Gemeindeabstimmungen

SP Altdorf steht hinter der Brickermatte

Die Kredite, über die am 14. Juni in Altdorf und Bürglen abgestimmt werden, sind für die Partei eine Investition in die elementarsten Entscheidungsgrundlagen.

Die Alters- und Pflegeheime Rosenberg und Gosmergartä in Altdorf und Bürglen wurden 1982 beziehungsweise 1989 eröffnet. Beide Heime sind baulich veraltet und müssen totalsaniert werden. Für die SP Altdorf ist es nachvollziehbar, dass beide Institutionen seit mehreren Jahren einen Ersatzneubau an einem neuen Standort ins Auge fassen. «Erneuerungen im Bestand führen für Pflegeinstitutionen zu unbefriedigenden Kompromissen und sind genauso teuer wie Neubauten», heisst es in einer Mitteilung der Partei. Der Aufwand für kostspielige Provisorien während der Bauzeit wurde allein für den Rosenberg auf eine zweistellige Millionensumme berechnet und bleibt mittel- und längerfristig ohne jeden Nutzen.

Auf der Brickermatte in Bürglen soll ein neues Alters- und  Pflegezentrum entstehen.
Bild: Boris Bürgisser (Bürglen, 18. 11. 2025)

Die SP Altdorf begrüsst es sehr, dass die beteiligten Gemeinden am gleichen Strick ziehen und gemeinsam eine Lösung suchen. «Der Standort Brickermatte ist ideal, bestens erschlossen und liegt mitten im Siedlungsgebiet zwischen Bürglen und Altdorf», so in der Mitteilung. Eine grössere, von mehreren Gemeinden getragene Infrastruktur kann in der Kombination von stationärer Langzeitpflege und betreutem Wohnen tendenziell effizienter und kostengünstiger betrieben werden. Sie kann auch spezialisierte Bereiche abdecken und beispielsweise eine Demenzstation, Palliative Care, Kurzzeitpflege oder Tagesstrukturen anbieten. Ein grösserer Betrieb kann Ausfälle leichter kompensieren, Dienstpläne flexibler gestalten, attraktive Karrierewege anbieten und die interne Weiterbildung optimieren. All dies sind angesichts des aktuellen Fachkräftemangels im Pflegebereich für die SP gewichtige und nicht zu unterschätzende Vorteile.

Auch für die SP Altdorf gibt es viele offene Fragen: Wie steht es um die finanzielle Tragbarkeit des Projekts? Wie hoch werden die Pensions- und Betreuungstaxen in einem Neubau sein? Wie viel Eigenmittel braucht die neue Pflegeinstitution und aus welchen Elementen setzen sie sich zusammen? Braucht es A-fonds-perdu-Beiträge der Gemeinden? Wenn ja, in welcher Höhe? Welche architektonischen und gestalterischen Lösungen führen zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis? Diese und viele weitere Fragen müssen jetzt zügig beantwortet werden. Die entsprechenden Aufträge sind Teil des Projektplanungs- und Wettbewerbskredits, über den in Altdorf und Bürglen am 14. Juni abgestimmt wird. Dieser Kredit ist für die SP eine Investition in die elementarsten Entscheidungsgrundlagen. «Immerhin geht es um eines der grössten Bauvorhaben im Kanton Uri und die Kreditvorlage verdient unsere Unterstützung.» (zvg/MZ)

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