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Politik

SVP besetzt Kaderposten neu

Severin Wallimann wird neuer Fraktionspräsident im Kantonsrat. Der interimistische Präsident der Ortspartei Sarnen, Christoph von Rotz, übernimmt das Amt definitiv.
Severin Wallimann, Alpnach, wird neuer Fraktionschef der SVP.
Bild: zvg

In der neuen Legislatur wird die SVP im Kantonsrat ab 26. Juni mit 18 Sitzen erstmals stärkste Kraft. Neben den wiedergewählten Mitgliedern verstärken fünf Neugewählte die Fraktion. Nachdem Remo Fanger seinen Rückzug angekündigt hatte, stellte sich der Alpnacher Kantonsrat Severin Wallimann für das Fraktionspräsidium zur Verfügung und wurde nun von der neu konstituierten Fraktion gewählt. Mit seinen 28 Jahren ist er der jüngste Fraktionschef, den die SVP Obwalden je stellte. Dass die Fraktion von 13 auf 18 Sitze gewachsen ist, sei für ihn Ansporn und Verpflichtung zugleich, wird Wallimann in einer Medienmitteilung der Kantonalpartei zitiert.

Trotz Erfolg bei den Kantonsratswahlen steht die SVP vor Herausforderungen. Wie es auch in der Mitteilung heisst, hat sie für ihre Anliegen keine eigene Mehrheit und ist nach der Nichtwahl von Franziska Kathriner nicht mehr in der Regierung vertreten. Severin Wallimann wolle angesichts dieser Ausgangslage auf einen klaren Kurs setzen. «Unsere Positionen wurden durch die Stimmbevölkerung bestätigt», wird er zitiert. «Wir wollen geschlossen auftreten und unsere Werte konsequent vertreten.» Gleichzeitig schliesse dies aus seiner Sicht eine überparteiliche Zusammenarbeit nicht aus. «Wenn andere Kräfte im Parlament vernünftig bürgerliche Politik betreiben wollen, haben sie in uns einen verlässlichen Partner.» Auf Nachfrage, ob die SVP nun konsequent Oppositionspolitik machen werde, sagt Severin Wallimann, dass man ohne Regierungssitz freier sei und sich nicht nach einer Regierungsmeinung richten oder deswegen Kompromisse machen müsste.

Bisher war Severin Wallimann Kantonalsekretär der SVP. Neu übernimmt Monika Hausammann (52) künftig diese Aufgabe. Sie wurde bei den Gesamterneuerungswahlen 2026 für Kerns neu in den Kantonsrat gewählt.

Monika Hausammann, Kerns, ist die neue Kantonalsekretärin der SVP Obwalden.
Bild: zvg

Auch die Ortspartei Sarnen hat gewählt

An der Generalversammlung am Freitag, 8. Mai, hat auch die SVP Sarnen ihre Leitung bestimmt. Christoph von Rotz, der das Amt des Präsidenten bereits ein Jahr ad interim ausübte, übernimmt es nun definitiv. Die 25 anwesenden Mitglieder bestätigten ihn sowie Hubert Schumacher, Remo Fanger, Nael Hasler und Franziska Kathriner als Vorstand. Neu in das Gremium wurde die am 8. März 2026 in den Kantonsrat gewählte Martina Ziegler berufen.

Christoph von Rotz ist nun definitiv Präsident der SVP Sarnen.
Bild: zvg

Auch die SVP Sarnen leckte nochmals die Wunden der Gesamterneuerungswahl 2026, wo sie zwar bei den Kantonsratswahlen massiv gewann, aber ihren Regierungsratssitz verlor. Die Sarnerin Franziska Kathriner schaffte die Wahl ganz knapp nicht, worauf in der SVP ein Streit ausbrach, weil sich die Kandidatin aus den eigenen Reihen «mit unhaltbaren Vorwürfen gegen ihre Person» ausgesetzt sah. An der GV vom 30. April räumte Wahlkampfleiter Daniel Blättler ein, den Vorwürfen nicht entschieden genug entgegengetreten zu sein und der Vorstand fasste den Auftrag, die Situation im Hinblick auf zukünftige Wahlen zu analysieren und dafür zu sorgen, dass Aufgaben, Verpflichtungen und Kompetenzen aller Personen, die im Wahlprozess beauftragt werden, geklärt sind. Wie die Ortspartei Sarnen nun in ihrer Mitteilung festhält, begrüsse man diesen Entscheid der Generalversammlung, verurteile die Vorwürfe gegen Kathriner und spreche ihr «vorbehaltloses Vertrauen» aus.

Für Besorgnis bei der Ortspartei sorgt zudem die Rechnung der Gemeinde Sarnen, die mit einem Verlust von knapp 825’000 Franken schlechter als budgetiert abschliesst. Die SVP Sarnen sagt dazu «Ja, aber», die Finanzlage der Gemeinde gehe in die falsche Richtung. In einer Konsultativabstimmung entschied die Ortspartei, dass eine Steuererhöhung in jedem Fall abgelehnt werde und der Vorstand sich mit Massnahmen für die Senkung der Gemeindeausgaben einsetzen müsse.

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