Melchsee-Frutt

Im Jagdbanngebiet Huetstock werden zwei junge Bartgeier ausgewildert

Mit der Auswilderung zweier Junggeier am Pfingstmontag startet die Stiftung Pro Bartgeier eine neue fünfjährige Etappe im Projekt zur Wiederansiedlung dieser Greifvögel in den Alpen.
Bereits 8-mal wurden Bartgeier bei Melchsee-Frutt ausgewildert
Bild: zvg/weyrichfoto

Der Wildbestand des Bartgeiers in den Alpen wächst langsam an. In der Schweiz gibt es 35 erfolgreich brütende Bartgeierpaare. Eine Analyse zeigt jedoch, dass die genetische Vielfalt noch zu gering ist, heisst es in einer Medienmitteilung der Stiftung Pro Bartgeier. «Eine hohe genetische Vielfalt ist entscheidend, damit sich Arten an veränderte Umweltbedingungen anpassen können und nicht durch Inzucht geschwächt werden», wird Geschäftsführer Daniel Hegglin zitiert. Deshalb startet die Stiftung nun eine neue fünfjährige Phase mit gezielten Auswilderungen in Obwalden.

Die beiden diesjährigen Jungvögel stammen aus der österreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee und dem spanischen Wildtierzentrum Vallcalent. Die Jungtiere wurden nach genetischen Kriterien ausgewählt und entstammen Zuchtlinien, die im Wildbestand selten vertreten sind.

Nach dem Transport in die Schweiz können sich die drei Monate alten Jungvögel im Natur- und Tierpark Goldau in einer geschützten Voliere einige Tage eingewöhnen, bevor sie zum Auswilderungsstandort im Jagdbanngebiet Huetstock bei Melchsee-Frutt transportiert werden. Die Jungtiere werden mit einem GPS-Logger ausgestattet, sodass das Projektteam die Junggeier gut überwachen kann, nachdem diese ausgeflogen sind. (zim)

Hinweis
Im Gegensatz zu anderen Jahren ist eine Beobachtung der Auswilderung am Infostand nicht möglich, da die Gondelbahn und die Zufahrtsstrasse nach Melchsee-Frutt am Pfingstmontag noch geschlossen sind.

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