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Wirtschaft

2500 Tonnen Stahl aus Emmenbrücke schützt Helgoland vor Meeresbrandung

Auf Helgoland wird derzeit ein riesiger Meeresdamm saniert. Dort wird eine grosse Menge Spezialstahl einbetoniert, der von Swiss Steel auch in Emmenbrücke produziert wird.
So sieht die Schutzmauer im Meer vor Helgoland aus.
Bild: zvg

563 Meter lang ist der Damm im Meer, der Helgoland vor der Brandung schützt. Diese Schutzmauer wird derzeit saniert, und die Swiss Steel Group mit Hauptsitz in Luzern hat in diesem Zusammenhang einen grossen Auftrag erhalten: Das Unternehmen liefert 2500 Tonnen Spezialstahl. Zusammengehalten werde die Konstruktion nämlich von einem «besonders widerstandsfähigen Material», wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst: einem Bewehrungsstahl der Swiss Steel Group, der eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit aufweise. Dieser Bewehrungsstahl verleihe selbst Bauwerken, die der Brandung und den Gehzeiten der See ausgesetzt seien, eine hohe Langlebigkeit und «eignet sich daher ideal für kritische Küstenschutzinfrastrukturen wie die Westmole auf Helgoland». Die angestrebte Nutzungsdauer des Stahls betrage 100 Jahre.

Um den Stahl zu produzieren, nutzt die Swiss Steel Group konzerninterne Synergien. Im Elektrolichtbogenofen der Deutschen Edelstahlwerke in Siegen werden die Metallstangen, also das Rohprodukt, geschmolzen. Bei Steeltec in Emmenbrücke werden sie dann zu «hochwertigem Bewehrungsstahl gewalzt», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Endbearbeitung erfolgt am Standort Hagen in Deutschland. Hier werde der Stahl gebeizt und so aufbereitet, dass er auf Helgoland optimal weiterverarbeitet werden könne.

«Ein technisches Meisterwerk»

Das Bauwerk in Helgoland sei ein technisches Meisterwerk, schreibt Swiss Steel. Und es sei das erste Projekt der Deutschen Bundesanstalt für Wasserbau, das eine neue Norm für «Bau und Instandhaltung massiver Wasserbauwerke in Meerwasserumgebung» erfülle. Swiss Steel schreibt weiter: «Das Bauwerk dient als Vorbild für zukünftige grossangelegte Küstenschutzprojekte in Deutschland. Die Kombination aus umweltfreundlicher Materialauswahl und technologischem Korrosionsschutz soll hier den Standard für die Infrastruktur des nächsten Jahrhunderts setzen.»

Der Bewehrungsstahl «Top12» der Swiss Steel Group.
Bild: zvg

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