
Um den Captain der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, Granit Xhaka, gibt es grossen Wirbel. Es steht die Frage im Raum, ob er sich ein gefälschtes Zertifikat für eine Covid-Impfung beschafft hat.
Am vergangenen Freitag hat der «Blick» diese Geschichte öffentlich gemacht. Worum geht es aber? Die Luzerner Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren gegen Granit Xhaka. Im Zentrum steht der Verdacht, dass das Zertifikat gefälscht ist und sich Xhaka möglicherweise nicht hat impfen lassen.
Bekannt wurde der Fall durch Ermittlungen gegen eine Luzerner Hausärztin. Bei einer Hausdurchsuchung stiessen die Behörden offenbar auf Unterlagen zu Corona-Impfungen prominenter Personen.
Mit seinem Klub Sunderland stand Xhaka am Sonntag bei Manchester City auf dem Rasen – und verlor eine spektakuläre Partie mit 3:5. Hinterher wurde er von der NZZ zum aktuellen Fall gefragt. Der 33-Jährige sagte zunächst, er gebe dazu keinen Kommentar ab. Er habe Fussball gespielt und das sei alles, was für ihn aktuell zähle.
Auf Nachfrage, ob ihn die Sache beeinträchtige, antwortete Xhaka: «Überhaupt nicht, ich hatte schon schlimmere Sachen.»

Der Schweizer Rekordnationalspieler wies alle Vorwürfe bereits am Freitag zurück. Er tat dies über seinen Sprecher Andreas Bantel. Er verpasste im September 2021 zwei Nati-Spiele, nachdem er an Corona erkrankt war und eben noch ungeimpft war.
Danach liess er sich gemäss eigenen Aussagen – unter anderem in einem Interview mit dieser Zeitung – impfen. Auf die Frage, warum er sich doch pieksen lassen habe, antwortete Xhaka damals: «Ich wollte den Medien einfach mal zeigen: Hört auf zu schreiben – darum habe ich mich impfen lassen.» Der Aussage folgte ein Lacher.
So oder so: Eine Einvernahme Xhakas steht Anfang Oktober bevor. Die Staatsanwaltschaft muss mehrere Fragen klären. Dabei könnten unter anderem Flugtickets des Mittelfeldspielers eine Rolle spielen. Der Gerichtstermin könnte mit dem Qualifikationsspiel der Nati in Luzern gegen Nordmazedonien am 6. Oktober kollidieren. (cri)



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