
Der Kanton Luzern kürte auch in diesem Jahr wieder die besten Zentralschweizer Weine. Für den Wettbewerb reichten 27 Weingüter insgesamt 74 verschiedene Weine ein. Dabei war der Kanton Luzern mit 22 Weingütern am stärksten vertreten, wie es in einer Mitteilung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) heisst. Die Kantone Nidwalden, Obwalden und Uri waren mit je einem Weingut und der Kanton Zug mit zwei Weingütern präsent.
In den fünf Kategorien waren insgesamt 15 Weine von zwölf verschiedenen Produzentinnen und Produzenten nominiert. Sieben Weine stammen aus der Sempacherseeregion, vier aus der Region Seetal, ein Wein vom Vierwaldstättersee und einer aus dem Surental. Je ein Wein kommt aus den Kantonen Uri und Zug.
Nachhaltiger Weinbau in der Zentralschweiz
Das Profi-Panel, welches die eingereichten Weine in diesem Jahr beurteilte und die besten drei Weine je Kategorie nominierte, leitete Fabio Montalbano, Co-Geschäftsleiter Weinbauzentrum Wädenswil AG.
Wie der Kanton Luzern weiter mitteilt, zeichnet sich der Zentralschweizer Weinbau durch den ausserordentlich hohen Prozentsatz an sogenannten PiWi-Rebsorten aus: «Mit einem Anteil von 51 Prozent belegt die Zentralschweiz im schweizweiten Vergleich den ersten Platz.» Der schweizweite Durchschnitt liege bei 4 Prozent.
Dies zeigte sich auch bei den am Wettbewerb eingereichten Weinen. 32 der insgesamt 74 Weine enthielten PiWi-Rebsorten. Diese besitzen natürliche Resistenzen gegen Pilzkrankheiten. Im Vergleich zu klassischen Rebsorten benötigen sie gemäss der Dienststelle Lawa bis zu 80 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel. Rund ein Viertel der Weinbaubetriebe in der Zentralschweiz würden zudem nach biologischem Anbau produzieren.
Der Wettbewerb hat das Ziel, die Produktion von Qualitätsweinen in der Zentralschweiz zu fördern, und wurde 2018 vom Kanton Luzern lanciert. Damit soll der Zentralschweizer Wein noch bekannter werden: «Die Gastronomie sowie die Konsumentinnen und Konsumenten sollen wissen, dass in der Zentralschweiz absolute Spitzenweine gedeihen, qualitativ hochstehende regionale Produkte – und das in einer beeindruckenden Vielfalt», heisst es auf der Website des Kantons Luzern.
Teilnehmen können Erwerbswinzerinnen und Erwerbswinzer im Einzugsgebiet des Zentralschweizer Weinbauvereines mit einer bewirtschafteten Fläche von mehr als 20 Aren. Es werden AOC-Weine prämiert. (stg)
Der Luzerner Regierungspräsident Armin Hartmann und der Nidwaldner Landratspräsident Matthias Christen haben die Siegerweine am Donnerstagabend im Schloss Wyher in Ettiswil gekürt. (stg)
Eine Übersicht aller Siegerweine inklusive aller Nominierten gibt es hier.





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