Alle vier Jahre lädt der Gemeinderat ehemalige Ratsmitglieder und Abteilungsleitende zu einem gemeinsamen Anlass ein. Dieses Jahr war es wieder so weit: 36 alt Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten, alt Gemeinderätinnen und -räte, ehemalige und aktuelle Gemeindeschreiber sowie Abteilungsleitende sind der Einladung laut einer Medienmitteilung der Gemeinde gefolgt. Gemeinsam besuchten sie am vergangenen Freitagnachmittag die Ur-Wy GmbH in Altdorf. Bei einer Besichtigung der Produktion und des Lagers erfuhren sie von Winzer Ruedy Schuler einiges über die Geschichte des Weinbaus im Kanton Uri sowie über die Kelterung der Altdorfer Trauben.
Bei der anschliessenden Degustation im Weinkeller im Suworow-Haus berichtete der amtierende Gemeindepräsident Sebastian Züst über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Altdorf. Er sprach über das Projekt Altdorf innerorts, das die Aufenthaltsqualität im Ortskern mit baulichen Massnahmen verbessern will, wie auch über weitere Massnahmen für ein lebhaftes Zentrum. Hier sind etwa auch das Altdorfer Gewerbe, der Tourismus, Anwohnende sowie die Liegenschaftseigentümer eingebunden.
Die Begegnungszone als grosses Thema
Im Anschluss tauschten die ehemaligen Amtsträgerinnen und Amtsträger beim gemeinsamen Nachtessen im Bistro Baggenstos Erinnerungen aus. Natürlich wurde auch rege politisiert. Der ehemalige Gemeinderat Marc Frei hat während seiner Amtszeit von 2011 bis 2014 die Diskussionen rund um die West-Ost-Verbindung und das regionale Gesamtverkehrskonzept miterlebt: «Die aktuelle Entwicklung rund um Altdorf innerorts begrüsse ich sehr», sagt Frei. «Ernüchternd ist manchmal, wie viel Zeit solche Veränderungen in Anspruch nehmen. Aber mit der Einführung der Begegnungszone ist ein guter Start für die Belebung des Zentrums gelungen.» Auch Thomas Ziegler, Gemeinderat von 2000 bis 2006, teilt diese Einschätzung: «Ich finde es schön zu sehen, wie belebt die Schützengasse seit der Eröffnung der Begegnungszone geworden ist.»
Hansjörg Felber, im Gemeinderat von 1991 bis 1999, die letzten vier Jahre davon als Gemeindepräsident, wünscht sich eine Begegnungszone, die den Namen verdient: «Die Entwicklung muss weitergehen. Wir müssen etwa eine Lösung für die Bushaltestellen finden, damit der Ortskern aufblühen kann.»
Der ehemaligen Gemeinderätin (1995–2007) und Gemeindepräsidentin (2007–2010) Barbara Bär ist es ein Anliegen, dass die Altdorfer Geschäfte gemeinsam eine Begeisterung für ein lebendiges Altdorf entfachen: «Sie sollen die Qualitäten von Altdorf nach aussen tragen.»
Alle Anwesenden waren sich einig, dass mit dem Halbanschluss Altdorf Süd nach wie vor ein Schüsselelement fehlt, damit der gesamte Verkehr im Urner Talboden besser gelenkt wird. (zvg)




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