Sempach

Streit um Trinkwasser: SP fordert mehr Transparenz

Die SP Sempach kritisiert die Informationspolitik des Stadtrats zu Chlorothalonil und weiteren Schadstoffen im Trinkwasser.

Die Sempacher SP kritisiert den Stadtrat und wirft der Exekutive fehlende Transparenz bei Trinkwasser-Messwerten vor, insbesondere beim Schadstoff Chlorothalonil. Hintergrund ist die Antwort der Stadt auf eine Anfrage der Partei. In dieser schreibt der Stadtrat, dass die Gemeinde vollständig mit aufbereitetem Seewasser versorgt werde, wobei regelmässige Kontrollen der Wasserqualität stattfinden würden – inklusive der Chlorothalonil-Metaboliten R417888 und R471811. Dabei sei ersichtlich, dass der gesetzliche Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter eingehalten werde. Die Messwerte seien öffentlich auf trinkwasser.ch einsehbar. Laut Stadtrat wurden die Grenzwerte im Jahr 2025 bei allen Messungen eingehalten, weshalb das Hahnenwasser sicher sei.

Die SP zeigt sich mit dieser Antwort jedoch unzufrieden. Auf der Website seien für das vergangene Jahr lediglich je zwei Messwerte pro Stoff aufgeführt. Das reiche nicht aus, um mögliche Grenzwertüberschreitungen festzustellen. Besonders beim Metaboliten R471811 könne bei einem Durchschnittswert von 0,084 Mikrogramm pro Liter nicht ausgeschlossen werden, dass der Grenzwert nach starken Regenfällen zeitweise überschritten werde. Zudem würden historische Daten aus früheren Jahren fehlen. Die SP kritisiert weiter, dass der Stadtrat keine Angaben zu weiteren möglichen Schadstoffen gemacht habe, die nicht auf trinkwasser.ch veröffentlicht werden. (sfr)

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