notifications
Stadt Luzern

Ursula Hildebrand erhält Kunst- und Kulturpreis – auch Erich Brechbühl und das Openair Funk am See werden gewürdigt

Der Stadtrat würdigt Ursula Hildebrand für ihr umfassendes Wirken als Theaterschaffende mit dem Kunst- und Kulturpreis 2026 der Stadt Luzern. Die zwei Anerkennungspreise 2026 gehen an den Grafikdesigner Erich Brechbühl sowie an das Openair Funk am See.
Ursula Hildebrand erhält Kunst- und Kulturpreis – auch Erich Brechbühl (rechts) und das Openair Funk am See werden von der Stadt Luzern ausgezeichnet.
Bild: Collage: Matthias Jurt, Pius Amrein, Dominik Wunderli

Die Stadt Luzern zeichnet jedes Jahr herausragende Persönlichkeiten aus dem Luzerner Kulturleben aus. In diesem Jahr erhält die freie Theaterschaffende Ursula Hildebrand den mit 25’000 Franken dotierten Kunst- und Kulturpreis 2026. Sie gehört gemäss der Jury zu jener Generation freier Theaterschaffender, die sich in den 1980er- und 1990er-Jahren ihre künstlerischen Freiräume erst erkämpfen mussten, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst.

«Dieses Engagement für eine unabhängige, gesellschaftlich relevante Theaterkultur prägt ihr Wirken bis heute, und sie ist seit vielen Jahren eine wichtige Stimme der lokalen freien Szene», teilt die Stadt mit. Hildebrand habe die Kulturlandschaft Luzerns über Jahrzehnte mitgestaltet. «Ihre Arbeiten verbinden Bewegungstheater, Schauspiel und Performance, die sich konsequent mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.» Seit Jahren engagiert sie sich für inklusive Projekte, arbeitet mit gehörlosen sowie hörenden Menschen – und setzt sich für kulturelle Teilhabe ein, so die Jury weiter. Ursula Hildebrand sei damit nicht nur eine prägende Theatermacherin, sondern auch Netzwerkerin und beharrliche Vermittlerin zwischen Kunst, Gesellschaft und Menschen.

Auszeichnung erfolgt im November

In diesem Jahr werden zudem zwei Anerkennungspreise verliehen, welche je mit 10'000 Franken dotiert sind. Einer davon geht an den Grafikdesigner Erich Brechbühl, der gemäss der Jury zu den profiliertesten Grafikdesignern der Schweiz gehört und die zeitgenössische Plakatkultur entscheidend mitprägt. Nach seinen Ausbildungen zum Typografen sowie Grafiker bei Niklaus (Knox) Troxler gründete er 2003 das Atelier «Mixer» und «etablierte sich als eigenständige Stimme mit klarer gestalterischer Haltung». Neben Plakaten gestaltet er Erscheinungsbilder, Bücher, Spiele, Fassadenbeschriftungen und Kampagnen und entwickelt visuelle Identitäten, etwa für den Innerschweizer Filmpreis. Als Mitgründer des Graphic Design Festivals «Weltformat» habe er zudem Luzerns Ruf als Grafikstadt nachhaltig gestärkt und wirkt als Förderer des grafischen Nachwuchses.

Ein weiterer Anerkennungspreis geht an das Openair Funk am See, welches seit seiner Gründung im Jahr 1996 zu einem festen Bestandteil des Luzerner Kulturlebens geworden ist. Das nicht kommerzielle Musikfestival findet im Zweijahresrhythmus auf der Lidowiese statt und zieht an zwei Tagen bis zu 12’000 Besuchende an. Besonders prägend sei der konsequent niederschwellige Zugang mit kostenlosem Eintritt. Dadurch werde Menschen unterschiedlichster sozialer und wirtschaftlicher Hintergründe die Teilnahme am kulturellen Leben ermöglicht. «Gleichzeitig dient Funk am See seit drei Jahrzehnten als wichtige Plattform für junge und regionale Kunstschaffende. Zahlreiche Acts aus der Zentralschweiz konnten hier erstmals vor einem grösseren Publikum auftreten.» Getragen wird das Festival von einem ehrenamtlichen Organisationskomitee und zahlreichen freiwilligen Helfenden. Damit stehe das Festival exemplarisch für eine Kulturarbeit, die aus der Basis heraus entsteht und die regionale Musik- und Jugendkultur nachhaltig prägt.

Die feierliche Übergabe des Kunst- und Kulturpreises sowie der Anerkennungspreise 2026 der Stadt Luzern findet am Sonntagvormittag, 15. November 2026, im Luzerner Theater statt. (stg)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)