Schon nach dem 0:7 im Hinspiel des Schweizer Meisters FC Thun bei Lech Posen war es absehbar, seit Donnerstagabend ist klar: Die Schweiz stellt erstmals seit der Saison 2003/04 keinen Klub in der Champions - oder Europa League. Mit dem FC Lugano und den Berner Oberländern schafften es nur zwei Teams in die drittklassige Conference League, die es erst seit 2021 gibt. Der FC St. Gallen und der FC Sion scheiterten an der Playoff-Hürde.
Die Aussichten für die Schweiz (Rang 16), den 2024 verloren gegangenen fünften Europacup-Platz zeitnah zurückzuerobern, sind gering. Der Abstand auf Zypern auf Rang 15 ist bereits auf knapp vier Punkte angewachsen. In der Fünfjahreswertung der Uefa ist das in einer Saison kaum einholbar. Vor allem nicht, wenn nur noch zwei Vertreter Punkte sammeln.
Für Thun und Lugano geht es in den kommenden Monaten noch darum, mit guten Ergebnissen in der Conference League den Rückstand in Grenzen zu halten. Denn mit Österreich, Schottland, Kroatien und Bulgarien sind diverse hinter der Schweiz rangierte Nationen mit zwei oder drei Teams international vertreten. Und von den besser klassierten Ländern stellen nur Zypern und Polen ebenfalls nur zwei Teilnehmer.
Ein Vorteil ist, dass es in der Conference League pro gewonnenem Punkt genauso viele Zähler für die Uefa-Wertung gibt, wie in den qualitativ besseren Wettbewerben. Um den Abwärtstrend zu stoppen und mehr Punkte als in der ebenfalls unter den eigenen Ansprüchen (Rang 20) beendeten Vorsaison zu sammeln, müssten Lugano und Thun zusammen Punkte im Wert von sechs Siegen einfahren. Auch Unentschieden oder Weiterkommen werden belohnt. Dennoch dürfte diese Aufgabe ein schweres Unterfangen werden und der Abwärtstrend weiter anhalten.





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