Fussball

Medienbericht: Uefa fordert wohl den freiwilligen Rücktritt von Fifa-Präsident Infantino

Für Fifa-Präsident Gianni Infantino wird die Luft immer dünner. Die Uefa fordert den Schweizer gemäss Medienberichten dazu auf, freiwillig zurückzutreten und droht mit einem Amtsenthebungsverfahren.
Sind seine Tage als Fifa-Präsident gezählt?
Bild: AP

Gianni Infantino steht nach den umstrittenen Investorenplänen rund um die Fussball-Weltmeisterschaft weiterhin in der Kritik – und es könnte noch schlimmer kommen für den Walliser.

Wie der Telegraph am Samstagnachmittag berichtet, hat der europäische Verband Uefa den Fifa-Präsidenten zum freiwilligen Rücktritt aufgefordert. Sollte Infantino nicht zurücktreten, werde die Uefa ein Amtsenthebungsverfahren gegen den 56-Jährigen einleiten.

Uefa könnte ausserordentlichen Kongress einberufen

Damit ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden kann, müssen gemäss Artikel 25 der Fifa-Statuten 20 Prozent der 211 Mitgliedsverbände einen ausserordentlichen Kongress einberufen. Mindestens 43 Verbände müssten mitmachen. Da die Uefa mit 55 Nationen vertreten ist, wäre die Einberufung wohl nur Formsache.

Bereits als die Fifa mitteilte, dass die Weltmeisterschaft nicht an Investoren verkauft wird, deutete die Uefa an, dass sie mit Infantino nicht mehr zufrieden ist und schrieb in einer öffentlichen Mitteilung: «Dies ist ein Sieg für den gesamten Fussball. Doch es darf nicht das Ende der Geschichte sein. Der Vorschlag ist vom Tisch. Die Aufgabe, das Vertrauen in die Fifa wiederherzustellen, hat jedoch gerade erst begonnen.»

Infantino amtet seit über zehn Jahren als Fifa-Präsident und möchte sich auch im nächsten Jahr wieder zur Wahl stellen. (riz/watson)

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