Open-Air

Comeback: Festival «Funk am See» feierte gelungenes Jubiläum

In der 15. Ausgabe besuchten rund 7000 Personen das Gratis-Open-Air. Das OK schätzt, dass die Zukunft des Festivals gesichert ist.
Konzert von Lou Kaena am Open Air Funk am See.
Bild: zvg/Samuel Bitz (Luzern, 15. 8. 2026)

Auch der Platzregen am Samstagabend konnte die Feierlaune nicht trüben: Die Jubiläumsausgabe des «Funk am See» war ein Erfolg, wie es in einer Mitteilung des Festivals heisst. Rund 7000 Personen besuchten am letzten Freitag und Samstag das Gratis-Open-Air auf der Lidowiese. Musikalisch geprägt war das Festival von jungen, nationalen Acts wie Barbicop, Cachita oder Nomuel. Besonders die Sängerin Lou Kaena, die das Festival abschloss, konnte das Luzerner Publikum begeistern.

Damit hat das «Funk am See» sein Comeback gemeistert. Denn noch vor einem Jahr war die Zukunft des Festivals ungewiss. Bei der Ausgabe von 2026 stand das «Funk am See» vor einem Neuanfang. Nach zwei finanziell enttäuschenden Ausgaben musste mit Crowdfunding Geld gesammelt werden.

Das Festival stellte sich neu auf, und musste dabei auch mit einem deutlich reduzierten Budget auskommen. In der Folge verschwand unter anderem eine der beiden Bühnen, das Programm wurde verkleinert und im Line-up fanden sich weniger internationale Acts. Hinter den Kulissen übernahm ein neues OK die Zügel. Darunter waren auch Personen, die zum ersten Mal ein Festival organisierten.

Die neue Rechnung geht offenbar auf

«Wir haben uns gut geschlagen», meint Noemi Mahler, die selbst neu beim «Funk am See» mitwirkt. So habe es keine grösseren Zwischenfälle gegeben, auch sei ein sehr vielfältiges Publikum angezogen worden.

«Funk am See» profitierte von ausgezeichnetem Wetter, von einem Regenguss abgesehen.
Bild: zvg/Leonie Fasser

Ob sich das Festival finanziell tragen kann, wird nun die Buchhaltung zeigen. Momentan sei schwer zu sagen, wie es schlussendlich genau aussehen werde. Denn als Gratis-Festival ohne Eintrittspreise ist das «Funk am See» auf Einkünfte aus der Gastronomie angewiesen. Gemäss einer ersten Einschätzung seien rote Zahlen aber unwahrscheinlich. Mahler sagt: «Die Rechnung ist aufgegangen.» Auch, weil gewisse «Puffer» budgetiert wurden, geht er davon aus, dass kein weiteres Crowdfunding nötig sein wird. Wird es also in zwei Jahren wieder eine Ausgabe geben? «Wir gehen schwer davon aus», schätzt Mahler, die Rahmenbewilligungen stehen aber noch aus.

Rund 150 freiwillige Helferinnen und Helfer waren neben dem OK am Festival beteiligt. Auch hier gelang eine Kehrtwende – noch vor zwei Jahren wurde das Festival beinahe abgesagt, weil sich nicht genug Freiwillige gemeldet hatten. Auch in diesem Jahr gab es einen kurzfristigen Aufruf nach Hilfe hinter der Bar. Die Schichten konnten aber schnell belegt werden. Andere Probleme hat es laut Mahler keine gegeben: «Wir sind sehr dankbar für alle, die mitgeholfen haben.»

Neue Partnerschaft

Bei der diesjährigen Ausgabe hat der Verein Open Air Lidowiese, der das Festival organisiert, mit dem «Treibhaus» zusammengespannt. So hat das Jugendkulturhaus das Musikprogramm am Freitag präsentiert und eine eigene Bar auf dem Festivalgelände betrieben – mit eigens in Anlehnung an die Festivalacts kreierten Drinks.

Wenige Stunden nachdem sich die letzten Besucherinnen und Besucher auf den Heimweg machten, begann bereits der Abbau. In den nächsten Tagen soll die Lidowiese wieder so aussehen, als habe das Festival nie stattgefunden.

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