notifications
Kanton Luzern

Hohe Phosphorbelastung in Seen: Regierung schlägt neues Konzept vor

Die SP fordert ein Monitoring-System für den Phosphorgehalt in Böden rund um die Mittellandseen. Die Regierung will nach Erstellung eines Konzepts über das weitere Vorgehen entscheiden.
Der Baldeggersee weist eine hohe Phosphorbelastung auf.
Bild: Pius Amrein

Im Baldeggersee, Sempachersee und Hallwilersee ist die Phosphorbelastung trotz diverser Anstrengungen kritisch. SP-Kantonsrat Marc Horat (Kriens) forderte den Regierungsrat in einem Postulat auf, die Belastung nicht nur in den Seen, sondern auch im angrenzenden Boden zu messen. Ein aktueller Forschungsbericht zeige, dass landwirtschaftliche Flächen zum Eintrag von Phosphor in Oberflächengewässer beitragen. Ein Monitoring-System soll mit wissenschaftlichen Partnern errichtet werden.

Für den Regierungsrat erscheint ein wissenschaftlich fundiertes Konzept als «sachgerechter erster Schritt», wie er in seiner Antwort schreibt. Er schlägt ein Projekt vor, das die wissenschaftlichen Befunde und kantonalen Daten aus Seen, Zuflüssen und Bodenanalysen zusammenführt und aufbereitet. Denn Rückmeldungen aus politischen Gremien und Fachstellen würden zeigen, dass die vorhandenen Daten und Erkenntnisse teilweise «zu komplex oder zu wenig anschaulich dargestellt sind, um unmittelbar als Entscheidungsgrundlage zu dienen».

In einem ersten Schritt soll in einem Konzept aufgezeigt werden, wie die Entwicklung des Phosphorgehalts in den landwirtschaftlich genutzten Böden erfasst werden kann. Darauf aufbauend soll es einen Vorschlag für ein langfristiges Monitoring des Phosphorgehalts in den Böden geben. Erst aufgrund eines solchen Konzepts können Aussagen über die Machbarkeit, die jährlichen Kosten und den Aufwand eines langfristigen Monitorings gemacht werden, so der Regierungsrat. Vorgesehen ist, mit dem Konzept verschiedene Vorgehensweisen mit einer jeweiligen Kosten-Nutzenbetrachtung zu erarbeiten. Die Regierung werde daraufhin festlegen, welche Umsetzung weiterverfolgt werden soll. Die Kosten für die Erarbeitung eines Konzepts werden einmalig auf 120'000 bis 180'000 Franken geschätzt. (fmü)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)