Nations League

Ein Geschenk und ein unbezahlbarer Schatz – das sind die Nati-Noten gegen Schottland

Wer hat überzeugt beim 3:0 der Schweiz in Schottland? Wer muss sich noch steigern? Lesen Sie unsere Einzelkritik der Nationalspieler.

Gregor Kobel 
Note: 4,5

Ein bisschen mehr Konzentration als noch beim 3:0 in Nordmazedonien ist schon gefordert. Trotzdem auch gegen Schottland nur mit dem Fuss gefragt. Macht das tadellos.

Zachary Athekame
Note 5

Narrenfreiheit wie am Samstag geniesst er nicht mehr. Den Drive nach vorne behält er aber auch gegen die bissigen Schotten. Vermutlich nicht nur ein Versprechen für die Zukunft, sondern schon die Lösung für die Gegenwart.

Nico Elvedi
Note 5,5

Seit der WM im Dauer-Nati-Hoch. Jetzt schiesst er sogar noch ein Tor, im Stile eines Stürmers. Es ist ein vorgezogenes Geschenk an sich selbst, am Mittwoch wird Elvedi 30. Ach ja, wir wollen es nicht unterschlagen: hinten sackstark.

Manuel Akanji
Note 5

Vertritt Xhaka als Captain. Dirigiert wie gewohnt. Gewinnt die Duelle wie gewohnt. Und bleibt ohne Aussetzer. Das Gefühl sagt: Mit dem bärenstarken Elvedi an seiner Seite wird auch er nochmals besser.

Ricardo Rodriguez
Note 5

146 Länderspiele hat er seit gestern. Und noch immer haben wir nicht alles gesehen von ihm! Oder erinnert sich jemand an einen solch grossartigen Freistoss? Auch sonst agil und erfrischend. Als wollte er der Welt zurufen: «Ich bin 34? Na und!»

Ardon Jashari
Note 5

Hat Präsenz. Ist stark am Ball. Fällt mit cleveren Laufwegen auf. Ist der Aufgabe als Kopf im Schweizer Spiel gewachsen. Klar ist auch: Jede Nati-Minute tut ihm gut und hilft, die Automatismen zu fördern.

Remo Freuler
Note 5

Man kann es nicht genug häufig betonen: Die Nati hat an Freuler einen unbezahlbaren Schatz. Es sind allerlei kleine Details, welche diesen Wert ausmachen. Umsichtiges Positionsspiel, clevere Pässe, intelligente Laufwege. Dinge eben, die nicht immer auf den ersten Blick auffallen.

Michel Aebischer
Note 4,5

Sein Pass in die Tiefe auf Ndoye ist grossartig – und damit Ausgangspunkt der roten Karte und des ersten Tors. Ansonsten eher unauffällig.

Johan Manzambi
Note 4,5

Muss sehr viele Fouls einstecken. Mal heftig. Mal einfach, um seinen Rhythmus zu brechen. Die Schotten haben durchaus Erfolg mit dieser Taktik. Manzambi wirkt dadurch gehemmt. Wir fürchten: Er muss sich an diese Gangart der Gegner gewöhnen. Und dürfte den Ball früher abspielen.

Dan Ndoye
Note 4,5

Sein Tempo kann jeden Gegner der Welt vor Probleme stellen, siehe rote Karte. Ist ein bisschen zu wenig konkret vor dem Tor. Bleibt aber gierig und legt Amdouni den Ball zum 3:0 auf.

Zeki Amdouni
Note 5

Zwei Tore am Samstag gegen Nordmazedonien. Jetzt bereits das nächste. Belohnt sich fürs Nichtaufgeben nach einigen frustrierenden Szenen. Er ist der Mann der Stunde. Das verdient Respekt nach langer Kreuzband-Leidenszeit.

Zu kurz für eine Bewertung:

Rieder (ab 62.) / Britschgi (ab 62.) / Sierro (ab 70.) / Itten (ab 85.) / Sanches (ab 85.)

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