Fake

Trauer als Klickmagnet? KI-Video von Cindy Crawford schockiert

Bei Promi-News ist es ein schmaler Grat zwischen Berichterstattung und Sensationsgeilheit. Doch während Cindy Crawford um ihren Sohn trauert, sprengt ein geschmackloses KI‑Video alle Grenzen.

Ganz in schwarz gekleidet und mit schmerzverzerrtem Gesicht hält Cindy Crawford ein Bild ihres verstorbenen Sohnes in den Armen und kämpft mit den Tränen. Doch nichts davon ist echt. Das Video wurde mit KI erstellt.

Gepostet wurde es auf der Facebook-Seite «Sunday Roast». Ein Blick auf den Account zeigt, dass es dort ausschliesslich solche morbiden KI-Videos gibt. Darunter ist auch das einer Fake-Diana, die in ihrer Ehe leidet und fremdgeht oder hungernde Menschen in verschiedenen Teilen der Welt.

Obwohl eigentlich jedem klar sein müsste, dass all das nicht echt ist, hat die Seite über sechs Millionen vermeintliche Follower. Und diese kommentieren fleissig. Beim KI-Video von Cindy Crawford sind es über 10‘000 Kommentare und über 80‘000 Likes.

Wissen sie nicht, dass das fake ist? Ist ihnen diese Geschmacklosigkeit einfach egal? Sind das überhaupt Menschen – oder nur noch Algorithmen?

Auch in der Realität wird Presleys Tod ausgebeutet

Doch es pfeifen auch manche Paparazzi auf Privatsphäre. So wurde Cindy Crawford einen Tag nach Presleys Tod fotografiert, als sie im Auto vom Haus ihres Sohnes wegfuhr: «Das erste Foto».

Nach der schlimmen Nachricht bat ein Sprecher in einem Statement der Familie um Privatsphäre. Doch ominöse Insider erzählen gegenüber «People», die Familie stehe «unter Schock» und sei «unbeschreiblich traurig».

«Page Six» und «TMZ» veröffentlichten die Audioaufnahme des Notrufs, in der es heisst, dass Presley vor seinem Tod einen Herzstillstand erlitt.

Es wird über den «schleichenden Zusammenbruch» und die «Abwärtsspirale» des 27-Jährigen spekuliert. Von der Verhaftung wegen Fahrens unter Drogeneinfluss bis hin zu einer Fentanyl-Überdosis, die ihn ins Koma versetzte.

Ex-Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly zieht in ihrer «Megyn Kelly Show» eigene Schlüsse und kritisiert Crawford und ihren Ehemann Rande Gerber. Diese hätten eine «rücksichtslose Entscheidung» getroffen, ihre Kinder bereits als Teenager ins Modelbusiness einsteigen zu lassen: «Seien wir ehrlich, die Kinder wurden kommerzialisiert.»

Neugier hat ihre Grenzen

Presley Gerbers Tod wirft Fragen auf. Klar ist bisher nur, dass Presley seit Jahren gegen seine Drogensucht und mentale Probleme kämpfte. Darüber sprach er in zahlreichen Instagram-Videos.

Am vergangenen Sonntag wurde sein lebloser Körper in einer Entzugsklinik in Santa Monica gefunden. Die Polizei geht bisher von einer mutmasslichen Überdosis aus. Wie die Drogen in die Entzugsklinik gelange konnten, wird nun ermittelt.

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