Nidwalden

HEV Nidwalden begrüsst transparente Klärung zur neuen Immobilienbewertung

Der Nidwaldner Regierungsrat hat eine Interpellation zur rollierenden Immobilienbewertung beantwortet. Der HEV Nidwalden zeigt sich zufrieden.

Der Hauseigentümerverband Nidwalden (HEV Nidwalden) begrüsst die ausführliche Beantwortung der Interpellation zur rollierenden Immobilienbewertung durch den Regierungsrat, wie aus einer entsprechenden Medienmitteilung des HEV Nidwalden hervorgeht.

Die Antwort schaffe Transparenz über die Beweggründe des gewählten Vorgehens und ermögliche eine fundierte politische Einordnung der Reform. Die Interpellation entstand aufgrund zahlreicher Rückmeldungen von Eigentümerinnen und Eigentümern sowie der Informationsveranstaltung des HEV Nidwalden zur neuen Immobilienbewertung. Ziel sei es gewesen, offene Fragen zur Umsetzung, zur Gleichbehandlung während der Übergangsphase sowie zum Zusammenspiel mit der bevorstehenden Abschaffung des Eigenmietwerts politisch zu klären.

Interpellation erfüllt ihren Zweck

Aus Sicht des HEV Nidwalden habe die Interpellation ihr Ziel erreicht. Der Regierungsrat lege nachvollziehbar dar, weshalb die Umsetzung der neuen Immobilienbewertung schrittweise erfolgt und welche fachlichen sowie organisatorischen Überlegungen diesem Vorgehen zugrunde liegen. Positiv hervorzuheben seien insbesondere die kantonsweite Einführung der neuen Bewertungsmethodik, die Umsetzung nach Objektarten, die transparente Herleitung der Bewertungsgrundlagen, sowie die nachvollziehbare Begründung für die rollierende Umsetzung.

Dominik Steiner (FDP), hier im Rahmen eines GLP-Anlasses, zeigt sich mit der Antwort der Regierung zufrieden.
Bild: Archivbild: Dominik Wunderli

Die Regierung zeige auf, dass alternative Modelle mit einem einheitlichen Stichtag erhebliche rechtliche, organisatorische und finanzielle Nachteile mit sich bringen würden. Gleichzeitig verweise sie darauf, dass auch andere Kantone mit vergleichbaren Bewertungssystemen auf eine rollierende Umsetzung setzen.

Dominik Steiner (FDP, Ennetbürgen), Erstunterzeichner der Interpellation, wird wie folgt zitiert: «Unser Ziel war nie, die Reform zu verhindern. Wir wollten Transparenz schaffen. Dieses Ziel wurde erreicht. Heute kennen Eigentümerinnen und Eigentümer die Beweggründe des Regierungsrats und können die Umsetzung besser nachvollziehen.»

Dialog schafft Vertrauen

Die Antwort bestätige gleichzeitig, dass die mehrjährige Übergangsphase systembedingt sei und bewusst in Kauf genommen wird. Der HEV Nidwalden erachte es deshalb weiterhin als wichtig, die Umsetzung aufmerksam zu begleiten und den offenen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Eigentümerschaft fortzuführen.

Toni Niederberger (SVP, Stans), Mitunterzeichner der Interpellation, wird wie folgt zitiert: «Eine grosse Reform braucht nicht nur eine saubere Umsetzung, sondern auch verständliche Informationen. Gut informierte Eigentümer schaffen Vertrauen in das neue Bewertungssystem.»

Der HEV Nidwalden begrüsse ausdrücklich den konstruktiven Austausch zwischen Steuerverwaltung, Politik und Verband. Gerade bei weitreichenden Reformen trage dieser Dialog wesentlich zum Verständnis und zur Akzeptanz neuer Regelungen bei.

Toni Niederberger (SVP) ist überzeugt, dass verständliche Informationen Vertrauen schaffen.
Bild: Archivbild: Philipp Unterschütz (Stans, 11. 6. 2025)

Informationsangebot nutzen

Der HEV Nidwalden empfiehlt allen Eigentümerinnen und Eigentümern, die vom Kanton bereitgestellten Informationen zu nutzen. Dazu gehört insbesondere das Infoblatt des Kantonalen Steueramts, das die Bewertungsmethodik, die Berechnung des Grundstücks- und Mietwerts sowie Berechnungsbeispiele verständlich erläutert. Es empfiehlt zudem ausdrücklich, vor einer Einsprache zunächst das Gespräch mit der Abteilung Immobilienbewertung zu suchen.

Umsetzung weiterhin konstruktiv begleiten

Mit der bevorstehenden Abschaffung des Eigenmietwerts auf Bundesebene stehe in den kommenden Jahren ein weiterer bedeutender Systemwechsel bevor. Der HEV Nidwalden werde die Auswirkungen dieser Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und den konstruktiven Dialog mit Politik und Verwaltung fortsetzen.

Ziel bleibe ein transparentes, nachvollziehbares und verlässliches Bewertungssystem, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht und gleichzeitig das Vertrauen der Eigentümerinnen und Eigentümer stärkt. (rwi/zvg)

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