
Mit dem Abschlusskonzert von Albin Brun & Markus Lauterburg in der Ermitage in Beckenried ist am Sonntag, 19. April die 30. Ausgabe der Stanser Musiktage zu Ende gegangen. Schon kurz nach dem Verklingen der letzten Töne konnte das OK in einer Mitteilung festhalten: «Die Jubiläumsausgabe war wunderschön und erfolgreich.» Von Mittwoch bis Samstag hatte eine fröhliche Menschenmenge auf dem Stanser Dorfplatz, in den Gassen sowie in den verschiedenen Konzerträumen und -kellern gefeiert. «An jeder Ecke wurde gelauscht, getanzt, gelacht und gesungen. Das vor über 30 Jahren als «Schnapsidee» entstandene Musikfestival darf auf wundervolle Tage zurückblicken.»
Erfrischendes Konzertprogramm
Das erstmals von Lea Heimann und der Programmgruppe kuratierte Konzertprogramm ist beim Publikum gut angekommen. Von den virtuosen Rhythmen des Jazzpianisten Amaro Freitas im Theater an der Mürg über den kraftvollen Rap des spanischen Frauenduos Tribade, den exklusiven Auftritt von Evelinn Trouble im Kollegisaal bis hin zu den intimen Konzerten der Akkordeonistin Lea Gasser und der schottischen Dudelsackspielerin Brìghde Chaimbeul im unteren Beinhaus: Die Musiktage boten wertvolle Entdeckungen und einmalige Konzerterlebnisse.
Über 40 Konzerte fanden seit Mittwoch statt. Zu den 22 Hauptkonzerten, von denen 13 ausverkauft waren, kamen rund 3500 Zuhörerinnen und Zuhörer, sagt Catherine Huth von der Festivalleitung auf Anfrage. Und sicher über 20'000 besuchten die kostenlosen Konzerte und das Rahmenprogramm. «Dass wir so viele Leute begrüssen konnten, hat mit dem guten Wetter, aber auch mit unserem 30. Jubiläum zu tun. Es gab viele internationale Musikgrössen, aber vor allem auch viele einheimische Perlen zu entdecken. Die Schweiz, ja die Welt, war in Stans zu Besuch», so die zukünftige Festivalleiterin.
Tatsächlich: wer einfach Festivalluft schnuppern und das warme Frühlingswetter geniessen wollte, kam in der schmucken Festivallandschaft und beim Rahmenprogramm voll auf seine Kosten: Die Food und Getränkestände boten ein breites und leckeres kulinarisches Angebot, und die frei zugänglichen Konzerte auf dem Dorfplatz oder der Länzgibühne kamen sichtlich gut an. Auch die Veranstaltungsreihe zum Fokusthema «Zwischen Kontinuität und Veränderung» war gut besucht. Die in Zusammenarbeit mit dem Nidwaldner Museum entstandene Ausstellung «No Time To Lose» über das pulsierende Nachtleben auf dem Land zog viele Interessierte an. Wer sie verpasst hat: Die Ausstellung ist noch bis am 1. November 2026 im Salzmagazin zu sehen.
Nach dem Festival ist vor dem Festival
Der finanzielle Abschluss liegt noch nicht vor. Doch schon heute stehe fest, dass die Stanser Musiktage auf gutem Weg sind und die Festivalleitung frühzeitig mit der Planung für 2027 beginnen kann. Catherine Huth wird die Musiktage künftig als Festivalleiterin prägen. «Momentan bin ich noch am Aufräumen, dann brauche ich zuerst eine kurze Erholungspause und dann geht es auch schon los für die kommende Ausgabe», erzählt sie. «Teams müssen zusammengestellt werden, die Besprechung der vergangenen Ausgabe, das Debriefing, steht noch an und dann geht es auch schon los mit der Organisation 2027. Es wird Kontinuität geben, aber sicher auch Veränderungen.» Catherine Huth löst Candid Wild ab, der das Festival nach sieben erfolgreichen Jahren verlässt. Ein neues Mitglied für die Festivalleitung wird derzeit rekrutiert. Die nächsten Stanser Musiktage finden vom Mittwoch, 7. bis Sonntag, 11. April 2027 statt.



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