
Wie der Blick berichtet, ermittelt die Luzerner Staatsanwaltschaft gegen Granit Xhaka. Die Zeitung schreibt, dass es dabei um ein gefälschtes Covid-Zertifikat gehen soll. Anfang Oktober soll der 33-jährige Xhaka dazu befragt werden.
Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, bestätigt gegenüber der Zeitung, dass gegen Xhaka und seine Ärztin ermittelt wird. Kopp sagt: «Dabei geht es darum, zu klären, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt im Zusammenhang mit einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung oder/und Urkundenfälschung.»
Der Captain der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft beteuert gemäss seinem Sprecher die Unschuld. Die Verfahren sind noch hängig. Aktuell gilt für Xhaka und seine Ärztin die Unschuldsvermutung.
Ist Xhaka nicht gegen Covid geimpft worden?
Im Jahr 2023 soll die Polizei bei einer Ärztin in Luzern ihre Praxis durchsucht haben und verschiedene Beweise sichergestellt haben. Dabei geht es um diverse Kunden, die sich bei ihr gefälschte Corona-Zertifikate besorgt haben sollen. Xhaka soll eine Impfbestätigung erhalten haben, obwohl diese Corona-Impfung nie stattgefunden habe.
Xhaka wurde am 1. September 2021 kurz vor dem Testspiel gegen Griechenland positiv auf das Coronavirus getestet und verpasste deswegen die Partie. Damals war der Mittelfeldspieler noch nicht geimpft oder genesen.
Danach liess er sich gemäss eigenen Aussagen – unter anderem in einem Interview mit dieser Zeitung – impfen. Auf die Frage, warum er sich doch impfen lassen habe, antwortete Xhaka damals: «Ich wollte den Medien einfach mal zeigen: Hört auf zu schreiben – darum habe ich mich impfen lassen.» Der Aussage folgte ein Lacher.

Xhakas Sprecher Andreas Bantel sagt dem «Blick»: «Es liegt ihm eine Bestätigung der behandelnden Ärztin vor, dass er am 25. Januar 2022 zum ersten Mal und am 11. November 2022 zum zweiten Mal gegen Covid geimpft wurde.» Weil es sich um ein offenes Verfahren handelt, äussert sich Xhaka selbst aktuell nicht einzeln in der Öffentlichkeit zum Thema.
Cornel Borbely, Verteidiger der betroffenen Ärztin sagt dem «Blick» auf Anfrage, dass seine Klientin Xhaka geimpft habe und alles regulär und nach Vorgaben abgelaufen sei.
Und was sagt der Schweizer Fussballverband (SFV) zur Thematik? Auf Anfrage von Schweiz heute erklärt der Verband: «Wir haben Stand jetzt keine verlässlichen Informationen dazu und können uns dementsprechend auch nicht dazu äussern.»
Der Fall erinnert an jenen von Patrick Fischer: Im April dieses Jahres wurde bekannt, dass der langjährige Schweizer Eishockey-Nationaltrainer verurteilt wurde, weil er sich ein gefälschtes Covid-Zertifikat besorgte. Daraufhin wurde Fischer noch vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land entlassen und mittlerweile sogar vom Welt-Eishockeyverband für mehrere Jahre gesperrt. (watson, riz / cri)
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