragödie am Unglücksort war, sagt, dass schwarzer, dichter Rauch aus der Bar quoll, brennende Menschen schreiend herauskamen und andere leblos am Boden lagen.

Eine andere Augenzeugin erzählt, dass sie an Silvester eigentlich mit ihrer Freundesgruppe in die Bar wollte, aber vergessen hat zu reservieren. Sie ist aus Genf, verbringe ihre Winter aber im Wallis und sei Stammgast im «Le Constellation». Laut ihr war die Bar in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich gut besucht. Die Gäste der Bar seien meistens sehr jung. Am Eingang sei sie noch nie kontrolliert worden. Dies bestätigen auch andere Zeugen: «Es war immer eine sehr volle Bar, besonders zu dieser Jahreszeit, und es war einfach, in die Bar zu kommen», so ein junger Mann. Laut der Augenzeugin ist der Club im Untergeschoss – wo vermutlich auch der Brand ausgebrochen ist – nur durch eine Treppe erreichbar.

Ihre Wohnung sei direkt neben der Bar. Als sie von ihrer Silvesterfeier nach Hause gekommen ist, hat sie von der Tragödie erfahren: «Es herrschte Panik. Traumatisierte Menschen irrten weinend auf der Strasse umher. Eine surreale Szene». Sie habe die ganze Nacht nicht geschlafen. «Ich bin traumatisiert. Wenn ich daran denke, dass wir hätten dabei sein können …»

Eine andere Frau sucht ihren Sohn und fühlt sich hilflos: «Er ist unauffindbar. Niemand weiss, wo er ist», sagt sie unter Tränen laut «24 Heures». (watson.ch, cm)

13:54 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Politiker zeigen sich betroffen

Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy schreibt auf X, dass «nichts mehr ist, wie es war». Die silvesterliche Freude sei am Neujahrstag grosser Trauer gewichen.

Alt Bundesrat Alain Berset schrieb auf X, er sei zutiefst schockiert und traurig. Seine Gedanken seien bei den Opfern, den Familien und Angehörigen.

Frankreichs Emmanuel Macron zeigte sich auf X tief betroffen vom Brand in Crans-Montana. Der Schweiz, dem Volk und den Behörden spreche er die volle Solidarität Frankreichs aus. (rem)

Beileidsbekundungen kommen auch von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Sie verfolge die Entwicklung der Ereignisse aufmerksam. Dies auch im Hinblick auf die Frage, ob sich Landsleute von ihr unter den Opfern befinden würden. Verbunden mit einem Dank an die Einsatzkräfte drückt Meloni den Angehörigen der Todesopfer, den Verletzten sowie den Behörden und der Schweizer Bevölkerung ihr Mitgefühl aus:

13:26 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Luzern sagt Neujahrsfeuerwerk ab

Aus Respekt und Solidarität nach der tragischen Brandkatastrophe in Crans-Montana verzichtet das OK auf das für heute Abend geplante Neujahrszauber-Feuerwerk in Luzern. Der Entscheid sei aus Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige gefallen. (rem)

12:31 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Ein Brand mit anschliessender Explosion – nicht umgekehrt

In welcher Reihenfolge liefen die katastrophalen Ereignisse ab? Erst einmal: Hinweise auf einen Anschlag sehen die Walliser Behörden keine, wie Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud klarstellte.

Gemäss Zeugenaussagen auf RTS und ersten Ermittlungen ist die von mehreren Personen gemeldete Explosion eine Folge und nicht die Ursache des Brandes. «Nicht die Detonation eines Sprengsatzes löste den Brand aus. Vielmehr war es der Brand, der sich ausbreitete und eine Druckwelle sowie ein vollständiges Übergreifen der Flammen auf die Räumlichkeiten verursachte», erklärte Staatsrat Stéphane Ganzer. (pmü)

11:34 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Moment der Freude verwandelte sich in Trauer»

Guy Parmelin drückt auf X sein Beileid mit den Opfern und den Angehörigen aus:

