Promi-Zirkus

Taylor Swifts Hochzeit: 1000 Gäste, eine wütende Demonstrantin und Adam Sandler als Pfarrer

Privat? Ja. Intim? Mitnichten. Trotz strenger Geheimhaltung sind einige Details zu Taylor Swifts Ja-Wort durchgesickert.
Nach ihrer Verlobung sind Travis Kelce und Taylor Swift nun Mann und Frau.
Bild: Instagram

Es sorgte für Trubel, als würden sich der Papst und Madonna zum Schlammcatchen treffen. Manche US-Fernsehsender liessen zu Taylor Swifts Ja-Wort sogar einen Livestream vor dem Madison Square Garden laufen.

Das sah zwar die meiste Zeit aus wie ein Standbild, wenn nicht mal ein Auto vorbeifuhr oder Polizisten vorbeiliefen. Denn zu sehen gab es lange nichts.

Vielleicht wurde das Tamtam genau deshalb noch gesteigert. «Ich habe so! viele! Geheimhaltungsvereinbarungen unterschrieben!», stöhnte der britische Moderator Graham Norton vorab in einem Podcast.

Das Kleid

Wie bei jeder Promi-Hochzeit lautet die Frage: Wie sieht das Brautkleid aus? Opulent von Versace? Elegant von Oscar de la Renta? Extravagant von Vivienne Westwood? Oder doch traditionell von Tom Ford?

Taylor Swift trug all diese Designer schon auf dem roten Teppich. Doch für ihre Hochzeit bekam Dior den Zuschlag.

Wie das Kleid aussieht, ist noch immer nicht bekannt, doch es wurde für Taylor massgeschneidert – und natürlich hatte sie dabei ein Wort mitzureden, wie ihre Pressesprecherin in einem Statement bestätigte.

Ob Taylor Swift ungefähr so zum Altar lief? In der aktuellen Dior-Kollektion gibt es einige weisse Kleider.
Bild: Aurelien Morissard

Ihre Schuhe wurden von Christian Louboutin extra angefertigt, der Schmuck war von Cartier. Wie teuer das war, ist nicht bekannt.

Ist vielleicht auch besser so, sonst würden Normalsterbliche wohl vom Stuhl fallen. Oder die Revolution ausrufen. Apropos:

Das sorgte für Kritik

Der ganze Hochzeitszirkus begeisterte längst nicht alle. Dass Taylor Swift sich ausgerechnet das Wochenende zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten als Hochzeitstag ausgesucht hat, sorgte für Kopfschütteln.

«Ganz schön arrogant», fanden es manche, dass sie die Aufmerksamkeit an diesem historischen Tag auf sich ziehe. Und dass dafür mitten in New York Strassen gesperrt wurden, kam auch nicht überall gut an.

Die meisten äusserten Kritik online. Doch eine Demonstrantin war vor Ort.
Bild: Charles Sykes

Vor dem Madison Square Garden mischte sich eine Demonstrantin mit einem Schild unter die Schaulustigen. Darauf schrieb sie verschiedene Vorwürfe, die Taylor Swift immer wieder gemacht werden:

«Vom Dating Minderjähriger über Steuerabschreibungen und den Beitrag zur Klimakrise bis hin zum Abgreifen von Strom während einer tödlichen Hitzewelle zulasten deines baldigen Ex-Partners: Du bist wirklich ein Monster, Taylor Swift.»

Tatsächlich datete die Sängerin mit 22 Jahren einen Minderjährigen. Ihr Ex-Freund Conor Kennedy war damals 17.

Online wurde kritisiert, dass sie den millionenschweren Bonus, den sie an die Crew ihrer «Eras Tour» vergeben hat, nur als PR-Schachzug und zur massiven steuerlichen Abschreibung genutzt habe.

Klimaaktivisten heben immer wieder hervor, dass ihre vielen Reisen im Privatjet für einen massiven CO₂-Fussabdruck sorgen.

Und die Sache mit dem Strom bezieht sich wohl auf das Ja-Wort im Madison Square Garden, wo es Eisskulpturen gab. Draussen herrschten derweil fast 40 Grad.

Wer dabei sein will, muss leiden: Ein Live-Streamer versuchte sich vor dem Madison Square Garden vor der brennenden Sonne zu schützen.
Bild: Ryan Murphy

Auch auf Social Media hielten sich Kritiker nicht zurück. Das enorme Polizeiaufgebot sei «eine Verschwendung von Ressourcen des NYPD», schrieb jemand auf Instagram.

