
Hat Granit Xhaka ein Covid-Zertifikat bezogen, obwohl er sich nicht hat impfen lassen? Diese Frage steht seit einigen Tagen im Raum. Nun äussert sich der Schweizer Nati-Captain dazu.
Via Instagram gibt er alles zu: «In Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung war ich damals persönlich stark verunsichert und hatte grosse Bedenken. (...) In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu erklären. Heute sehe ich, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Das tut mir leid.»

Als Folge des Eklats wird Xhaka heute Montag nicht wie geplant bei der Schweizer Nati einrücken und die vier Nations-League-Spiele verpassen. Dieser Entscheid wurde in einem Gespräch zwischen Xhaka und der SFV-Verbandsführung gemeinsam getroffen.
Die Nati versammelt sich heute im türkischen Belek, wo sie sich bis Freitag auf die beiden Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland vorbereitet. Am 3. und 6. Oktober reist das Team von Murat Yakin in die Schweiz und bestreitet zwei weitere Spiele in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien. Ohne Captain.
Verbandspräsident Peter Knäbel sagt: «Granit Xhaka hat uns gestern Abend über den Sachverhalt informiert und uns gleichzeitig gesagt, dass er sich öffentlich dazu äussern und Verantwortung übernehmen wird. Wir begrüssen, dass Granit diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt.
Gleichzeitig sind wir gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten. Für uns geht es jetzt darum, Ruhe in die Situation zu bringen und den Fokus voll und ganz auf die Mannschaft und die bevorstehenden Aufgaben in der Uefa Nations League zu richten.»

Wie weiter in der Nati mit Granit Xhaka?
Xhaka kündigt in seinem Statement an, bei der Aufarbeitung Hand zu bieten: «Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung, stelle mich der Aufarbeitung des Sachverhalts und kooperiere vollumfänglich mit den zuständigen Behörden.»
Er selbst lässt offen, ob und wie es für ihn in der Nati weitergeht. Etwas tiefer blicken lässt der Satz von Verbandspräsident Peter Knäbel. Dieser sagt: «Nach Abschluss dieses Länderspielfensters werden wir die Situation gemeinsam mit Granit neu beurteilen und das weitere Vorgehen besprechen.»



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