2020 scheiterte die damalige CVP im Stadtparlament mit einem Vorstoss für ein Rauchverbot auf Stadtluzerner Spielplätzen – unter anderem, weil dieses schwer umsetzbar wäre. Nun lancieren SP/Juso und Grüne/Junge Grüne einen neuen Anlauf. In einem Postulat fordern die beiden Fraktionen, dass die Stadt ein «Tabakverbot auf allen öffentlichen Spielplätzen in Luzern» prüft. Aktuell prüft Emmen im Rahmen der gemeindlichen Spielplatzstrategie ein solches Rauchverbot.
Mit der Massnahme sollen Kinder auf Spielplätzen vor schädlichem Passivrauch und Zigarettenstummeln geschützt werden, heisst es im Postulat. Ein Zigarettenstummel enthalte viele giftige Chemikalien und Kleinkinder nehmen häufig Gegenstände in den Mund. Bei einer 2024 schweizweit durchgeführten Sammelaktion des Vereins «stop2drop» habe dieser durchschnittlich rund 90 Zigarettenstummel pro Spielplatz gefunden – das sei «eine alarmierende Zahl».
Das Postulat regt ausserdem Sensibilisierungskampagnen, das Aufstellen «klarer Hinweisschilder» und eine regelmässige Prüfung der Wirksamkeit des Verbots an. Zwar sind Spielplätze in Luzern bereits als rauchfreie Zonen gekennzeichnet. Dabei handelt es sich aber nur um eine Empfehlung und nicht um ein rechtliches Verbot. (std)




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