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Verkehr

Tempo 30 «rettet» vier Parkplätze auf der Luzerner Bundesstrasse

Die vom Kanton in Aussicht gestellte Temporeduktion führt zu einem etwas geringeren Parkplatzabbau.
Blick auf die Bundesstrasse in Richtung Bundesplatz.
Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 16. 10. 2025)

Die Bundesstrasse in Luzern soll umgestaltet werden. Das hat die Stadt im Mai bekannt gegeben. Zudem soll bis und mit Bundesplatz künftig Tempo 30 statt 50 gelten. Das hat der Kanton als Strasseneigentümer letzten Monat kommuniziert. Das tiefere Tempo hat einen Einfluss auf die Umgestaltung: Es sollen entlang der Bundesstrasse weniger Parkplätze abgebaut werden, wie die Stadt nun mitteilt. Statt wie ursprünglich vorgesehen 19 von 37 Parkplätzen würden mit Tempo 30 deren 15 aufgehoben. Dies, weil mit tieferem Tempo geringere Sichtweiten nötig seien.

Das Strassenprojekt wird vom 26. November bis 15. Dezember öffentlich aufgelegt und kostet rund 400’000 Franken. Es sieht unter anderem durchgehende Velostreifen und eine neue Querungshilfe im Bereich  Bundesstrasse 16-18 vor. Geplant sind Pfosten an den Strassenrändern und eine Mittelinsel. Bei ausreichender Fussverkehr-Frequenz sei dort ein zusätzlicher Fussgängerstreifen denkbar. Dies werde nach einem Monat Betriebszeit geprüft. Von Anfang an einen Fussgängerstreifen zu realisieren, sei nicht möglich, weil zuerst der Nachweis der erforderlichen Fussverkehr-Frequenz erbracht werden muss, sagt der zuständige städtische Projektleiter Lukas Deschwanden.

Das neue Temporegime werde separat zu einem späteren Zeitpunkt aufgelegt. Damit soll verhindert werden, dass sich Tempo 30 und das Strassenprojekt gegenseitig blockieren, falls es Einsprachen oder Beschwerden gegen das eine oder andere Vorhaben gibt, so Deschwanden. «Falls es nicht zu längeren Verfahren kommt, rechnen wir damit, dass die Bauarbeiten im Sommer 2026 ausgeführt werden können.» Für Tempo 30 sind, abgesehen von den Parkplätzen, keine Anpassungen des Strassenprojekts nötig. Falls Tempo 30 wegen Beschwerden länger verzögert wird, sei es möglich, diese vier Parkplätze zunächst aufzuheben und später wieder zu markieren.

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