Alpnach

Der Wichelsee wird vorübergehend abgesenkt

Die Umgebung beim Kraftwerk Sarneraa in Alpnach soll freundlicher für Fische werden. Dafür wird ein neuer Fischabstieg gebaut.

Der Wichelsee staut Wasser für die Stromproduktion im Kraftwerk Sarneraa in Alpnach. Für eine durchgehende Fischgängigkeit baut CKW im Auftrag der Kraftwerk Sarneraa AG in den nächsten Monaten einen neuen Fischabstieg. Für einen Teil der Bauarbeiten muss der Wichelsee abgesenkt werden, wie die CKW‑Medienstelle in einer Mitteilung schreibt.

Die Absenkung von maximal 2,5 Metern erfolge in zwei Schritten und werde von den zuständigen kantonalen Fachstellen begleitet. Die Fische würden bei der Seeabsenkung abgefischt und an geeigneter Stelle wieder freigesetzt. Die Seeabsenkung startet am Freitag, 9. Oktober. Ende Januar 2027 sollen die Bauarbeiten gemäss Plan abgeschlossen sein und der Wichelsee kann wieder aufgestaut werden. Spätestens zu Beginn der Brutzeit Ende Februar 2027 soll der Wichelsee wieder seinen normalen Füllstand erreicht haben, verspricht CKW.

Höhendifferenz von rund 9 Metern

Beim Bau des Fischabstiegs würden Synergien mit den Bauarbeiten am Auslaufbauwerk des Hochwasserstollens optimal genutzt. Ein schräg zur Strömung angeordneter Horizontalrechen soll die Fische vor dem Einlauf zum Kraftwerk ablenken. Der rund 64 Meter lange Bypass mit mehreren Beckenstufen führe die Fische schonend ins Unterwasser und gewährleiste einen sicheren Abstiegsweg. Der Bypass überwindet dabei eine Höhendifferenz von rund 9 Metern und mündet im Tosbecken unterhalb der neuen Etschischwelle.

Die Seeabsenkung werde zudem für Ausbaggerungsarbeiten beim Zufluss unterhalb der Autobahnbrücke A8 und im Mündungsbereich der Sarneraa genutzt. Das Ziel sei, das in den vergangenen Jahren angesammelte Geschiebe in diesem Bereich des Wichelsees zu entfernen. Die Ausbaggerung ist Teil der Hochwasserschutzarbeiten. (zvg)

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