Ein Moment der Freude habe sich in eine Trauer verwandelt, «die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft». Seine Gedanken seien «bei den Opfern, Verletzten und ihren Familien». (mg)

11:14 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Bundespräsident verschiebt Neujahrsansprache

Bundespräsident Guy Parmelin hat die für heute Mittag geplante Neujahrsansprache verschoben, wie SRF berichtet. Er tue dies aus Respekt gegenüber der Familie der Opfer. (rem)

11:10 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Polizei veröffentlicht Videoaufnahmen

10:44 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Die Pressekonferenz ist zu Ende

Die Betroffenheit ist gross, die Faktenlage unklar: Die Walliser Behörden sprechen von mehreren Dutzend Toten und rund 100 Verletzten. Davon viele «schwer». Warum es in Crans-Montana zur Katastrophe kam, ist aber weiterhin unklar. Die Behörden gehen von einer Explosion aus. Ein Attentat schliessen sie aber aus.

Weitere Infos zu den Opfern geben die Behörden derzeit nicht. Es seien auch noch nicht alle identifiziert, es habe auch Touristen unter den Toten. Die entsprechenden Arbeiten würden laufen. Die Verletzten seien auf Spitäler in der ganzen Schweiz verteilt worden. Die Walliser Regierung ruft die Bevölkerung auf, keine riskanten Aktivitäten zu machen, die Spitäler seien am Anschlag. (mg)

10:38 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Brandursache unbekannt

Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sagt, dass es noch zu früh sei, etwas über die Brandursache zu sagen. Primär habe es aber keine Explosion gegeben. (rem)

10:36 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Hinterbliebene zuerst informieren

Wie viele Personen genau verstorben sind, sagen die Behörden derzeit nicht. Das auch aus Respekt gegenüber den Angehörigen. Derzeit würden die Abklärungen laufen und zu gegebener Zeit würden mehr Details veröffentlicht. (mg)

10:30 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Verletzte werden auf diverse Spitäler verteilt

Es seien zahlreiche Helikopter und Rettungswagen im Einsatz. Die Opfer wurden auch in die Spitäler in Lausanne, Genf und Zürich geflogen. Die Spitäler im Wallis seien komplett voll, sagt Mathias Reynard. Er dankt der «grossen Solidarität» der anderen Kantone.  Auch Psychologen und Psychologinnen seien im Einsatz, um die Betroffenen zu betreuen.  (mg)

10:28 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Brandursache noch nicht geklärt

Mehrere der Toten seien noch nicht identifziert. Derzeit würden die Ermittlungen laufen. Auch zur Ursache des Brandes gibt es derzeit noch keine weitere Informationen. Das forensische Institut aus Zürich unterstützt die Walliser Behörden. Es sei aber kein Attentat gewesen. (mg)

10:25 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Mehrere Dutzend Menschen gestorben

Der Kommandant der Walliser Kantonspolizei,Frédéric Gisler, nennt schockierende Zahlen: Mehrere Dutzend Menschen seien gestorben. Dutzende weitere verletzt. Teilweise mit schweren Verletzungen. (mg)

10:21 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

«Dramatische Zustände»

Mathias Reynard, Walliser Staatsrat, spricht von «dramatischen Zuständen». Er dankt für die Solidarität und die Arbeit der Rettungsdienste. Statt einer ausgelassenen Feier habe sich der Abend zu einem Albtraum entwickelt. Reynard spricht den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. (mg)

10:19 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Zahlreiche Tote, viele Verletzte

Die Behörden sprechen von zahlreichen Toten und Verletzten. Der Brand sei aus ungeklärten Gründen ausgebrochen, heisst es in einer Mitteilung. Der Staatsrat hat für das Wallis die besondere Lage ausgerufen. (mg)

10:15 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Die Pressekonferenz beginnt

Jetzt informieren die Behörden über das Drama im Wallis.

10:03 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Start der Pressekonferenz verzögert sich

Noch sind die Teilnehmenden nicht im Saal.

