notifications
Nidwalden

Regierung will Transparenz in Verkehrsfragen

Wie kommt es zu Massnahmen, welche die Wahl des Verkehrsmittels beeinflussen sollen? Die Regierung will aufgrund einer Anfrage aus dem Landrat die Grundlagen offenlegen.
Die Regierung will die Grundlagen offenlegen, aufgrund derer sie Massnahmen definiert, welche die Wahl der Verkehrsträger beeinflussen sollen.
Bild: Urs Flüeler/Keystone

Die Berechnungsgrundlagen, auf deren Basis der Kanton Massnahmen zur Steuerung der Verkehrsmittelwahl trifft, sollen offengelegt werden. Dies ist der Kern eines Postulats, das Landrat Roland Blättler (SVP, Kehrsiten) und Mitunterzeichnende im September 2025 eingereicht haben. Es beinhaltet Fragestellungen rund um den Verkehr in Nidwalden. Zum einen geht es um die Erhebung von Daten und deren Bewertung, zum anderen darum, welche Massnahmen zur Steuerung des Modalsplits (die prozentuale Aufteilung des Gesamtverkehrsaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel) getroffen werden und welche Kostenfolgen für Kanton, Gemeinden und Bevölkerung daraus zu erwarten sind.

Die Zielsetzung eines Modalsplits von unter 64 Prozent motorisiertem Individualverkehr (MIV) sei ein zentrales Element der kantonalen Verkehrs-, Raumplanungs- und Klimapolitik, heisst es im Postulat. «Um die politische und gesellschaftliche Tragfähigkeit dieses Zielwerts zu beurteilen, braucht es jedoch Transparenz über die zugrunde liegenden Daten, die Herleitung der Zielgrösse und die geplanten Massnahmen zur Umsetzung.»

Noch dieses Jahr liefert Bericht Antworten

Die Regierung stellt sich hinter das Postulat und beantragt dem Landrat, dieses gutzuheissen. In einer Mitteilung heisst es, der Kanton verfüge sowohl im Bereich des Individualverkehrs als auch beim öffentlichen Verkehr (ÖV) bereits heute über eine gute Datengrundlage. Mehrere Messstellen auf den Kantonsstrassen und auf der Autobahn sorgten für laufend aktualisierte Verkehrsdaten. Auch beim ÖV würden Daten erfasst und Hochrechnungen erstellt.

Die Massnahmen für verkehrliche Verbesserungen und einen ausgewogenen Modalsplit in Nidwalden orientieren sich insbesondere am Richtplan, am Gesamtverkehrskonzept (GVK) und am Agglomerationsprogramm, so die Regierung weiter. Auch das kantonale Leitbild 2035, das Regierungsprogramm und die Jahresziele würden Aussagen zu verkehrlichen Massnahmen beinhalten.

Im Gesamtverkehrskonzept werden übergeordnete Ziele in konkrete Massnahmen überführt. Das vor vier Jahren verabschiedete Konzept wird einem Controlling unterzogen. Derzeit laufen die Arbeiten für den ersten Monitoringbericht, der zum Stand der Umsetzung und dem Wirkungsgrad Auskunft geben wird und in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. «Im Rahmen des Monitoringberichts werden auch die im Postulat aufgeworfenen Fragen beantwortet werden», so Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer in der Medienmitteilung.

«Ich freue mich, dass die Regierung das Postulat unterstützt», sagt Roland Blättler auf Anfrage. Er sei sehr gespannt auf die Detailinfos. «Ich habe klare Fragen gestellt und erwarte klare Antworten.»

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)