Eigentlich ist es wunderschön hier oben. Inmitten einer kargen Natur und mit Blick auf den Sarnersee leben Cornelia und Ambros mit ihren drei Kindern auf einem Bergbauernhof. Sie produzieren mit Kühen und Schafen Milch und Fleisch. Alle helfen mit, auch die Kinder, die noch zur Schule oder wie der Älteste in die Lehre gehen.
Es ist ein einfaches und arbeitsintensives Leben. Der Tag beginnt meistens schon vor 5 Uhr. Und nicht selten gibt es auch am Abend noch zu tun. Arbeitstage mit 15 Stunden sind keine Seltenheit. Aber die Familie ist glücklich so. Doch in diesem Jahr hat sich vieles verändert. Auf dramatische Art.
Der Krebs hat sich bereits ausgebreitet
Es beginnt im letzten Jahr, als Cornelia die Diagnose Brustkrebs erhält. Leider zeigt sich in der Folge, dass der Krebs bereits metastasiert hat und unter anderem Knochen befallen hat. Eine Operation ist deshalb kein geeignetes Mittel. Cornelia muss sich fortan Bestrahlungen, Chemotherapien und weiteren Behandlungen unterziehen.

Doch im Laufe dieses Jahres wird es noch schwerer. Nicht immer zeigen die Behandlungen den erwünschten Erfolg und müssen nachjustiert werden. Der Krebs erweist sich als besonders aggressive Form. Und mindert zusammen mit der Behandlung auch zunehmend Cornelias Kraft und Leistungsfähigkeit. Ärztliche Termine, Umorganisationen und immer wieder schwierige Entscheidungen belasten Cornelia und ihren Mann Ambros zusätzlich.
Der Vater stürzt in die Tiefe und stirbt
Diesen Sommer ereignet sich erneut ein Schicksalsschlag. Der Vater von Ambros, der den Hof vor ihm geführt hat und immer noch ein tatkräftiger Mitarbeitender ist, stürzt an einer besonders steilen Stelle mehrere Meter in die Tiefe und verletzt sich schwer. Mit der Rega wird er ins Spital geflogen. Wenige Tage später erliegt er seinen Verletzungen. Aus dem Nichts verliert die Familie nicht nur wertvolle Hilfe, sondern eine wichtige Bezugsperson.
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Auch sonst ist der Sommer schwierig. Wie überall ist es heiss und trocken. Das Gras gibt nur noch halb so viel Futter für die Tiere her, was Zukäufe nötig macht. Vor allem aber droht die Wasserquelle zu versiegen. Fast jeden Tag steigt Ambros zum Wasserreservoir hoch, um zu schauen, ob das Wasser etwa zum Waschen reicht oder nicht.
Vor allem aber ist auch die Wasserleitung marode und muss erneuert werden. Ein grösseres Projekt, bei dessen Finanzierung die LZ-Weihnachtsaktion mithelfen kann. Denn natürlich hat sich die Einkommenssituation der Familie durch Cornelias Krankheit und den Tod von Ambros’ Vater verschlechtert. Nicht zuletzt, weil Ambros seinen Nebenerwerb stark reduzieren musste.
Die Liebe begann im Ausgang
Bei Bauernpaaren ist es oft spannend, wie man sich kennengelernt hat. Vor allem auch, weil in den meisten Fällen nicht beide einen landwirtschaftlichen Hintergrund haben. Bei Ambros ist dies der Fall, Cornelia hingegen ist ausgebildete Gärtnerin. Getroffen haben sich die Luzernerin und der Obwaldner mit Urner Wurzeln im Ausgang in Zürich. Die Liebe hat Cornelia also ins bäuerliche Leben geführt. Etwas, worauf sie vorher nie gekommen wäre, erwies sich als der für sie richtige Weg. So möchte sie leben, war sie überzeugt.
Und sie führte dieses Leben, später auch mit drei Kindern, die sich ihrerseits richtig wohlfühlen auf dem Hof. «Uns gefällt das Leben hier, mit der Natur, mit den Tieren, mit Arbeit, die immer ein konkretes Ergebnis hat», sagt Fabian, der Älteste. Er wie der jüngere Bruder André sind inzwischen vielversprechende Nachwuchsschwinger und treten in die Fussstapfen von Ambros, der ebenfalls ein erfolgreicher Schwinger war. Und Ladina, die Jüngste, ist begeistertes Mitglied im Trachtenverein. Natürlich sind die Eltern voller Stolz bei Schwingfesten oder Trachtenabenden dabei.
Sie wissen nicht, was auf sie zukommt
«Vor allem möchte ich, dass in unser Leben wieder Stabilität und Ruhe einkehren», sagt Cornelia. «Dass wir ganz normal leben können, ohne dass die Krankheit unseren Alltag dominiert.» Doch dies ist oft der Fall und betrifft die ganze Familie. Sie versucht, so gut es geht, positiv zu bleiben. «Ich bin eigentlich ein fröhlicher Mensch, der Familie und Aktivität geniesst.»
Aber die Realität ist, dass ihre Kraft, ihr körperliches und damit verbunden auch psychisches Empfinden, von Tag zu Tag stark schwankt. Dass es Tage gibt, an denen sie vor Schmerzen und vor Erschöpfung kaum aufstehen kann. Dass auch ihre Arbeitskraft an allen Ecken und Enden fehlt. Und niemand kann sagen, wie sich die Krankheit entwickeln wird. Und ob sie irgendwann wieder ein halbwegs normales Leben zulässt. Das besorgt natürlich die ganze Familie. Ambros etwa sagt: «Ich laufe stetig am Limit. Und schaue auch mit Angst in die Zukunft.

Die Kollegen der Söhne kommen und helfen mit
Umso mehr berührt sie die Hilfsbereitschaft von Freunden und Nachbarn. Dass zum Beispiel auch Kollegen der Söhne einfach vorbeikommen, um zu helfen. Und es dann auch geniessen, mit der Familie den Tag bei einem geselligen Essen ausklingen zu lassen. Auch die Hilfe der LZ-Weihnachtsaktion – dank unseren Spenderinnen und Spendern möglich – ist sehr wertvoll und entlastet die Familie nachhaltig.
Eigentlich ist es wunderschön hier oben. Und könnte es auch für Cornelia, Ambros und die Kinder sein. Sie wollen dafür kämpfen und daran glauben.





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