
Zum ersten Mal soll KI im deutschen Free-TV laufen. Wie RTL in einer Mitteilung schreibt, werden ab dem 7. September fünf Folgen von «Ulrich Wetzel – Das Strafgericht» ausgestrahlt. Die Storys darin wurden mit KI «dramaturgisch weiterentwickelt».
Das heisst, die Figuren, Handlungsverläufe und Urteile von bereits produzierten Episoden wurden mit KI verändert. Aus einer freigesprochenen Angeklagten wurde eine verurteilte Täterin, aus einem Mutter-Sohn-Verhältnis ein Geschwisterverhältnis, oder ein anderer Täter gesteht die Tat und verändert damit das Urteil.
«In einer Folge wechselt ein kompletter Gender-Swap der Hauptfigur die Perspektive auf die gesamte Geschichte», heisst es in der Mitteilung weiter.
«Schneller und effizienter»
«Mit ‹Das Strafgericht› gehen wir bewusst einen ersten aufgeschlossenen Schritt und machen die Möglichkeiten von KI für unser Publikum direkt erlebbar», sagt Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland: «Das Ziel ist, damit künftig schneller und effizienter Inhalte umzusetzen und für Streaming und Broadcast zu veröffentlichen.»
Die fünf Folgen seien «ein Praxistest unter realen Produktions- und Programmbedingungen». Die notwendigen Rechte wurden mit den beteiligten Darstellern geklärt. «Damit zeigt der Pilot zugleich, wie durch verantwortungsvollen KI-Einsatz neue Geschäftsmodelle für Broadcaster, Kreative und Produktionspartner entstehen können», so RTL.
Die redaktionelle Verantwortung, und Qualitätskontrolle würden konsequent beim Menschen bleiben. Wie die KI-Folgen beim Publikum ankommen, bleibt abzuwarten.



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