
FC Thun
Weil die Schweiz in der Fünfjahreswertung der Uefa auf Rang 16 abgerutscht ist, startet der Meister in diesem Sommer deutlich früher in der Qualifikation für die Champions League. Anders als noch vor einem Jahr, als der FC Basel in den Playoffs einstieg, muss Thun drei Runden überstehen und bekommt als ungesetztes Team in jeder Runde einen auf dem Papier besseren Gegner zugelost. Als Meister bekommen es die Berner Oberländer auf dem Champions Weg nur mit anderen Landesmeistern zu tun.
In der 2. Qualifikationsrunde, in der Thun beginnt, warten bereits Klubs wie Roter Stern Belgrad, Dinamo Zagreb oder Slovan Bratislava. Auch Celje, Omonia Nikosia, Hapoel Be'er Scheva oder ein Sieger aus der 1. Qualifikationsrunde (mit Banja Luka, Lincoln Red Imps, Drita, Kuopion PS oder den Shamrock Rovers) könnten dem FC Thun zugelost werden. Bei einem Weiterkommen warten auch in der 3. Qualifikationsrunde mit hoher Wahrscheinlichkeit die oben genannten Teams. In den Playoffs kommen dann auch noch Celtic Glasgow, AEK Athen und der LASK als mögliche Gegner, die erst dann in den Wettbewerb einsteigen, hinzu.
Sollte Thun verlieren, gibt es mit der Europa League und der Conference League noch zwei Auffangbecken für den Schweizer Meister. Nur bei drei verlorenen Duellen würde Thun - wie in der Vorsaison Servette - die Ligaphase verpassen.
FC St. Gallen

Weil Aston Villa sich sowohl über die Liga als auch über den Gewinn der Europa League für die Champions League qualifizierte, rutscht St. Gallen im komplexen Uefa-Reglement nach. So startet der Cupsieger bereits in der zweiten und nicht wie ursprünglich vorgesehen in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League. St. Gallen hat zwar anders als Thun in den vergangenen fünf Jahren ein paar Koeffizientenpunkte gesammelt. Doch auch die Ostschweizer werden in allen Qualifikationsrunden in der Europa League ungesetzt sein.
Bereits als erster Gegner warten mit Benfica Lissabon, Ferencvaros Budapest, Viktoria Pilsen, FC Midtjylland, Paok Saloniki, Qarabag Agdam, Maccabi Tel Aviv, Paphos oder dem RSC Anderlecht schwierige Kontrahenten. Ab der dritten Qualifikationsrunde kommen mit Salzburg und den Glasgow Rangers weitere prominente potenzielle Gegner in die Verlosung. Dazu sind dann auch Gegner möglich, die aus der Champions-League-Qualifikation abgestiegen sind. Zu einem Duell mit Thun kann es allerdings nicht kommen, da Teams aus den gleichen Ländern getrennt werden.
Lugano, Sion und Vaduz

In der Conference League starten mit dem FC Lugano und mit dem FC Sion der Dritte und der Vierte der abgelaufenen Saison ebenfalls in der zweiten Qualifikationsrunde. Auch der Liechtensteiner Cupsieger FC Vaduz steigt dann ins Geschäft ein. Zunächst sind alle drei Super-League-Teams gesetzt und erhalten zum Auftakt einen vermeintlich einfacheren Gegner. Ab der dritten Qualifikationsrunde bekommen Sion und Vaduz stärkere Gegner, die möglicherweise auch aus der Europa League abgestiegen sind.
Spätestens in den Playoffs warten dann auf alle Super-League-Vertreter grosse Namen. Atalanta Bergamo, der SC Freiburg, die AS Monaco, Braga, Ajax Amsterdam, Kopenhagen, Gent, Rapid Wien und Panathinaikos Athen sind dann die am höchsten gerankten möglichen Gegner. Auch Brighton & Hove, Getafe oder überraschend aus Champions - und Europa-League abgestiegene Topteams sind dann in der Verlosung.
Lugano, Sion und Vaduz müssen daher ebenfalls mindestens einen grossen Brocken aus dem Weg räumen, um die Ligaphase zu erreichen. Ein Auffangbecken gibt es nicht. Bei einem Ausscheiden ist die internationale Saison beendet.



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