Sie gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen in der Luzerner Innenstadt: die Bundesstrasse zwischen Bundes- und Paulusplatz. Die Verbindung hat einerseits überregionale Bedeutung für den Individualverkehr und gemäss einer Mitteilung der Stadt Luzern andererseits «hohe Relevanz für den innerstädtischen Veloverkehr im dicht besiedelten Umfeld».
Nun plant die Stadt im Auftrag des Kantons – es handelt sich um eine Kantonsstrasse – Massnahmen, «um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern», insbesondere für Velofahrende und zu Fuss Gehende. Denn das kantonale Radroutenkonzept sieht auf der ganzen Achse Zentral-/Bundesstrasse beidseitig Velostreifen vor. Diese sind aber erst an der Zentralstrasse, am Bundesplatz und auf der Bundesstrasse bis Höhe Einmündung Moosstrasse vorhanden.
Folgende einfache und provisorische Anpassungen sind an der Bundesstrasse zwischen Obergrund- und Moosstrasse geplant:
In beide Richtungen durchgehend Velostreifen.
Einen Mehrzweckstreifen, damit das Abbiegen einfacher wird.
Breitere Verkehrsinseln bei den Fussgängerstreifen.
Um dies alles umsetzen zu können, müssen allerdings 19 der heute 37 oberirdischen Parkplätze aufgehoben werden. Am markantesten ist der Wegfall der Parkplätze vor dem Café Nord – hier kommen alle sechs weg; auf der gegenüberliegenden Strassenseite sind es vier von acht. Auch vor der Häuserzeile bei der Bäckerei Bebié fallen acht von zehn Parkplätzen weg. Hingegen bleiben bei der Entsorgungsstelle am Paulusplatz vier von fünf Parkplätzen erhalten, und vor dem Geschäft Lichtteam AG alle acht.
ABL-Parkhaus bietet 50 öffentliche Parkplätze
In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass sich an der Bundesstrasse seit 2018 ein öffentliches Parkhaus mit fünfzig Parkplätzen befindet – konkret in der Himmelrich-Überbauung der ABL.
Wie die Stadt Luzern schreibt, mache «die klarere Verkehrsführung die Bundesstrasse übersichtlicher und damit sicherer». Und: «Mit den Anpassungen kann der Verkehrsfluss verbessert werden.» Die Planauflage und Realisierung sind noch in diesem Jahr vorgesehen. Die geschätzten Kosten für die Realisierung belaufen sich auf rund 400'000 Franken.
Umfassende Sanierung folgt
Eine umfassende Sanierung der Bundesstrasse wird nach aktuellem Bauprogramm des Kantons Luzern in fünf bis zehn Jahren angegangen. Dabei wird auch Tempo 30 ein Thema sein. Bekanntlich liegt die Lärmbelastung für die Anwohnenden auch auf dieser Achse über dem Grenzwert, weswegen die Stadt seit Jahren eine Temporeduktion fordert. Ein entsprechendes Gesuch ist beim Kanton nach wie vor hängig. (hor)
Die Stadt Luzern betreibt am Freitag und Samstag, 23. und 24. Mai, von 10 bis 15 Uhr einen Infostand mit Plakaten auf dem Helvetiaplatz.



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