Freie Plätze sind in den Urner Pflegeheimen rar. Ende 2025 lebten 541 Personen in den neun Institutionen des Kantons. Zur Verfügung standen 551 Plätze. Damit blieb die Zahl der stationären Plätze gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Jahresdurchschnitt waren die Heime zu 98,9 Prozent ausgelastet. Damit weist Uri wie bereits im Vorjahr die höchste Auslastung aller Zentralschweizer Kantone auf. Der regionale Durchschnitt liegt bei gut 96 Prozent. Das zeigen neue Zahlen von Lustat Statistik Luzern.
Während sich die Zahl der Plätze und der Bewohnerinnen und Bewohner gegenüber dem Vorjahr kaum verändert hat, gab es bei den Eintritten mehr Bewegung. Insgesamt traten 317 Personen in ein Urner Pflegeheim ein – gut sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Etwas mehr als die Hälfte kam für einen Langzeitaufenthalt. Dieser dauerte durchschnittlich zweieinhalb Jahre. Männer lebten mit durchschnittlich 2,9 Jahren länger im Pflegeheim als Frauen mit 2,3 Jahren. Für die grosse Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner wurde das Heim zum letzten Wohnort: Neun von zehn Langzeitaufenthalten endeten mit dem Tod.
Kurzzeitaufenthalte gewinnen an Bedeutung
Gleichzeitig werden Kurzzeitaufenthalte wichtiger. Mittlerweile entfallen fast 45 Prozent aller Eintritte darauf. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch deutlich tiefer. Seit 2016 ist er um knapp acht Prozentpunkte gestiegen. Im Durchschnitt dauerte ein Kurzzeitaufenthalt rund sechs Wochen. Gut die Hälfte der Betroffenen konnte anschliessend wieder nach Hause zurückkehren.
Auch beim Personal zeigt die Entwicklung nach oben. Ende 2025 arbeiteten 792 Personen in den Urner Pflegeheimen, dreissig mehr als im Vorjahr. Auch das Beschäftigungsvolumen nahm zu. Im Jahresmittel entsprach es 518 Vollzeitstellen, im Vorjahr waren es 504 gewesen. Den grössten Anteil innerhalb des Pflegepersonals stellte das Fachpersonal.
Der Betrieb der Heime kostete im vergangenen Jahr gut 57 Millionen Franken. Dem standen Erträge von rund 56 Millionen Franken gegenüber. Etwas mehr als die Hälfte der Kosten entfiel auf Pension und Betreuung, knapp die Hälfte auf Pflegeleistungen.
Die Zahlen zeigen damit nicht nur, dass die Urner Pflegeheime weiterhin nahe an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten. Auch ihre Nutzung verändert sich: Zwar bleibt der langfristige Eintritt ins Heim bedeutend, gleichzeitig spielen zeitlich begrenzte Aufenthalte mit anschliessender Rückkehr nach Hause eine zunehmend wichtige Rolle. Das grösste Pflegeheim im Kanton ist das Alters- und Pflegeheim Rosenberg in Altdorf mit 120 regulären Plätzen. Danach folgen der Rüttigarten in Schattdorf mit 84 Plätzen und der Spannort in Erstfeld mit 78 Plätzen. (rem)



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