Sachseln

Vorhang auf für «Thea(l)ter»: Obwalden erhält eine neue Bühne für das Alter

Das neue Projekt soll Seniorinnen und Senioren aus Obwalden eine Bühne für Kreativität, Begegnung und besondere Theatererlebnisse bieten.
Der Vorstand des neuen Vereins (von links): Armin von Rotz (Vizepräsident), Niklaus Theiler (Kassier), Werner Dreyer (Präsident), Geri Dillier (Beirat), Heidi von Ah (Vizepräsidentin) und Theo von Moos (Aktuar).
Bild: zvg

Obwalden wird eine neue Theaterplattform erhalten: An der Gründungsversammlung vom 27. Juli wurde der Verein «Thea(l)ter», Seniorenbühne Obwalden mit Sitz in der Gemeinde Sachseln, offiziell ins Leben gerufen. Das neue Projekt wird Seniorinnen und Senioren aus Obwalden eine Bühne für Kreativität, Begegnung und besondere Theatererlebnisse bieten, schreibt der Verein.

Theater in Obwalden wird keine Altersgrenze kennen. Mit dieser Überzeugung wurde der neue Theaterverein «Thea(l)ter», Seniorenbühne Obwalden, gegründet. Der neue Verein wird sich an Menschen in der postberuflichen Lebensphase richten, die ihre Lebenserfahrung, ihre Kreativität und ihre Freude am gemeinsamen Gestalten auf die Bühne einbringen möchten.

Die Verantwortlichen des Vereins sind überzeugt, dass auch im Alter viel schöpferische Kraft und grosses Potenzial vorhanden sein werden. «Das ‹Thea(l)ter› wird sich als Plattform verstehen, auf der Seniorinnen und Senioren nicht nur Theater spielen, sondern gemeinsam Projekte entwickeln, neue Kontakte knüpfen und aktiv am kulturellen Leben in Obwalden teilnehmen werden», heisst es weiter.

Professionelle Theaterproduktionen im Zentrum

Im Zentrum werden professionelle Theaterproduktionen stehen, die von und mit Seniorinnen und Senioren realisiert werden sollen. Dabei wird es nicht nur um das Schauspiel auf der Bühne gehen, sondern um ein ganzheitliches Theatererlebnis, bei dem viele unterschiedliche Fähigkeiten gefragt sein werden.

Der Verein verfolgt drei zentrale Ziele, wie es weiter heisst: Er wird Gemeinschaft und soziale Teilhabe fördern, das kulturelle Leben in Obwalden bereichern und Talente im Alter sichtbar machen wollen. Menschen werden die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen, Ideen und persönlichen Geschichten kreativ einzubringen.

Ein neues Modell: Das projektbasierte Ensemble

Eine Besonderheit des «Thea(l)ter» werde die flexible Organisationsform sein. Der Verein sei bewusst schlank organisiert und bestehe aus fünf bis maximal sieben Personen, die gleichzeitig den Vorstand bilden würden.

Für jede einzelne Theaterproduktion wird jeweils ein neues Ensemble zusammengestellt. Mitwirkende werden projektbezogen gesucht und werden sich entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten einbringen können. Eine fixe Mitgliedschaft der Mitwirkenden wird nicht notwendig sein.

Dieses Modell wird ermöglichen, für jedes Projekt neue Menschen zusammenzuführen und unterschiedliche Talente zu vereinen. Jede Produktion wird dadurch ihre eigene Energie, ihre eigene Dynamik und ihre eigene Zusammensetzung erhalten.

Viele Talente vor und hinter der Bühne

Gesucht werden sollen nicht nur Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch engagierte Personen für die zahlreichen Aufgaben rund um eine Theaterproduktion.

Freiwillige Helferinnen und Helfer werden sich beispielsweise beim Bühnenbild und beim Bau von Kulissen einbringen können. Ebenso werden kreative Personen für Kostüme und Maske gesucht werden. Auch Interessierte für Technik, Licht und Ton werden ihre Fähigkeiten einbringen können. Je nach Theaterstück werden zudem Musikerinnen und Musiker berücksichtigt werden.

Mit dem «Thea(l)ter» wird gemäss Verein eine neue Möglichkeit geschaffen, damit ältere Menschen aktiv bleiben, Gemeinschaft erleben und ihre Kreativität entfalten können. «Der Verein wird eine Bühne schaffen, auf der nicht das Alter, sondern die Freude am gemeinsamen Gestalten im Mittelpunkt stehen wird.»

Die Gründungsversammlung vom 27. Juli habe den Startpunkt einer kulturellen Initiative markiert, die Theater, Begegnung und Lebensfreude miteinander verbinde. (zvg)

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