
Seit seiner Verurteilung wegen Nötigung zur Prostitution ackern die Anwälte von Sean Combs, alias Diddy, um seine vorzeitige Entlassung. Aktuell soll er am 15. April 2028 frei kommen. Doch die Arbeit wird für sein Team nicht weniger. Laut der Promi-Plattform TMZ stehen neue Ermittlungen im Raum.
Jonathan Hay, ein ehemaliger PR-Manager, behauptet, Diddy habe ihn sexuell genötigt. 2020 sei er mit ihm in einem Zimmer gewesen, als der Rapper in ein Hemd seines verstorbenen Freundes, des Rappers The Notorious B.I.G., masturbierte. Anschliessend soll er Hay aufgefordert haben, ihn zu befriedigen, und warf das Hemd nach ihm.
2021 traf er Diddy erneut. Diesmal soll der Rapper ihn als «Verräter» beschimpft und gezwungen haben, seinen Penis in den Mund zu nehmen. Die Polizei von Los Angeles ermittelte monatelang und übergab den Fall schliesslich der Staatsanwaltschaft. Diese prüft nun, ob eine weitere Anklage erhoben wird.

Ex-Freundin ohne Zustimmung gefilmt?
Gleichzeitig sorgt Diddys Name auch an anderer Stelle für Aufsehen. Am vergangenen Wochenende tauchte ein geleaktes Sextape auf – von Diddys Ex-Freundin Daphne Joy, mit der er von 2021 bis zu seiner Verhaftung 2024 zusammen war. Darauf soll zu sehen sein, wie das Model Sex mit einem Pornodarsteller hat, während der Rapper zuschaut.
In einem Statement bezeichnet Joy das Video als «Missbrauch». Sie habe nie zugestimmt, gefilmt zu werden: «Jeder macht mal Fehler, und ich war der grösste Idiot. Ich wollte einfach nur, dass mein damaliger Partner glücklich und zufrieden ist. Ich wollte ihm jeden Wunsch erfüllen – selbst wenn das hiess, meine eigenen Grenzen zu überschreiten. Ich habe ihn von ganzem Herzen geliebt und glaubte, er liebte mich auch.»
Wer das Video geleakt hat, ist nicht ganz klar. Joy nennt keine Namen und spricht nur von «der Person im Video» – wohl der Pornodarsteller. Er habe gedroht, das Material online zu stellen, wenn sie ihm kein Geld zahle. Als sie sich weigerte, versuchte er angeblich, es an einen Medienkonzern zu verkaufen. «Als klar wurde, dass es sich um Rachepornos und Erpressung handelte, verzichteten sie auf die Ausstrahlung», schreibt Joy.

50 Cent schiesst nicht nur gegen Diddy
Währenddessen nutzt 50 Cent die Situation, um sich erneut über seinen langjährigen Rivalen lustig zu machen. Der Rapper, der seit Jahren Krach mit Diddy hat, postet auf Instagram Screenshots des angeblichen Videos mit dem Kommentar: «Free Diddy, er hat schon genug durchgemacht, weil er ohne Penis geboren wurde. LOL.»
Doch dann wechselt er den Ton und teilt auch gegen Daphne Joy aus. Er und das Model dateten zwischen 2011 und 2012 und haben einen gemeinsamen Sohn. Er sei es nun, der unter dem Leak leide: «Sie ist kein Opfer. Könnt ihr euch vorstellen, in der achten Klasse herauszufinden, dass das eure Mutter ist? Das Gerichtssystem in Los Angeles findet das in Ordnung.» Mit dem letzten Satz spielt er wohl auf den Rechtstreit an, den er mit Joy führt. Denn ja, die Sache hat noch ein weiteres Kapitel.

Joy verklagte 50 Cent 2013 wegen häuslicher Gewalt und Vandalismus. Die meisten Punkte wurden fallengelassen, trotzdem wurde er zu einer Bewährungsstrafe und einer Gewalttherapie verurteilt. Ausserdem wurde ihm ein Kontaktverbot zu Joy aufgebrummt.
2024 warf sie ihm vor, sie in der Beziehung vergewaltigt und misshandelt zu haben – was er als «falsch» und «haltlos» zurückwies. Im Gegenzug verklagte er sie wegen Verleumdung und warf ihr vor, seinen Sorgerechtsantrag für den gemeinsamen Sohn manipulieren zu wollen. Denn nachdem Joys Name in den Ermittlungen gegen Diddy auftauchte, wollte 50 Cent seinen Sohn zu sich holen.
In Kommentaren sind sich Fans uneinig. Manche geben Daphne Joy die Schuld für das Video. «Sie wusste, was sie tut», heisst es in einem Kommentar auf Instagram. Andere mahnen 50 Cent, sich nicht einzumischen: «Dein Kind hat schon genug durchgemacht.»
Ob nach der Anzeige von Hay nun erneut Anklage gegen Diddy erhoben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist nur: Um Diddy wird es auch hinter Gittern nicht langweilig.



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