Stans

HEV Nidwalden begrüsst Verzicht auf Objektsteuer für Zweitliegenschaften

Der HEV Nidwalden unterstützt den Entscheid des Regierungsrats. Eine neue Objektsteuer wäre der falsche Weg. Eigentum darf nicht mit zusätzlichen Sondersteuern belastet werden.

Der Hauseigentümerverband Nidwalden (HEV Nidwalden) begrüsst den Entscheid des Regierungsrats, auf die Einführung einer kantonalen Objektsteuer für überwiegend selbst genutzte Zweitliegenschaften zu verzichten. Der Entscheid sei sachlich richtig, steuerpolitisch konsequent und administrativ vernünftig, heisst es in einer Mitteilung.

Blick auf Stans und die Robert-Durrer-Strasse. (Patrick Hürlimann,
Bild: Patrick Hürlimann (Stans, 5. 5. 2026)

Mit der Reform der Wohneigentumsbesteuerung wird der Eigenmietwert abgeschafft. Gleichzeitig erhalten die Kantone die Möglichkeit, eine besondere Liegenschaftssteuer auf selbst genutzte Zweitliegenschaften einzuführen.

«Der Verzicht auf eine neue Objektsteuer ist richtig. Wer Wohneigentum besitzt, trägt bereits heute Verantwortung und bezahlt Steuern, Abgaben und Unterhalt. Eine zusätzliche Sondersteuer wäre ein falsches Signal an Eigentümerinnen und Eigentümer», sagt Emanuel Käch, Präsident des HEV Nidwalden.

Der HEV Nidwalden anerkennt, dass einzelne Gemeinden mit vielen Zweitliegenschaften reale Infrastrukturkosten tragen. Diese Frage verdient eine nüchterne Analyse. Sie rechtfertigt aber keine neue Sondersteuer. Bereits heute begründet eine Liegenschaft eine beschränkte Steuerpflicht am Ort der gelegenen Sache. Allfälliger Handlungsbedarf ist deshalb zuerst im bestehenden System zu prüfen.

Dazu gehören insbesondere Bewertung, bestehende Abgaben, verursachergerechte Beiträge und die transparente Analyse der finanziellen Auswirkungen auf betroffene Gemeinden. Eine neue Objektsteuer würde zusätzliche Bürokratie schaffen. Sie würde neue Abgrenzungsfragen auslösen. Und sie würde Wohneigentum erneut politisch belasten.

Keine politischen Schnellschüsse

Der HEV Nidwalden fordert deshalb eine klare Linie: faire Gemeindefinanzierung ja, neue Sondersteuer nein. Der Kanton soll die Auswirkungen der Reform transparent aufzeigen. Betroffene Gemeinden brauchen belastbare Zahlen. Politische Schnellschüsse helfen nicht.

«Steuerpolitik muss berechenbar bleiben. Wer Eigentum schafft, unterhält und finanziert, braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Nidwalden stärkt seine Standortattraktivität nicht mit neuen Steuern, sondern mit Einfachheit, Verlässlichkeit und Mass», so Emanuel Käch.

Der HEV Nidwalden wird die weiteren Arbeiten zur Umsetzung der Wohneigentumsbesteuerung aufmerksam begleiten. Entscheidend ist, dass der Systemwechsel nicht durch neue Belastungen ausgehöhlt wird. Die Abschaffung des Eigenmietwerts muss auch für Eigentümerinnen und Eigentümer im Kanton Nidwalden spürbar bleiben. (zvg/MZ)

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