Impfzertifikat

Fall Granit Xhaka: Luzerner Ärztin sorgte schon während Pandemie für Schlagzeilen

Im Fall um Granit Xhakas mutmasslich gefälschtes Covid-Zertifikat werden neue Details bekannt. Dabei rückt erneut eine Luzerner Ärztin in den Fokus.

Im Fall um das mutmasslich gefälschte Covid-Zertifikat von Granit Xhaka sind neue Details bekannt geworden. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, soll eine Luzerner Hausärztin dem Captain der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft 2022 zwei Corona-Impfungen bescheinigt haben. Laut Xhakas Umfeld belegt das Zertifikat, dass die Impfungen tatsächlich erfolgt seien. Die Staatsanwaltschaft prüft im Rahmen ihrer Ermittlungen unter anderem die Echtheit der ausgestellten Zertifikate.

Die Medizinerin war bereits während der Coronapandemie schweizweit bekannt geworden. Wie die «Sonntagszeitung» mit Verweis auf die damalige Berichterstattung der Luzerner Zeitung berichtet, habe sie 2021 mehrere schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mit dem damals viel diskutierten Medikament Opaganib behandelt und sprach von «spektakulären» Erfolgen. Das Luzerner Kantonsspital sowie Fachleute warnten damals jedoch davor, aus einzelnen Behandlungen Rückschlüsse auf die Wirksamkeit des Medikaments zu ziehen. «Eine spätere kontrollierte Studie hat den erhofften Wirksamkeitsnachweis nicht erbracht», schreibt die «Sonntagszeitung» weiter.

Am Freitag hatte der «Blick» berichtet, dass die Luzerner Staatsanwaltschaft untersucht, ob im Zusammenhang mit dem Covid-Zertifikat strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Xhaka bestreitet die Vorwürfe und erklärt über seinen Sprecher, er sei am 25. Januar und am 11. November 2022 regulär gegen Covid-19 geimpft worden. Seine Anwälte sowie die Ärztin weisen die Vorwürfe zurück. Für Xhaka und die Ärztin gilt die Unschuldsvermutung. (rem)

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