09:41 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Medienkonferenz um 10 Uhr

An der Medienkonferenz nehmen Staatsratspräsident Mathias Reynard, Sicherheitsminister Stéphane Ganzer, die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sowie der Kommandant der Walliser Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, teil. Es ist Gislers erste Medienkonferenz, er ist seit Mitternacht im Amt. Die Konferenz startet um 10 Uhr. (rem)

09:39 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Kanton ruft Bevölkerung zu Solidarität aus

Nach der Brand-Katastrophe in Crans-Montana hat sich Sicherheitsminister Stéphane Ganzer in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Der Kanton sei von einer «schrecklichen Tragödie» getroffen worden. Zahlreiche Einsatzkräfte stünden im Grosseinsatz.

Gleichzeitig seien die Spitäler in der Region und darüber hinaus mit einem starken Zustrom von Verletzten konfrontiert. Um die Rettungs- und Gesundheitsdienste zu entlasten, ruft Ganzer die Bevölkerung dazu auf, am heutigen Tag sämtliche riskanten Aktivitäten konsequent zu vermeiden. Dies sei ein Zeichen der Solidarität gegenüber den Betroffenen sowie den Einsatzkräften. (rem)

09:30 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Bilder zeigen Bar nach Brand

08:39 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Medienbericht: 40 Tote und 100 Verletzte

Die Zeitung «Le Nouvelliste» berichtet auf ihrer Website von «etwa vierzig Toten und mindestens 100 Verletzten». Auf Anfrage konnte die Kantonspolizei diese Zahlen noch nicht bestätigen. Ein Arzt der Rega sagte gegenüber RTS, dass mehrere Menschen mit schweren Verbrennungen in Spitäler geflogen wurden. Der Arzt ruft die Bevölkerung dazu auf, Solidarität zu zeigen und am 1. Januar riskante Aktivitäten zu vermeiden. (bra/rem)

08:15 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Polizei will um 10 Uhr informieren

Die Polizei spricht in einem Communiqué von einem «schwerwiegenden Vorfall». Mehr als hundert Personen hielten sich zum Zeitpunkt der Explosion im Lokal auf. Die Polizei schreibt weiter, dass mehrere Personen ums Leben gekommen seien, weitere wurden verletzt. Der Grosseinsatz sei weiter im Gang.

Für betroffene Angehörige wurde eine Hotline eingerichtet: 0848 112 117. Zudem wurde ein Überflugverbot über Crans-Montana verhängt. 
Die Polizei will an einer Medienkonferenz um 10 Uhr weitere Details bekanntgeben. (rem)

Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei gibt es mehrere Todesopfer sowie zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte.
Bild: Keystone / Alessandro Della Valle

07:30 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Bei einer Silvesterveranstaltung in Crans-Montana (VS) ist es in der Nacht zu einem schweren Brand gekommen. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei gibt es mehrere Todesopfer sowie zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte, wie der «Blick» zuerst berichtete. Gaëtan Lathion, Sprecher der Walliser Kantonspolizei, sagte gegenüber Rhône FM, dass es eine «Explosion unbekannter Ursache» gegeben habe.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 1.30 Uhr alarmiert. Das Feuer brach in der Bar und Lounge «Le Constellation» aus, wo eine Silvesterfeier mit Konzert stattfand. Gemäss ersten Erkenntnissen könnte Pyrotechnik den Brand ausgelöst haben. In Zeugenaussagen ist zudem von einer Explosion die Rede.

Nach Angaben des Westschweizer Fernsehens RTS ereignete sich die Explosion im Untergeschoss des Lokals, das Platz für rund 400 Personen bietet. Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich mehr als hundert Menschen in der Bar aufgehalten haben.

Zahlreiche Helikopter standen im Einsatz, um Verletzte in die Spitäler in der ganzen Schweiz zu transportieren. Die Spitäler in der Westschweiz sind gemäss der «Nachrichtenagentur AFP» und «20 Minuten» stark ausgelastet und rufen die Bevölkerung dazu auf, am Neujahrstag riskante Aktivitäten zu vermeiden, um weitere Notfälle zu verhindern. (the/rem)

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