Der Urner Gemeindeverband hat an seiner Herbsttagung in Schattdorf fünf neue Vorstandsmitglieder gewählt. Martin Arnold aus Bürglen, Mike Müller aus Attinghausen, Marcel Schmutz aus Wassen, Reto Tresch aus Schattdorf und Markus Zgraggen aus Erstfeld wurden von den anwesenden Gemeinden einstimmig gewählt. Damit seien wieder alle Urner Regionen im Vorstand vertreten, wie es in einer entsprechenden Mitteilung des Urner Gemeindeverbands heisst.
An der Tagung vom vergangenen Freitag, 23. Oktober, nahmen 39 Vertreterinnen und Vertreter aus allen 19 Urner Gemeinden teil. Mit den Neuwahlen steigt die Zahl der Gemeindevertretungen im Vorstand von sieben auf acht. Der Verband begründet die Erweiterung mit der zunehmenden Zahl an Projekten und Arbeitsgruppen.
Mehrere Abgänge stehen an
Gleichzeitig stehen mehrere Abgänge an. Bruno Gamma, Claudia Gisler-Walker und Walter Marty treten per Ende 2026 aus dem Vorstand zurück. Peter Tresch hatte das Gremium bereits im März aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Verbandspräsident Timotheus Abegg würdigte an der Tagung das Engagement der scheidenden Mitglieder und dankte ihnen für ihre Arbeit zugunsten der Gemeinden.
Neben den personellen Wechseln befassten sich die Gemeindevertreter mit mehreren laufenden Vorhaben. Dazu gehört das geplante gemeinsame Behördenportal für E-Government-Dienstleistungen von Kanton und Gemeinden. Thema war auch die Überprüfung der Aufgaben- und Finanzstruktur. Die Rückmeldungen von 17 Gemeinden zeigten laut Verband eine breite Bereitschaft, die definierten Themenfelder ergebnisoffen weiterzuentwickeln. Konkrete Reformen sollen demnach nur umgesetzt werden, wenn ihr Nutzen belegt ist, die finanziellen Folgen transparent sind und die Gemeinden wirksam mitgestalten können.
Abegg hob zudem die Bedeutung der Mitarbeit der Gemeinden in kantonalen Arbeitsgruppen hervor. «Durch die Mitarbeit in strategisch wichtigen Projekten können wir die Interessen der Gemeinden frühzeitig und fundiert in die Planungsprozesse des Kantons einbringen», wird er in der Mitteilung zitiert.
Der Gemeindeverband bekräftigte an der Tagung ausserdem seine ablehnende Haltung zur Abschaffung der drei Abstimmungskuverts. Der Landrat hatte das Anliegen des Verbands, die bisherige Lösung beizubehalten, nicht berücksichtigt. Über die entsprechende Gesetzesrevision wird am 29. November abgestimmt.
Die Tagung genehmigte zudem den Tätigkeitsbericht und das Budget 2027 einstimmig. Gastgeberin der diesjährigen Herbsttagung war die Gemeinde Schattdorf. (rwi)






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