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Auszeichnung

Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern geht an Edith Flückiger

Der Stadtrat würdigt Edith Flückiger für ihr umfassendes Wirken im Bereich Film mit dem Kunst- und Kulturpreis 2025 der Stadt Luzern. Die zwei Anerkennungspreise gehen an die Künstlerin Martina Lussi sowie an Entertainer und Autor Dominic Deville.

Die Kunst- und Kulturpreiskommission unter dem Vorsitz von Stadtpräsident Beat Züsli hat sich mit verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Luzerner Kulturleben auseinandergesetzt. Auf ihren Antrag hin hat der Stadtrat den Kunst- und Kulturpreis an Edith Flückiger, Kunstschaffende im Bereich Kunst und Film, verliehen. Die Anerkennungspreise gehen an Martina Lussi und Dominic Deville.

Edith Flückiger im Kino, mit einer Szene aus ihrem Experimentalfilm «Von weiter Zeit» im Hintergrund.
Bild: Pius Amrein
(Emmenbrücke, 26. 2. 2021)

«Aussen und innen, oben und unten, statisch und bewegt, real und surreal.» Edith Flückigers künstlerische Auseinandersetzung mit der Welt lasse sich in Gegensatzpaaren umschreiben, wie die Jury in ihrer Begründung für die diesjährige Preisvergabe festhält.
1960 geboren, studierte die Kunst- und Kulturpreisträgerin Journalismus in München und am MAZ in Luzern und arbeitete später als freie Journalistin im Bereich Politik für Schweizer Tageszeitungen. Die Zweitausbildung an der Hochschule Luzern im Fachbereich Video habe sie mit der Absicht absolviert, journalistisch mit Bewegtbild zu arbeiten. In der Ausbildung jedoch hätten sich ihre Interessen verschoben. Heute habe Edith Flückiger ihre Ausdrucksform in der Welt der Bilder gefunden, die zugleich sinnliche Erfahrung seien und zum Nachdenken anregen würden. Als Künstlerin stellt sie ihre filmischen Installationen sowie ihre Text- und Spracharbeiten seit 1997 regelmässig im In- und Ausland aus.

Martina Lussi.
Bild: Georg Gatsas/zvg

Die Arbeiten von Martina Lussi (1987) bewegen sich gemäss Jury an den Schnittstellen von bildender Kunst und elektronischer Musik. In ihrem Schaffen gehe sie nicht von einem klassisch-musikalischen Standpunkt aus und verwebe Field-Recordings, synthetische Klänge sowie die eigene Stimme. Sie veröffentlicht regelmässig Soloalben, performt live in verschiedenen Kontexten und arbeitet kollaborativ mit Kunst-, Musik- und Theaterschaffenden. Das Zuhören – das genaue Hinhören – stehe im Zentrum der Arbeit der Trägerin des Anerkennungspreises.

Dominic Deville.
Bild: Carole Lauener

Der zweite Anerkennungspreis geht an den Satiriker, Entertainer und Moderator Dominic Deville (1975). Die Jury bezeichnet den ausgebildeten Kindergartenlehrer als einen «Bühnenberserker mit anarchischem Witz, scharfem Blick für gesellschaftliche und politische Absurditäten – einer, der den Unterschied macht». Die Luzerner Punkszene der 90er-Jahre sei prägend gewesen für sein Selbstverständnis und seinen Ausdruck als Künstler. Später spielte Deville in diversen Bands, arbeitete als Theaterschaffender und Moderator. 2016 trat er die Nachfolge von Giacobbo/Müller im SRF-Late-Night-Geschäft an – seine TV-Show «Deville» (2016–2023) machte ihn schweizweit bekannt. (zim)

Die Übergabe des Kunst- und Kulturpreises sowie der Anerkennungspreise 2025 der Stadt Luzern findet am Sonntagvormittag, 9. November, im Luzerner Theater statt.

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