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Kanton Luzern

SP verlangt Boden-Phosphat-Monitoring zum Schutz der Mittelland-Seen

Die Luzerner Mittelland-Seen stehen seit Jahrzehnten wegen zu hohen Phosphorwerten unter Dauerstress. Doch auch Böden seien belastet. Die SP Kanton Luzern will deshalb ein Monitoring-System einrichten.

Der zu hohe Phosphat-Gehalt in den Luzerner Mittellandseen beschäftigt die Politik seit Jahren. Erst kürzlich kam ein Bericht zum Schluss, dass die ergriffenen Massnahmen – Verordnungen rund um das Ausbringen von Gülle und Dünge sowie die Belüftung der Seen – aufrechterhalten werden müssen, um die Sanierungsziele zu erreichen.

Die SP des Kantons Luzern fordert in einem Postulat den Regierungsrat auf, die Belastung nicht nur in den Seen, sondern auch im angrenzenden Boden zu messen. Ein entsprechendes Monitoring-System solle zusammen mit wissenschaftlichen Partnern errichtet werden. «Seit Jahrzehnten beobachten wir die Symptome in den Seen. Doch wie sich die Phosphatbelastung im Boden entwickelt, also an der eigentlichen Quelle, wissen wir schlicht nicht, weil die systematische Überwachung dieser Werte vor Jahren eingestellt wurde», so Kantonsrat Marc Horat in der Mitteilung.

Stand jetzt werde Geld ausgegeben für die technischen Massnahmen in den Seen, aber ob sich die Situation lokal im Boden verbessert, wisse man nicht. Ein systematisches Bodenmonitoring, das den Verlauf des Phosphatgehalts über Jahre dokumentiert, würde Transparenz schaffen und zeigen, ob «wirklich nachhaltiger gewirtschaftet wird», so die Postulanten. Erst mit diesen Daten könne auch die langfristige Wirksamkeit der ergriffenen Massnahmen erkannt werden. (sig)

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