Nati-Captain

Ärztin widerspricht Xhaka: «Ich habe ihn korrekt geimpft»

Granit Xhaka gab zu, 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat erworben zu haben. Nun widerspricht ihm die Luzerner Ärztin, die das Zertifikat ausgestellt hat.

Die Ärztin, welche Granit Xhaka das Impfzertifikat ausgestellt hat überrascht mit einer Aussage gegenüber dem «Blick» und sagt: «Ich habe ihn korrekt geimpft».

Am Freitag veröffentlichte der «Blick», dass gegen den Nati-Captain ermittelt wird. Der Vorwurf: Xhaka habe ein 2022 gefälschtes Covid-Zertifikat erworben. Nach anfänglichem Abstreiten gab Xhaka am Montag den Fehltritt zu: «Ich empfand tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Verunsicherung geprägt.»

Ermittlungen gegen Praxis brachten Fall ins Rollen

Doch die Ärztin Andrea L. widerspricht diesem Geständnis. «Ich habe Xhaka korrekt geimpft», sagt die Ärztin mit Praxis in Luzern gegenüber «Blick». Ihre Praxis ist der ursprüngliche Grund, wieso die Staatsanwaltschaft Xhaka überhaupt anzeigte, wie Recherchen von «Schweiz heute» zeigten.

Es bestand der Verdacht, dass die Ärztin massenweise Medikamente an ihre Patienten und Patientinnen verkaufte. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten stiessen die Behörden auf den Verdacht mit Xhaka.

Die 54-Jährige beharrt darauf, sie habe den Nati-Spieler korrekt geimpft. Da er bereits 2021 an Covid erkrankte, sei nur eine Impfung nötig gewesen und diese habe sie korrekt verabreicht.

Xhaka bleibt bei seiner Darstellung

Die Ärztin will nicht mit der impfkritischen Szene in Verbindung gebracht werden und sagt: «Ich war in Luzern eine der ersten Personen, die geimpft wurden.» Ebenfalls stellt sie klar, dass ihre Praxis entgegen von Gerüchten geöffnet sei.

Auf Anfrage von «Blick» lässt Xhaka über seinen Sprecher verlauten, dass er bei seiner Aussage bleibt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Gemeinsam mit der Spitze des Schweizerischen Fussballverbands hat der Rekordnationalspieler entschieden, nicht zum aktuellen Zusammenzug der Nati, die vier Partien in der Nations League bestreitet, einzurücken. Wie die Zukunft des Captains im Nationalteam aussieht, ist noch offen. Der Verband liess verlauten, dass man sich nach den Nations-League-Spielen zusammensetzen und eine Lösung suchen werde. (jbl)

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