
Captain Granit Xhaka fehlt der Schweizer Fussball-Nati in den nächsten vier Spielen. Nachdem ausgekommen ist, dass er ein gefälschtes Covid-Zertifikat erworben hatte, bleibt der Rekord-Nationalspieler (152 Partien) zuhause und verpasst die nächsten vier Partien des Nationalteams.
Yakin: «Bin mir stürmische Zeiten gewohnt»
Nachdem sich der Direktor des Nationalteams, Pierluigi Tami, an einer Medienkonferenz und Verbandsboss Peter Knäbel gegenüber mehreren Medien zum «Fall Xhaka» geäussert haben, bezieht nun auch Trainer Murat Yakin Stellung. In einem Interview mit dem «Blick» ist das Fehlen des Captains ein Thema.
Zunächst wird Yakin auf mehrere aktuelle Probleme (Xhaka, Okafor, Doppelbürger-Diskussion, fehlender Koffer) angesprochen. Doch der scheinbar immer besonnene Coach sagt: «Nach all diesen Jahren im Fussballbusiness und als Nati-Trainer bin ich stürmische Zeiten gewohnt.»

Er denke nicht in Problemen, sondern in Lösungen. Die Lösung mit Xhaka ist, dass dieser vorerst nicht im Kader steht. Sportlich wiegt sein Fehlen schwer. Doch Yakin sagt auch, dass sein Captain eingesehen habe, dass er einen Fehler gemacht habe. Es tue ihm leid und Xhaka habe nun für sein Verhalten öffentlich die Verantwortung übernommen.
Und, fügt der 52-Jährige an: «Mit seiner Abwesenheit bei diesem Nati-Zusammenzug will er in dieser Phase der lauten und kontroversen öffentlichen Diskussion die Mannschaft schützen.» Diese könne sich dadurch gänzlich auf die wichtigen Spiele in der Nations League konzentrieren.
Das sagt Yakin über Xhakas Zukunft in der Nati
Der Trainer und sein Captain stehen im ständigen Austausch. Yakin erklärt, wie er Xhaka zuletzt wahrgenommen hat. «Er ist sehr reflektiert, klar, denkt und handelt zum Wohl des Teams. Das schätze ich sehr.»
In der Öffentlichkeit wird nun teilweise gefordert, dass Xhaka aus der Nati zurücktreten muss. Verbandspräsident Knäbel hat angekündigt, dass man nach den Nations-League-Partien mit dem Captain die Zukunft besprechen wolle. Darauf verweist auch Yakin, als er im Interview darauf angesprochen wird. Er sagt lediglich, dass er überzeugt sei, «dass wir eine gute Lösung für alle finden werden».
Die Nati bestreitet in diesem Zusammenzug gleich vier Spiele in der Nations League. Zunächst trifft sie auswärts auf Nordmazedonien (26.9.) und Schottland (29.9.). Danach empfängt sie jeweils zuhause in Luzern Slowenien (3.10.) sowie Nordmazedonien (6.10.). Mitt November stehen die zwei abschliessenden Spiele an. Das Ziel ist klar: Der Aufstieg zurück in Liga A soll bewerkstelligt werden. (cri)



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