Ausserdem sei es «absolut respektlos gegenüber New Yorkern, die mit diesen Verkehrsbehinderungen zurechtkommen müssen».

«All das für eine zweijährige Ehe», heisst es in einem zynischen Kommentar. Und zum Ja-Wort im Madison Square Garden meinte ein anderer Instagram-User, dass für die Scheidung dann wohl das Baseballstadion der Yankees gebucht werde.

Bild: Instagram

Bevor es soweit kommt, klären wir rasch dieser Frage:

Gab es Promi-Trauzeugen?

Bei Travis Kelce war der Fall praktisch klar. Der Footballspieler ernannte wenig überraschend seinen älteren Bruder Jason Kelce zum Trauzeugen. Bei Taylor war das etwas komplizierter.

Die Sängerin ist bekannt für ihre zahlreichen Promifreundinnen, unter denen sie sich ihre Brautjungfern aussuchen konnte. Dann wäre da noch ihre Promi-BFF Selena Gomez oder ihre beste Freundin aus Kindertagen.

Am Ende verzichtete sie auf alle und ernannte stattdessen ihren jüngeren Bruder Austin Swift zum Trauzeugen.

Taylor und Bruder Austin Swift.
Bild: Instagram

Statt Promi-Trauzeugen gab es dafür überraschend einen Promi-«Pfarrer». Getraut hat das Paar nämlich Adam Sandler. Laut TMZ trällerte der Schauspieler dafür sogar einen selbstgeschriebenen Song über Swift und Kelces Liebe.

Es hat wohl niemand auf Adam Sandler als Pfarrer gesetzt.
Bild: Riccardo Antimiani

So reagierte Donald Trump

Donald Trump war in der Vergangenheit alles andere als ein Fan von Taylor Swift. Zur Verlobung mit Kelce gratulierte er aber, wünschte ihr Glück und bezeichnete sie plötzlich als «fantastische Person».

Dass sie ihm an diesem Wochenende aber die Show stiehlt, dürfte ihm nicht gefallen. Schliesslich kündigte er die Feierlichkeiten zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten mit «der grössten Trump-Rally» an.

Bereits vor dem Startschuss zur Hochzeit sprang das Weisse Haus auf den Zug auf und postete ein Bild mit Trump im Stil von Swifts Eras-Tour-Poster.

Kaum flimmerte nach der Trauung die Botschaft «Just Married» über die Bildschirme vor dem Madison Square Garden, postete das Weisse Haus eine abgewandelte Version mit der Aufschrift «TRUMP IS YOUR PRESIDENT».

Wenn man sich die Kommentare ansieht, kommt das weniger gut an. «Jemand ist eifersüchtig», stichelt ein Instagram-User.

Promi-Gäste: Wer da war – und wer nicht

Harry Styles wurde als einziger von Taylor Swifts Verflossenen eingeladen. Weil er aktuell aber auf Tour ist, musste er dankend absagen.

Doch während 1000 andere Gäste bei der Hochzeit dabei waren, gab es für Swifts einst enge Freundin Blake Lively nicht mal eine Einladung.

Ganz schön bitter, schliesslich ist die Sängerin die Patentante von Livelys vier Kindern. Doch nachdem sie in den Rechtstreit mit Justin Baldoni hineingezogen wurde, gab es offenbar Krach.

Vor zwei Jahren waren Taylor Swift und Blake Lively noch unzertrennlich.
Bild: David Becker

Doch auch so war die Hochzeit der reinste Promi-Zirkus. Viel sah man von den Stars zwar nicht. Doch Paparazzi erwischten trotzdem ein paar von ihnen:

Unter anderem Ed Sheeran, Gigi Hadid, Bradley Cooper, Hugh Grant, Camila Cabello, Julianne Moore, Steven Spielberg, Zoe Kravitz, Benson Boone, Machine Gun Kelly, Ellie Goulding, Jessica Chastain, Dakota Johnson, Ethan Hawke, Tommy Hilfiger, Jimmy Fallon und viele, viele mehr.

Dakota Johnson auf dem Weg zur Hochzeit.
Bild: Scrrenshot X
SchauspielerJason Sudeikis war auch eingeladen.
Bild: Laura Brett
Hier eilt Hugh Grant in die Arena.
Bild: LAURA BRETT

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